Mein Freund ist wieder mal sehr verwirrt. Und zwar ob diverser Aussagen aus ein und derselben Partei, von Regierungsmitgliedern der CDU. Alles unter den Schlagwörtern Wohlstand, Freiheit und Frieden. Deshalb hat er sich auch von ChatGPT ein wenig Unterstützung geholt.
Um „unseren“ Wohlstand zu behalten, bzw. weiterhin zu vermehren müssen „wir“ mehr arbeiten, weniger Teilzeit und keinesfalls Work-Life Balance (Merz CDU).
Dann schauen wir mal, wie sich der Wohlstand in diesem Land verteilt. Wessen Wohlstand behalten und sich vermehren – DURCH MEHRARBEIT- muss und soll und wie sich dies auch künftig weiter entwickeln wird:
1. Top-100 der Reichsten (langfristig)
Die 100 reichsten Deutschen haben ihr Vermögen seit 2001 von etwa **263 Mrd. € auf rund 758 Mrd. € fast verdreifacht. Das entspricht einem Anstieg um ~188 % über knapp 25 Jahre.
2. Wachstum vor allem im Rückblick
Die Vermögen dieser Top-100 sind deutlich schneller gewachsen als das deutsche Bruttoinlandsprodukt im gleichen Zeitraum.
3. Jährliche Entwicklung der Milliardäre
Laut Daten (für 2025) stieg das Vermögen der deutschen Milliardäre um 30 % auf insgesamt etwa 723,7 Mrd. € (inflationsbereinigt).
Gruppe
Anteil am gesamten Nettovermögen
Top 1 % der Haushalte
ca. ≈ 25 – 27 % des Gesamtvermögens
Obere 10 % (Top 10 %)
ca. ≈ 60 – 61 % des Gesamtvermögens
Mittlere 40 % (Dezile 6–9)
deutlicher Anteil, aber weit unter dem der Top-10 %, genaue Prozentzahl variiert je nach Quelle
Untere 50 %
ca. ≈ 2,3 % des Gesamtvermögens
👉 Bedeutung:
Das heißt zum Beispiel: Die reichsten 1 % aller Haushalte besitzen mehr als ein Viertel aller Vermögen in Deutschland, während die ärmste Hälfte der Bevölkerung zusammen gerade einmal rund 2–3 % hält.
📌 Kernaussagen
✅ Wichtigster Profiteur des Wohlstands- bzw. Vermögenswachstums ist in Prozent gemessen die oberste Einkommens- und Vermögensgruppe.
➡️ Sie besitzen einen Großteil des Kapitals und haben durch Wertsteigerungen von Vermögenswerten besonders hohe Zugewinne.
✅ Mittelschichten profitieren zwar auch vom Wohlstand, aber nicht im gleichen Maße wie Oberschichten – insbesondere, weil Einkommen langsamer wächst als Vermögenszuwächse.
✅ Staatliche Umverteilung dämpft Ungleichheit, aber kann die deutlichen Unterschiede bei Einkommen und Vermögen nicht vollständig ausgleichen.
📌 Fazit
In Deutschland zeigt sich ein deutliches Gefälle beim Nutzen von Wohlstandsvermehrung:
Obere Einkommens- und Vermögensschichten profitieren relativ am stärksten (gemessen in Prozentanteilen des Wachstums).
Mittlere Schichten sehen moderate Vorteile.
Unterste Einkommensgruppen profitieren am wenigsten oder bleiben fast außen vor.
Die Staatskasse „profitiert“ ebenfalls stark durch höhere Steuereinnahmen bei Wachstum.
Also der Wohlstand der absoluten Mehrheit (ca. 90%) besteht darin, nicht obdachlos auf der Straße zu hungern. Sondern darin, ein Dach über dem Kopf, keinen leeren Magen und ein wenig Freizeit zu haben! Dafür arbeiten sie, laut Merz zu wenig!
So und jetzt kommt Kiesewetter, ebenfalls CDU und erklärt uns die derzeit tatsächliche Priorität, also die absolute Priorität für Deutschland und dessen Bevölkerung.
