Freitag, 10. November 2017

Mein Posting zum Thema: Resignation ?
Ralf Nietzschmann für den Gesprächskreis und http://politikparadox.blogspot.de/ ,
http://robert-diegrossenreligionen.blogspot.de/
in Anlehnung an die
Nachdenkseiten (NDS)
http://www.nachdenkseiten.de/



Liebe Freunde*innen des Gesprächskreises, verehrte Leser*innen und Bekannte,
wenn ich von Resignation sprechen, möchte ich es doch relativieren.
Ich werde mich natürlich nicht gänzlich zurückziehen, aber bei einigen Dingen schon. Man muss die Sinnlosigkeit bei Diskussionen und dabei die Unkenntnis und Desinteresse von Mitbürgern und Menschen auch aus dem unmittelbaren Umfeld erkennen. Ich möchte es auch nicht so verstanden wissen, dass man unbedingt als Belehrender oder Besserwisser auftreten will.
Ich bin aber immer davon ausgegangen, dass gesellschaftliche Probleme die Interesse und das Anliegen aller Menschen, Bürger und Wähler tangieren müssten.


Gerade jetzt zum Zeitpunkt der Sondierungsgespräche mit dem Ziel Koalitionsverhandlungen aufzunehmen und letztendlich eine sogenannte Jamaika Regierung zu bilden.
Dazu sollte jeder Wahlberechtigte eine Meinung haben und man sollte darüber diskutieren.
Das ist mein Ansatzpunkt in diesem Posting und ich beschränke mich nur auf einen Punkt, nämlich die Klimaveränderung und mögliche Ziele, wie diese von Menschen eingeschränkt werden kann.
Dabei bin ich selbstverständlich auf der Seite von renommierten Wissenschaftler, die den Menschen als Hauptverursacher der Klimaveränderung sehen.


Zurück zur Politik und den Gesprächen der sogenannten vom Wähler beauftragten Politiker, eine Regierung zum Wohle des gesamten Volkes zu bilden.
Dort beginnt ja schon die erste große Lüge und Volksverarschung.
Die mit einer eventuellen Regierungsbildung beauftragten Politiker, egal ob Schwarz, Gelb oder Grün, sind und bleiben doch nur Politikdarsteller für die Öffentlichkeit, ausgestattet mit einem Mäntelchen, das Demokratie vorgaukeln soll. Das Sagen haben doch ganz wenige im Hintergrund von den Lobbyverbänden und dem internationalen Finanzkapital.

Zur Volksverarschung, die leider bei einem Großteil auch ankommt.
Dazu Lindner, der Shootingstar der FDP mit fragwürdiger Vergangenheit als Unternehmer und nun zum will fähigen Politikdarsteller der FDP gemacht:
Vor ein paar Tagen hat er gesagt, es sei nichts gewonnen, wenn man Kohlekraftwerke in Deutschland abschalte, um anschließend Kohlestrom aus Polen zu importieren oder Kernenergie aus Frankreich.
Dann drückt er noch auf die Tränendrüsen und bringt die arme Rentnerin ins Spiel, die mit ihrer kargen Rente den Strompreis nicht mehr aufbringen kann.
An Heuchelei, Dummfrechheit und bewusster Falschdarstellung nicht mehr zu überbieten.
Hier antworte ich schon mal in leichter Abwandlung mit B. Brecht:
Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie bewusst falsch und medienwirksam dem unbedarften Mitbürgern verkauft der ist ein Rosstäuscher. Ja, so drastisch muss man das einfach formulieren, um zum Nachdenken anzuregen.


