Samstag, 28. Januar 2017

AW am So. 29.1.2017

Video: Vorschau auf "Können Sie Kanzler, Herr Schulz?"

29.01.17 | 00:26 Min.
Die SPD hat ihren Kanzlerkandidaten: Martin Schulz soll die Sozialdemokraten in den Wahlkampf führen. Doch wofür steht er? Der designierte SPD-Kanzlerkandidat Schulz stellt sich live den Fragen von Anne Will.
Weil die Kommentarfunktion im AW-Forum sehr begrenzt ist, stelle ich meine Gedanken zum aktuellen Thema hier ein.

Kann Schulz Kanzler? Natürlich kann er das. Die Besetzung der Regierungsposten war doch noch nie eine Frage des Könnens im Bezug auf die Sache und das jeweilige Amt! Wenn ein Wirtschaftsminister „dem Pack“ den Stinkefinger zeigend von heute auf morgen „diplomatischer“ Außenminister kann; wenn eine Assistenzärztin BMin für Arbeit und Soziales, aber auch Verteidigung kann (die Liste der kurzfristigen Amtswechsel lässt sich beliebig fortsetzen); dann kann Schulz wohl auch Kanzler.
Denn die Besetzung der Posten war bisher wohl nie eine Frage des Könnens im Bezug auf die Sachthemen. Sondern stets eine parteipolitische Klüngelei! Die Frage müsste lauten: Herr Schulz können sie die Richtlinien der – notwendigerweise zu ändernden – Politik bestimmen?!

Differenzen, sowie auch Übereinstimmungen in der Sache gibt es über alle Parteigrenzen hinweg! Aber die Differenzen zu überwinden, die Übereinstimmungen und zwar im Sinne des „Großen und Ganzen, der Zukunft“ dieses Landes herzustellen, war wohl nie der primäre Sinn der jeweils Regierenden. Ansonsten hätte man doch inzwischen schon längst die größten Probleme beseitigt. Müsste man nicht vor jeder Wahl erneut das Versprechen abgeben, dass man aber nun künftig für die Beseitigung und an der Lösung derselben arbeiten würde?! An deren Lösung man ständig durch den Koalitionspartner behindert wurde, welche man genau mit diesem lösen wollte?! 
Dies sind doch die öffentlich gemachten Äußerungen – den Wahlkämpfen geschuldet - der Regierungsparteien, egal wer dabei federführend und wer nur Partner war und ist!
Ein „Paar“, welches seine Probleme in der Sache nicht lösen kann und jeweils dem Partner die Schuld dafür gibt, ist auch ständig auf der Suche nach einem neuen, besseren Partner (obwohl man die ungelösten Probleme ja mitnimmt)!

Und deshalb, weil es stets nur um die Besetzung (die Befriedigung der eigenen Lust) von Posten und Ämtern und nicht um die Sache an sich ging und geht, genau deshalb kann ein Schulz auch Kanzler!

Und hier gehts zum Forum:

https://daserste.ndr.de/annewill/archiv/Forum-Koennen-Sie-Kanzler-Herr-Schulz,diskussionschulz100.html

Kommentare:

  1. „Weil die Kommentarfunktion im AW-Forum sehr begrenzt ist, stelle ich meine Gedanken zum aktuellen Thema hier ein.“
    Wie wahr, konnte ich persönlich wieder mal feststellen.
    Am 27.01. wollte ich Ersten Karl auf Seite 16 antworten. Warum dieser Kommentar die Kommentarregeln verletzt, verstehe ich nicht.Ich schildere lediglich meine persönlichen Erfahrungen mit Parteien und erkläre mein Wahlverhalten.

    Nicht freigeschaltet

    Ich stimme ihnen zu.Als langjähriger SPD Genosse, bin ich 2012 aus der SPD ausgetreten und zu den Linken gewechselt. Leider, Ausnahme die Gruppe um Frau Wagenknecht, wird auch dort keine Basispolitik gemacht. Die Meinungen der Mitglieder in den Ortsvereinen wird bestenfalls auf Regionalebene beachtet. Nun bin ich parteilos und werde es mit Sicherheit auch bleiben.
    Wer nun denkt, dass die AfD ein Allheilmittel in der Parteienlandschaft sein kann, sollte doch nur mal die Vorgänge in Koblenz genauer betrachten.
    Zur Wahl selber, habe ich eine andere Meinung. Ich werde zur Wahl gehen. Es gibt ja die Möglichkeit, sogenannte Andere zu wählen. Außerdem gibt es durch Bürgerinitiativen Bemühungen parteiunabhängige Direktkandidaten in Wahlkreisen zu nominieren.

    W. Schmidt

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  2. Über 1900 Kommentare bei Will und dabei eine Vielzahl von Meinungen, aber kaum Zustimmung zu Schulz. Im Gesprächskreis diskutieren wir gerade das Thema SPD und Schulz sehr kontrovers, manchmal sogar aggressiv. An so eine Diskussion in der Schärfe kann ich mich in all den Jahren nicht erinnern. Mein Freund Werner, der ja immer eher passiv nach 1990 derartige Diskussionen beobachtet hatte, sagte spontan zu mir, hast du derartige Diskussionen im letzten Lebensabschnitt überhaupt noch nötig?
    Ist was wahres daran und sollte zum Nachdenken führen. Ich weiß noch nicht, ob ich mich nochmal mit einen Posting an der Diskussion im Gesprächskreis beteiligen werde.
    Meine Meinung zu Parteien, zum Wahlrecht und vor allen zur SPD, habe ich mehrfach dargelegt und werde sie auch nicht ändern.
    Kurze Zusammenfassung meiner Auffassung :
    Die SPD und auch Schulz wissen genau, was schief gelaufen ist. Sie sprechen über Kinder, über Armut, über die Rente und Schulz weist sogar auf Neoliberallismus hin.
    Er nennt sogar die fatalen Auswirkungen.Zur Ehrlichkeit, oder einen Neuanfang, gehört aber auch die Erwähnung der eigenen Mitschuld dazu und die vermisse ich.
    SPD und auch Schulz, stellen sich nun plötzlich so dar, als seien sie seit 1998 in der Opposition und das ist für mich Verarschung der Wähler.

