Freitag, 10. November 2017

Mein Posting zum Thema: Resignation ?
Ralf Nietzschmann für den Gesprächskreis und http://politikparadox.blogspot.de/ ,
http://robert-diegrossenreligionen.blogspot.de/
in Anlehnung an die
Nachdenkseiten (NDS)
http://www.nachdenkseiten.de/



Liebe Freunde*innen des Gesprächskreises, verehrte Leser*innen und Bekannte,
wenn ich von Resignation sprechen, möchte ich es doch relativieren.
Ich werde mich natürlich nicht gänzlich zurückziehen, aber bei einigen Dingen schon. Man muss die Sinnlosigkeit bei Diskussionen und dabei die Unkenntnis und Desinteresse von Mitbürgern und Menschen auch aus dem unmittelbaren Umfeld erkennen. Ich möchte es auch nicht so verstanden wissen, dass man unbedingt als Belehrender oder Besserwisser auftreten will.
Ich bin aber immer davon ausgegangen, dass gesellschaftliche Probleme die Interesse und das Anliegen aller Menschen, Bürger und Wähler tangieren müssten.


Gerade jetzt zum Zeitpunkt der Sondierungsgespräche mit dem Ziel Koalitionsverhandlungen aufzunehmen und letztendlich eine sogenannte Jamaika Regierung zu bilden.
Dazu sollte jeder Wahlberechtigte eine Meinung haben und man sollte darüber diskutieren.
Das ist mein Ansatzpunkt in diesem Posting und ich beschränke mich nur auf einen Punkt, nämlich die Klimaveränderung und mögliche Ziele, wie diese von Menschen eingeschränkt werden kann.
Dabei bin ich selbstverständlich auf der Seite von renommierten Wissenschaftler, die den Menschen als Hauptverursacher der Klimaveränderung sehen.


Zurück zur Politik und den Gesprächen der sogenannten vom Wähler beauftragten Politiker, eine Regierung zum Wohle des gesamten Volkes zu bilden.
Dort beginnt ja schon die erste große Lüge und Volksverarschung.
Die mit einer eventuellen Regierungsbildung beauftragten Politiker, egal ob Schwarz, Gelb oder Grün, sind und bleiben doch nur Politikdarsteller für die Öffentlichkeit, ausgestattet mit einem Mäntelchen, das Demokratie vorgaukeln soll. Das Sagen haben doch ganz wenige im Hintergrund von den Lobbyverbänden und dem internationalen Finanzkapital.

Zur Volksverarschung, die leider bei einem Großteil auch ankommt.
Dazu Lindner, der Shootingstar der FDP mit fragwürdiger Vergangenheit als Unternehmer und nun zum will fähigen Politikdarsteller der FDP gemacht:
Vor ein paar Tagen hat er gesagt, es sei nichts gewonnen, wenn man Kohlekraftwerke in Deutschland abschalte, um anschließend Kohlestrom aus Polen zu importieren oder Kernenergie aus Frankreich.
Dann drückt er noch auf die Tränendrüsen und bringt die arme Rentnerin ins Spiel, die mit ihrer kargen Rente den Strompreis nicht mehr aufbringen kann.
An Heuchelei, Dummfrechheit und bewusster Falschdarstellung nicht mehr zu überbieten.
Hier antworte ich schon mal in leichter Abwandlung mit B. Brecht:
Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie bewusst falsch und medienwirksam dem unbedarften Mitbürgern verkauft der ist ein Rosstäuscher. Ja, so drastisch muss man das einfach formulieren, um zum Nachdenken anzuregen.


