Dienstag, 16. Januar 2018

Super Sondierungsergebnisse

son·di̱e̱·ren
Verb [mit OBJ] (jmd. sondiert etwas)
gehoben
  1. (vorsichtig) erkunden.
    "Wir haben zunächst einmal die Lage sondiert."


Mittwoch, 3. Januar 2018

„Kriminell“ sind die Pauschalisierungen jeglicher Couleur.

Wer anhand von, evtl. sogar selbst erstellter Statistiken die Auslegung seiner eigenen Meinung pauschal bestätigt glaubt, trägt nicht dazu dabei, dass Fakten differenziert diskutiert werden können.
Dies kann man gerade anhand der neuesten Statistiken bzgl. der Gewaltzunahme im Bezug zur Zuwanderung sehen.

Fakt ist jedenfalls, dass Menschen, egal welcher Herkunft pauschal weder als gut noch als böse, gewaltbereit oder gewaltlos einzustufen sind.

„Ganze Menschengruppen“ zu verdächtigen sei der falsche Weg, mahnen Kirchenvertreter und andere „ehrwürdige Gruppenvertreter“.
https://www.zdf.de/nachrichten/heute-journal/mehr-gewalt-durch-zuwanderung-100.html

Diese Aussage ist primär richtig. Aber sie gilt eben auch für jede „Menschengruppe“.
So sind „Menschengruppen“ pauschal weder „Gutmenschen“ und die einzig Empathie fähigen Menschen, aber eben genau sowenig auch „Nazis“ und Empathie unfähig.
Falsch allerdings sind auch die ständigen Erklärungsversuche der „Einzelfalltheorien“. Einzelfälle die sich (auch noch in zunehmendem Maße) wiederholen sind schon lange keine Einzelfälle mehr!
Selbst wenn man sie separat betrachtet.
Jetzt hat man doch gerade dieses Jahr an Silvester „sicherheitstechnisch“ so aufgerüstet, dass die Statistik für diesen 31.12.2017 alleine aus diesem Grund schon ganz anders ausfallen muss, als noch vor einem oder zwei Jahren?! Diese Reaktionen waren doch nur notwendig geworden, weil man sich vorher auf andere Erhebungen und Statistiken als Erkenntnisse berufen hatte?!
So lautet nun die zentrale Aussage der neuesten kriminologischen Studie: „Mehr Gewalt durch Zuwanderung“ in den letzten beiden Jahren!

Hochinteressant wird es aber dann, wenn „wissenschaftliche Fachleute“ ihre eigenen statistischen Erhebungen und Forschungsergebnisse revidieren müssen. Aber anstatt einfach mal zuzugeben, dass die früheren eigenen Schlussfolgerungen eben falsch waren, wird nun wiederum versucht, die eigene Widersprüchlichkeit durch äußere Einflüsse und Umstände so zu erklären, dass man nur nicht zugeben muss, dass man sich eben mal geirrt hat.

Bei „Straftaten“ geht es primär darum, dass „ein Mensch“ gegen das Gesetz/die Gesetze und damit gegen das Recht verstoßen hat. Die Frage der Herkunft, des Alters, des Geschlechts ist dabei sekundär zu betrachten.

Wenn sich ein Kriminologe dann bei seinen Erhebungen und Statistiken im Bezug auf Straftaten primär mit der Herkunft, dem Alter und dem Geschlecht der Straftäter beschäftigt, dann hat er m. E. das „Thema“ verfehlt. Seine primäre Aufgabe wäre es doch zu erforschen, weshalb Menschen zu Straftätern werden?! Was die Ursache für den Gesetzes- und Rechtsbruch bei Menschen ist?! Weshalb die einen „böse“ sind und die anderen „gut“. Wer und nach welchen Kriterien kann dies tatsächlich völlig unbefangen und wertneutral beurteilen?!

Wenn dann auch noch der Vorsitzende des Deutschen Richterbundes Jens Gnisa ein Buch mit dem Titel „Das Ende der Gerechtigkeit: Ein Richter schlägt Alarm“ auf die „Erosion des Rechtsstaates“ hinweist, dann ist es alleine mit weiteren Erhebungen und Statistiken in Bezug auf die Ein- und Verteilung von Straftätern nicht mehr getan. Die „Erosion eines angeblichen Rechtsstaates“ hat dann primär mit der Auslegung und Umsetzung des Rechtes und der daraus folgenden Gesetze zu tun und betrifft – wie im GG ja auch vorgesehen – alle Menschen, egal welcher Nationalität, Alters und Geschlechts innerhalb dieses Landes gleichermaßen.
https://www.merkur.de/politik/richter-rechnet-ab-darum-wird-vertrauen-in-justiz-immer-weniger-9479499.html

