Mein Freund und der „Kuchen“ (und seine Gedanken nach diversen Talkshows mit „klugen und weisen“ DiskussionsteilnehmerInnen und deren Lösungsvorschläge zum aktuellen Zeitgeschehen).
Zur Zeit hört mein Freund ständig von diversen ÖkonomInnen (den sogenannten Wirtschaftsweisen, aber auch von Politikern und Regierenden) die „Kuchen-Metapher“ im Bezug auf die Wirtschaft und den Wohlstand.Der „Kuchen“ schrumpft, der „Kuchen“ muss größer werden, dass alle dazu auch mehr beitragen müssen, es muss mehr „gebacken“ werden, damit auch künftig alle satt werden?
Die Hauptzutat für diesen „Kuchen“ ist das erwirtschaftete („gebackene“) Geld und Kapital.
Global betrachtet gab es noch soviel Geld und Kapital wie heute. Der „Kuchen“ ist also so groß wie niemals zuvor. Dies gilt auch für Deutschland!
Selbst wenn die Produktivität (das „Kuchen“ backen) aktuell ein wenig stagniert oder gar schwächelt, gab es niemals zuvor einen größeren „Kuchen“ als jemals zuvor!
Es haben also bisher „alle“ zum größten „Kuchen“ aller Zeiten beigetragen, jeder nach seinen Möglichkeiten! Künftig sollen sogar noch humanoide Roboter anhand von KI-Rezepten mit backen. „Bäcker“ also, die gar keinen „Hunger“ haben und deshalb auch gar nichts von dem „Kuchen“ zu ihrer eigenen Sättigung abhaben wollen und müssen?!
Und trotzdem werden angeblich in Zukunft nicht mehr alle so satt wie bisher. Sollen und müssen sich mit etwas kleineren „Kuchenstücken“ des größten „Kuchen“ aller Zeiten begnügen?! Wobei dies ja gar nicht neu ist. Es gab immer schon „mit backende“, die nicht so gesättigt wurden wie eine Minderheit.
Dies genau ist auch das eigentliche Problem des gesamten „Kuchens“. Nicht die Größe des „Kuchens“, sondern die Zu- und Aufteilung der einzelnen „Kuchenstücke“, die Teilhabe an dem „Gebackenen“!
Egal wie groß der „Kuchen“ bisher war, egal, dass der „Kuchen“ aktuell – sowohl global als auch in Deutschland - so groß wie niemals zuvor ist!
Das Problem ist nicht das „backen“, nicht die Größe des „Kuchens“, sondern immer schon die Zu- und Aufteilung der einzelnen „Kuchenstücke“!
Nicht zu vergessen dabei die „Schlagworte“ (beim „Teig rühren für den Kuchen“) Demographie und Gerechtigkeit!
Die Gier einer Minderheit, welchen die ihnen zufallenden „Kuchenstücke“ niemals groß genug sein können und werden!
Einer Minderheit, welche die Macht (wie auch immer erlangt) hat, sich zum „Chefkoch, dem Bäckermeister“ zu machen und die Zu- und Verteilung der einzelnen Kuchenstücke zu beeinflussen, bzw. zu bestimmen!
Man muss also nicht studiert haben, sondern da reicht der Hauptschulabschluss (in Anlehnung an die Aussage eines ehemaligen Entscheidungsträgers in der deutschen Politik) um festzustellen, dass es NICHT an der Größe des „Kuchens“, sondern an der Verteilung desselben liegt, weshalb die einen satter als die anderen werden!
Die Lösung der gesellschaftlichen Probleme nicht darin liegen, die Menschen und damit das Leben wieder mehr zu „versklaven, einzuspannen“, sondern es war, ist und bleibt eine Frage der Gerechtigkeit!
Also das verkündete und verheißene eigentliche Ziel und die Errungenschaft, den Erfolg (sich dabei selber auf die Schulter klopfend) wieder ad acta legen und demnach als "falsch" einordnen?!
Und Gerechtigkeit war, ist und bleibt keine Frage der Demographie!