Im vergangenen Jahr produzierte Deutschland rund 50 Terawattstunden Strom allein für das Ausland. Diese Zahlen errechnete des Fraunhofer-Instituts im Auftrag der Bundesregierung.
Die gleiche Quelle stellt fest, wenn die Stromproduktion aus Braunkohle von 135 auf 84 Terawattstunden reduziert würde, könnten sofort bis zu sechs Kohlekraftwerke abgeschaltet werden.
Es ist außerdem keinesfalls illusorisch weitere Kohlekraftwerke sofort bzw. kurzfristig vom Netz zu nehmen.
Es muss politisch gewollt werden.
Was sofort erfolgen muss, ist einfach, die Ausbaudeckelung für Erneuerbare Energie muss gestrichen werden. Es bleibt dabei, dass dabei
besonders der dezentralisierten Stromversorgung, dort wo möglich und auch gewünscht, keine Hindernisse mehr in den Weg gelegt werden dürfen.
Hier sind Genossenschaften und Stadtwerke gefragt und auch willig. Nur sind solche Einrichtungen vermutlich nicht unbedingt zum Klientel eines Lindners und Co. zugehörig.
Ich möchte, um nicht zu langweilen, auf genau diese Art der Stromerzeugung in puncto Speichermöglichkeit nicht weiter eingehen. Sie sind vielfältig vorhanden und können genutzt werden, wenn eben die Sonne nicht scheint, oder der Wind nicht weht.


Nun noch zu den Kosten und Arbeitsplätzen.
Auch da kann man sich umfangreich im Netz informieren.
Fakt ist eins: Die Kosten für Erneuerbare Energien sind massiv gesunken. Strom aus Wind- und Solarstromanlagen ist bereits deutlich günstiger als Strom aus neuen konventionellen Kraftwerken.

Deutschland gewinnt 2017 über 37 % seines Stroms aus erneuerbaren Energien.
Durch die erneuerbaren Energien sind bereits über 340.000 neue zukunftsträchtige Arbeitsplätze entstanden.
Warum bremst Deutschland den Kohleausstieg und erklärt nicht verbindlich diesen bis 2030?


Es gibt aber durchaus auch neue positive Signale von Konzernen, Unternehmen mit über 450.000 Mitarbeitern, die den Kohleausstieg bis 2030 fordern. Sie haben die Zeichen der Zeit erkannt und das ist ein Lichtblick für Deutschland. Auch Siemens, EnBW und Eon fordern den Kohleausstieg.


Warum unterstützt Lindner nicht die Forderung des Bundesverband Erneuerbare Energie ( BEE),
die Stromerzeugung nach CO2-Emissionen zu besteuern? Die FDP ist doch angeblich so wettbewerbsorientiert. Ich rede nur von
CO2-Emissionen und nicht von Subventionen.
Beispiele dafür, dass dieses geht, liefert Großbritannien und Kanada.
In Großbritannien werden minimal18 Pfund pro Tonne CO2 verlangt und das als Kohle noch für 40 Prozent der britischen Stromproduktion verantwortlich war.
Großbritannien hat ein endgültiges Ausstiegsdatum festgelegt, nämlich den 31. Dezember 2025.

Ähnliche Dynamik
beim kanadischen Kohleausstiegsgesetz. Die Regierung will im nächsten Jahr einen CO2-Preis von zehn kanadischen Dollar einführen, der innerhalb von fünf Jahren auf 50 Dollar steigt. Die Stromkonzerne haben umgehend reagiert und vorzeitige Stilllegungen von Kohlekraftwerken vorgenommen. Es erfolgt ein massiver Ausbau der erneuerbaren Energien und die Versorgung mit Strom auf Gasbasis, die ja kontinuierlich von Erdgas auf Windgas, Gewinnung durch Methangas, erfolgen kann. Das sind alles Voraussetzungen über die Deutschland auch verfügt, besonders das vorhandene Speichernetz für Gas.


Nur die FDP und CDU bremst und will keinen festen Termin für das Ende der Kohlekraftwerke.
Wenn der Bürger wirklich mal aufgeklärt werden würde, was die Kilowattstunde im Vergleich konventionelle Stromerzeugung zu EE mit allen notwendigen Bestandteilen kostet, würde er bestimmt nicht mehr solchen Lügen von Lindner und Co. über Kosten glauben.


