Donnerstag, 20. April 2017

Liebevolle Aufforderung (gesehen in Facebook)




Jan Ehrt
17 Std. ·
Liebe Erdogan-Anhänger in Deutschland,
nachdem wir nun mit großer Sorge beobachtet haben, wie unglücklich und unverstanden Sie sich hier bei uns fühlen, sind wir nach eingehenden Überlegungen zu der Überzeugung gelangt, dass es Ihnen nicht weiter zuzumuten ist, bei uns zu bleiben. Das Letzte, was wir möchten ist, dass Sie und Ihre Familien leiden müssen.
Sehen Sie doch mal... Sie fühlen sich hier unverstanden und von einer Geisteshaltung und Kultur bedrängt, die Sie nicht gutheißen. Sie dürfen hier ihre Töchter nicht in minderjährigem Alter verheiraten, Sie dürfen Ihrem Wunsch nach Todesstrafe und Presseunfreiheit nicht nachkommen. Sie müssen sogar fürchten, dass Ihre Meinung hier ungehört verhallt, weil sie niemanden interessiert. Es droht sogar, dass Ihre Kinder in Freiheit aufwachsen und für sich selbst entscheiden müssen, was sie wollen, sogar Ihre Mädchen und Frauen haben ein Recht darauf, gleichberechtigt, gebildet und frei leben zu dürfen.
Es wäre doch für Sie ein großes Unglück, wenn sie dieses Recht in Anspruch nähmen. Sie kämen doch gar nicht drumherum, Ihre Lieben wegen Ungehorsam und zur Erhaltung der Familienehre zu töten. Und das wiederum ist hier leider verboten, was wir auch nicht ändern werden.
Schauen Sie, das alles ist für Sie mit großem Stress behaftet, dem Sie vermutlich auf Dauer nicht standhalten können. Stress macht krank und unglücklich. Daher ist es doch nur hilfreich, dorthin zu gehen, wo Sie all das, was Sie für wünschenswert halten, auch leben können. Ihr Präsident wird Sie sicherlich mit offenen Armen empfangen, denn da er ganz viele böse Menschen bereits eingesperrt hat, und sie logischerweise auch hinrichten werden muss, sind ganz viele Wohnungen und Arbeitsplätze in der Türkei frei. Auch dürfte es für Ihre vielköpfigen Familien keine Unterbringungsprobleme geben, denn da die Deutschen in Ihrem Land keinen Urlaub mehr machen möchten (die anderen Europäer bestimmt auch nicht), gibt es viele große Häuser mit allem Komfort, die nun leer stehen.
Ihr Präsident kann alle Unterstützung brauchen, aber was nützen Sie ihm, wenn Sie so weit entfernt von seiner liebenden Hand dahinvegetieren? Ihr Präsident hat Großes vor, und nicht zuletzt möchten Sie doch sicherlich hautnah miterleben, wie die Türkei endlich zu dem wird, was Sie und Ihr Präsident sich sehnlichst wünschen.

Tun Sie also sich und Ihrem Präsidenten einen Gefallen, und kehren Sie in ihr Land zurück! Das wird für Sie und Ihren Präsidenten der schönste Moment des Lebens sein. Seien Sie da, wo Sie gebraucht werden und wo Ihrem Glück nichts im Wege steht. Besteigen Sie ein Flugzeug und in wenigen Stunden sieht Ihre Welt ganz anders aus.
Mich wundert, dass Sie da noch nicht selbst draufgekommen sind. Aber man sieht ja manchmal vor lauter Wald die Bäume nicht, besonders, wenn man gestresst ist.
Wir freuen uns, wenn Sie endlich wieder glücklich sein können. Und bedenken Sie das schöne deutsche Sprichwort: Jeder Abschied wird ein neuer Anfang sein.
Mit herzlichen Grüßen.
Ihr Deutschland ?
P.S. Vergessen Sie bitte nicht bei der Ausreise Ihren deutschen Pass, der sicherlich wie ein Dokument der Hölle in Ihren Taschen brennt, beim Zoll zurückzugeben. Der deutsche Pass steht für die verdammenswerte Demokratie, für Redefreiheit, Pressefreiheit und die Gleichheit der Geschlechter. Er ist bäh und stinkt nach Köter. Ohne ihn können Sie ohne Befleckungen Ihrem gelobten Land dort dienen, wo es am sinnvollsten ist... innerhalb seiner eigenen Grenzen.