Jens Gnisa: [[ „Ich habe da eine Stimmung aufgenommen, die in der Bevölkerung herrscht. In vielen Zuschriften haben mir Bürger geschrieben: „Das finde ich nicht gerecht...“ ]]

Dabei handelt es sich m. E. allerdings nicht mehr nur um eine „Stimmung“. Sondern es ist offensichtlich geworden, dass einiges in diesem Lande nicht mehr gerecht zugeht. Nicht die „Stimmung“ sorgt für ein entsprechendes Empfinden. Sondern die Fakten sorgen für eine entsprechende Stimmung!
Wenn diese Stimmung nun auch noch durch Erhebungen und Statistiken bestätigt wird, dann sorgen die tatsächlichen Fakten dafür, dass diese Stimmung auch als real existierend wahrgenommen wird.

In dem o. g. Interview wird dann die Frage an Herrn Gnisa gestellt: [[ „Aber muss nicht auch Moral bei der Rechtsprechung eine Rolle spielen?“ ]]
Mit der Antwort des Richters kommt man aber an den eigentlich entscheidenden Punkt in der Frage bzgl. des Rechts und der Gerechtigkeit gegenüber allen Menschen.
Jens Gnisa: [[ „Natürlich, aber diese moralischen Fragen stehen zunächst am Anfang der Gesetzgebung. Ist das Gesetz einmal fixiert, darf nicht moralisches Bauchgefühl die Entscheidungen in Frage stellen.“ ]]

Wenn am Anfang „moralische Fragen“ stehen, welche dann in einer Gesetzgebung in entsprechende Gesetze fixiert werden, dann muss man ganz am Anfang die Frage stellen: was ist Moral, woher kommt diese, haben Menschen eine unterschiedlich ausgeprägte Moral und mit welchem Recht, unter welchem Gerechtigkeitsgesichtspunkt machen Menschen (wie Du und ich) Gesetze für andere Menschen, welche dann für alle Menschen gleichermaßen Gültigkeit besitzen sollen und müssen?!
Worin ist das Recht (und damit die Gerechtigkeit) begründet, dass die Moral, das moralische Verständnis der einen Menschen (Richter und Gutachter etc., ganz abgesehen von unterschiedlichen „Kulturen“) „besser und damit gerechter“ sei, als die Moral und das moralische Verständnis anderer Menschen?! Woran lässt sich dies eigentlich „gerecht“ festmachen und unabhängig und von wem überprüfen?! Müsste man sich da nicht an einem „übergeordneten“ Recht (Rechtsverständnis) orientieren (können)?! Wer ist im Besitz dieses „übergeordneten“ Rechts (Rechtsverständnis) und wie lässt sich dies belegen und überprüfen?!

Damit bin ich wieder in dem Bereich angelangt, der mich immer schon sehr beschäftigte. Und den ich u. a. auch in diesem Blog schon mehrfach aufgegriffen und darzulegen versucht habe. Um dies nicht alles wiederholen zu müssen, verweise ich einfach auf die entsprechenden Beiträge in meinem Blog, welche sich anhand der Suchfunktion unter Eingabe der Begriffe „Recht und Gesetz, Gerechtigkeit“ sicherlich für Interessierte finden lassen.

Dienstag, 2. Januar 2018

Neujahrsansprachen

Habe mir mal die Silvesteransprachen der letzten Jahre (2014-2017) der Bundeskanzlerin nochmals vorgenommen und auf Inhalt, Anspruch und Umsetzung hin überprüft.

Silvesteransprache Merkel 2014:


[[ Europa hat sich entschlossen, sich nicht spalten zu lassen, sondern stärker denn je als Einheit zu handeln, um seine Friedensordnung und seine Werte zu verteidigen. ]]
Ergebnis im Jahr 2015: Deutschland und Europa ist längst gespalten!!!
[[ Eine Folge dieser Kriege und Krisen ist, dass es weltweit so viele Flüchtlinge gibt wie noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg. Viele sind buchstäblich dem Tod entronnen. ]]
Ergebnis 2015: Es gibt noch mehr Flüchtlinge und insbesondere Deutschland hat so viele aufgenommen, wie sonst niemand. Also Merkel wusste bereits vor einem Jahr, was auf Deutschland zukommt! Ergebnis ihres verantwortlichen Handelns! Chaos und die Spaltung des eigenen Volkes und Europas!!! Weshalb waren dann die Kanzlerin und die zuständigen Ministerien über die nun eingetretenen Ergebnisse so überrascht???!!!
[[ Es ist und bleibt der Zusammenhalt, mit dem wir auch in Zukunft die großen Herausforderungen meistern können:
Die Zuwanderung von Menschen, die ein Gewinn für uns alle ist. ]]

