Montag, 25. Mai 2015

Was ist notwendig für Erkenntnis?



Was ist notwendig für Erkenntnis?

Probleme und Leid!

Wenn man dieses Prinzip kennt, kann man auch verstehen, warum die Masse eines Volkes, das kontinuierlich über Jahre im Wohlstand lebt, regelrecht „verdummt“ und leicht zu manipulieren ist.
Denn ohne Probleme und Leid, gibt es auf Dauer keine eigenständige Anstrengung mehr. Von Ausnahmen abgesehen, verrichtet die Masse ihre Arbeit stumpfsinnig und routinemäßig. Wie eben jede Arbeit, wenn man sie oft und lange genug ausführt, zur Routine wird.

So wird der Geist auf die Freizeit gerichtet, und auf das, was man sich leisten kann. Die Arbeit lastet nicht mehr aus, also richtet sich das Interesse auf die Vielfalt der reichhaltigen Angebote aus der Marktwirtschaft. Ein Existenzkampf gibt es nicht mehr, sondern es gibt nur noch eine Routinemäßige Arbeit, und eine Abwechslungsreiche Freizeit (je nach Lohn und Kapital). Etwas Anderes interessiert nicht mehr.

So lange unsere Politik diesen Zustand durch immer mehr Schulden aufrecht erhält, wird sich nichts ändern. Eine stumpfsinnige Masse, welche durch die Medien leicht zu beeinflussen ist.

Nebenbei müsste einmal gefragt werden, warum der Staat immer mehr Schulden machen muß?     
Ganz einfach, weil ein Teil dieser Masse längst übersättigt ist, und ohne neue Anreize, immer weniger kaufen und verbrauchen würde, und der andere Teil so wenig verdient, daß er sich nichts mehr kaufen kann. (Natürlich gibt es einen Teil dazwischen). Den armen Teil hält man ruhig - wie gelernt mit (Brot und Spiele) - Hartz IV und Fußball.  

Letztendlich ein langweiliges, eintöniges, vorprogrammiertes Leben, eingeengt in Vorschriften, Gesetze und Normen, welche für den „Normalbürger“ nicht zu durchbrechen oder zu umgehen sind.

Dieses ganze System der Marktwirtschaft beruht darauf, das Denken der Massen nur auf dieses EINE Leben zu konzentrieren, das reichhaltig ausgelebt und genossen werden soll.
Religion spielt keine Rolle mehr, und ist eine Begleiterscheinung für Dumme geworden. (Davon abgesehen, daß selbst in der Christlichen Kirche das Wissen über ein Karma und/oder eine Wiedergeburt längst abgeschafft wurde. Somit gibt es für diese Massen nur EIN Leben, das sie möglichst genießen und auskosten wollen – nach mir die Sintflut.
Dann gibt es noch die Aufforderung zum positiven Denken. Was ja vom Prinzip nicht falsch ist, doch wie alles im Leben, kann auch das positive denken in ein Extrem geführt werden, und dazu führen, daß das FALSCHE nicht mehr wahrgenommen (negiert) wird. Was wiederum zum Vorteil der Politik ist- denn die machen ja nichts Falsches – man muß das alles positiv sehen.

Es gibt Sonne und Regen (richtig und falsch, gut und böse). Regen läßt wachsen, Sonne läßt blühen und bringt Früchte hervor. Doch NUR Sonne, verbrennt, und läßt die Erde austrocknen. So verhält es sich auch mit dem NUR positiven Denken. Wer das Falsche nicht mehr wahrnimmt, der bleibt dumm, und gewinnt garantiert keine Erkenntnis. Aber auch das ist von der Politik gewollt!

Auf diese Art und Weise, denkt die Masse nur an sICH und sucht den Vorteil für sICH, im Bestreben, aus diesem einen Leben das Maximum für sICH heraus zu holen. Unterstützt durch das System der Marktwirtschaft. Wenn die Masse aber nur an sICH denkt, und das Falsche negiert und nicht wahrhaben will, gibt es keine EINIGKEIT im Volke. Auch das ist so gewollt! Die paar Nörgler sind nicht mehr als die Rufer in der Wüste – auf die letztendlich keiner hört.    
Wie es in der Bibel steht, wir haben BLINDE BLINDENFÜHRER. Die „blinde“ Masse wird von „blinden“ Politikern regiert, und daran wird sich nichts ändern, wenn sich die Masse nicht EINIG wird. Doch dazu bedarf es noch eine ganze Menge Probleme und Leid, bevor diese unbewusste Masse an ERKENNTNIS gewinnt.  

