Mittwoch, 24. Januar 2018

"Ratlos"

Liebe Freunde*innen des Gesprächskreises, verehrte Leser*innen und Bekannte,
warum wähle ich Ratlos für dieses Posting?
Ich reihe mich nur in den Kreis politisch interessierterer Bürger ein, die zwar das momentane „Kasperletheater“ verfolgen, durchaus ihre Meinung dazu haben, aber auch nur als Einzelner keine Lösung haben. Man kann sich Gleichgesinnten anschließen, seine Meinung verbreiten, mehr aber nicht.
Deutschland hat am 24.9.2017 turnusmäßig nach gültigen Wahlrecht gewählt. Herausgekommen ist dieses Ergebnis, das nicht darauf ausgerichtet ist, das Leben der Menschen zu verbessern. Für mich ist es vollkommen egal, ob Jamaika oder nun Schwarz / Rot das Land weiter regieren. Ich für meinen Teil sehe, dass es Wichtigeres gibt, als über die Frage zu diskutieren, ob es nun wieder zur Groko kommt oder auch nicht. Ich glaube auch nicht, dass Neuwahlen mit diesem Personal Sinn ergeben. Was aber gar nicht geht und das muss uns Bürgern doch klar werden, ist nach einer Neuwahl oder eben der Neuauflage der Groko wieder vier Jahre zu jammern und wehklagen.
Ich würde den Weg einer neuen Bewegung gerne mitgehen. Eine neue linke Sammelbewegung, wie Lafontaine und Wagenknecht vorgeschlagen haben, sollte zumindest in der Breite diskutiert werden.
Sofort muss man eine ausschließlich linke Sammelbewegung in Deutschland aber aufgrund der Zerrissenheit der linken Bewegung realistisch betrachten.
Nur auf links zu schauen, wäre trotz guter Denkansätze, vermutlich zum Scheitern verurteilt. Darum erlaube ich mir auf die Ereignisse 1989 in der DDR hinzuweisen.
Dort veranlassten Menschen unterschiedlicher gesellschaftlicher Auffassungen die Wende. Allerdings ging das später, besser gesagt kurz vor dem Beitritt beginnend und danach vollendet gegenläufig des ursprünglichen Anliegens der DDR Bevölkerung aus. Es wurde der Begriff Wendehals reaktiviert. Für die alte Bundesrepublik ja nichts Neues, vergleicht man die Entwicklung der alten Bundesrepublik nach 1945 mit den Ereignissen nach dem Beitritt der DDR zum GG bezüglich der Gattung Wendehals.
Ich habe nun keine Lust mich nochmal mit der Rolle der Führungsriege der SPD zu beschäftigen, dazu gibt es genügend Einschätzungen in den Medien aber vor allen viel realistischer in den sozialen Netzen. In diesen Medien erfolgt die Vernetzung und der freie Gedankenaustausch( noch) viel besser und freier, nämlich ohne Zensur, wie in den Systemmedien üblich.
Neu ist allerdings die Rolle der Jusos in der SPD und da besonders des Vorsitzenden Kevin Kühnert. Für mich ist erst mal der Name Kevin keinesfalls negativ belastet. Wer Argumenten nicht folgen kann, neigt eben zum Spott, soll es ja geben.
Es ist auch falsch einen 28-jährigen abzusprechen nicht seine Vorstellungen und die seiner Organisation darzulegen. Auch das er noch Student ist, ist noch lange kein Argument in zu diskreditieren. Man kann junge Menschen erst dann endgültig bewerten, wenn sie später tatsächlich Berufspolitiker geworden sind. Siehe Spahn, Nahles, Göring Eckhardt oder Lindner.
Trotzdem ein paar Sätze zum Parteitag, die bestimmt nicht nur für mich interessant waren.
Dieser Parteitag war anders als gewohnt, er war keine durch inszenierte Veranstaltung. Er war auch keine Krönungsmesse für die „erfolgreichen Sondierer“. Mit kontroverser Debatte und Kampfabstimmung und allem drum und dran, war er bestimmt nicht im Sinne des Parteipräsidiums und den alten bekannten „Linksblinkenden“, wie der SPD Ministerpräsidenten, vermeintlichen Linken, wie Stegner, oder den bekannten Hans-Jochen Vogel oder den Vordenker Eppler, die eben immer wieder in der Vergangenheit das „Links blinken“, vergessen hatten und dann doch geradeaus bzw. rechts abgebogen sind. Deutlicher gesagt voll auf Linie des Neoliberalismus.
Erstaunlich doch wie die kontroverse Diskussion verlaufen ist.
44 % der Delegierten stimmten gegen die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen.