Ergebnis: Wenn das vorhersehbare Chaos, die Spaltung des eigenen und der europäischen Völker das Ergebnis und der Gewinn ist, dann möchte ich gar nicht wissen, was der Verlust auf der anderen Seite ist!!!
[[ Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, auch im kommenden Jahr sollten wir gemeinsam alles daran setzen, den Zusammenhalt unseres Landes zu stärken. Er macht unsere Gesellschaft menschlich und erfolgreich. ]]
Ergebnis: was letztes Jahr nicht gelang, soll nun im neuen Jahr mit denselben Interessenvertretern gelingen???!!!

Silvesteransprache 2014:
http://www.spiegel.de/…/neujahrsansprache-angela-merkel-201…


Silvesteransprache Merkel 2015:

[[ Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, schon vor einem Jahr, am Silvesterabend 2014, mussten wir auf ein Jahr zurückblicken, das zu viele Kriege und Krisen bereithielt.
Dabei wollen und müssen wir aus Fehlern der Vergangenheit lernen. ]]

Ergebnis: Aus den Fehlern des letzten Jahres kann „man“ wohl nicht sehr viel gelernt haben. Denn die Situation ist Europa- und Weltweit noch schlechter als vor einem Jahr. Die guten Vorsätze der letztjährigen Silvesteransprache der Kanzlerin waren wohl nur hohle Worte!!! Weshalb sonst muss sie wiederholen, was sie bereits vor einem Jahr „gepredigt“ hat???!!!

[[ Auch im nächsten Jahr kommt es ganz besonders auf eines an: auf unseren Zusammenhalt. Es kommt darauf an, dass wir immer auch den Argumenten des anderen zuhören, auch wenn er Sorgen und Chancen anders gewichtet, als man selbst es tut.
Es kommt darauf an, dass wir uns nicht spalten lassen. Nicht in Generationen. Auch nicht sozial und nicht in Alteingesessene und Neubürger. Es kommt darauf an, denen nicht zu folgen, die mit Kälte oder gar Hass in ihren Herzen ein Deutschsein allein für sich reklamieren und andere ausgrenzen wollen. ]]


Silvesteransprache 2015:
http://www.epochtimes.de/…/neujahrsansprache-2015-der-bunde…

Silvesteransprache 2016:

[[ Es ist eine besonders herausfordernde Zeit, in der wir leben. Aber es stimmt auch: Wir schaffen das, denn Deutschland ist ein starkes Land. ]]

Ergebnis: es bedarf immer noch ständiger Appelle der Kanzlerin, um das zu schaffen, was sie seit Jahren als ihre höchst eigene und verantwortliche Aufgabe sieht. Die Aufgaben, welche sie sich ein Jahr zuvor bereits vorgenommen hatte zu lösen, sind nicht weniger geworden. Also hat sie sich an ihr eigenes Wort nicht gehalten, halten können?!!!

Silvesteransprache 2016:
https://www.bundesregierung.de/Content/DE/Bulletin/2016/01/01-1-bk-neujahr.html

Silvesteransprache 2017:

[[ Aus zahlreichen Gesprächen und Begegnungen in diesem Jahr weiß ich, dass sich viele von Ihnen Sorgen über den Zusammenhalt in Deutschland machen. Schon lange gab es darüber nicht mehr so unterschiedliche Meinungen. Manche sprechen gar von einem Riss, der durch unsere Gesellschaft geht. Die einen sagen: Deutschland ist ein wunderbares Land,Die anderen sagen: Es gibt zu viele Menschen, die an diesem Erfolg nicht teilhaben. Beides sind Realitäten in unserem Land: der Erfolg und die Zuversicht, aber auch die Ängste und die Zweifel. Diesem Auftrag fühle ich mich verpflichtet...
Wir müssen jetzt die Voraussetzungen dafür schaffen, dass es Deutschland auch in 10, 15 Jahren gut geht.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, das Ringen um richtige Antworten gehört zu einer lebendigen Demokratie. Wir sind - im besten Sinne - eine vielstimmige Gesellschaft. Zugleich einen uns die Werte unseres Grundgesetzes: also die Achtung vor der unantastbaren Würde jedes einzelnen Menschen und seiner Freiheitsrechte. Dass wir uns wieder stärker bewusst werden, was uns im Innersten zusammenhält, dass wir wieder deutlicher das Gemeinsame in den Vordergrund stellen, dass wir uns bemühen, wieder mehr Achtung vor dem anderen zu haben, und zwar Achtung im umfassenden Sinne - aufmerksam sein, wirklich zuhören, Verständnis aufbringen -, das sind meine Wünsche für das neue Jahr. ]
]