Im vergangenen Jahr produzierte Deutschland rund 50 Terawattstunden Strom allein für das Ausland. Diese Zahlen errechnete des Fraunhofer-Instituts im Auftrag der Bundesregierung.
Die gleiche Quelle stellt fest, wenn die Stromproduktion aus Braunkohle von 135 auf 84 Terawattstunden reduziert würde, könnten sofort bis zu sechs Kohlekraftwerke abgeschaltet werden.
Es ist außerdem keinesfalls illusorisch weitere Kohlekraftwerke sofort bzw. kurzfristig vom Netz zu nehmen.
Es muss politisch gewollt werden.
Was sofort erfolgen muss, ist einfach, die Ausbaudeckelung für Erneuerbare Energie muss gestrichen werden. Es bleibt dabei, dass dabei
besonders der dezentralisierten Stromversorgung, dort wo möglich und auch gewünscht, keine Hindernisse mehr in den Weg gelegt werden dürfen.
Hier sind Genossenschaften und Stadtwerke gefragt und auch willig. Nur sind solche Einrichtungen vermutlich nicht unbedingt zum Klientel eines Lindners und Co. zugehörig.
Ich möchte, um nicht zu langweilen, auf genau diese Art der Stromerzeugung in puncto Speichermöglichkeit nicht weiter eingehen. Sie sind vielfältig vorhanden und können genutzt werden, wenn eben die Sonne nicht scheint, oder der Wind nicht weht.


Nun noch zu den Kosten und Arbeitsplätzen.
Auch da kann man sich umfangreich im Netz informieren.
Fakt ist eins: Die Kosten für Erneuerbare Energien sind massiv gesunken. Strom aus Wind- und Solarstromanlagen ist bereits deutlich günstiger als Strom aus neuen konventionellen Kraftwerken.

Deutschland gewinnt 2017 über 37 % seines Stroms aus erneuerbaren Energien.
Durch die erneuerbaren Energien sind bereits über 340.000 neue zukunftsträchtige Arbeitsplätze entstanden.
Warum bremst Deutschland den Kohleausstieg und erklärt nicht verbindlich diesen bis 2030?


Es gibt aber durchaus auch neue positive Signale von Konzernen, Unternehmen mit über 450.000 Mitarbeitern, die den Kohleausstieg bis 2030 fordern. Sie haben die Zeichen der Zeit erkannt und das ist ein Lichtblick für Deutschland. Auch Siemens, EnBW und Eon fordern den Kohleausstieg.


Warum unterstützt Lindner nicht die Forderung des Bundesverband Erneuerbare Energie ( BEE),
die Stromerzeugung nach CO2-Emissionen zu besteuern? Die FDP ist doch angeblich so wettbewerbsorientiert. Ich rede nur von
CO2-Emissionen und nicht von Subventionen.
Beispiele dafür, dass dieses geht, liefert Großbritannien und Kanada.
In Großbritannien werden minimal18 Pfund pro Tonne CO2 verlangt und das als Kohle noch für 40 Prozent der britischen Stromproduktion verantwortlich war.
Großbritannien hat ein endgültiges Ausstiegsdatum festgelegt, nämlich den 31. Dezember 2025.

Ähnliche Dynamik
beim kanadischen Kohleausstiegsgesetz. Die Regierung will im nächsten Jahr einen CO2-Preis von zehn kanadischen Dollar einführen, der innerhalb von fünf Jahren auf 50 Dollar steigt. Die Stromkonzerne haben umgehend reagiert und vorzeitige Stilllegungen von Kohlekraftwerken vorgenommen. Es erfolgt ein massiver Ausbau der erneuerbaren Energien und die Versorgung mit Strom auf Gasbasis, die ja kontinuierlich von Erdgas auf Windgas, Gewinnung durch Methangas, erfolgen kann. Das sind alles Voraussetzungen über die Deutschland auch verfügt, besonders das vorhandene Speichernetz für Gas.


Nur die FDP und CDU bremst und will keinen festen Termin für das Ende der Kohlekraftwerke.
Wenn der Bürger wirklich mal aufgeklärt werden würde, was die Kilowattstunde im Vergleich konventionelle Stromerzeugung zu EE mit allen notwendigen Bestandteilen kostet, würde er bestimmt nicht mehr solchen Lügen von Lindner und Co. über Kosten glauben.