642 Delegierte waren stimmberechtigt. Nun zählt man mal die sogenannte Parteiprominenz dazu, von denen kein Einziger gegen die Aufnahme gestimmt hat, könnte man schnell die fehlende Zahl für die Gegner der Aufnahme ermitteln.
Es fehlten nur 43 Stimmen zur Ablehnung.
Zurück zu den Jusos. Es blieb den Jusos überlassen die rumorende Gegnerschaft in der SPD zu einer weiteren Großen Koalition unter Merkel substantiell zu vertreten. Das haben sie gut gemacht und dafür gebührt ihnen Anerkennung.
Und allen Menschen in diesem Land, die an eine Wende zum Besseren in diesem Land interessiert sind, sollten den Groko Gegnern in der SPD an der Spitze die Jusos die Daumen drücken. Unter diesen Gesichtspunkten sehe ich auch die Werbung der Jusos für neue Mitglieder. Es ist für mich eine Art Volksabstimmung im Kleinen.
Ich verstehe allerdings auch nicht die Kritik an Kevin Kühnert von Albrecht Müller.
„Der Juso-Vorsitzende hat in seiner Rede nichts zur inhaltlichen Profilierung beigetragen. Im Gegenteil, mit einem ausdrücklichen Lob für das Sondierungsergebnis und mit dem Herunterspielen der Bedeutung der inhaltlichen Positionen mittels seiner Anmerkungen über Spiegelstriche im Sondierungspapier hat Kevin Kühnert jenen einen Bärendienst erwiesen, die sich um mehr Inhalte bemühen.“
Ein Politikprofi, wie A. Müller muss doch wissen, dass man in 14 Minuten Redezeit erst mal nur das Hauptanliegen vortragen kann. Gemessen werden Kühnert und seine Jusos in der Zukunft, genau wie die von mir oben Erwähnten.
Im Moment geht es weiter mit dem Neoliberalismus, weiter mit dem Sozialabbau, weiter mit der Kriegstreiberei und Russenbashing, weiter mit der Anbiederung an die Lobbys, weiter mit der Armut, egal ob Armut allgemein, aber besonders Kinder und Altersarmut. Es wird weiter prekärer Beschäftigung geben, es wird weiter das Aufhübschen von Arbeitslosenzahlen geben. Wir werden weiter mit falscher Auslegung der Demografie berieselt werden, mit der angeblichen Verknappung von Facharbeitern usw..
Das geht weiter, mit oder ohne die SPD.
Deshalb wäre aber ein Nein der Basis der SPD zur Groko ein ganz kleiner Baustein, um doch einen Schritt zu einer humanen Marktwirtschaft zu kommen.
Da kommt aber schon das nächste Aber.
Da bin ich beim Punkt und der heißt AfD.
Mir wird ja vorgeworfen, dass ich ein Gegner der AfD bin. Dazu bekenne ich mich auch. Das heißt aber nicht, dass in einigen Punkten die AfD, genau so wie Pegida, wunde Punkte in unserer gegenwärtigen Situation trifft und ich diese unterstützen kann. Nur betrachte ich diese an für sich übereinstimmenden Punkte differenziert.
Die AfD nutzt die gegenwärtige neoliberale Politik gnadenlos aus, um letztendlich ihr rechtskonservatives Gedankengut, bei einer nicht auszuschließenden Regierungsbeteiligung rigoros durchzusetzen.
Schaut euch doch mal genauer die Führungskräfte an.
Beispiel Albrecht Glaser 42 Jahre Mitglied der CDU.
Hört euch doch nur mal seine Rede zur Vermögenssteuer an https://www.youtube.com/watch?v=A0PTk_H3LII
Ist nur ein Beispiel.
Hört man Glaser und Co., wäre ja Kohl ein totaler Verfechter des Sozialismus gewesen.
Hinterfragt mal seine Rolle als Stadtkämmerer in seine CDU Zeit in Frankfurt/ Main.
Glaubt ihr wirklich, dass Leute wie Glaser in Zukunft gegen die Rüstungsindustrie stimmen werden?
Man kann gut gegen die Flüchtlingsproblematik ankämpfen.Man kann jeden Tag gegen die mehr als schönen Begleitumstände polemisieren.
Wenn aber nicht grundsätzlich die Kriege unterbunden werden, die Landwirtschaft praktisch in diesen Ländern den Einheimischen entzogen wird, strategische Plünderungen von Rohstoffen gang und gäbe ist, wird sich eher die Flüchtlingsproblematik erhöhen.
Angst bei dieser o. g. Bundestagsdebatte kann man schon bekommen, wenn man den Gleichklang von CDU/ CSU/ FDP/ AfD verfolgt hat.
Da ja Dobrindt eine neue Revolution will, hätte er ja nach dieser Debatte das Lied
Wann wir schreiten Seit' an Seit' gemeinsam mit der AfD anstimmen können.
Nein, ich will nicht zynisch werden. Es reicht mir, schon wenn die Verräter der Arbeiterklasse, die Führungsriege der SPD sich trauen, dieses alte Kampflied für sich in Anspruch zu nehmen.