Nachtrag: 

Nicht zuletzt leben wir in einer Welt der Absicherung. Gegen so gut wie alles, was uns passieren könnte gibt es eine Versicherung. Was doch nur offen legt, welche Angst in den Massen steckt, auch mal einen Verlust und ein Leid ertragen zu müssen.

Dann haben wir eine Rechtsprechung, und wer genügend Geld hat, kann so gut wie jedes Gesetz durchbringen und so gut wie jeden Verklagen.
Was wir noch nicht verklagen können, ist die Erde die bebt, den Sturm der wütet, das Wasser das überschwemmt, die Sonne die austrocknet. Doch dafür haben wir dann die Versicherungen.

Wo sollte in solch einer Gesellschaft noch eine Erkenntnis herkommen?
 
Demetrius Degen
  
© Demetrius Degen –



5 Kommentare:

Robert Kroiß hat gesagt…

Das Paradoxe und in der Folge völlig unlogische Handeln an dem Denken, dass es nur ein zeitlich begrenztes Leben (DASEIN ist die eigentliche „Teilzeit“) gäbe ist ja, dass man dann dieses eine Dasein dann auf dem irrationalen Glauben und der Hoffnung eines ständigen, unbegrenztem und ewigen Wachstums aufbaut. Dass man sich während seines zeitlich begrenzten Daseins ständig darum bemüht, jede Menge an materiellen Gütern und „Eigentum“ anzusammeln. Und dies alles in dem Glauben, dass nach dem Tod, mit Ablauf der Zeit sowieso alles beendet, vorbei und all dieses „sammeln“ vergeblich war und ist?! Wozu und für wen sammelt man denn all diese Güter, den Reichtum und das „Eigentum“ auf „Zeit“?! Gerade dann, wenn sich Zeit nicht „ansammeln“ und aufsparen lässt?!
Ginge man einfach mal von dieser These als zutreffend aus, dann könnte, ja müsste man eigentlich logischerweise auch dieses Dasein ganz anders gestalten. Gerade unter dieser Prämisse ist es umso unverständlicher, dass sich eine „Handvoll“ Menschen innerhalb ihres begrenzten zeitlichen Daseins auf Kosten der Menschheit dermaßen bereichern und dadurch dieser Menschheit auch noch die „einzige Zeit“ willkürlich und maßgeblich beschneidet und verkürzt! Wo doch Niemand auch nur das Geringste an Materie, materiellen „Werten“ – auch in Form eines Körpers - „mitnehmen“ kann! Für wen also und für „welche Zeit“ - wenn man selber doch nur einmal da war und ist - wird da gesammelt und „aufbewahrt“?!

Das Streben und Bestreben nach einem immer längeren, zeitlichen Daseins bis hin zu ewigem Leben ist in der Menschheit ja schon seit den Anfängen der Menschheitsgeschichte vorhanden. Woher aber kommt dieses „sehnen“, „ahnen“ und danach streben, wenn es doch nach der These des „einmaligen Daseins“ gar keinen Sinn (nach mehr und später) macht?! Und es sind und waren immer bestimmte Kreise (Religionen, Geheimbünde, Zirkel, die Mächtigen, Herrschenden etc.), die darum „wussten“ und es für sich umzusetzen suchten. Die es aber auch immer vor der Masse der Menschen verheimlichen wollten und zumeist auch konnten. Kann man alles nachlesen. Deshalb strebten und streben sie ja auch primär immer nach „der Macht“ (die materiellen Werte kommen dann ganz von selbst und logischerweise hinzu, weil sie dann ja nicht nur Macht „verteilen“, sondern alles was eben mit dieser Macht verbunden ist) . Dadurch bestimmen sie auch, welche Kenntnisse und Erkenntnisse der Menschheit zu teil werden dürfen und welche nicht. Die Folge davon ist dann logischerweise auch die entsprechende „Verteilung“ der materiellen Werte und die Aufteilung der Erde.
Im Prinzip traten die Herrschenden schon immer an die Stelle „Gottes“, waren und sind die eigentlichen Religionslehrer. Denn sie verkündeten den Menschen ja, wie das „Dasein“ und damit letztlich das Leben zu gestalten sei. Sie bestimmen, was Religion [[ Religion (von lateinisch religio ‚gewissenhafte Berücksichtigung‘, ‚Sorgfalt‘, zu lateinisch relegere ‚bedenken‘, ‚achtgeben‘, ursprünglich gemeint ist „die gewissenhafte Sorgfalt in der Beachtung von Vorzeichen und Vorschriften.“) lt. Wikipedia]] ist. Sie machen die Regeln (Gesetze und Recht, Rechtsverständnis ihrem Sinne nach auslegend) und geben diese den Menschen vor, so wie „Gott“ dem Menschen seine 10 Gebote als Gesetz gegeben hat. Einen ersten, wie auch einen erneuerten Bund mit den Menschen eingegangen war (steht zumindest so in der Bibel, auf welche man heute noch die Eide schwören lässt)!

