Freitag, 22. Mai 2026

Meine Antwort auf die Antwort der CDU/CSU vom 22.5.2026

 Sehr geehrte Damen und Herren des Teams Bürgerkommunikation, 

zunächst bedanke ich mich für Ihre Antwort. Sie werden aber sicher verstehen, dass ich auch diese nicht unbeantwortet und so stehen lassen kann.

Es ist mit dieser Ihrer Antwort ebenso wie bei dem – von Herrn Spahn dann beendetem – Schriftwechsel zwischen Herrn Spahn und mir, in welchem mir nun wiederholt dargelegt wird, dass und was man bezüglich der WIRKUNGEN versucht zu unternehmen, zu korrigieren und bestenfalls in eine positive Richtung zu lenken.
Weder Herr Spahn noch Sie jetzt gehen auf die eigentliche/n Ursache/n ein, welche immer entsprechende Wirkungen nach sich ziehen.

Da kann es doch auch für Sie nicht verwunderlich sein, dass diese eine Partei, die sie/Sie in deren Stimmenanteil (derzeit noch nur bei Umfragen) halbieren wollten nun die Partei mit dem höchsten Stimmenanteil ist?! Denn auch beim Umgang mit dieser Partei wird ständig nur an den Wirkungen „gebastelt“. Anstatt endlich mal nach der Ursache zu fragen, welche diese Wirkungen hervorgebracht hat.

Sie wiederholen nun ebenfalls nur, dass „der Kuchen – die Wirtschaftsleistung“ erhöht, also größer werden muss, damit sie/Sie ihrer Aufgabe auch nachkommen können.
Unbestreitbar, selbst für sie dürfte doch sein, dass „der Kuchen – die Wirtschaftsleistung“ auch unter ihrer Mitwirkung, Führung in den letzten Jahrzehnten ständig gewachsen war. Man hat sich dafür ja dann auch häufig genug auf die eigene Schulter geklopft.
Selbst wenn diese derzeit stagniert oder sogar rückläufig ist, dann haben u. a. doch auch sie ständig mit und für dieses positive, als auch negative Wachstum gesorgt. (aktuelle Nachrichtenmeldung: das Wirtschaftswachstum steigt!)
Also genau dafür, dass „der Kuchen“ immer größer wurde. Als Voraussetzung für einen funktionierenden Sozialstaat?!

Wie erklären sie sich selbst, mir und dem deutschen Volk dann bitte, dass wir derzeit mit dem Sozialstaat größere Probleme (so groß wie nie) haben, als in den früheren Jahrzehnten?! Wenn sie doch genau das taten und umsetzten, was sie heute wieder als unverzichtbare Notwendigkeit darstellen?!
Wie konnte andererseits dann eine absolute Minderheit so reich werden wie niemals (also größere Anteile vom Kuchen bekommen, unabhängig von der tatsächlichen Größe „des Kuchens“) zuvor?!

Und kommen sie mir jetzt bitte nicht wieder mit den verschiedenen Koalitionspartnern, den Kompromissen, die sie widerwillig eingehen mussten (was ja bereits wieder eine Wirkung nach sich zieht) oder mit den verschiedenen Krisen und Wirkungen, welche von außen auf uns zukommen und kamen. Ich bin Jahrgang 1949 und habe die ganzen Jahrzehnte selbst miterlebt und kenne alle Daseinssituationen in diesem Lande.

Konnten sie dann nicht, was sie wollten oder wollten sie nicht, was sie eigentlich gekonnt hätten, gekonnt haben müssten? Denn genau dafür – die Probleme zu lösen, das Land in eine bessere Zukunft zu führen) ließen sie/Sie doch in die Ämter und Posten wählen?!

Dabei habe ich jetzt noch gar nicht davon gesprochen, was in diesem Lande los wäre, wenn es nicht all die Ehrenamtlichen gäbe. Ich habe auch noch nicht davon gesprochen, dass „Mathematik und Demographie“ auch Abgeordnete und Beamte betrifft. Bei welchen man auch erst gar nicht nach Möglichkeiten sucht, das Thema (soziale) Gerechtigkeit anzusprechen. Also nicht nur die Rentenversicherten sind von der Mathematik und Demographie und „äußeren Umständen“ betroffen! Sondern jeder Mensch, wir alle.

Tut mir leid. Auch wenn ich für ihre Antwort dankbar bin. Eine tatsächliche Antwort auf meine Mail ist auch ihre Antwort nicht.