Glück auf

Ralf

Kommentare:

  1. Wenn die Menschheit sich nicht besinnt, nicht nur in Deutschland, stehen ganz schwere Zeiten bevor. Selbst Menschen, denen es noch gut geht, werden das zu spüren bekommen.
    Es muss etwas unternommen werden da hilft keine Groko, keine Neuwahl und auch keine Sammelbewegungen, wenn sie ihren Protest nicht spürbar werden lässt. Ich meine damit die Verlagerung auf die Straße.
    Gerade die Militärpolitik, von der Bundesregierung unterstützt, beschwört doch den Zerfall der internationalen Ordnung geradezu herbei. Wer Waffen liefert, Soldaten indirekt in Kriege verwickelt, braucht sich doch nicht über steigende Flüchtlingszahlen zu wundern.
    Probleme mit Flüchtlingen, die es spürbar gibt, dienen aber auch dazu um abzulenken, dass die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinander geht.
    Auf diesen Zug springt die AfD auf, indem sie diese teils untragbaren Zustände in den Fokus stellt.
    Auf die wahren Ursachen geht sie aber nicht ein. Das ist im Kommentar gut beschrieben. Ich sehe das auch so, aber viele unserer Mitbürger leider nicht.

    P. L. Will Forum

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  2. Ich zolle den Jusos Respekt für ihr Aufbegehren, mehr aber nicht.
    Ich bin da doch eher auf der Seite von Albrecht Müller.
    Im Vordergrund müsste doch die Hauptaufgabe sein, Wege aufzuzeigen, wie gegen einen Globalkapitalismus vorzugehen wäre.
    Es geht um die Wiederherstellung des Sozialstaates, wie er schon mal in der alten Bundesrepublik vorhanden war. Es geht um Niedriglöhne, befristete Arbeitsverträge, gerade für die junge Generation. Es geht gegen Privatisierungen, da vor allen im Bereich Daseinsfürsorge.Es geht gegen Altersarmut und um auskömmliche Renten. Es geht um das Gesundheitswesen, also die Bürgerversicherung. Es geht um die Flüchtlinge und der schonungslosen Ursachen Aufdeckung. Kein Wort darüber bei Kevin Kühnert. Er lehnt aber den Vorschlag von S. Wagenknecht und O. Lafontaine sofort ab, gemeinsam eben genau über diese Dinge zu diskutieren.
    Auch Kühnert merkt man an, dass er Nachwuchs einer SPD ist, die besonders mit der Agenda 2010 alles über Bord geworfen hat, für das diese Partei einmal gestanden hat.
    Da der Weg für Koalitionsgespräche, durch ein mehr als zweifelhaftes Abstimmungsverfahren, also vorsintflutlich ohne jegliche Überprüfung auf Nachhaltigkeit, nun also geebnet ist, gilt es für die Parteispitze nur noch eine Hürde zu nehmen: Den Mitgliederentscheid, bei dem die rund 440.000 GenossInnen über den Koalitionsvertrag steht an.
    Die Parteispitzen, die nur durch eine Groko ihren Lebensstandard sichern können, werden nun alle Register ziehen, um den Mitgliedern zu erklären, das alles nur im Sinne der Regierungsverantwortung zum Wohle des Volkes zu machen.
    Wo blieb die Abrechnung mit dem Vertrauensbruch und dem Verrat der Wähler der SPD?
    Wo hat das Kühnert zum Ausdruck gebracht?
    Ist er auf die halsbrecherische Wende der Führungsspitze eingegangen?

    Die Führungsspitze brach mit allem, was sie nach der Wahl über Monate hinweg behauptet hatte. Die Ablehnung der Groko, die Oppositionsversprechen, die Aussagen zur Partei-Erneuerung all das war glatt gelogen. Deshalb gehört die SPD Führungsspitze abgestraft.
    Wenn Kühnert das erkennt, kann er für einen Neuanfang werben, sonst bleibt alles beim Alten und der Stern der Jusos sinkt mit der alten Tante SPD.