Silvesteransprache 2017:
http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/die-neujahrsansprache-von-angela-merkel-in-voller-laenge-15367369.html

Merkel nach der Bundestagswahl im Sept. 2017.
[[ „Ich sehe nicht, was wir anders machen sollten.“ ]]

Ergebnis:
Ein Land, welches derzeit von einer geschäftsführenden Regierung geführt wird, weil es in diesem Land zu einer Spaltung sondergleichen kam. Zu einem Europa, dass zerrissener ist, als es bisher war.

Ihrem Auftrag und damit ihrer eigentlichen Verantwortung, welchen sie sich verpflichtet sieht, kam sie demnach wohl nicht nach?! Sie will jetzt die Voraussetzungen schaffen, dass es Deutschland in 10, 15 Jahren gut geht?! Hat sie nicht behauptet, dass sie die Kanzlerin eines Landes ist, in dem man gut und gerne lebt?! Dem es noch nie so gut ging, wie heute?! Und deshalb wohl auch sagte, dass sie nicht sehe, was wir anders machen sollten?!


Was sollen dann also all diese verlogenen Neujahrsansprachen, in welchen sie stets etwas ganz anderes sagt, hofft und wünscht?!
Erkennt sie ihre eigene Widersprüchlichkeit nicht?! Weiß sie überhaupt noch, was sie sagt und tut?!
Und wer trägt nun eigentlich die Verantwortung für diese Ergebnisse?! Wer bestimmt eigentlich die Richtlinien der Politik?!

Richtig! Die Kanzlerin!
Nach Artikel 65 Grundgesetz (GG) bestimmt die Bundeskanzlerin die Richtlinien der Regierungspolitik und trägt dafür die Verantwortung. Diese Richtlinienkompetenz umfasst die Vorgabe eines Rahmens für das Regierungshandeln, den die einzelnen Ministerien mit Inhalten ausfüllen.

Die dermaßen gleichlautenden Silvesteransprachen Jahr für Jahr nichts als hohle Phrasen!!!

Hätte sie in all den Jahren, in welchen sie die „mächtigste Frau der Welt“, die Richtlinien bestimmende Bundeskanzlerin war und ist ihre Verantwortung tatsächlich wahrgenommen, für die Umsetzung ihrer Hoffnungen und Wünsche für das „kommende Jahr“ gesorgt, dann würden sich ihre Neujahrsansprachen wohl ganz anders anhören.
So aber bestätigt sie immer wieder nur, dass dieses Land ein erhebliches „Bildungsdefizit“ hat. Jahr für Jahr bemüht sie Hoffnungen und Wünsche.
Wenn sich aber einstellt, was erhofft und erwünscht ist und war, dann bedarf es keiner weiteren Hoffnungen und Wünsche auf denselben Gebieten mehr.
Wie die PISA-Studie ergab, zeigen sich in Deutschland erhebliche Schwächen, bei welchen ein qualitatives Verständnis der Sachverhalte verlangt wird und nicht im Rückgriff auf reproduzierbares Routinewissen gelöst werden können. Die Anwendungsorientierung kommt hier insgesamt zu kurz.

Genau diesen Beweis hierfür liefert die Bundeskanzlerin nun Jahr für Jahr mit ihren inhaltslosen Neujahrsansprachen ab.

Im Schulwesen würde sich dies im Zeugnis wie folgt ausdrücken: „Sie war stets bestrebt, ihren Aufgaben gerecht zu werden. Sie war sehr tüchtig und in der Lage, ihre eigene Meinung zu vertreten.“
Bedeutet im Klartext (auch bei Arbeitszeugnissen): Sie hat nichts geleistet, bzw. lediglich schlechte Leistungen erbracht und sie ist sehr stark von sich eingenommen und ist nicht in der Lage sachliche Kritik zu akzeptieren!

In diesem Sinne auf ein gutes, neues Jahr, in dem Land, in dem man gut und gerne lebt und dem es noch nie so gut ging, wie heute!