    Meine Auffassung, auch zu Schulz, finde ich unter
    http://www.volksstimme.de/deutschland-welt/politik/sahra-wagenknecht-wir-muessen-wissen-wer-nach-europa-kommt
    wieder.
    Um die ganze Sache etwas aufzulockern ein Hinweis auf
    http://www.der-postillon.com/2017/01/brillenfluch.html

    Ich habe im Will Forum einer Foristin Marie auf meine Kommentare geantwortet Seite 187 und 196. Ich weiß nicht, wie ich das einordnen muss. Wer ist nun diese Marie?

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    1. [[„Die SPD und auch Schulz wissen genau, was schief gelaufen ist. Sie sprechen über Kinder, über Armut, über die Rente und Schulz weist sogar auf Neoliberallismus hin.
      Er nennt sogar die fatalen Auswirkungen.Zur Ehrlichkeit, oder einen Neuanfang, gehört aber auch die Erwähnung der eigenen Mitschuld dazu und die vermisse ich.
      SPD und auch Schulz, stellen sich nun plötzlich so dar, als seien sie seit 1998 in der Opposition und das ist für mich Verarschung der Wähler.§]]
      Genauso sehe ich dies auch. Da muss er sich dann auch nicht wundern, dass er – egal von wem – keinen Vertrauensvorschuss bekommen wird und kann.
      Zu einem „Neuanfang“ gehört eben die Aufarbeitung der Vergangenheit. Wer lässt sich schon gerne eine „neue Speise“ auf einem „Teller mit faulenden Essensresten“ servieren! Solch ein „Speiselokal“ betritt man einmal und dann wohl nie mehr. Verlorenes Vertrauen erlangt man – was ja an sich schon sehr schwierig ist – nur dann, wenn man absolut ehrlich mit sich und seinen Fehlern umgeht. Diese muss man erkennen und benennen. Wer immer noch nach Ausreden und die Schuld bei anderen sucht, kann und wird kein (wieder hergestelltes) Vertrauen ernten können. Er beginnt seine „neuen Versprechen“ ja bereits wieder mit der Verlogenheit gegenüber der eigenen Vergangenheit! Und als Lügner auf ein wiederhergestelltes Vertrauen zu hoffen und zu bauen ist absurd.
      Aber dass diese Sendung "bewegt", zeigt sich an der regen Beteiligung im Forum.

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    2. Ich habe versucht, die ganzen Ereignisse u.a. zu einer Marie, hier und bei Politikparadox zu ergründen. Ich war entsetzt, was da alles zu lesen war. Ich habe es aufgegeben, mich noch weiter mit der Sache zu befassen. Nun fragen sie ja auch, wer ist nun diese Marie.
      Nach meiner Auffassung kann es die gewandelte Marie von der Wanda Müller Homepage nicht sein. Die Kommentare der Marie im letzten Will Forum fand ich gut.
      Hans W.

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  3. Wie wird Deutschland regiert?
    Das Sagen hat Merkel, wenn Schulz Merkel als Kanzlerin bezeichnet, die sozialdemokratische Politik betreibt, treibt es mir den Angstschweiß auf die Stirn.
    Merkel regiert durch Rechtsbruch und baut mit ihrer Regierung, also auch mit der SPD in Deutschland einen gewaltigen Zensur- und Einschüchterungsapparat auf. Wenn Schulz nun konsequent wäre, müsste er sofort seine Partei auffordern die GROKO zu verlassen.
    Er klopft aber nur Sprüche, weil er genau in dieses Raster passt, bewertet man seine Leistungen in der EU.
    Schulz hat in der Finanzkrise mit Schäuble praktisch auf einer Linie gelegen.
    Seine Einlassungen, haben u,a. Griechenland, Portugal, Frankreich, Italien in Angst und Schrecken versetzt.
    Untätigkeit, außer populistischer Darstellung auch im Zusammenhang mit der Flüchtlingspolitik.
    Einen eigener Standpunkt war nie zu erkennen, im Bezug auf echte sozialdemokratische Politik.Vereinbarungen traf er grundsätzlich nur für seine seine politische Formation, immer auf das eigene Fortkommen bedacht.
    Wir leben in einer Zeit in der sich Deutschland, Europa umorientieren müssen, weil es gerade auch mit der EU , auch ein Verdienst von Schulz, stetig bergab geht.
    Großbritannien reagiert mit den Brexit. In anderen Ländern stehen nationalistische Veränderungen an und was macht Deutschland?
    Einen gescheiterten, abgehalfterter Ex Parteivorsitzender wird das Auswärtige Amt übertragen.Was soll das bringen?
    In der heutigen Situation braucht Deutschland in diesem Amt jemanden, der mit den anderen Europäern und anderen führenden Vertretern spürbare Veränderungen für die Menschen herbeiführt.
    Wenn die SPD und auch Schulz diese Veränderungen wollten, wäre ein Ende mit Schrecken für die Groko unausbleiblich und sofortige Neuwahlen angesagt.
    Hans W.

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