Da ist nicht mehr der Wohlstandserhalt und -vermehrung die Priorität und Ursache dafür, dass wir mehr arbeiten sollen und müssen. Sondern „unsere“ Priorität ist der Erhalt der Ukraine. Dafür sollen, können und müssen wir auch mal für ein paar Jahre auf unseren Wohlstandserhalt und -vermehrung verzichten?!
Was ne Aussage bei Lanz. Ob die CDU das wirklich so sieht wie Kiesewetter behauptet 🤷♂️ - YouTube
Wie die Wohlstandverteilung in der Ukraine aussah, bzw. nach dem Krieg aussieht wollte ich auch mal wissen:
Natürlich — hier ist eine übersichtliche, zahlenbasierte Darstellung der Wohlstands- und Einkommensverteilung in der Ukraine (inkl. wer prozentual am meisten profitiert bzw. wie ungleich die Verteilung ist), ähnlich zur vorherigen Darstellung für Deutschland.
🇺🇦 Wohlstands- und Einkommensverteilung in der Ukraine — Zahlen & Grafiken
Hinweis: Die Ukraine befindet sich seit 2022 im (Teil-)Kriegszustand, was wirtschaftliche Daten stark beeinflusst (z. B. Armut, Einkommensverteilung, Erwerbsstrukturen). Viele Statistiken beruhen daher auf Schätzungen, Haushaltserhebungen oder internationalen Schätzern.
📊 1. Einkommensanteile nach Bevölkerungsgruppen
📌 Einkommensanteil des obersten 10 %
In der Ukraine entfielen rund 21,7–21,8 % des Gesamteinkommens auf die obersten 10 % der Bevölkerung (nach World Bank Indikatoren).
Vergleich (zum Kontext):
In Deutschland liegt der Anteil der obersten 10 % bei deutlich höheren Werten (>25 %). (Zum Vergleich aus vorheriger Antwort)
📌 Anteil des niedrigsten 10 %
Der niedrigste Dezilanteil (untere 10 % in Ukraine) hielt etwa ~4 % des Gesamteinkommens, ähnlich wie in anderen Ländern.
📊 2. Gini-Koeffizient — Maß der Ungleichheit
Der Gini-Index misst die Ungleichheit der Einkommensverteilung (0 = perfekte Gleichheit, 1 = maximale Ungleichheit):
Ukraine – historisch niedriger Wert (~0,25–0,26 ) (bis 2020) bei World Bank-Daten (also eher moderate Ungleichheit)
Aktuelle Schätzungen (nach Krieg 2022) deuten auf eine starke Zunahme der Ungleichheit: Gini-Wert >0,40, was auf deutlich größere Einkommensunterschiede hindeutet (vor allem durch sinkende Einkommen unten und steigende oben).
👉 Kurz gesagt: Vor dem Krieg war die Ukraine relativ „gleich“ im internationalen Vergleich, aber die Ungleichheit ist durch den Krieg stark gestiegen (größere Spannweite zwischen Arm und Reich).
Und dies hat laut Kiesewetter nun absolute Priorität für „uns“?! Das vermehren der Ungleichheit aufrecht zu erhalten?!
📊 3. Vermögensverteilung (Schätzwerte)
Da es für die Ukraine keine so detaillierten Vermögensverteilungsdaten wie für Deutschland in öffentlich frei verfügbaren Quellen gibt, hier Schätzwerte aus Global Wealth Databook-Analysen:
Vermögenskategorie
Anteil der Bevölkerung
💸 ≤ $10 000 Vermögen
~76.7 % der Bevölkerung
💰 $10 000–$100 000 Vermögen
~21.2 %
💎 $100 000–$1 M Vermögen
~2 %
🪙 ≥ $1 M Vermögen
~0.2 % (Millionäre)
👉 Interpretation:
👉 Die große Mehrheit (≈ 3 von 4 Personen) besitzt äußerst geringe Vermögen – unter ca. $10 000.
👉 Nur ein sehr kleiner Teil ist wirklich vermögend (≥ $100 000), und Millionäre machen nur rund 0,2 % der Bevölkerung aus.
📊 4. Entwicklung und Trends der Einkommensverteilung
📈 Vor 2022:
Die Ukraine galt als vergleichsweise gleichmäßige Einkommensverteilung im europäischen Vergleich (Gini um ca. 0,25).