    F. Köppel

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  3. Hallo F. Köppel und Mitlesende,
    Zitat - wenn Kühnert das erkennt, kann er für einen Neuanfang werben, sonst bleibt alles beim Alten und der Stern der Jusos sinkt mit der alten Tante SPD.
    Sehe ich doch genau so. Ich kannte K. Kühnert vor den Parteitag eigentlich nicht.
    Mein Ansatzpunkt zur Person K. Kühnert ist folgender:
    Der Parteitag in Bonn hatte eine vorbestimmte Tagesordnung und keine Grundsatzdebatte. Es ging lediglich um Ja oder Nein bezüglich der Aufnahme von Koalitionsverhandlungen.
    Unter Beachtung dieser Tatsache bewerte ich den Auftritt von K. Kühnert.
    Mein Eindruck dazu, er hat sich äußerst geschickt und clever als NOGOKROKO
    Befürworter verhalten.
    Machen wir uns doch nichts vor, wie im Vorfeld die Führungsspitzen ihre Landesverbände bis hin zu den Ortsvereinen massiv beeinflusst hat, um ihre Entscheidungen durchzusetzen. Mit diesem Wissen ist nach meiner Überzeugung K.Kühnert auf dem Parteitag aufgetreten. Bestimmt in seiner Meinung, aber auch unangreifbar, denn schließlich herrscht ja nach außen hin in der SPD Meinungsfreiheit.
    Verfolgt man die Sozialen Medien, erkennt man, egal wie man es bewertet, die Methoden, wie Delegierte ausgesucht wurden. In Hannover, so bei Twitter zu lesen,
    sollen noch kurz vor der Abreise zum Parteitag 9 Neinsager ausgetauscht wurden sein und dafür 9 Jasager in Bonn dann die Linie der Führungsspitze vertreten haben.
    Interessanter für mich jedoch das Bildmaterial von der Abstimmung im Fernsehen.
    642 Delegierte – 362 Delegierte stimmten mit Ja – 279 mit Nein und eine Stimmenthaltung.
    Nun reicht schon die Bildauswertung, wenn man sich mal die von den Kameras eingefangen Teilnehmern ansieht. Ich meine damit die Verursacher des Absturzes der SPD bei Wahlen. Zieht man diese Personen von den Befürwortern ab, muss jeder erkennen, dass die Führungsspitze eine grandiose Niederlage eingefahren hat. Mit dieser hat sie keinesfalls gerechnet.
    Zum Nachdenken dazu:
    Es mussten zweimal abgestimmt werden.
    Im Vorfeld haben die Führungsspitzen gedacht, dass die Handzeichen der Delegierten durch Augenmaß reichen werden.
    Falsch und nun kam die Wiederholung, die zumindest fragwürdig in der Methodik erschien. Bei einer so wichtigen Entscheidung mit dieser Methodik, bleibt beim Ergebnis ein unangenehmer Beigeschmack, entweder so oder so.
    Im Netz kann man das genauer nachlesen. Die Befürworter hatten knapp zwei Minuten Zeit ihren Arm für die Zählung zu heben, die Gegner nur 1 Minute 20 Sekunden. Die SPD setzt sich ja nun für Digitalisierung ein, vielleicht bevorzugt sie in Zukunft nachweisbare Methoden, die es ja geben soll.
    Zurück zum Juso-Vorsitzenden.
    Für mich hat er mit seiner Rede maßgeblich dazu beigetragen, dass dieses Abstimmungsergebnis so erzielt werden konnte.
    Nun werden die Mitglieder der SPD das letzte Wort haben.
    Ich bin da doch sehr gespannt, allerdings illusionslos, denn egal wie sich die Mitglieder entscheiden, die neue Regierung wird neoliberal bleiben. Egal ob als Minderheitsregierung oder nach Neuwahlen. Die Zerrissenheit ist ja nicht nur in der SPD zu erkennen, sondern auch beim Wähler. Ich sehe schon eine Koalition von Union/ AfD und notfalls, wenn es nicht reicht mit FDP. Ob das dann so gut wird, möge jeder für sich selber entscheiden.