Es gibt ja vor allen in der CDU immer noch Befürworter der Kernenergie.
Wenn man dann immer noch hört von preiswerter Energieerzeugung, ist das ein Fall für den Psychiater. Es geht nicht um die Kosten momentan für die Kilowattstunde, sondern um Subventionen generell und Folgekosten für Endlagerung.
Dazu verweise ich für Interessenten auf http://www.anderweltonline.com/wissenschaft-und-technik/wissenschaft-und-technik-2017/die-finanzielle-kernschmelze/
von Wilfried Schuler
Die dort ermittelten Zahlen bewegen sich an der untersten Stelle. Es gibt Berechnungen von Instituten, die diese bei weite
m überschreiten.
Zurück zu Lindner.
Abgesehen von seiner Lüge zur Sicherheit der Stromversorgung in Deutschland zu der armen Rentnerin. Kein Wort zur Demontage der gesetzlichen Rentenversicherung, kein Wort zur Systemänderung nach Vorbild von Österreich.
Nein, bei einem anderen Auftritt empfiehlt er alleinerziehenden Frauen sogar den Erwerb von Wohneigentum.
Immer und immer wieder, egal auf welchen Gebieten der Daseinsvorsorge, wird auf Privatisierung hingewiesen.
Noch so ein Witz zur FDP. Gerade geistert ja „Paradiese Pampers“ durch die Systemmedien.
Abgesehen vom obligatorischen Russen und Putin Bashing, darf man doch mal folgendes als Denkanstoß für Jamaika geben.
Einer der führenden Verhandlungsteilnehmer der FDP Kubitscheck, verteidigt gerade als Rechtsanwalt einen sogenannten Steuervermeider, um nicht zu sagen Steuerhinterzieher.
Das ist die FDP, welche ein gerechtes Steuersystem dem unbedarften Bürgern vorgaukelt, aber nur ihr Klientel im Auge behält.
Nun signalisieren ja die Grünen zum Kohleausstieg Kompromissbereitschaft, sie fallen also um, genau so wie sie ihre anderen Forderungen aufgegeben haben.
An anderer Stelle schrieb ich:
Ihre Forderung nach einer Vermögenssteuer für Supereiche haben sie gleich in der ersten Verhandlungsrunde entsorgt. Es gab Zeiten, da spielten bei den Grünen soziale Aspekte und das Ziel einer friedlichen Außenpolitik eine große Rolle. Das ist alles weg. Selbst bei der Aufrüstung geht es ja nur noch um das „wie viel“
Mein Resümee zu einer neuen Regierung Schwarz/GELB/GRÜN, bleibt unverändert.
Das einfache Volk geht „rosigen Zeiten“ im entfesselten Kapitalismus entgegen.
Sollte diese Koalition nicht halten, wird es dann mit der momentanen „Reserve“ AfD für den kleinen Mann noch viel bunter werden. Viele erkennen nämlich die wahren Absichten der AfD nicht, selbst dann, wenn sie gerade in der Flüchtlingspolitik zum Teil durchaus vernünftige Ansichten vertreten und auch Dinge ansprechen, die sonst nicht an die Öffentlichkeit kämen.
Ja, blieben noch die Linken und die SPD. Im Moment ein zerstrittenes Gebilde mit offen ausgetragenen Machtkämpfen, also auch keine Alternative die Linken. Die SPD mit diesem Personal für mich unverändert nicht wählbar ohne einen erkennbaren Neuanfang mit den erforderlichen Korrektoren ihre neoliberalen Politik mit dem Höhepunkt Agenda 2010.
Leider gibt es nur noch Einzelpolitiker, denen man unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit noch vertrauen kann. Ich möchte mal hier stellvertretend S. Wagenknecht von den Linken und Sven Giegold von den Grünen nennen. Gerade der Einsatz von Sven Giegold in Sachen Glyphosat
ist hoch zu würdigen. Die Frage ist nur, wie entscheidet letztendlich die EU Kommission.
Merkel will ja die weitere Zulassung und Deutschland enthielt sich ja bei der Abstimmung.

Glück auf
Ralf

Donnerstag, 9. November 2017

"me too"

Nachdem ich mir die gestrige Maischberger Sendung erst heute in der Mediathek angesehen habe, allerdings auch wegen der seit Tagen anhaltenden Diskussionen zu den Themen "me too" und "Genderismus", wie auch das gestrige Urteil des BVferG, habe ich mir dazu wieder einmal ein paar Gedanken gemacht.

Die nächste Schizophrenie erleben wir derzeit mit den „me too“ und „Genderismus“-Debatten!