📉 Nach/seit 2022 (Krieg):
Ungleichheit steigt deutlich, da untere Einkommensgruppen real weniger verdienen oder Einkünfte verlieren, während oberste Einkommensgruppen (obere 20 %) trotz Krise oft ihre Einkommen halten oder steigern.
📌 Zusammengefasste Kernaussagen
✔️ Einkommensverteilung: Die obersten 10 % erhalten rund 21–22 % des Einkommens; das ist etwas niedriger als in vielen anderen Ländern.
✔️ Ungleichheit: Vor dem Krieg relativ moderat (Gini ~0,25), nach 2022 jedoch deutlich höhere Ungleichheit (>0,40).
✔️ Vermögen: Große Mehrheit sehr geringe Vermögen (< $10 000); sehr wenige Personen (> $100 000) und nur 0,2 % echte Millionäre.
✔️ Kleinere Mittelschicht: Schätzungen zeigen, dass der klassische „Mittelschicht“-Anteil sehr gering ist (offiziell oft < 10 %); viele betrachten nur einen geringen Teil als „stabilen“ Mittelstand.
Zu guter Letzt ist dann da noch der Außenminister Wadepfuhl, ebenfalls CDU, der vor kurzem erklärte, dass Putin und Russland „uns“ wegen der NATO NICHT angreifen wird, weil „wir“, die NATO, EU und Deutschland so stark sind?! Also der Russe der seit Jahrzehnten vor unserer Türe steht, tritt sie nun doch nicht ein – obwohl sie viele genau davor warnen -, weil „wir“ so stark sind?! „Unsere“ Freiheit und „unser“ Frieden dann wohl doch nicht gefährdet?!
Ich blicke bei all diesen Widersprüchlichkeiten nicht mehr durch.
Allerdings eines habe ich schon erkannt. Es gibt wohl überall dieselben Profiteure, die stets nur von der Mehrheit fordern, dass diese gefälligst mit mehr Arbeit und Einsatz für den Wohlstandserhalt – für wen eigentlich? - zu sorgen habe?!
💰 Vermögensverteilung
👉 Deutschland zeigt eine starke Vermögenskonzentration: Die reichsten 10 % besitzen mehr als die Hälfte des Vermögens.
👉 Für die Ukraine deuten Schätzungen auf sehr niedrige Vermögen bei der Mehrheit und eine extrem kleine Gruppe mit hohem Vermögen. → Das heißt: Vermögenskonzentration existiert eher in absoluten Zahlen (einige sehr reiche Eigentümer), aber die große Masse hat kaum Vermögen.
📌 Was bedeutet das praktisch?
✅ Deutschland:
Einkommen ist im internationalen Vergleich besser verteilt als in vielen Ländern.
Vermögen ist jedoch stark konzentriert – wenige Personen besitzen den Großteil des Reichtums.
✅ Ukraine:
Einkommensverteilung vor 2022 war relativ gleich; aktuell deuten Schocks (z. B. Krieg) auf höhere Ungleichheit hin.
Die breite Bevölkerung hat meist geringes Vermögen, während sehr reiche Einzelpersonen existieren – aber im absoluten Vergleich sehr wenige.
Sehr geehrter Herr Kroiß.
AntwortenLöschenWas wollen sie uns Lesern mit diesem Beitrag sagen?
Dass es ungerecht zugeht auf der Welt? Oder dass es immer wieder Menschen schaffen, sich mehr vom „Kuchen“ einzuverleiben als andere? Oder dass Regierungen gewisse Gruppen von Menschen bevorzugen? Oder dass es Kriegsgewinnler gibt, die sich die Taschen voll machen? Wissen wir doch wohl alle, wenn wir nicht hinter dem Mond leben, sondern ohne Scheuklappen unsere Erde mit allem was darauf kreucht und fleucht betrachten.
Ich habe zu meinem Renteneintritt meine ausgezahlte Lebensversicherung in drei verschiedenen Fonds angelegt.