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  4. Eine Frage an Ralf:
    Nur mal angenommen, die Mitglieder würden der so genannten "großen Koalition" eine Absage erteilen, was dann? Glaubst Du wirklich ernsthaft, dass sich dadurch irgend etwas ändern würde? Nur damit keine Missverständnisse aufkommen, auch ich lehne eine so genannte "große Koalition" ab, frage mich jedoch was das an den Zuständen in Deutschland ändern würde? Und ich bin mir sehr sicher, dass sich nichts, aber auch gar nichts ändern würde, außer die sichtbaren Personen vor der Kamera.

    Es ist doch nicht nur die Flüchtlings und die Armutsfrage, sondern das gesamte "Rechtsgefüge" gerät immer mehr und vollkommen unter die Räder.

    Was meine ich damit?

    Recht und Verursacherprinzip wird immer mehr vollständig ausgehebelt. Beispiele dafür neben den Entscheidungen von Frau Raute, der Dieselskandal, bei dem Audi sogar bis jetzt noch Abschaltvorrichtungen eingebaut hat, als ob es nie einen Skandal gegeben hätte, wie erst kürzlich bekannt wurde. Statt die Verantwortlichen mit Ihrem gesamten Vermögen haftbar zu machen, wird der schaden auf die Kunden abgewälzt. Genau so bei dem CPU Skandal, wo bis heute fehlerhafte CPU's verkauft werden, obwohl man seit Juni 2017 nachweisbar Bescheid wusste.

    Aber auch die vielen kleinen Dinge des Alltags werden nicht mal mehr hinterfragt. So das Pfandchaos, angerichtet von den Grünen. Einen solchen Mist hat es noch nicht einmal in der ehemaligen DDR gegeben!

    Gruß Peter Fischer

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    1. Hallo Peter,
      "Recht und Verursacherprinzip wird immer mehr vollständig ausgehebelt." Diese Frage stellt sich gar nicht, nach Deiner eigenen Aussage. Denn das Leben, Dasein ist unabhängig davon da. Und zwar so, wie es da ist.