Ich kann doch nicht in einem Restaurant meiner Wahl mit einer sehr vielschichtigen Speisekarte darüber abstimmen, ob im Lokal nebenan künftig vegetarische oder nicht vegetarische Speisen serviert werden sollen. R. K.


Sonntag, 16. April 2017

Freitag, 14. April 2017

Gedanken zum Karfreitag



Verratener Verräter
( „ und erlöse uns ...“)


Vater, lass diesen Kelch an mir vorübergehen“, damit ich nicht sagen muss: „ mein Gott, warum hast du mich verlassen“, wenn sie mich ans Kreuz geschlagen haben werden, als den König der Juden, den Sohn Gottes, den Erlöser.

Aber was heißt hier: „lass diesen Kelch an mir vorübergehen“; ich selbst werde es aufhalten, ich werde mich nicht verraten lassen.
Ich werde diesem Verräter zuvorkommen, ja ich werde ihn erst gar nicht zum Verräter werden lassen.

Wenn mich meine Brüder im Herrn nach dem Namen des Verräters fragen werden, werde ich ihnen nicht nur sagen, dass es Einer von ihnen sein wird.
Nein, sondern ich werde ihnen sagen, dass es Judas ist, dass Judas Iskariot der ( Auserwählte ??? ) ist, welcher mich mit dem Bruderkuss an die Häscher und damit dem Menschenrecht ausliefern wird.
Ich werde ihn verraten.

Und dann lieber Gott, dann werden sie ihn ans Kreuz schlagen. Und zwar seine Brüder im Herrn und er muss sich nicht selbst am nächsten Baume erhängen.
Dann werde ich auch nicht sagen brauchen: „mein Gott, warum hast du mich verlassen“ und der Kelch wird an mir vorüber gegangen sein.

Aber wird dann nicht Judas sagen können, ja müssen: „es ist vollbracht“ und wird nicht er ausrufen: „mein Gott, warum hast du mich verlassen“?

Wer wird dann für die Sünden der Menschheit am Kreuz gestorben sein, auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel und sitzen zur Rechten Gottes?

Und wer war dann:
Verräter...; Verratener...; Täter...; Opfer(lamm)...; Erlöser...; Sohn Gottes...???
Was ist dann:
Schuld und Sühne...; Erlösung durch den Kreuzestod...???

Ein Jeder nehme sein Kreuz auf sich...“

Ein Jeder verrate oder erlöse sich also selber.

Am Anfang wird mein Wort sein und ich werde sagen:
ich werde...“ und siehe ich werde sehen, dass es gut ist, war und sein wird.

Samstag, 8. April 2017

„Endlosschleife“

(in Anlehnung an die „Diskussion“ hier: http://politikparadox.blogspot.de/p/in-eigener-sache-2.html)


Lüge und Wahrheit, Ungerechtigkeit und Gerechtigkeit, Krieg und Frieden ist doch seit Jahrtausenden eine „Endlosschleife“! Woran liegt es, dass diese nicht – weder im Kleinen, noch im Großen - endlich durchbrochen wird?!

Wie im Kleinen, so im Großen! Aufklärung im Großen beginnt genauso damit, die Lügen - also die URSACHE an sich - und die daraus folgenden Konsequenzen und Wirkungen zu entlarven, wie dies im Kleinen geschieht. Also ist die Haltung, sich gegen die Lügen, die Ursache zu wehren das ausschlaggebende, oder?! Weshalb sollte man dann dabei relativieren?! Lüge bleibt Lüge, Betrug Betrug, Beleidigung Beleidigung, Krieg ist Krieg! Egal von wem und an welcher Stelle ausgeführt!
Und wenn „man“ dann „Kriege“ führt, ist es wiederum egal gegen wen! Man führt einen Krieg!
Wenn die einen nicht wissen, was sie tun, weshalb sollten es dann die anderen wissen?! Genau dies ist ja die „Wertung“ und Einteilung auch bzgl. des/der Menschen! Weil die einen glauben mehr zu wissen als die anderen, wollen sie auch die Richtung vorgeben. Ist kein anderer „Machtkampf“ als der, den die „Besitzenden“ gegen die weniger oder Besitzlosen führen.