Deutsche Aktien, weltweiter Rentenfond, weltweite Aktien und von Dez. 2007 bis Dez. 2015 einen Spekulationsgewinn von 191% erzielt. Habe alles stehengelassen und die Dividenden wieder angelegt nach Zahlung der Abgeltungssteuer. Und da liegt die Ungerechtigkeit begraben. Arbeit wird bis zu 42% versteuert plus Soli und Kirchensteuer. Bei einem Gewinn aus Geldanlagen wird nur diese Abgeltungssteuer abgeführt und dass sind immer nur 25% Steuer sowie die Kirchensteuer, je nach Land unterschiedlich entweder 8%, 9% oder 10%, berechnet von der zu zahlenden Steuer, bei 8% also nur 2% Abzug und 5,5% Soli von 25% sind weitere 1,375% abzuführen, zusammen also 28,375% Abgeltungssteuer, auch bei Milliardendividenden!
Daher ist es nicht verwunderlich, wenn Menschen, welche Geld auf die Hohe Kante legen, ohne weitere Arbeit reicher werden, weil das Geld „arbeitet“, eben Gewinn abwirft. Durch reine Arbeit ist noch kein Mensch reich geworden. Außer Goldschürfer, welche einen Sack Gold fanden oder ähnliches. Reich wird man durch Wissen, welches man Gewinnbringend anbringen konnte, wie in Silicon Valley, Reich wird man durch Handel mit Waren aller Art, wenn man es richtig versteht und kann, auch die Moral außer Acht lässt. Reich wird man auch durch Erbe.
Es ist logisch, dass die 100 Reichsten immer reicher werden, weil nicht sie alleine Arbeiten ( das tun sie meist sehr wohl und viel) sondern ihr Geld. Wer viel Geld hat und richtig einsetzt wird es immer vermehren können, außer Katastrophen aller Art, wobei es auch da wieder Gewinner gibt, die zur rechten Zeit am rechten Ort das Richtige anbieten und zu höheren Preisen verkaufen konnten.
Es ist auch logisch, dass sie schneller Reich werden als das gesamte dt. Bruttoinlandsprodukt, weil sie keine sozialen Sicherungssysteme bezahlen, außer den vorgesehenen. Im Bruttosozialprodukt sind aber alle Transferempfänger mit drin enthalten, was die Leistung ja mindert!
80 Jahre Bundesrepublik mit dieser Besteuerung und den sozialen Lasten begünstigt die Haushalte, welche mehr besitzen in steigendem Maße. Je mehr vorhanden, je mehr Zugewinn. Haben sie ja auch erkannt.
Mein Fazit ist ein anderes. Ab meinem 27. Lebensjahr habe ich für mich gearbeitet, vorher habe ich dafür gesorgt, dass meine Eltern Schuldenfrei wurden. Meine Arbeitszeiten waren oft 12 Std./Tag. Bei meinem letzten Arbeitgeber, wo ich 16 Jahre bis zur Rente arbeitete, habe ich im Durchschnitt der 16 Jahre 58 Std./Woche gearbeitet. Mein Verdienst entsprechend gut. Ich habe beizeiten Rücklagen gebildet und dafür gesorgt, dass meine Rücklagen sich vermehrten und davon ein Haus gebaut und abgezahlt, als eine Säule meiner Lebensabsicherung. Lebensversicherungen, welche damals noch lukrativ waren, war meine zweite Säule, die ich dann in Fonds umwandelte. Meine dritte Säule war und ist immer, eine gewisse Zurüclhaltung im Konsum aller Art. Ich muss nicht dass teuerste Auto haben, nicht die schönsten Urlaube, nicht die teuersten Kleider usw. Kurzum, ich lebe maßvoll und sorge vor! Außer beim Hauskauf habe ich nie einen Kredit aufgenommen. Gekauft wurde nur dann, wenn es notwendig war und Geld dafür vorhanden.
II
AntwortenLöschenViele Menschen konnte ich in meinem Leben feststellen, leben nach einer anderen Maxime. Zuerst der Genuss, dann dass Lamentieren, dass der Staat nicht genügend für einen bereithält. Für mich gilt: Ich bin der Mann, für alles Zuständig und Verantwortlich, wie ich es gestalte, so geht es mir. Der Staat wäre nur dann für mich zuständig in unverschuldeter Not, ob Gesundheit oder Katastrophen. Ich habe für meine Rente zu sorgen und auch für meine Pflege, wenn sie denn mal notwendig sein sollte.