      Sorry, aber fiel mir gerade, als ich meine Antwort an Dich abgesendet habe auf.

      Gruß Robert

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    2. Ich sehe weder im Posting und in der Antwort an F. Köppel, dass ich im gegenwärtigen System, bestimmt durch Parteien, egal welcher Farbe, irgendwelche mögliche Veränderungen sehe. Bestenfalls den Versuch über Sammelbewegungen etwas zu erreichen oder ein Nadelstich zu setzen, wenn die Basis der SPD die Zustimmung verweigert.
      Also dieses Parteisystem wird nie Veränderungen bringen, egal in welcher Konstellation. Die Frage bleibt nur, welche Veränderungen könnten mit friedlichen Mitteln erreicht werden? Was ich befürchte, ist eher ein Zusammenbruch des Systems. Das kann schneller kommen, als wir denken.
      Deutschland wird nie das Flüchtlingsproblem so wie bisher lösen können. Also ohne grundlegende Ursachenbeseitigung.
      Dazu äußerst interessant https://www.youtube.com/watch?time_continue=1&v=OOib_MI96zI
      Was mir auch noch mehr als Sorgen macht, bleiben unsere Beziehung zu Russland. Die Menschen werden systematisch auf eine militärische Konfrontation mit Russland vorbereitet und das 75 Jahre nach Stalingrad.
      Auch dazu lohnt es sich unter https://www.rubikon.news/artikel/angriff-auf-die-sowjetunion-kein-verbrechen-mehr
      zu lesen. Leider muss man aber feststellen, dass das systematische Russenbashing auch bei vielen unsere Mitbürger Wirkung zeigt.
      Wir müssen aber feststellen, dass wir als Normalbürger keine Patentlösungen haben, ein anderes Gesellschaftssystem zu bekommen. Ein Gesellschaftssystem, welches ich mit humaner Marktwirtschaft benenne.
      Glaubst du wirklich, dass andere CPUs der Bespitzlung Einhalt gebieten?
      Wer heute Technik benutzt, egal ob Computer, Smartphone, Autos, Fernsehgeräte, bestimmte Haushaltegräte wird so oder so zum gläsernen Menschen. Ich muss dabei immer an einen alten Kollegen denken, der war bei uns früher in der Firma Software Entwickler. Wenn wir uns heute treffen lacht er immer, wenn er an meinem Notebook arbeitet und meine Sicherheits-Apps sieht. Na gut, das wäre ein anderes Thema.
      Gruß Ralf

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  5. Wenn man sich im Netz allgemein, Gästebüchern des ÖRF, Kommentare auf Blogs und online Portalen von diversen Printmedien über die gegenwärtige Lage in Deutschland informiert, herrscht totale Unzufriedenheit vor.
    Ich möchte mich auch hier für die Kommentierung bedanken.
    Ich möchte ergänzend auf folgende Links hinweisen.
    https://kenfm.de/epochale-krise-der-sozialdemokratie/
    und auf http://politikparadox.blogspot.de/
    da besonders auf http://politikparadox.blogspot.de/2018/01/der-wahnsinn-hat-methode-die-sozis-sind.html
    so deutlich und offen der freie Journalist die Zustände anspricht ist bemerkenswert.
    Bernd L.

