Montag, 13. November 2017

"Weise und andere Eliten"


Gerade entdeckt: https://www.taz.de/Arbeitszeit-in-Schweden/!5459426/

Kommentare:

  1. Wenigstens einer, der diese Ungeheuerlichkeit aufgreift und publik macht. Als ich die Forderungen der so genannten "Wirtschaftsweisen" gelesen habe, da dachte ich mir, meiner Meinung nach ( ich betone, meiner Meinung nach ), müssten für derartige in der Öffentlichkeit vorgetragene Forderungen sofort wieder Standgerichte und öffentliche Hinrichtungen eingeführt werden, damit die viel zu gut bezahlten Claqueure des Finanz- und Großkapitals auch mal wieder begreifen, dass es durchaus auch Grenzen gibt. Was mich jedoch ganz arg verwundert, ist, dass eine solche Unverschämtheit gar nicht mehr registriert wird. Weder die Mainstremmedien ( hatte ich von der Seite auch nicht erwartet ) noch andere, mit Ausnahme hier, äußern sich dazu. Die Hauptsache, Ralf Nietzschmann erklärt wieder mal den Kohleausstieg auf Grund von menschengemachter Erderwärmung. Was die Wärme durchaus so anrichten kann!

    Peter Fischer

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  2. Ich finde diesen Versuch der Arbeitszeitverkürzung bei gleichen Lohn sehr gut. Allerdings werden unsere Politiker uns sofort erklären, dass das nicht für Deutschland übertragbar ist. Ich denke dabei auch sofort an das Rentenmodel Österreich. Geht ja in Deutschland auch nicht.
    Nun werden ja die Rentner in Deutschland seit heute wieder beruhigt und dürfen sich auf eine Rentenerhöhung von über 3 % einrichten.
    Übrigens ist auch Schwedens Energiepolitik sehr fortschrittlich. Vermutlich haben die meisten Menschen in Schweden auch ein Gespür für die Klimaveränderung und wollen zumindest die Möglichkeit nutzen, was durch uns Menschen beeinflussbar ist.
    Vattenfall ist zum Beispiel als Vorreiter für die Durchsetzung der Umstellung auf EE auserkoren.
    Auf Deutschland übertragen ist zu sehen, dass Vattenfall seine Braunkohlensparte in der Lausitz abgestoßen hat. Nur bestimmte Politiker in Deutschland beharren nach wie vor, diese veraltete und nicht mehr notwendige Quelle der Stromerzeugung zeitlich nicht definiert aufrechtzuerhalten und verbreiten nach wie vor Lügen, zuletzt erst wieder Kauder heute im Morgenmagazin.
    Schweden will die Stromerzeugung bis 2040 vollständig auf regenerative Energien umstellen.
    Auch der ursprüngliche Plan 10 AKW zu bauen ist eigentlich vom Tisch.
    Im Energieabkommen wurde festgelegt, dass es weder direkte noch indirekte Subventionen für Atomkraft mehr geben soll. Der staatlichen Energiekonzern Vattenfall hat schon vor längerer Zeit einen AKW-Neubau verneint. Er ist zu teuer und nicht lohnend, im Vergleich zu Wind und Wasserkraft, welche ja hauptsächlich die Energieerzeugung in Schweden ausmachen sollen. Es bleibt auch dabei die AKW planmäßig vom Netz zu nehmen.

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  3. Werter Herr Nietschmann,
    wir haben uns anfällig eines Vortrags mit Franz Alt kennengelernt und einen sehr informativen Gedankenaustausch über die erneuerbare Stromgewinnung geführt. Gerade jetzt erinnere ich mich wieder an dieses Gespräch und habe auch nochmal ihre kontroverse Diskussion auf der Plattform bei Sprengsatz mit Erwin Gabriel nachgelesen. Ich bewundere nach wie vor ihre Standhaftigkeit im Bezug zur Erneuerbaren Energie. Ich bin ja eher ein Mann der Praxis und betreibe auf unserem Haus eine eigene Photovoltaik Anlage. Diese habe ich erweitert um einen dreiphasigen Stromspeicher und verbrauche nun den Strom der Anlage fast ausschließlich für den Eigenbedarf.
    Was ich nicht verstehe, ist die Starrköpfigkeit eines Teils der Wirtschaft, der Politiker und auch von Mitbürgern im Bezug zur fossilen Energieerzeugung.
    Meine Schwiegereltern 75/73 Jahre alt wohnen noch im eigenen Haus in Pödelwitz bei Leipzig. Mein Schwiegervater gehört aktiv zu den letzten der etwa noch 28 Hausbesitzer, die ihr Haus bis „zum letzten Bluttropfen“verteidigen wollen. Pödelwitz soll der Erweiterung des Tagebaus Vereinigtes Schleenhain weichen. Am vergangenen Sonntag kam es in Pödelwitz zu einer größeren Protestdemonstration, an der ich auch teilnahm. Die meisten der Anwohner aus Pödelwitz und Umgebung, hatten zu DDR Zeiten Verständnis für den Kohleabbau mit all den Folgen für die Betroffenen. Jetzt gibt es aber überhaupt kein Verständnis mehr, für die vollkommen unnötige Zerstörung der Natur. Deutschland braucht dies Energieerzeugung nicht mehr.
    Dazu hat ein grüner Landtagsabgeordneter mit Informationsmaterial des Umweltbundesamtes nochmal eindringlich darauf hingewiesen. Ich betone, es waren Zahlen des Umweltbundesamtes und nicht angeblich von irgendwelchen „Spinnern“.
    Es sollen Braun- und Steinkohlekraftwerke, die älter als 20 Jahre sind, nur noch ein Strombudget von maximal 4.000 Volllaststunden pro Anlage pro Jahr produzieren. Die ältesten und ineffizientesten Braunkohlekraftwerke müssen stillgelegt werden. Diese Stilllegungen sollten zusätzlich zu den bereits geplanten Stilllegungen erfolgen.
    Nun soll ja das Kohlekraftwerk Lippendorf nicht zu den dreckigsten Werken gehören, egal ob das so stimmt, gibt auch andere Aussagen darüber, zum Beispiel über den Schwefeldioxid Ausstoß. Dazu ist noch eine Klage anhängig. Die deutschen Gesetze sehen einen Grenzwert von 375 Milligramm pro Normkubikmeter für die Schwefelemissionen vor. Die EU-Regularien erlauben normalerweise Höchstwerte von maximal 200 Milligramm. Auch so was zum Nachdenken, genau wie auch hier der Rückzug von Vattenfall aus Lippendorf.
    M.f. G.
    Bernhard Spindler

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