Es gibt ja vor allen in der CDU immer noch Befürworter der Kernenergie.
Wenn man dann immer noch hört von preiswerter Energieerzeugung, ist das ein Fall für den Psychiater. Es geht nicht um die Kosten momentan für die Kilowattstunde, sondern um Subventionen generell und Folgekosten für Endlagerung.
Dazu verweise ich für Interessenten auf http://www.anderweltonline.com/wissenschaft-und-technik/wissenschaft-und-technik-2017/die-finanzielle-kernschmelze/
von Wilfried Schuler
Die dort ermittelten Zahlen bewegen sich an der untersten Stelle. Es gibt Berechnungen von Instituten, die diese bei weite
m überschreiten.
Zurück zu Lindner.
Abgesehen von seiner Lüge zur Sicherheit der Stromversorgung in Deutschland zu der armen Rentnerin. Kein Wort zur Demontage der gesetzlichen Rentenversicherung, kein Wort zur Systemänderung nach Vorbild von Österreich.
Nein, bei einem anderen Auftritt empfiehlt er alleinerziehenden Frauen sogar den Erwerb von Wohneigentum.
Immer und immer wieder, egal auf welchen Gebieten der Daseinsvorsorge, wird auf Privatisierung hingewiesen.
Noch so ein Witz zur FDP. Gerade geistert ja „Paradiese Pampers“ durch die Systemmedien.
Abgesehen vom obligatorischen Russen und Putin Bashing, darf man doch mal folgendes als Denkanstoß für Jamaika geben.
Einer der führenden Verhandlungsteilnehmer der FDP Kubitscheck, verteidigt gerade als Rechtsanwalt einen sogenannten Steuervermeider, um nicht zu sagen Steuerhinterzieher.
Das ist die FDP, welche ein gerechtes Steuersystem dem unbedarften Bürgern vorgaukelt, aber nur ihr Klientel im Auge behält.
Nun signalisieren ja die Grünen zum Kohleausstieg Kompromissbereitschaft, sie fallen also um, genau so wie sie ihre anderen Forderungen aufgegeben haben.
An anderer Stelle schrieb ich:
Ihre Forderung nach einer Vermögenssteuer für Supereiche haben sie gleich in der ersten Verhandlungsrunde entsorgt. Es gab Zeiten, da spielten bei den Grünen soziale Aspekte und das Ziel einer friedlichen Außenpolitik eine große Rolle. Das ist alles weg. Selbst bei der Aufrüstung geht es ja nur noch um das „wie viel“
Mein Resümee zu einer neuen Regierung Schwarz/GELB/GRÜN, bleibt unverändert.
Das einfache Volk geht „rosigen Zeiten“ im entfesselten Kapitalismus entgegen.
Sollte diese Koalition nicht halten, wird es dann mit der momentanen „Reserve“ AfD für den kleinen Mann noch viel bunter werden. Viele erkennen nämlich die wahren Absichten der AfD nicht, selbst dann, wenn sie gerade in der Flüchtlingspolitik zum Teil durchaus vernünftige Ansichten vertreten und auch Dinge ansprechen, die sonst nicht an die Öffentlichkeit kämen.
Ja, blieben noch die Linken und die SPD. Im Moment ein zerstrittenes Gebilde mit offen ausgetragenen Machtkämpfen, also auch keine Alternative die Linken. Die SPD mit diesem Personal für mich unverändert nicht wählbar ohne einen erkennbaren Neuanfang mit den erforderlichen Korrektoren ihre neoliberalen Politik mit dem Höhepunkt Agenda 2010.
Leider gibt es nur noch Einzelpolitiker, denen man unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit noch vertrauen kann. Ich möchte mal hier stellvertretend S. Wagenknecht von den Linken und Sven Giegold von den Grünen nennen. Gerade der Einsatz von Sven Giegold in Sachen Glyphosat
ist hoch zu würdigen. Die Frage ist nur, wie entscheidet letztendlich die EU Kommission.
Merkel will ja die weitere Zulassung und Deutschland enthielt sich ja bei der Abstimmung.

Glück auf
Ralf

Kommentare:

  1. Sehr geehrter Herr Nietzschmann.

    Natürlich sollten alle Menschen die gesellschaftlichen Probleme interessieren. Ein Feld davon ist nun mal die Politik, durch ihr Mandat mittels Gesetze in alle Lebensgrundlagen ein- und durchzudringen, wohl das Wichtigste. Bei vielen Menschen ist eine Resignation vor der Politik vorhanden, weil sie der Meinung sind, egal was sie wollen und machen, es ändert sich doch nichts. Dies scheint einerseits zuzunehmen und anderseits dazu zu ermuntern, aktiv etwas dagegen zu tun. Sei es über die verschiedensten Aktionsplattformen, -bündnisse oder wie wir, über schriftliche Gedankenweiterverbreitung.