Wie ist das Heute, weniger arbeiten wollen, nicht mehr 40 Std./Woche sondern 35 Std. Oder 4-Tage-Woche wird gefordert, man will ja nicht nur arbeiten, man will auch Freizeit! Wenn dann die Rente kommt, auch wegen der Demografie man nicht mehr genügend erhält, soll der Staat einspringen. Während der Arbeitszeit wollte man ja mehr leben! Die Allgemeinheit soll es dann bezahlen. Unser Staat hat leider in all den Jahren immer mehr Leistungen auf sich genommen. Mittlerweile ist er aber an einem Limit angekommen, wo die Ausgaben nicht mehr eingenommen werden können, ohne dass die Leistungsträger, die dies alles bezahlen sollen, sich als solche Verabschieden. In Teilzeit wird nicht nur von den Menschen gearbeitet, die anderweitige notwendige persönliche Verpflichtungen haben, sondern auch von solchen, die sich mehr gönnen wollen, sei es Geld und/oder Freizeit. Wenn dann die Rente kommt, sind es keine 1.000€. Schuld sind dann die anderen und der Staat muss einspringen. Er sollte aber nur bei denen einspringen, die nicht anders konnten und nicht bei denen, die es so wollten.
Wie sagte John F. Kennedy: Frag nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst.
Was Herr Kiesewtter sagte, kann ich nachvollziehen, da ich auch befürchte, dass die Ukraine erst der Anfang der Territorium Ausweitung Russlands sein soll. So hat es Präsident Putin ja selber verkündet. Und jetzt kann man sich fragen, warten wir, bis er ein weiteres NATO-Land angreift und da die USA lt. Trump Europa unsere Sache ist, müssten wir dann lt. Vertrag eingreifen oder unterstützen wir die Ukraine so lange, bis der Krieg dort ein Ende findet und sich nicht weiter ausbreitet?
Über Kriegsgewinnler, die es auch in der Ukraine, aber auch bei uns, gibt, schrieb ich schon.
Außenminister Wadepfuhl hofft darauf, dass Russland die NATO nicht angreift. Darf er auch bis zum Beweis des Gegenteils. Das liegt auch an Trump, wie er sich tatsächlich verhält. Wenn er den NATO-Vertrag weiter beibehält, wird Putin nicht angreifen, wenn er ihm signalisiert, ich bin raus, dann wohl ja. Und Wadepfuhl hofft. Muss er ja wohl auch als Minister im Gegensatz zu Kiesewetter als Hardliner!
Mit freundlichen Grüßen
Walter Neumann
Sehr geehrter Herr Neumann,
Löschenes freut mich sehr, dass Sie für sich und damit für ihr Land das taten und tun konnten, was Sie im Sinne dieses Ausspruch Kennedys für richtig fanden. Um es klar zu sagen. Ginge es mir nur um mich, dann habe und hätte ich keinen Grund über mein Dasein zu klagen. Auch das mit dem eigenen Konsum sehe ich nicht anders als sie. Es stellt sich nicht die Frage, ob es (in der Welt) Ungerechtigkeit gibt. Sondern wie man diese vorhandene verringern und im besten Falle beseitigen könnte. Denn auch dies steckt – nicht nur – in der Aussage Kennedys.
Aber Sie fragen ja, was ich mit diesem Beitrag sagen wolle?
Genau das, was am Anfang des Beitrags steht. Nämlich dass es - auch für mich - sehr verwirrend ist, dass gerade diejenigen, die sich genau dafür wählen ließen, berufen und nun auch verantwortlich fühlen (und selbstredend auch sein sollten) und in ihrer Machtposition nun auch sind so dermaßen unterschiedliche Aussagen trafen und treffen. Obwohl sie derselben Partei und Regierung angehören, dieselben Versprechen machten, um genau diese versprochenen Aussagen und Aufgaben zu erfüllen (dürfen). Sich dafür auch entsprechend honorieren lassen.
Wenn „die Kapitäne“ desselben Bootes, in welchem wir alle sitzen bei aufkommendem Sturm sehr unterschiedliche Ansichten und Erkenntnisse vertreten, wie wir alle gemeinsam sicher durch diesen Sturm kommen könnten, dann habe ich da erhebliche Zweifel, dass dies für alle gut gehen kann und wird.