Sonntag, 31. Dezember 2017

Gutes neues Jahr



ein glückliches, gesundes und erfolgreiches Jahr 2018 wünsche ich allen LeserInnen dieses Blog, verbunden mit dem Dank für Ihr aller Interesse.

Samstag, 30. Dezember 2017

Mein Posting zum Thema: Er kann es nicht lassen…..
Ralf Nietzschmann für den Gesprächskreis und http://politikparadox.blogspot.de/ ,
http://robert-diegrossenreligionen.blogspot.de/
in Anlehnung an die
Nachdenkseiten (NDS)
http://www.nachdenkseiten.de/
Liebe Freunde*innen des Gesprächskreises, verehrte Leser*innen und Bekannte,


der bekannte Ökonom und Volkswirt Prof. Sinn, hat sich mal wieder in der Öffentlichkeit bemerkbar gemacht. Abgesehen davon, dass er nun auch auf den Zug aufspringt und Merkels Abgang befürwortet, also wiedermal im Ernstfall das Mäntelchen in den Wind hängen, äußerte er sich am 18. Dezember in München an der Ludwig – Maximilian – Universität als typisches Mietmaul der neoliberalen Denkfabriken in einem Vortrag zu den erneuerbaren Energien.
Kernpunkte des Vortrags:
Ist es technisch möglich, grüne Energie zu produzieren, mit der die Stromversorgung ganz Deutschlands gesichert wird?
Was passiert, wenn der Großteil des Stroms in Deutschland aus erneuerbaren Energien gewonnen wird?
Was passiert an Tagen, an denen keine Sonne scheint und kein Wind weht?
Gibt es Speichermöglichkeiten für überschüssige Energie?
Wie teuer wird die Energiewende für die Verbraucher?
Und schließlich: Macht die Energiewende überhaupt Sinn?
In seinem Vortrag geht Sinn in Gedankenexperimenten auf diese Fragen ein. Das Ergebnis: „Es kostet nur fürchterlich viel Geld, reduziert den Lebensstandard und verschandelt die Landschaft. Das kann es doch nicht sein!“
Unter http://www.hanswernersinn.de/de/Weihnachtsvorlesung_18122017
kann man sich Sinns „Erkenntnisse“ antun.
Gefährlich bleiben jedoch Sinns Ausführungen,denn leider erreicht er doch viele unserer Mitbürger mit seinen Thesen, die zwar nur bestimmte Lobbyinteressen vertreten und Punkt für Punkt zu widerlegen sind.
Alleine der Begriff „Zappelstrom“ den Sinn verwendet, zeigt sein nicht vorhandenes Wissen bezüglich der technischen Möglichkeiten über die jetzt schon vorhandenen Möglichkeiten das Stromnetz stabil zu halten, also zu regeln. Es kann natürlich auch eine bewusste Täuschung sein, denn wem interessiert oder wer versteht denn
als Normalbürger diese Zusammenhänge wirklich.

Da ich ja auch immer wieder zu meiner Stellung bezüglich zur EE befragt werde, möchte ich auch in diesem Posting mich diesmal ausschließlich zu
r Stromerzeugung im Rahmen der EE äußern und werde diesmal die Technik nicht in den Vordergrund stellen, sondern muss ganz einfach auch mit Zahlen arbeiten.

Außerdem spielt dabei der Prof. Sinn eine Rolle.
Dabei werde ich nicht auf die dezentrale Stromversorgung eingehen, die zwar nicht unbedeutend ist, aber einen großen Teil der Verbraucher nicht (noch nicht) tangiert.


Grundsätzlich stehen bei der Bereitstellung von Strom ökonomistische Interessen im Vordergrund. Begründet wird dies durch die vier großen Stromanbieter, welche ja vorrangig ihren Aktionären verpflichtet sind. Nach wie vor bestimmen die Gewinne und Dividenden das Geschäftsmodell dieser Anbieter. Daraus schlussfolgernd, ist die durch die Politiker verbreitete Auffassung des Sparens von Strom irgendwie nur ein Alibi wegen des Klimawandels. Was bringt es Max Mustermann wirklich, wenn er seine Haushaltegräte, nur weil sie in die Jahre gekommen sind, austauscht? Wer misst den schon den wirklichen Verbrauch dieser Geräte oder erlebt einen Reinfall, wenn er den Angaben der Hersteller vertraut, die auf den Zug des „Stromsparens“ aufspringen und neue Geräte verkaufen wollen.
Wohin gehen denn die Altgeräte zum großen Teil? Auf den Schrott mit Sicherheit nicht. Dort, wo sie weiter benutzt werden benötigen sie ja auch Strom.

