Mittwoch, 10. Oktober 2018

Hambacher Forst und Anne Will vom 7.10.2018

Mein Posting zum Thema:Hambacher Forst und Anne Will vom 7.10.2018
Ralf Nietzschmann für den Gesprächskreis und http://politikparadox.blogspot.de/ ,
http://robert-diegrossenreligionen.blogspot.de/
in Anlehnung an die
Nachdenkseiten (NDS)
http://www.nachdenkseiten.de/
Liebe Freunde*innen des Gesprächskreises, verehrte Leser*innen und Bekannte,
eigentlich hatte ich nicht vor im Gästebuch bei Will zu kommentieren. Alleine die Besetzung der Diskutanten, verriet im Vorfeld schon den erwartbaren Verlauf der Sendung, der überhaupt nicht den Anspruch erfüllen konnte, der den Herausforderungen der Energiewende nahe kommt.
Im Gästebuch gibt es ja auch verschiedene Kommentare, teils bis zur totalen Versessenheit, wenn es um die Energiewende geht. Den Vogel dabei schießt wiederum @ Westcoast ab.
Auch zu Hochzeiten des kalten Kriegs kam die Sowjetunion stets ihren vertraglich vereinbarten Lieferpflichten nach. Es grenzt schon an ausgemachter Dummheit Erdgas mit Fracking Gas zu vergleichen.
Erdgas liefert uns der Feind Russland, Fracking Gas unser Freund die VSA. Nichts neues bei @ Westcoast und Co.