    Das Klima ist einer dauernden Veränderung unterworfen, welche nicht durch Menschen versursacht werden. Normalerweise geschieht dies jedoch langsam. Nun kommt die menschgemachte Klimaveränderung hinzu und da kann es ganz schnell gehen und es auch für die momentan lebenden Lebewesen auf unserer Erde zur Katastrophe kommen. Ignoranten, die dies leugnen oder nicht erkennen wollen.

    Leider meinen sich die Politiker auf ihre Wählerschaft mit markanten Sprüchen einstellen zu müssen, um gewählt zu werden. Es reichte den Grünen z. B. nicht, ihrer Wählerschaft mitzuteilen, dass sie alles Mögliche durchsetzen werden, was zurzeit Machbar ist. Nein, es müssen Zahlen und Daten genannt werden, welche sie dann opfern müssen, damit die Wähler nicht noch mal zur Wahl müssen.

    Ähnlich verhält es sich mit den Kohle- und Kernkraftwerken. Für die Atomkraft ist der Ausstieg festgeschrieben. Da verstehe ich nicht, dass dort noch dauernd nachgetreten werden muss, um dies noch zu verkürzen. Es sollte doch klar sein, wenn verkürzt wird, hält die Kernindustrie die Hand auf und das zurecht, weil für Firmen die Planungssicherheit äußerst wichtig ist. Wem weggenommen wird, muss entschädigt werden!

    Der Kohleausstieg ist aus mehreren Blickwinkeln zu betrachten. Außer ihren zu beachteten Ansätzen sollte aber auch globaler gedacht werden. Wenn D 50 Terrawattstunden ins Ausland verkauft, stellt sich doch die Frage, ob und wie viel in diesen Ländern sie auf unseren Strom angewiesen sind? Stoßen deren Kohlekraftwerke nicht mehr CO² aus wie unsere moderneren Kraftwerke? Das ist doch wie beim Atomstrom, wir werden sichere Atomwerke schließen und rund um uns herum laufen die viel Störanfälligen. Mein Verstand sagt mir, dass dies anders geregelt werden müsste. Großbritannien baut neue Atomwerke, dass sollte man beim Kohleausstieg mitbedenken und zahlt denen auch dafür, dass sie in Bereitschaft stehen, wenn einmal Mangel herrscht.

    Für mich sieht die ganze Gemengelage nach einem nicht durchdachten Hin und Her aus, weil keinem Akteur weh getan werden will und man sich nach jedem Wunsch versucht zu drehen. Was fehlt ist ein klares, so machen wir das in den nächsten Jahrzehnten mit Kohle, Atom, Strom, erneuerbaren Energien, Elektroautos, Stromspeichern.

    Leider nur frommes Wunschdenken, weil jetzt sogar vier Parteien versuchen, jeder für sich sein eigenes Süppchen zu kochen und dabei von den drei anderen Parteien und sogar der EU, die entsprechende Zutaten zu erhalten. Dafür geben sie auch etwas in den Gemengetopf ab.