In einer Gesellschaft, in welcher der Art. 1 GG „Die Würde des Menschen (darin sind an sich alle Geschlechter enthalten) ist unantastbar“, obwohl als erster Artikel angeführt eben nicht genau diese Priorität erfuhr und erfährt und seine Umsetzung nachhaltig eingefordert wurde und wird, wurde und wird es ständig notwendig, weitere Regeln und Gesetze zu schaffen!

In einer Gesellschaft, in der sich alles über Macht und Markt definiert, wird eben auch die „Würde“ des Einzelnen genau darüber definiert. Der Markt und die Macht (und die davon und darin abhängigen Institutionen) definieren dann eben auch, was noch „würdig“ und was schon „unwürdig“ ist.

Wäre dieser erste Artikel des GG tatsächlich befolgt und damit erfüllt worden, würden sich derartige Debatten und Diskussionen und die sich daraus ergebenden Gesetzesänderungen völlig erübrigen.

Weil aber der Markt und die Mächtigen das Recht und die Gesetze, ihrem Verständnis und ihrer Erkenntnis folgend kreieren und für die Allgemeinheit verbindlich auslegen, ist es eben ein Recht und daraus resultierende Gesetze des Marktes und der Mächtigen. Damit allerdings eben auch ein Recht und Gesetz, in welchen es Unterlegene gibt und geben muss. Weil sonst das so verstandene, eigene System (der Mächtigen und ihres Marktes) und die daraus resultierende Gesellschaftsordnung gar nicht in dieser Form funktionieren könnte.

Dass es dagegen Widerstände gab und gibt, ist nur die logische Konsequenz eines widersprüchlichen Systems, welches auf der eigenen Widersprüchlichkeit gründet.



Damit sich der Markt und die Mächtigen aber immer noch in ihren Positionen halten können, geben sie notgedrungen und gezwungenermaßen dem Aufbegehren der Unterlegenen/ Unterdrückten nach. Was sich dann in den „neuen, korrigierten“ Gesetzen wiederfindet. Aber eben immer nur genau soviel, wie es ihren Machterhalt und ihr System und damit die Macht- und Marktverteilung ihrem Verständnis entsprechend noch aufrecht erhält.

Eine Gesellschaft, die sich und ihre Eliten über „höher, weiter, schneller, schöner und reicher“, also über Äußerlichkeiten und materielle Werte definiert; die den Konsum mit den entsprechenden „Werten“ bewirbt, wundert sich nun darüber, dass es dabei zu Differenzen in Äußerlichkeiten und zu sexuellen Belästigungen und Übergriffen (welche es seit Menschengedenken gibt) kommt?! Die Würde des Menschen (nicht nur der Frauen) dabei schon immer außer acht lassend?!

Dass in diesem seit Jahrtausenden vom Patriarchat (wörtlich „Väterherrschaft“) dominiertem Markt und dessen Machtverteilung (unter sich und seinesgleichen), nicht nur die Frauen unterdrückt wurden und werden, definiert sich bereits über die „Herrschaft“! „Am Anfang war das Wort und ohne dasselbe ward da nicht eines, das geworden ist!“ Und wer, welchen Geschlechts waren die ersten „Schriftgelehrten, Weise und Pharisäer", also die Eliten?!

Die „Mächtigen, ihr Markt und ihr System“ kommen an ihr Ende! Deshalb und nur deshalb kommt es zu den „Offenbarungen“ in Form diverser Diskussionen und Debatten und damit erzwungener Korrekturen! Die „Revolution“ der „Unterdrückten“ ist schon längst im Gange. Solange es aber nur zu Korrekturen, wiederum durch diejenigen, welche für die Widersprüchlichkeiten verantwortlich zeichnen kommt, sie zu Korrekturen innerhalb  dieses Systems gezwungen werden, solange wird und kann sich dieses System noch halten! Und die „Revolution der Unterdrückten“ wird einmal mehr nur für Korrekturen am und im exisitierendem System stehen. Und auch diese Revolution wird ihre eigenen Kinder fressen, wenn sich der Mensch seiner Würde nicht bewusst wird und diesem System den Rücken kehrt. Damit an dessen Stelle ein völlig anderes und neues treten kann.
Ein baufälliges Gebäude muss auch erst komplett abgerissen werden, ehe man auf demselben Grundstück ein völlig neues Gebäude erstehen lassen kann. Ansonsten wird ja nur „renoviert." Heißt, das alte und baufällige wird nur erneuert und damit – nur ein wenig kosmetisch korrigiert – weitergeführt!