Pipelines zum Transport sind nämlich schädlich, Tanker mit gefrorenen Fracking Gas unheimlich umweltfreundlich. Ironie aus oder Herr las Hirn regnen, sage ich mal als Atheist.
Zum Thema Gas kann ich immer wieder nur auf meine Postings zu Windgas hinweisen.
Die Umstellung auf Windgas ist und bleibt unter Beachtung einer notwendigen Zeitschiene möglich, wird aber aus handelspolitischen Erwägungen nicht erfolgen und bleibt ein wesentlicher Faktor im Rahmen der dezentralen Stromversorgung.
Ich gehe von folgenden Grundsatz aus:
Der Zeitplan des Kohleausstiegs wird vom Klimawandel festgelegt, nicht von den Interessen der Energiebranche. Wer heute immer noch vom durch Menschen zu beeinflussten Klimawandel ab rückt, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.
Da bin ich bei einem wichtigen Punkt.
Warum wird in der sogenannten sozialen Marktwirtschaft nicht die Energieversorgung sowohl für Privathaushalte aber auch für Industrie und Gewerbe nach dem Prinzip Daseinsfürsorge durchgeführt?
Die Großkonzerne wollen das nicht, da ihre Regeln bestimmt werden durch ausgesprochenes Profitdenken.
Mit Unterstützung der Politik halten wir Reserve Kohlekraftwerke vor, welche noch nie benötigt worden. Warum werden die Millionenkosten nicht für moderne Gaskraftwerke bereitgestellt?
Gaskraftwerke können bei Bedarf sofort zu aber auch wieder abgeschaltet werden. Außerdem ist es einem Gaskraftwerk vollkommen egal, welches Gas zum Betrieb benutzt wird.
Im Klartext diese Gaskraftwerke könnten eine gute Rolle spielen, bei zügiger Umstellung auch auf dezentrale Energieversorgung.
Der Vorteil der dezentralen Energieversorgung berücksichtigt natürlich auch ein auskömmliches Auskommen für die Betreiber, bleibt aber im Rahmen des jeweiligen Bedarfs am Standort.
Was überhaupt in der Öffentlichkeit keine Rolle spielt, sind die vielen Mosaiksteine, die im Rahmen u. a. der Kombikraftwerke deutschlandweit funktionieren und die Verbraucher zuverlässig mit Strom versorgen.
Wenige Beispiele willkürlich herausgegriffen.
Der Edeka-Markt Rees in Malterdingen setzt beim Bau der neuen Fotovoltaik-Großdachanlage erneut auf die Experten des baden-württembergischen Anlagenbauers WIRSOL. Dieses Mal wurde der Neubau des Edeka-Marktes am Standort in Malterdingen mit einer Fotovoltaik-Anlage ausgestattet. Der Standort wurde ausgewählt, da der Energieaufwand für Beleuchtung und Kühlung hier immens hoch ist. Der Eigenverbrauchsanteil liegt bei über 80 Prozent.
Außerdem kann der Edeka-Markt Rees nun seinen Vorsatz, seinen Beitrag zur Energiewende zu leisten, mit einer Vermeidung von CO2-Emissionen von über 91 Tonnen pro Jahr, umsetzen.
Natürlich ist dieser Markt noch netzabhängig. Stellt man sich aber einmal eine weitere Ausbaustufe mit Batteriespeicherung vor oder die Anbindung an ein Kombikraftwerk im Rahmen der dezentralen Stromerzeugung braucht dieser Markt mit Sicherheit nicht die unnötigen Stromtrassen.
Wie viel Edeka oder ähnliche gibt es in Deutschland?
WEMAG ansässig in Schwerin
Bereits seit 2010 ist die WEMAG im Mehrheitsbesitz der Kommunen im Versorgungsgebiet. Sie agiert ökologisch, fair, kompetent und unabhängig von Konzernen. Privatkunden und Gewerbekunden in wemio-Tarifen erhalten reinen Ökostrom. Ein beträchtlicher Teil davon wird schon heute in eigenen Ökokraftwerken produziert, deren Ausbau fortführend erfolgt. Bis 2020 sollen mindestens 50 Prozent der Haushaltskunden mit regenerativer Energie aus eigener Erzeugung versorgt werden, sei es durch Biomasse, Windkrafträder oder Fotovoltaik-Anlagen.
Auch interessant:
Seit dem Jahr 2014 betreibt das Energieversorgungsunternehmen WEMAG ein Batteriespeicherkraftwerk mit einer installierten Leistung von sieben Megawatt.
Mit Inbetriebnahme von „Schwerin 2“ hat das Batteriespeicherkraftwerk eine nominale Kapazität von 15 Megawattstunden und eine installierte Leistung von 14 Megawatt.
Interessant auch die Refinanzierung:
Die Leistung des Batteriespeichers wird am Primärregelleistungsmarkt angeboten. In einer Auktion werden wochenweise die Preise für die Bereitstellung der notwendigen Regelleistung (über 1250 MW für Deutschland, Belgien, Niederlande,
Frankreich, Schweiz und Österreich) ermittelt. Diese wird wochenweise je Megawatt Regelleistung vergütet und kann so den Betrieb des Speichers finanzieren.
Mit diesen zwei Beispielen wollte ich nur auf die Möglichkeiten hinweisen, die heute schon machbar sind und ohne weiteres auf Gesamtdeutschland zu übertragen wären.
Im Klartext, Deutschland ist keineswegs auf die großen Konzerne über Jahre hinweg für die Stromerzeugung angewiesen, erst recht nicht auf überdimensionierte Trassen und selbstverständlich auf Kohleverstromung.
Die Hochspannungsleitungen wären das nächste interessante Thema. Seit Jahren werden diese vernachlässigt und auf Verschleiß gefahren. Nun soll der treudeutsche Strommichelverbraucher diese Kosten auch noch übernehmen, angeblich um den produzierten Strom der Offshore-Windparks ins Inland zu transportieren.
Ich höre auf, wollte lediglich Denkanstöße vermitteln, schließe aber mit Bemerkungen zur Anne Will Sendung.
Auch diese Sendung war weiter nichts, um unterstützend für die vorgegebene Regierungsmeinung im Auftrag der Lobbys und Konzerne, zu wirken.
Alle Achtung für die überwiegend jungen Menschen, die seit Jahren ein Zeichen zum Erhalt unserer Umwelt gesetzt und sogar die Gerichte zum Umdenken gezwungen haben, sei es nun nur eine Fledermausart, aber immerhin. Sollte jeder für sich selbst beurteilen.
Selbst die Systemmedien müssen einräumen, dass die Vorgänge um den Hambacher Forst zum Umdenken weiter Bevölkerungskreise geführt haben. Ich begrüße es sehr, dass nun endlich auch viele meiner Mitbürger einen echten Ökostromanbieter als Versorger wählen.
Ach so kann man ein Zeichen setzen und die Abschaltung der nicht mehr benötigten Kohlekraftwerke zu forcieren.
Glück auf
Ralf



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