Mit freundlichen Grüßen


Robert Kroiß

PS: und seien sie nach den nächsten Wahlen nicht überrascht, wenn diese unsägliche Partei – welche sie halbieren wollten - nicht nur den größten Stimmenanteil bekommt, sondern dann tatsächlich auch noch an bestimmte Stellen der Macht kommt und dann – damit auch durch sie und ihre Handlungsweisen - in die Lage versetzt wurde, nicht mehr nur Opposition zu betreiben. Sondern dann evt. auch noch umsetzen kann, was wirklich niemand wollen – und die Mehrheit vmtl. auch gar nicht will – kann.
Und noch eine kleine Randbemerkung: ich habe in der Vergangenheit auch schon andere „Verantwortliche“ anderer Parteien angeschrieben. Damit nicht der Eindruck entsteht, ich wolle nur gegen die CDU/CSU „wettern“. Allerdings auch mit demselben Erfolg. Nämlich dass man stets darauf hinwies, was man schon alles unternommen und getan habe (also Wirkungen zu korrigieren), damit es in Zukunft alles besser wird. 
Auf die eigentliche Ursache kam und kommt scheinbar niemand in Amt und Würde?!












1 Kommentar:

  1. Sehr geehrter Herr Kroiß.

    Sie haben vollkommen recht, wenn sie es anprangern, dass die Antwort nur auf die Zukunft derart ausgerichtet ist, dass der zu verteilende Kuchen anwachsen muss, damit mehr zum Verteilen vorhanden ist.

    Was sie und auch die Parteien CDU/CSU/SPD/Grüne/Linke/FDP und andere nicht sehen wollen ist, dass der zu verteilende Kuchen in der Vergangenheit immer größer wurde, aber auch die Ansprüche, wer was in welcher Größe von diesem Kuchen erhalten soll und erhalten will, immer größer waren, als zu verteilen vorhanden, aber immer mehr verteilt wurde, als aktuell vorhanden war. Mit Blick auf die Zukunft, wo es mehr Wachstum gab, ließ es sich lange verschleiern. Nun sind aber einige weltbewegende Tatsachen eingetreten, wie die Corona-Krise, der Ukraine-Krieg, der verbrecherische Mord an Juden und die Vergeltung in Gaza und Libanon und letztlich der Angriff auf den Iran mit seinen Öl-Folgen für die gesamte Welt, die es momentan nicht mehr ermöglichen, einen größeren Kuchen zu erwirtschaften.

    Nun schreibt also das CDU/CSU Team Bürgerkommunikation davon, dass Her Spahn versucht, den zu verteilenden Kuchen wieder zu vergrößern und meint damit wohl, dann ist alles wieder gut.

    Das Handeln der jetzigen Schwarz/Roten Regierung sieht jedoch anders aus. Sie setzen darauf, Wildwuchs an verteilten Leistungen einzudämmen, ja abzusenken. Nur wollen sie, so scheint es, nicht darüber reden und es lieber mehr heimlich machen. Warum scheuen sie sich davor, dies auch zu verkünden? Weil sie wohl befürchten, dass dann die AfD noch mehr Zulauf erhält. Denn sie haben Jahrzehntelang das Anspruch Denken des Volkes versucht zu erfüllen, mancher Seitz gar zu übererfüllen und dieses Fordern an den Staat salonfähig gemacht. Eigeninitiative, Eigenverantwortung, Vorsorge, Verzicht auf das, was man sich nicht selber erarbeitet hat und daher nicht leisten kann, ist bei zu vielen umgeschlagen in Fordern, Ansprüche haben, weniger Arbeit, mehr Lohn, mehr Urlaub, mehr Freizeit, für mehr, kein Konsumverzicht, für kein Bock auf Arbeit Verständnis verlangen, die soziale Hängematte beanspruchen, wenn die eigene Lebensvorstellung scheitert. Unser Staat ist mit seinen finanziellen Mitteln in eine Lage versetzt worden, die manche „Wohltat“ für manche Gruppen als nicht mehr darstellbar erscheinen lassen.

    Der Anspruch unserer Regierung, die verbrauchte und nicht mehr vorhandene „Friedensdividende“ nun in eine ausreichende Selbstverteidigungsmöglichkeit umzumünzen, kostet Unmengen an Geld, welche nur auf Pump zu erlangen sind. Dafür meinen all die Vielen, die ihre Ansprüche an unseren Staat haben und behalten wollen, dass er stattdessen seine Selbstverteidigung ad Akta legen und lieber sie weiter pampern müsse. Die Zukunft unseres Staates ist ihnen egal, Hauptsache sie Ansprüche und werden entsprechend gefördert. Wenn es dann mal aus sein sollte, weil andere das Sagen haben, die sich um den Wohlfahrtsstaat nicht scheren, dann ist es so, dann können sie es nicht mehr ändern, dann müssen sie sich arrangieren. Jetzt dürfen sie den Mund sperrangelweit aufreißen und Verlangen, also machen sie es. Wenn sie dann einmal mit ihrem Zutun es geschafft haben, dass sie zu viel Angst davor haben den Mund aufzumachen, dann werden sie schweigen und sich einzurichten wissen. Aber jetzt: Maul auf, nach mir die Sintflut, ich habe doch ein Anrecht darauf, zu fordern! (Geschieht auch darum, weil es ihnen Jahrzehntelang so vermittelt wurde).

    Mit freundlichen Grüßen

    Walter Neumann

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