Fortsetzung folgt

Robert Kroiß hat gesagt…

Fortsetzung

Es wird – gerade mit und durch die Zeit - einfach nur immer deutlicher, dass im hier und jetzt, im Dasein alles auf einer Lüge der „Herrschenden“ aufgebaut ist! Dass sie an die Stelle „Gottes“ getreten sind, sich anbeten und Opfer darbringen ließen. Würde die „Wahrheit“ im Bezug auf das Leben bekannt, dann müsste man ja in ganz anderen Dimensionen denken und handeln. Da dies aber erhebliche Nachteile im zeitlichen Dasein für die Herrschenden brächte, wird „diese Wahrheit“ eben unterdrückt und geleugnet.

Und wenn dann Herrschende, wie z. B. unsere Kanzlerin von ihrer „alternativlosen“ Politik und Entscheidungen spricht, dann erübrigt sich ja auch das suchen nach einer „neuen, anderen“ Erkenntnis im Bezug auf das Leben. Denn diese Alternativlosigkeit gibt ja vor, bereits die höchste aller Erkenntnisse zu sein!

Aber selbst „das zeitliche Wissen, die daraus folgenden Erkenntnisse und der sich daraus ergebende scheinbare Fortschritt“ beruhen darauf, dass sich jemand mit „Problemen“ oder „Leiden“, die es im hier und jetzt gab und gibt, auseinandersetzte und nach „Lösungen“ suchte. Und diese „Lösungen“ bestehen dann eben auch nur in einer zeitlichen Absicherung. Denn eine Absicherung und einzulösende Versicherung gegen die Urangst des Menschen – nämlich den Tod – gibt es noch nicht! Aber genau diese Absicherung und Versicherung verspricht „das Leben“, das „Wort Gottes“.
Der Mensch glaubt und vertraut aber eben lieber den Heilsversprechungen der Zeit, Versicherungen und Versicherungsvertretern (als Absicherer und Versicherer des Daseins) als dem Leben. Dem „Ursinn“ seines Daseins, seinem innersten Sehen traut er nicht. Wobei genau das Leben bis dato das einzige ist, was bisher alle Probleme und Leiden überdauert hat. Ohne jede Versicherungspolice (wobei die religiösen Schriften und Erkenntnisse durchaus als Versicherungspolice des Lebens erkannt werden könnten. Auch hier muss man dann das „Kleingedruckte“ - mangels Offenbarung – lesen und einhalten. Ansonsten gäbe es auch hier, genau wie im alltäglichen Dasein keine Garantie und Haftung bei Nichteinhaltung der „Vorschriften“!

Gruß Robert

Anonym hat gesagt…

Hallo Robert,
worum es mir in diesem Beitrag in erster Linie ging, war die Tatsache, daß der Mensch zur geistigen Weiterentwicklung Probleme und Leid braucht.
Bibel: „Fleisch (Körper, Materie) gesinnt wird zu Fleisch, und Geist gesinnt wird zu Geist“.
Die Masse ist auf Grund der Medienbeeinflussung materiell gesinnt. So wird dann auch das Handeln der Massen durch das Begehren zum Erwerb von materiellen Gütern gesteuert. So wird der Mensch zur Marionette von Politik und Wirtschaft. Also unbewusst.
Der Geist es Menschen ist aber zu kontrollieren. Durch diese eigenständige und absichtliche Kontrolle kann der Geist vom materiellen Begehren für sICH zurück gezogen, und auf die Sehnsucht nach geistiger Erkenntnis und Verständnis vom Leben (oder auf einen Gott) gerichtet werden.
Das geschieht aber in den meisten Fällen nur durch Probleme und Leid im Materiellen Leben. So lange der Mensch noch sein Vergnügen darin findet – Geld zu scheffeln und auszugeben, wird er sein Denken nicht ändern.
Die wirklich großen im Geiste, hatten nie ein einfaches Leben, sondern viele Veränderungen, „Schicksalsschläge“ und Probleme zu bewältigen. Sie wurden vom Leben regelrecht „gezwungen“ den Kopf einzuschalten und SELBST zu denken.