Damit wird aber wohl der erste Artikel des GG „die Würde des Menschen ist unantastbar“ wohl weiterhin nur „Wort (welches am Anfang war)“ auf einem geduldigen, neuen Blatt Papier bleiben!

Mittwoch, 8. November 2017

Betroffenheit


Als er von den Überlieferungen der Christenverfolgung hörte
war er sehr betroffen und verbiss sich die Tränen
und er hörte sie sagen
es ist etwas ganz anderes, wenn man selbst betroffen ist
und das ist Geschichte

Als er von den Überlieferungen der Bauernkriege hörte
war er sehr betroffen und verbiss sich die Tränen
und er hörte sie sagen
es ist etwas ganz anderes, wenn man selbst betroffen ist
und das ist Geschichte

Als er von den Überlieferungen der Revolutionen hörte
war er sehr betroffen und verbiss sich die Tränen
und er hörte sie sagen
es ist etwas ganz anderes, wenn man selbst betroffen ist
und das ist Geschichte

Als er von den Überlieferungen der Weltkriege hörte
war er sehr betroffen und verbiss sich die Tränen
und er hörte sie sagen
es ist etwas ganz anderes, wenn man selbst betroffen ist
und das ist Geschichte

Als er von den Überlieferungen der Umweltzerstörung hörte
war er sehr betroffen und verbiss sich die Tränen
und er hörte sie sagen
es ist etwas ganz anderes, wenn man selbst betroffen ist
und das ist Geschichte

Als er von den Überlieferungen der ausgebeuteten Menschheit hörte
war er sehr betroffen und verbiss sich die Tränen
und er hörte sie sagen
es ist etwas ganz anderes, wenn man selbst betroffen ist
und das ist Geschichte

Als er von der Überlieferung des Wissens und der Erkenntnisse hörte
keimte Hoffnung in ihm auf
aber er hörte sie wieder sagen
es ist etwas ganz anderes, wenn man selbst betroffen ist
und auch das ist Geschichte

Und als die Geschichte erneut zur Gegenwart wurde
war da niemand mehr, der betroffen sein konnte
und er hörte niemand mehr sagen
es ist etwas ganz anderes, wenn man selbst betroffen ist

und das ist die Zukunft
wenn es immer etwas anderes ist, selbst betroffen zu sein
- vom Dasein des Lebens -
wenn wir nicht alle begreifen
dass wir von Anbeginn der Zeit
immer selbst als Teil des Lebens betroffen sind
dann ist da keine Betroffenheit mehr

© R. K.


Dienstag, 7. November 2017

"Panama und Paradise Papers"; Moral und Legalität

[[ Legalität ist die gesetzliche Zulässigkeit einer Handlung, einer Duldung oder eines Unterlassens.

le·ga̱l Adjektiv … so, dass etwas im Rahmen der Gesetze erlaubt ist.
"etwas auf legalem Weg erreichen"

Moral bezeichnet zumeist die faktischen Handlungsmuster, -konventionen, -regeln oder -prinzipien bestimmter Individuen, Gruppen oder Kulturen.
Der deutsche Ausdruck „Moral“ geht über das französische morale auf das lateinische moralis (die Sitte betreffend; lat: mos, mores Sitte, Sitten) zurück.

Buße Herkunft des Begriffs

Die Wörter, die in verschiedenen Sprachen für diesen Begriff gebraucht werden, haben in der jeweiligen Alltagssprache sehr unterschiedliche Bedeutungen, was leicht zu Missverständnissen führen kann.