Der einzelne Verbraucher muss für sich die Kosten/ Nutzenrechnung beachten.


Nun zu den Fakten über die Bereitstellung von Strom.
Grundsätzlich wird der im Netz zur Verfügung stehende Strom an der Leipziger Strombörse gehandelt. Dort werden die Preise gemacht und das hat Auswirkungen für den Normalverbraucher.
Dazu folgendes zum Verständnis zur Produktion von Strom allgemein.
AKW
s also Stromgewinnung aus Kernenergie.
Nach gültiger Rechtslage sollen diese erst 2021 und 2022 vom Netz gehen.
Bis dahin werden sie weiter jede Menge hoch radioaktiven Müll produzieren, der für viele Jahrzehntausende sicher verwahrt werden muss, sodass er nicht an die Umwelt, was unter anderem auch das Grundwasser einschließt, gelangen kann. Ein Endlager, das eine entsprechend zuverlässige, geologisch stabile Einlagerung gewährleisten könnte, ist bisher nicht gefunden.
Es werden die Entsorgungskosten durch jeden Tag des AKW
s-Betriebs weiter in die Höhe getrieben.
Dabei gibt es keinen sachlichen Grund, weiter Strom in diesen alternden Anlagen zu produzieren, außer d
er Gewinne für die Unternehmen und deren Aktionäre.
Es gibt im Deutschland dutzende Gaskraftwerke, die im Durchschnitt nur noch zu 12 Prozent ausgelastet sind. Würde deren Auslastung auf 44 Prozent erhöht, könnte damit der Strom aus den AKWs ersetzt werden. Ende 2015 gab es in Deutschland Gaskraftwerke mit einer Leistung von 28,5 Gigawatt( GW), während es die AKWs nur noch auf 10,8 GW brachten.
Genau diese Kapazität durch die Gaskraftwerke wäre der Schlüssel, nicht nur als Ersatz für die AKWs, sondern auch der Regulator für die Netzstabilität, um träge Kohlekraftwerke vom Netz zu nehmen, wenn genügend Wind oder Solarenergie im Netz ist.
Es ist aber nicht gewollt, denn das Durchlaufen lassen von AKW
s und Kohlekraftwerke bringt für die Unternehmen Gewinne durch Strom, der im Inland überhaupt nicht mehr gebraucht wird.