Grüße,
Demetrius

Robert Kroiß hat gesagt…

Hallo Demetrius,

mir ist schon klar, worauf Du hinaus willst. Aber mir fiel als erstes die Parallelität Deines Beitrags zum Dasein und dem widersprüchlichen Denken und Handeln im Bezug auf das „eine Leben“ auf.
Dass sich der Mensch weder des Lebens, noch seines Seins bewusst ist, solange er nicht in der Lage ist, Probleme und Leid als „Geburtshelfer“ ( Zu dem Weibe sprach er: Ich werde sehr mehren die Mühsal deiner Schwangerschaft, mit Schmerzen sollst du Kinder gebären; und nach deinem Manne wird dein Verlangen sein, er aber wird über dich herrschen. 1. Mose 3.16 ) für sich selbst zu sehen, ist schon klar. Wer die Schuld für Probleme und Leid stets bei anderen sucht, erlebt zwar die „Wehen“ mit, aber er gebiert nicht, da es sich dann um eine „Scheinschwangerschaft“ handelt. Hier wird auch ständig „neues Wissen“ geboren, aber die Probleme trotzdem nicht gelöst. Weil es sich eben um ein „Scheinwissen“ handelt. Und ein „Scheinwissender“ scheint eben immer noch „klüger“ als die unwissende, unbewusste Masse. Deshalb glaubt man ja auch der Wissenschaft und den Wissenden, was sie eben dann zu den „Herrschenden“ und „Auslegern“ des Daseins macht. Weshalb man ja auch ständig von der notwendigen Bildung spricht. Einer Bildung, wie sie diese aber als der Weisheit letzten Schluss sehen. Mit der dann Studierte, Professoren, Ingenieure und andere hier als „Gebildete und Vorbilder“ Angesehene dann als Taxifahrer, Minijobber und Teilzeitbeschäftigte ihr Dasein fristen! „Vornehm (und gebildet) geht die Welt zugrunde“!
Außerdem haben wir hier dann wiederum die Parallele zum Dasein und der Wirklichkeit. Das „Ertränken und verdrängen wollen“ der Probleme mit und in der Ausübung von Lust, schafft aber eben nur kurzfristig Ablenkung, scheinbar Linderung und in der Nachwirkung aber noch größere und weitere Probleme (Katerstimmung)!
Ja, man könnte viele Seiten, wohl ganze Bücher schreiben. Aber es wurden und sind schon so viele Bücher (voll der Wahrheit) geschrieben worden. Und so würde wohl auch ein weiteres Buch nichts daran ändern, wenn man nicht gewillt ist oder eben auch noch nicht kann, sich „diesen Wahrheiten“ der schmerzhaften Geburt zu stellen.
Wir Beide würden uns wohl im schreiben eines Buches sehr gut ergänzen, stelle ich immer wieder fest.
In diesem Sinne, schreiben wir halt hier immer mal wieder :-)
Gruß Robert

Anonym hat gesagt…

Hallo Robert,
Deinem Betrag habe ich eigentlich nichts hinzu zu fügen. Wie Du ja selbst schreibst, wir sind uns weitestgehend einig. (Aber den Spruch Mose 3.16 kannte ich noch nicht. Ich kenne diesen Spruch aus dem Thomas Evangelium: [2] Jesus sagte: Wer sucht, der soll nicht aufhören zu suchen, bis er findet; und wenn er findet, wird er erschüttert sein; und wenn er erschüttert worden ist, wird er sich wundern und wird über das All herrschen.) Der Nachteil unserer „Einigkeit“ ist, daß es zwischen uns nicht viel zu diskutieren gibt. Vielleicht finden sich ja noch Leser, die Fragen oder Gegenargumente haben.
Grüße, Demetrius