Wenn dann auch noch die Prioritäten „der Kapitäne“ und die angebliche Lösung und sicherere Bootsfahrt so unterschiedlich sind, kann dies einfach nur dazu führen, dass man „Schuldige“ braucht, sucht und findet, wenn man nicht erkennt, dass man selbst dazu beiträgt und beigetragen hat, dass der Untergang des Bootes näher ist, als das rettende Ufer.
Und fast tagtäglich hört man, wer Schuld an den Problemen hat. Nämlich das Volk?!
Selbstredend trägt auch das Volk selbst mit dazu bei, dass es ist, wie es ist.
Aber „die Herrschenden“ sind und treten doch ständig dafür angetreten und ein, dass sie die Gesamtsituation für alle verbessern wollen und werden. Sie machen doch „die Regeln und Gesetze“, welche zur Lösung der Probleme führen (sollen)?!
Wenn wir uns nicht mehr nur in einer Zeitenwende, sondern in einem neuen Zeitalter (Merz) befinden, würde es da nicht mal Zeit dafür zu erkennen, dass die „alten Lösungen“ nicht wirklich dazu führten, was man erhoffte und versprach?!
Und jetzt will man sogar noch „ältere Lösungen“ – nämlich zu noch mehr Macht mit „entsprechenden Mitteln (Aufrüstung)“ – anwenden, um damit die Lösungen zu erbringen, die man bisher nicht erbringen konnte?! Obwohl man bereits immer schon die Macht dazu hatte?!
Darüber, wem Kriege dienen, wer Kriegsgewinner oder -verlierer ist, will ich erst gar nicht philosophieren. Da spricht die Wirklichkeit längst dafür.
Dies soll es einstweilen sein.
Mit freundlichen Grüßen
Robert Kroiß
Ein kleine Anmerkung noch zu „unserem“ Konsum- und Lustverhalten. Und Konsum ist eben auch primär oder immer Lust, in welcher Form auch immer und Lustbefriedigung erzeugt Kosten (auch wieder in welcher Forma auch immer) oder Verzicht.
LöschenIch spreche jetzt mal für mich. Als ich jung war, hätte ich es mir körperlich leisten können meinem Hobby Skifahren (nur ein Beispiel, z. B. dem Wunsch dies in Alaska zu tun) nachkommen zu können. Ist nur ein Beispiel von vielen. Finanziell allerdings war höchstens nur 2 -3 mal, jeweils 1 Tag über den ganzen Winter „nur“ das Sudelfeld, oder Reit im Winkel drin. Als Kind „nur“ der Schuttberg im heutigen Olympiagelände, wenn es genügend Schnee gab.
Heute könnte ich mir finanziell viel mehr leisten, auch Skifahren in Kanada, aber der Körper kann es (sich) nicht mehr leisten. Wir mussten schon früh Verzicht lernen und lernen es im Alter (gezwungenermaßen) wieder oder immer noch, was wohl auch „geprägt“ hat.
Dann wollten „wir“ auch immer, dass es unseren Kindern und Enkelkinder besser geht als uns und „wir“, als auch die gesellschaftliche Entwicklung, die „Gesellschaft“ hat das möglichste genau dafür getan. Demnach ging es uns unfreiwillig nicht so gut, wie wir es unseren Kindern wünschen? Weshalb sonst sollte man ihnen eine bessere Zukunft wünschen?
Nun, da es ihnen mehrheitlich tatsächlich „besser“ geht, sich also unser Wunsch eingestellt hat, wirft man ihnen vor, dass sie dies auch umsetzen wollen. Also die Ziele umsetzen wollen, die wir vmtl. auch hatten, aber nicht umsetzen konnten. Und deshalb an die nachfolgenden Generationen weitergaben. Auch weil es an der entsprechenden Entwicklung der Wirklichkeit noch mangelte.
Und es waren nicht nur die Wünsche der vorhergehenden Generation, sondern auch die Verheißungen (Wahlversprechen) derjenigen, die an die Macht wollten und dann auch kamen.
„Wir“ sollten also nicht so tun, als ob „wir“ daran unbeteiligt (gewesen) wären.