Dies ist ja der große Irrtum zu glauben, es ginge um diesen oder jenen Menschen, um diese Person oder jene Person. Nein, es geht in der Sache darum, was ist Lüge und Betrug und der daraus resultierende Raub und Beutezug! Egal wer diese Lüge verbreitet, egal wer der Dieb ist. Da geht es nicht darum, wer „recht“ hat. Sondern darum, dass Recht Recht und Unrecht Unrecht bleibt. Und dies muss um „der Sache, des Rechts wegen“, nicht wegen der oder jener Person, auch so beim Namen genannt werden. Ansonsten hat und macht auch Aufklärung keinerlei Sinn.


Weil sich dann nichts ändern würde, außer dass jede Seite einen anderen Schuldigen für den Krieg erkennt und deshalb seinen Krieg als "Verteidigung" anführen würde. Und zwar weil es dann nur mehr darum ginge, welche der handelnden Personen recht, das größere „Wissen“, den größeren „Reichtum“ und damit die größere Macht hat. Da geht es dann eben nicht mehr um das Recht und Unrecht an sich. Sondern darum, wer die größere Macht hat und damit die Schwächeren unterdrücken kann!


Was und wem nützt ein größeres Wissen auf dem ein oder anderen Gebiet, als es die anderen haben?! Was genau nützt dies dann denjenigen, die nicht über ein solches Wissen verfügen?!

Die Frage ist also, was macht man mit einer „Macht“, welche man aufgrund eines (vermeintlich) größeren „Wissens“ hat?! Und genau so ist es mit den Mächtigen und deren Macht. Egal ob diese Macht nun aus deren „Wissen“ oder „anderem Eigentum“ besteht.

Und "Schuld" hat, wer damit - egal ob Lüge, Betrug, Raub, Krieg - beginnt! Dies muss zunächst mal erkannt und auch benannt werden. Damit die Ursache erkannt und beim Namen genannt wird. Sich daraus entsprechende Erkenntnisse ergeben. Und daraus wiederum andere, als bisherige Handlungen. Eine dieser anderen Handlungen wäre z. B. die Vergebung, wenn sich "der Schuldige" zu seiner "Schuld" bekannt hat. Damit wäre dann "die Schuld" und alles daraus resultierende aufgehoben.
Selbstredend nicht der dabei entstandene "Kollateralschaden". Die Vergangenheit lässt sich nicht mehr korrigieren, so traurig diese im "Einzelfall" auch ist. Aber ein "ganz anderer" Neuanfang wäre dadurch möglich. Für die Zukunft bedeutete dies ebenfalls eine ganz andere Ursache und damit ganz andere (Aus)Wirkungen.

Der einzelne Mensch nimmt nicht das Leben, das große Ganze so wichtig, sondern sich selbst und die/seine Zeit. Nur benötigt das Leben an sich, das große Ganze, „mich“ und auch jeden anderen, wie auch die Zeit überhaupt nicht, um zu sein, was es ist. Aber „ich“ benötige es, damit „ich“ Teil - in der jeweiligen Zeit - davon sein und Teilhabe erlangen kann. Wenn diese Priorität mal entsprechend Anerkennung finden würde und findet, dann und erst dann wird und kann sich gravierend (et)was (ver)ändern.