    Mit freundlichen Grüßen

    Walter Neumann

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  2. Werter Herr Neumann und Mitlesende,
    - Für mich sieht die ganze Gemengelage nach einem nicht durchdachten Hin und Her aus, weil keinem Akteur weh getan werden will und man sich nach jedem Wunsch versucht zu drehen. Was fehlt ist ein klares, so machen wir das in den nächsten Jahrzehnten mit Kohle, Atom, Strom, erneuerbaren Energien, Elektroautos, Stromspeichern -.
    Genau diese Erkenntnis ist das Grundübel der Energiepolitik in Deutschland. Dabei möchte ich nicht nur auf die Stromerzeugung hinweisen, sondern grundsätzlich auf Energieerzeugung.
    Bleibe ich aber nur bei der Stromerzeugung in Deutschland, gebe ich zu, dass meine Ansichten sich eher aus der Sicht eines Technikers bewegen.
    Ich gehöre ja einem Kreis von Ingenieuren und Technikern an, die auf dem Gebiet erneuerbaren Energien tätig sind oder waren und sich ab und zu zu Gedankenaustausch ungezwungen treffen. Ich bin dort als Ruheständler ein sehr interessierter Zuhörer und versuche mein technisches Verständnis zu erweitern, dabei kommt mir auch meine berufliche Ausbildung zugute.
    Richtig ist, dass wir Menschen grundsätzlich die Klimaveränderung nicht aufhalten werden.
    Klar und das ist vermutlich unbestritten, können wir sie zeitlich beeinflussen.
    Ich darf gar nicht daran denken, wenn die Prognosen des hochangesehenen Physiker und Astrophysiker Stephen Hawking tatsächlich eintreten werden.
    Er sagt folgendes:
    Die Erde wird seiner Meinung nach in 600 Jahren aufgrund der Menschen sich in einen riesigen Feuerball verwandeln. Grund für diese Entwicklung seien die fatalen Folgen der Erderwärmung, die mit zunehmend steigenden Temperaturen, Ressourcen-Knappheit, Entwaldung und dem Aussterben zahlreicher Tierarten einhergehen. Die stetig steigende Nachfrage nach Energie kostet die Erde Kraft - und wird sie somit letztendlich zerstören. Ob man die Welt noch retten könne? Hawking fällt es schwer, das zu glauben.
    Die Zahl 600 ist zu begreifen, die anderen Ausführungen Hawkings zur Umsiedlung von Menschen ins nächstliegende Sternensystem, begreifen bestimmt nur Astrophysiker.Ich nicht, da fehlt mir die Vorstellung über Zeit und Raum.
    Also sollten wir uns doch als Menschen auf dieser Erde mit machbaren beschäftigen, um eben den Untergang solange wie möglich aufzuhalten.
    Ich bleibe dabei, dass Deutschland aufgrund des vorhandenen ingenieurtechnischen Wissens eine Vorreiterrolle bei der Umstellung auf EE in allen Bereichen einnehmen muss und kann.
    Die Politik muss gezwungen werden, die Voraussetzungen zu schaffen, um den 100 prozentigen Umstieg auf EE zu schaffen. Dazu gehören realistische Zeitvorgaben, seriös wird 2050 genannt.
    Genau diese werden aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt durch Lobbyinteressen blockiert.
    Deshalb habe ich vom Umfallen der Grünen geschrieben.
    Folgend

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  3. Grundsätzlich gehört die Versorgung mit Energie zur Daseinsvorsorge und Profitdenken der Konzerne müssten zweitrangig bleiben.
    Ich möchte nun nicht auf technische vorhandene Möglichkeiten im Detail eingehen.
    Genossenschaften und Stadtwerke zum Beispiel müssten Vorrang bei der dezentralen Versorgung erhalten. Dabei ist durchaus ein gerechter Gewinn über die Preisgestaltung möglich und machbar, ohne die bisherige EEG Umlage zum Bestandteil zu machen.Deutschland kann nach wissenschaftlich exakten Berechnungen 35 % dezentral versorgt werden.
    Genau diese dezentrale Versorgung hat Einfluß bei Entgelten für den Netzausbau.
    Den Verbrauchern wird erzählt, dass der Netzausbau bezahlt werden muss. Dabei wird aber tunlichst verschwiegen, dass für Wartung und Erneuerung der Netze schon immer Gebühren verlangt worden sind. Was ich damit ausdrücken will, war oder ist der Netzausbau überhaupt in den Größenordnungen erforderlich, bei der Verwirklichung der dezentralen Stromversorgung?
    Zu einigen weiteren Hindernissen verursacht durch die Politik.
    Deutschland produziert einen erheblichen Anteil an Windenergie durch Offshore-Windparks.
    Zu Zeiten von Schwarz/ Gelb wurde maßgeblich das Projekt „Norger“ verhindert, dass war 2010.
    Norwegen könnte mit Strom aus Wasserkraft 60 europäische Atomkraftwerke ersetzen, so damals die Grundlage für das Projekt. Nun könnte man ja diese Kapazität auf Basis Kohlekraftwerke umrechnen.
    Es sollte eine Stromspeicherung von den erzeugtem Strom der Offshore-Windparks mittels Seekabel in die Wasserspeicherkraftwerke Norwegens erfolgen und bei Bedarf nach Deutschland zurückgeholt werden.
    Nun ist im August 2017 mit der Verlegung des Seekabels begonnen wurden, also mit erheblicher Verzögerung verursacht durch die Politik.
    Zwischenzeitlich wurde aber der unbedarfte „Michel“ informiert, dass die erforderliche Abschaltung der Offshore-Windparks zusätzliche Kosten verursacht und diese natürlich der Verbraucher zu tragen habe. Man erzeugte bewusst eine negative Stimmung gegen den Windstrom aus dem Offshore-Windparks.
    Die wirkliche Ursache liegt aber darin, dass ein Überangebot an Strom in Deutschland fast immer vorhanden ist, aber die Kohlekraftwerke technisch bedingt am Netz bleiben müssen und außerdem eben die erforderlichen Gewinne aus den exportierten Strom ziehen.
    Den Empfängern von Strom aus Deutschland wäre es doch vollkommen egal, welche Produktionsquelle für den exportierten Strom aus Deutschland zu Grunde liegt.
    Folgend