  • Das griechische Wort, das im Neuen Testament mit Buße übersetzt wird, ist μετάνοια metanoia, von νοεῖν noein, „denken“ und μετά meta, „um“ oder „nach“, wörtlich also etwa „Umdenken, Sinnesänderung, Umkehr des Denkens“.
  • Der hebräische Begriff שוב schub, der in der Septuaginta mit metanoia übersetzt wird, umfasst eine Umkehr zu Gott nicht nur im Denken, sondern in der ganzen Existenz, was die Veränderung des Verhaltens, vor allem aber auch Gehorsam gegenüber Gott, neues Vertrauen zu ihm ebenso einschließt wie die Abkehr von allen bösen und widergöttlichen menschlichen Neigungen und Schwächen.
  • Ins Lateinische wurde metanoia mit paenitentia, „Reue, Buße“, übersetzt, häufig abgeschliffen zu poenitentia und unzutreffend abgeleitet von poena, „Strafe“.
  • Im Deutschen wurde das Wort Buße verwendet, das sprachlich mit baß, „besser“, verwandt ist und ursprünglich „Nutzen, Vorteil“ bedeutet. Es bezeichnete also die Genugtuung des Sünders gegenüber Gott, woraus sich die jetzige (untheologische) Bedeutung „von außen auferlegte Strafe oder Wiedergutmachung, die unabhängig von der inneren Einstellung ist“ entwickelt.[1] Luther betonte wieder mehr den „Schrecken und gläubige Reue“.

Buße im Christentum


Siehe auch: Kirchenbuße
Im Christentum stellt Buße das Bemühen um die Wiederherstellung eines durch menschliches Vergehen gestörten Verhältnisses zwischen Gott und dem Menschen dar. Die Buße führt über die Erkenntnis der eigenen Schuld (Ijob 42,6 EU) zu den rechtschaffenen Werken des neuen Lebens (Apg 26,20 EU), die die Abkehr von der bisherigen Lebensführung einschließen (Röm 6,1f EU). Entnommen bei Wikipedia ]]


* * *

Es ist ein großer Irrtum, Moral und Legalität mit dem Recht und der Gerechtigkeit in Verbindung zu bringen und in einem Atemzug zu nennen.


Recht und Gerechtigkeit ist der Ursprung und das (Natur)Recht oder „das göttliche“ Recht des Lebens, das ursprüngliche LebensRECHT.


Moral und Legalität ist nur das scheinbare Recht (das Gute des Bösen; die selbst gegebene Moral und Gesetze zu brechen ist das Böse des Bösen), das die Menschen aufgrund von „Aufklärung“ und Erkenntnissen daraus gemacht zu haben glauben.

Zu glauben, wer die einfachsten „Gebote/Gesetze“ wie „du sollst nicht lügen, du sollst nicht töten, du sollst nicht begehren deines Nächsten Hab und Gut“ nicht halten kann, eine Erkenntnis von „Moral“, von Recht und Gerechtigkeit hätten und diese in legales Recht und legale Gesetze fassen könnte, an welche sich genau diejenigen halten sollten und würden, welche die einfachsten Gebote und Gesetze nicht halten konnten und können ist schizophren.

Ein „Apfelbaum“ kann und wird niemals „Birnen“ hervorbringen.

Wie also sollte „der Mensch“, der von Anbeginn der Menschheitsgeschichte die einfachsten Gebote nicht halten konnte, ein wahrhaftes Recht – begründet auf der eigenen, falschen Erkenntnis von Moral und Legalität – hervorbringen können?!

Von daher entstammen all die geltenden Gesetze und das daraus resultierende Rechtsverständnis der so verstandenen „Moral“ und dem Handlungsmuster bestimmter Individuen, Gruppen und Kulturen. Allerdings bereits auf einem Rechtsbruch (nämlich dem nicht einhalten der einfachsten Gebote) basierend.

Die nun innerhalb dieser Gruppen auserwählten und berufenen (gewählten) Verfasser und Hüter dieses Rechts „legalisieren“ ihr Rechtsverständnis und schreiben dieses – wenn auch immer wieder nivellierend und korrigierend – als allgemeinverbindlich für die restlichen Individuen der jeweiligen Gruppe, Gesellschaft fest und haben auch die Kontrolle und damit das „Strafrecht“ darüber.
(Lebens)Rechtsbrecher sprechen also Recht anhand ihrer eigenen „Moral“ und dies auch noch „legal“.