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  6. Welche Möglichkeiten wären denn denkbar, um überhaupt einen Systemwechsel, weg vom Neoliberalismus, auf friedlichem Weg zu erreichen?
    Meine Meinung dazu ist auch, dass dies nicht mit dem vorhandenen Parteiensystem zu erreichen ist. Auch eine Sammelbewegung unter Führung der Linken scheidet aus. Die Linke in Deutschland stagniert und wird genau wie die SPD in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.
    Ursprünglich standen Werte, wie Bürgersinn und Gemeinwohl vordergründig auf der Agenda linker Parteien. Bei der SPD klar aufgegeben und Hinwendung zum Neoliberalismus. Bei den Linken durch realitätsfremde Ansichten, gerade bei Flüchtlingen, niemals in der Bevölkerung durchzusetzen.
    Eine Sammelbewegung müsste erst mal ihre Ziele klar und deutlich für die Menschen im Land formulieren.
    Im Vordergrund dabei steht da als Erstes die nationale Ebene. Dazu gehört die Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums von oben nach unten, wobei da keine Gleichmacherei zu verstehen ist. Der Vorrang des Ausbaues der sozialen Systeme muss auch erst mal das eigene Volk erreichen.
    Dazu gehört auch die Realitäten im Bezug zur EU eindeutig zu klären. Diese EU kann nicht für sich reklamieren eine soziale Gleichmacherei gegen den Willen der Menschen durchzusetzen. Dazu fehlen ganz einfach die Voraussetzungen, wenn man sich ungeschminkt den Zustand und die Auffassungen der einzelnen EU Mitgliedsstaaten betrachtet, gerade auch in der Flüchtlingsfrage.
    Zu einer realistischen Flüchtlingspolitik muss ganz einfach Abschied von offenen Grenzen für alle gehören.
    Die von mir angedachten Bedingungen zum Wohle des Volkes macht sich im Moment die AfD zunutze und punktet bei den Wählern.
    Dass sie aber in Wirklichkeit stockkonservative Neoliberale sind, geht dabei unter und deshalb sollte der Wähler sehr aufmerksam gegenüber dieser Partei sein.
    Über SPD oder Union zu schreiben, spare ich mir. Ich möchte Herrn Kroiß nicht in Schwierigkeiten bringen, denn meine Meinung zu diesen Parteien würde unter Auslegung des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes durch den Gesetzgeber zu Schwierigkeiten führen können.
    Claudia45

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  7. @ Claudia45fragt: Welche Möglichkeiten wären denn denkbar, um überhaupt einen Systemwechsel, weg vom Neoliberalismus, auf friedlichem Weg zu erreichen?
    Diese Frage kann wohl keiner hier auf dem Blog beantworten, genauso wie in Foren und anderswo.
    Schließt man eine Revolution oder sogar einen Krieg aus, beides wäre ja sowieso nicht friedlich, bleiben dem Normalbürger nicht viele Möglichkeiten übrig.
    Der Normalbürger bleibt immer unter dem Tisch der herrschenden Klasse, dem Finanzkapital und muss mit Kuchenkrümeln leben.
    Der Krieg wäre allerdings wiederum nur das Instrument des Finanzkapitals, wenn sie nicht mehr weiter wissen und den Zusammenbruch ihres globalen Finanzsystems sehen. Im Vorfeld dieser Möglichkeit wird der Normalbürger darauf vorbereitet.
    Dazu wird der Russe als Feindbild aufgebaut. Wie Systemmedien funktionieren und als Instrument der gezielten Manipulation dienen zeigt uns Dirk Müller
    https://www.youtube.com/watch?v=3A6V9GHVivU
    sehr anschaulich.
    Eine Revolution würde auch in Deutschland niedergeschlagen.
    Also bleiben dem Volk nur die Kuchenkrümmel. Um die Menge der Kuchenkrümmel zu erhöhen, sehe ich u. a. die Abstrafung der Parteien. Bei der SPD haben es die Mitglieder in der Hand. Sollte nämlich keine Koalition zustande kommen, würde es auch die Union erwischen. Bei dann eventuellen Neuwahlen oder einer eher nicht zu erwartenden Minderheitsregierung, ist damit zu rechnen, dass auch die Union Kuchenkrümmel verteilen muss. Welche Menge das sein wird, bestimmen dann zwar nicht die Politiker, sondern wiederum das Finanzkapital.
    Sind so meine Überlegungen und Gedanken, die ja bekanntlich frei sind.
    Keinesfalls brauchen sie so zu stimmen. Vielleicht gibt es dazu tatsächlich alternative Lösungen, die realistisch sind und die ich nicht kenne.
    W.S. Der vom Sprengsatz

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  8. I have read so many content regarding the blogger lovers however
    this post is truly a good piece of writing, keep it up.

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