Würde sich jeder einzelne von uns als das ergänzende und notwendige Teil – in dieses Dasein in seiner Art und Weise zur jeweiligen Zeit hineingeboren, dem Leben an sich entsprechend – verstehen und nicht als hervor- und herausragendes Teil (mit mehr „Wissen“ oder anderem „Reichtum“) des Daseins sehen und verstehen, welches ja bereits auf einer Lüge gründet, dann gäbe es die anerzogenen und angelernten (BE)Wertungen in dieser Form gar nicht. Denn das Leben an sich (be)wertet nicht. Hat es auch gar nicht notwendig. Man würde wissen, dass man jedes einzelne „Teil“ zum funktionieren des „großen Ganzen“ benötigt. Und damit eben auch „jedes Teil“ seine entsprechende „Aufgabe, Funktion“ hat und seinen Teil zum Leben als "großes Ganzes" beiträgt.

Montag, 3. April 2017

Gerechtigkeit und Innovation

Merkel wirft SPD veralteten Begriff von Gerechtigkeit vor

Die CDU-Chefin Angela Merkel hat den deutschen Sozialdemokraten eine überholte Vorstellung von Gerechtigkeit vorgeworfen. "Sie reden von Gerechtigkeit - aber vergessen, dass Gerechtigkeit ohne Innovation nicht klappt", sagte die deutsche Bundeskanzlerin am Samstag auf dem Landesparteitag der CDU-Nordrhein-Westfalen in Münster. "Innovation und Gerechtigkeit muss es heißen."

Innovation heißt wörtlich „Neuerung“ oder „Erneuerung“.

Der Bundeskanzler besitzt nach Artikel 65 Satz 1 des Grundgesetzes (GG) die Richtlinienkompetenz: Er „bestimmt die Richtlinien der Politik und trägt dafür die Verantwortung.“ Er hat damit das Recht die grundlegenden Richtungsentscheidungen der Bundesregierung zu entscheiden.

Hätte Merkel gesagt „Innovation und Gesetzgebung“, dann wäre der Satz richtig/er! So aber behauptet sie, dass „Gerechtigkeit“ ständiger Erneuerung bedarf?!
Damit sagt sie selbst, dass alles was man bisher als „gerecht“ und „Gerechtigkeit“ gesehen, in Gesetze gefasst und verbindlich gemacht hat, NICHT dem tatsächlichen Recht und der Gerechtigkeit entspricht. Ja, ihrer Aussage zufolge gar nicht entsprechen kann, wenn es ständiger Erneuerung bedarf. Sie geht sogar soweit und setzt die „Erneuerung“ über die Gerechtigkeit!
Sie widerlegt damit sich und das Gerechtigkeitsverständnis ihrer Vorgänger selbst. Sie erklärt also, dass mit der Richtlinienkompetenz des Amtes das Recht und damit die Gerechtigkeit je nach Ansicht und Auslegung des Amtsinhabers, der Amtsinhaberin neu definiert werden kann?!
Demnach herrscht dann ständig Ungerechtigkeit! Denn weshalb sollte - nur aufgrund des Wechsels im Amt - wahrhafte Gerechtigkeit erneuert werden und durch was?!
Woran orientiert sich so ein Amtsinhaber, eine Amtsinhaberin dann aber im Bezug auf Gerechtigkeit?! An den sich ständig ändernden Äußerlichkeiten?!
Gerechtigkeit im Sinne des Lebens ist und bleibt aber Gerechtigkeit! Unabhängig der jeweiligen menschlichen Gesetzgebung, menschlichen Rechtsverständnisses und Auslegungen! Unabhängig der sich ständig ändernden Äußerlichkeiten!

Wenn es um die Macht geht, dann zählt Recht und Gerechtigkeit nicht! Auch nicht für eine Merkel.
Dann geht es um die Innovation, wie man sich an der Macht hält oder an selbige kommt!
Recht und Gerechtigkeit stören dabei nur. Und genau deshalb, weil es um den Streit im „Olymp der Götter“ geht, legt der „Sieger, die Siegerin“ im Nachhinein fest, was in deren Verständnis Recht und Gerechtigkeit ist!
Und genau deshalb kommt es zu ständigen Veränderungen in der Gesetzgebung! Weil nun das „neue Recht“ des Siegers, der Siegerin als „gerecht“, innovativ und als Gerechtigkeit verbindlich gemacht wird.