Der Rechtsbruch wurde und wird legalisiert!

Dass es damit niemals zu einem wahrhaften Recht, von Gerechtigkeit gegenüber „Jedermann“ ganz zu schweigen kommen kann und wird, ist eigentlich nur logisch.
Hier hilft letztlich nur die „Ab- und Umkehr“ [Buße] vom bisherigen und das beschreiten eines neuen Weges.

Die Data-Leaks bzgl. der „Panama und Pardadise Papers usw.“ sind im Prinzip nichts anderes, als die „lutherischen Thesen“ der aktuellen Zeit, welche an die Öffentlichkeit kommen!

Ganz aktuell und weil passend:

https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/die-anstalt-die-mont-pelerin-gesellschaft-100.html

https://downloadzdf-a.akamaihd.net/mp4/zdf/17/11/171107_sendung_dan/2/171107_sendung_dan_3296k_p15v13.mp4

Freitag, 3. November 2017

„Was Hänschen nicht lernt …..“

befolgt und damit erfüllt, lernt Hans nimmermehr!

Aber die Regierenden, Herrschenden und die von ihnen auserwählten und berufenen (damit absolut NICHT unabhängig) Recht Sprechenden glauben wohl, man müsse nur viele „Hänschen“ schaffen, dann wird schon ein „Hans“ daraus.

Wieso sonst glaubt „man“, dass man nur immer wieder nivellierte, korrigierte und zusätzlich neue Gesetze schaffen müsse, damit allgemein geltendes Recht und damit Gerechtigkeit für Jedermann daraus wird?!

Gesetze haben doch ihren einzigen Grund darin, eingehalten und erfüllt zu werden, damit Recht gegenüber Jedermann herrsche und allgemein gelte?!
Werden sie eingehalten und erfüllt, dann haben sie aber ihren Zweck erfüllt, sind damit an ihr Ende gekommen und damit überflüssig!

Wenn es also ständig nivellierter, korrigierter und neuer Gesetze bedarf, bedeutet dies letztendlich doch nur, dass die bis dahin geltenden Gesetze weder eingehalten, noch erfüllt wurden?! Dem Recht an sich somit keinerlei allgemein gültige Geltung verschafft wurde und werden konnte?!
Wozu sollen dann aber neue, zusätzliche Gesetze dienen, wenn die geringere Anzahl derselben bisher schon nicht dazu führten, dass sie eingehalten, erfüllt und damit dem Recht Geltung und Gültigkeit verschafft werden konnte?!
Als ob es für die Menschheit nicht schon schwer genug war, die „10 Gebote“ zu erfüllen und halten, glaubt „man“ wohl, man müsse nur immer mehr Gebote, Regeln und Gesetze schaffen, dann stellt sich das Recht und die Gerechtigkeit schon für Jedermann ein?!
Ein Nichtschwimmer lernt das schwimmen doch auch nicht dadurch, dass man ihm sämtliche Schwimmstile in der Theorie aufschreibt und als verbindlich erklärt?!

Die gleiche widersinnige Herangehensweise offenbart sich in den sogenannten Koalitions- und Sondierungsgesprächen der „verantwortlichen“ Parteien.

Als ob es nicht genügend Kompromisspunkte anhand der offensichtlichen Probleme gäbe, wenn „man“ sich um die Verantwortlichkeit in der Sache kümmern würde?!
Nein. Statt die Probleme an der „Wurzel“ anzupacken, geht es darum, welcher „Ast mit welchen farbigen Blättern“ an einem, von der Wurzel her verfaulten „Baum“ am stärksten hervorstechen müsse?!
Wem nützt es, wenn der „Baum von der Wurzel“ her verfault, dass der eine oder andere „Ast mit entsprechend gefärbten Blättern“ sichtbar hervortritt?! Der „Baum“ ist nicht mehr zu retten, wenn man ihn eben nicht von der „Wurzel“ her behandelt!

Das Volk ist an Lösungen interessiert! Nicht an zig Gesetzen oder parteiinternen Querelen! Der „Baum“ soll wieder Früchte tragen. Egal welche Form und Farbe die „Blätter“ an den Ästen haben!