Ich möchte hier nur mal verbindliche Zahlen aus 2012 erwähnen, um die systematische Verschleierung von tatsächlichen Kosten im Vergleich zwischen Kernenergie und Kohle zu EE zu dokumentieren.
2012 wurde Atomkraft von allen Energieträgern am höchsten subventioniert. Laut einer Studie des Forums ökologische Marktwirtschaft (FÖS) – Was Strom wirklich kostet - sind in Deutschland Atom und Kohle 2012 mit 40 Mrd. Euro subventioniert worden, mehr als doppelt so viel wie erneuerbare Energien mit 17 Mrd. Euro. Damit erweisen sich die konventionellen Energien als die wahren Preistreiber bei der Stromversorgung.
In dieser Studie, die von Greenpeace energy und dem Bundesverband WindEnergie (BWE) in Auftrag gegeben wurde, heißt es - Im Ergebnis trägt die Gesellschaft im Jahr 2012 bei einer Kilowattstunde Windstrom ungerechnet Kosten von 8,1 Cent und bei Wasserstrom 7,6 Cent. Die Gesamtkosten für Strom aus Braun- und Steinkohlekraftwerken summieren sich hingegen auf 15,6 bzw. 14,8 Cent und für Atomenergie sogar auf mindestens 16,4 Cent je Kilowattstunde. Die Kosten für Erdgasstrom liegen bei 9,0 Cent - .
Interessant dazu auch aus 2013
In diesem Zusammenhang sei auch der ehemalige europäische Energiekommissar Oettinger erwähnt: In seiner Absicht, die Atomkraft gegen alle Widerstände durchzusetzen, manipulierte er auch die Papiere seiner eigenen Behörde. Die Generaldirektion Energie hatte in einem Bericht mit Zahlen zunächst belegt, dass Atomkraft und fossile Energien deutlich stärker subventioniert würden als die erneuerbaren Energien. Diese Zahlen ließ Oettinger in der neuen Version des Papiers streichen.
→ AtomkraftwerkePlag: Oettinger, Günther (Atomlobby)
Man muss schon sich mit den Zusammenhängen beschäftigen, um genau diese Leute, wie Prof. Sinn und eben auch Öttinger zu entlarven. Sie sind nichts weiter, wie ich sie oben bezeichnet habe, Mietmäuler neoliberaler Denkfabriken. Ihr Auftrag ist die systematische Fehlverbreitung ökonomischer und technischer Zusammenhänge zugunsten ihrer Lobbyisten.
Trotz solcher Figuren, bleibt es aber dabei, wir stehen vor den Ende der fossilen Energieversorgung . Dabei ist es vollkommen egal, wie lange zeitlich noch eine Versorgung mit fossilen Rohstoffen möglich ist. Was aber jeder
Mensch mal bedenken sollte, sind die Kriege, die schon jetzt im vollen Gange sind, um eben an die Rohstoffquellen heranzukommen. Daran schließt sich vorrangig auch der Kreis zur Flüchtlingsproblematik mit allen negativen Vorkommnissen, wie „Women´s Safety Area“ zu Silvester in Berlin oder die Aussage von Migranten in Leipzig, dass die deutschen Gesetze nicht für sie gelten würden.
Ich möchte hier Susan Bohnat zitieren:
Vergessen wir nie: Der Feind sitzt weder in russischen Mietwohnungen noch in deutschen Asylbewerberheimen. Er lebt nicht in ostdeutschen Plattenbauten oder westdeutschen Arbeitersiedlungen. Er sitzt auch nicht einer KenFM-Redaktion, die den so notwendigen offenen Diskurs unter Kapitalismus-Kritikern zulässt. Der wirkliche Feind hat ein großes Interesse daran, dass wir uns gegenseitig bekriegen. Dass, wir nicht mehr über Auswege aus Herrschaft und Unterdrückung diskutieren. Dass, wir keine politisch-ökonomische Bildung erlangen. Der wirkliche Feind sitzt oben – immer. Quelle https://kenfm.de/propaganda/
Wenn ich an die lächerlichen 23 Milliarden Euro denke, die die vier großen Konzerne bis 2022 einzahlen und das ihren Beitrag nennen, welcher für die Jahrtausende dauernde Endlagerung des Atommülls beitragen sollen, vergeht mir das Lachen. Es wird wieder der Steuerzahler bluten müssen, insoweit es überhaupt
dann noch Menschen auf dem Planeten Erde geben sollte.
Ob mal der große Volkswirt und Ökonom Prof. Sinn Berechnungen darüber angestellt und dann den tatsächlichen Preis für eine erzeugte kWh Stunde Atomstrom ermittelt hat? Nein es geht nämlich nicht diese seriös zu berechnen.
Nun beklagt ja Sinn auch verunstaltete Landschaften durch Windkraftanlagen und Fotovoltaik Anlagen.
Hat der Professor noch keine Tagebaue besucht oder nur zu heiß gebadet?
Jede Energienutzung bedeutet Eingriffe in bestehende Landschaften. Auch bei Windkraftanlagen hat es zweifelsohne aus verschiedenen Gründen Fehlentscheidungen gegeben. Trotzdem bleibt jede Montage und Demontage eines Windparks volkswirtschaftlich günstiger als ein Tagebau von der Erschließung bis zur Renaturalisierung. Braucht man kein Professor zu sein, um das zu erkennen.
Es
gibt realistisch betrachtet überhaupt keinen Grund dafür diese notwendige Zukunftstechnologien abzulehnen.
Je früher, gerade auch Deutschland, das vorhandene ingenieurtechnische Wissen in die Tat umgesetzt wird, können wir unseren wesentlichen Beitrag für eine friedliche Welt und für unsere Klimaziele leisten.




Zur Versorgungssicherheit zum gegenwärtigen Zeitpunkt mit Strom
Dazu Versorgungssicherheit Stand Dezember 2017 statistische Auswertung:


Die Versorgungssicherheit ist kein Problem. Der Spitzenbedarf liegt bei knapp 85 GW. Der wird hin und wieder wochentags in kalten, dunklen Wintermonaten erreicht. Wasser-, Biomasse-, Gas- und Kohlekraftwerke kamen Ende 2015 zusammen auf eine Leistung von 91,2 GW. Dabei sind Biogaskraftwerke bedarfsorientiert steuerbar, analog von herkömmlichen Gaskraftwerken. Hinzu kommen noch 7 GW Leistung in Pumpspeicherkraftwerken, die täglich in den verbrauchsarmen Nachtstunden aufgeladen und zu Zeiten des täglichen Spitzenverbrauchs wieder entladen werden können. Und dann wären da natürlich noch die Windkraft mit 43,8 GW im Offshore und Solaranlagen 39,7 GW, die besonders bei Solarenergie nicht konstant produziert werden kann und für die schneller die Speicher ausgebaut werden müssten. Über Speichermöglichkeiten habe ich ausführlich schon gepostet, sowohl über vorhandene, aber auch über zeitnahe neue Speichermöglichkeiten.
Die Zahlen belegen, dass es ohne Wenn und Aber sofort möglich ist auch zu mindestens die dreckigsten Braunkohlekraftwerke vom Netz zu nehmen, schließlich propagieren ja unsere Regenten, dass sie die verpflichtenden Klimaziele einhalten wollen. Ehe man den kleinen Mann mit Fahrverboten belegen sollte, sollten doch lieber die Dreckschleudern abgeschaltet werden.
Wenn man die ältesten und ineffizientesten Braunkohlekraftwerke sofort vom Netz nähme, würde man den Überschussstrom, den wir in Deutschland haben, vermindern. Das senkt die Kosten, da Netzengpässe und System - Inflexibilitäten abnehmen.

Vorhanden, wenn politisch gewollt.
Die deutsche Industrie hat große Potentiale, Energie einzusparen. Der Industriestandort Deutschland ist somit überhaupt nicht gefährdet, im Gegenteil: durch die Energiewende und Klimaschutz entstehen enorme wirtschaftliche Chancen, durch Innovationen, Energieeinsparungen, neue Arbeitsplätze und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit.
Allerdings will das Prof. Sinn nicht wahrhaben. So etwas, genau wie über Preise für den Verbraucher, spricht er nur unwahr.
Zusammenfassung:
Die Kohlekraftwerke und AKWs sind zu inflexibel, gerade in Kombination mit den Erneuerbaren Energien, die ja im Zentrum der Energiewende stehen. Beide laufen kontinuierlich durch und können nicht sofort heruntergefahren werden, wenn zu viel Strom produziert wird. Das ist der Grund, warum wir so viele Netzengpässe haben. Derzeit produzieren wir ein Stromangebotsüberschuss von mindestens zehn Gigawatt, vornehmlich durch Kohlekraftwerke. Deutschland ist Stromexportweltmeister, wir exportieren so viel Strom wie noch nie. Wenn wir alte Braunkohlekraftwerke und AKWs sowieso kurzfristig abschalten, hätten wir trotzdem noch ausreichend konventionelle
Stromproduktion, besonders Gaskraftwerke im System und die Netzstabilität würde gestärkt.


Preise für den normalen Verbraucher:
Wenn man sich nicht mit der Preisgestaltung pro Kwh Stunde und deren Zusammenhänge beschäftigt, glaubt man eben solchen Leuten wie Sinn und fällt darauf herein.
Wir kennen als einen entscheidenden Faktor für die EEG – Umlage die großzügige Befreiung von dieser für immer mehr systemrelevante Unternehmen zulasten der Verbraucher und große Teile des Mittelstandes.
Das ist schlicht und einfach ungerecht.
Ein weiterer Faktor ist eben die Leipziger Strombörse.
Das Abschalten von o.g. Kraftwerken, hätte als Auswirkung, dass das Stromüberangebot abgebaut würde. Das Stromüberangebot führt derzeit zu immer niedrigeren Strompreisen an der Leipziger Börse, die dort derzeit oft bei nur noch 2,5 Cent pro Kilowattstunde liegen. Selbst an Windarmen Tagen haben sie es im Februar und März bisher nur ganz vereinzelt auf fünf Cent pro Kilowattstunde geschafft. Bei diesen Preisen
sind auch neue Kohlekraftwerke unrentabel, was zum Beispiel auch Ursache für den Verkauf dieser Sparte durch RWE und Co. war.
Eine Verknappung, eher eine bedarfsgerechte Produktion für Deutschland an Strom, durch Abschalten der o.g. Kraftwerke würden die Preise etwas in die Höhe treiben und damit zugleich paradoxerweise den Verbraucher entlasten. Der muss nämlich bisher über die EEG-Umlage für die Differenz zwischen dem Börsenstrompreis und der Vergütung für Solar-, Biogas- und Windstrom aufkommen.

Über Wegfall von Arbeitsplätzen, aber auch Schaffung neu entstehender Arbeitsplätze in diesem Zusammenhang, poste ich meine Ansicht darüber gesondert, wenn ich über Digitalisierung der Arbeitswelt allgemein und Auswirkungen auf den dann noch notwendigen Bedarf an Arbeitskräften eingehe.


Nochmal ein erfolgreiches neues Jahr für jedem meiner Leser/innen
Glück auf

Ralf