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  4. Nun liegen mir keine Zahlen vor, inwieweit der nicht genutzte Strom aus den Offshore-Windparks den Export abdecken würde. Es ist allerdings nur eine Quelle der Produktion für EE.
    Es gibt nämlich noch die viel größere Möglichkeit und da wäre technisch möglich die Nutzung von Windgas im vorhanden Verbundnetz Gas einschließlich der Speicherung durch vorhanden Speicher.
    Wird aber in größeren Umfang scheitern, geschuldet der Eigentumsverhältnisse der vorhandenen Anlagen.
    So bleibt die Umwandlung von produzierten Windstrom wiederum auch eine sehr gute Möglichkeit bei der dezentralen Stromerzeugung, diesmal allerdings durch Windkraftanlagen auf dem Land.
    Dazu gibt es in Mainz mit dem Stadtwerken ein hervorragendes Pilotprojekt, dass kurzfristig ausgebaut wird um voll wirksam für Strom und Wärmebereitstellung genutzt werden kann.
    Abschließend zu verbindlichen Terminen, die ja Deutschland jedenfalls so nicht mehr sieht.
    Aussage FDP: Kohlestrom wird es in diesem Jahrhundert noch lange geben.
    Grüne nicht mehr unbedingt 2030, aber Ziel bleibt CO2 Minimierung zu erreichen. Frage wie?
    Industrieländer legen sich verbindlich über Kohleausstieg fest.
    Nochmal Großbritannien 2025 Kanada 2029
    19 westliche Länder wollen bis 2030 aussteigen
    Weitere Länderkandidaten neben Großbritannien und Kanada sind, Neuseeland (2022), Frankreich (2023) und Österreich (2025) . Im Jahr 2030 folgen dann fünf weitere Länder: die Niederlande, Dänemark, Finnland, Schweden und Portugal. Außerdem haben sieben EU-Staaten sowie die Schweiz, Norwegen und Island schon heute keine Kohlekraftwerke mehr. Somit werden mindestens 19 westliche Industrienationen in 13 Jahren keine Kohlekraftwerke mehr haben.
    Dazu kommen aber auch Bundesstaaten und Städte wie Kalifornien, Hawaii, Peking, Delhi oder New York dazu.
    Vorbild in Deutschland ist für mich München.Dort wird das letzte Kohlekraftwerk bis 2022 abgeschaltet.
    Interessant bleibt auch die Entwicklung in den VSA und China zu beobachten. Trotz Trump wird in beiden Ländern massiv der Ausbau von EE vorangetrieben.
    Nur Deutschland bremst und das nur weil die Futtertröge der Macht winken.

    Freundliche Grüße
    Ralf Nietzschmann

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