Dienstag, 21. April 2015

Günther Jauch am So. 19.4.2015


http://daserste.ndr.de/guentherjauch/aktuelle_sendung/Das-Fluechtlingsdrama-Was-ist-unsere-Pflicht,fluechtlingstragoedie100.html

Unbedingt dazu ansehen:https://www.youtube.com/watch?v=CD4n3Pxwvfg&feature=youtu.be

Versuch einer Nachbetrachtung zur gestrigen Sendung, in welcher Menschen, fernab und in erheblichen Wohlstand lebend, über das Leben und Sterben Ihresgleichen „diskutierten“.


Beginnen will ich mit dem Ende der Sendung, in welcher ein scheinbar überraschter Moderator noch zum Besten gab, dass es hochemotional in einer Sendung zuging, in welcher es um Leben und Tod von Menschen geht?! Was hatte er eigentlich erwartet?! Dass es so kalt und herzlos um dieses Thema gehen sollte, wie es ein Roger Köppel und ein Hans-Peter Friedrich angingen?!

Womit ich bei deren „Argumentation“ bin.

Da spricht „man“ ja des öfteren gerne vom „Haus“ Europa. Vor allem auch vom gültigen Recht und Gesetzen. Ohne dazu zu sagen, dass es sich dabei um das Recht des Stärkeren handelt. Denn wer, wenn nicht die „Starken“ machen diese Gesetze und somit das zum Recht, was sie als Recht verstehen?!




Nun will ich das Beispiel mit dem „Haus“ - bezogen auf die Welt und die Menschheit - mal ein wenig anders aufgreifen und auf die gestrige Sendung anwenden.



Da baut „man“ gemeinsam ein „Haus“ mit Brandschutzvorschriften. Man verdient sich dumm und dämlich daran, dass man sämtliche, notwendigen Dinge gemäß dieser Vorschriften den Menschen in diesem mehrstöckigen Haus aufs Auge drückt.



Man hat auch für „Unfälle“ vorgesorgt. Mit entsprechenden Notfallplänen, welche in Gesetze geschrieben und als Recht ausgegeben werden.



Jetzt bricht in den oberen Stockwerken dieses „gemeinsamen Hauses“ ein Feuer aus. Menschen kommen und sind in Gefahr Leib und Leben zu verlieren.



Dafür hat man aber ja die „Feuerwehr, Sprungtuch, die Notärzte, Krankenhäuser, Helfer aller Art“ usw., um bei Bedarf für Hilfe zu sorgen.



Jetzt mal zu Köppel und seinen (von mir auf die Quintessenz reduzierte ) Aussagen auf dieses Beispiel mit dem „brennenden Haus“ angewandt.

„Wir können nicht alle retten“! Das verbietet uns schon das geltende „Recht“! Die Schweiz, Deutschland sind Rechtsstaaten. Europa eine Vereinigung von Rechtsstaaten.



Köppel schlägt vor, nur diejenigen zu retten, welche es schaffen in das „aufgespannte Sprungtuch“ zu springen, weil man ja nicht alle retten kann.

Jetzt gab es bis Ende 2014 die Möglichkeit, dass die „Feuerwehr mit ihrem Sprungtuch, als auch die Notärzte, all die notwendigen Helfer“ bis an das brennende Haus heranfahren konnten, um alle von diesem Brand gefährdeten Menschen zu retten.



Weil wir aber „nicht alle retten“ können, schlägt Köppel nun vor, die Feuerwehr, Notärzte und Krankenwagen, die Helfer nur mehr bis zur angrenzenden Seitenstraße fahren zu lassen.

Und es soll auch nur mehr gerettet werden, wer es mit einem rettenden Sprung aus dem brennenden Haus (am besten direkt in das aufgespannte Sprungtuch) zu den dort wartenden Rettern schafft. Damit aber auch wirklich nur all diejenigen gerettet werden, deren „Wohnungen“ in diesem mehrstöckigen „Haus“ bereits Feuer gefangen haben und lichterloh brennen, macht Klöppel noch einen entsprechenden Vorschlag.



Damit nicht auch noch diejenigen, welche unterhalb der brennenden Wohnungen leben, auf den Gedanken kommen, sich aus einem „brennenden Haus“ zu retten, plädiert Köppel dafür, die Feuerwehr und die Helfer überhaupt nicht mehr dorthin zu schicken. Den Hauseingang von außen zu verschließen, bzw. zu verriegeln. Und nur mehr ein „Sprungtuch“ in der Seitenstraße bereit zu halten.



Denjenigen, die es bis dorthin schaffen, gesteht selbst ein Köppel, als auch ein Friedrich das Recht auf Hilfe zu!

Er, als auch Friedrich vertreten ein Denken eines kapitalistischen Systems, welches als „Brandbeschleuniger“ Mitversucher des Brandes ist!

Köppel´s, als auch Friedrich´s „Religion“ ist der Kapitalismus und ihre Lehre und Verkündigung ist die Heilslehre des Gottes Mammon! Da hat Menschlichkeit und Emotion keinen Platz!
Deshalb auch die Angriffe Köppel´s auf einen menschlich und emotional argumentierenden Heribert Prantl!

Diese Sendung strahlte, bis auf die emotionalen Einwürfe von Prantl und Maya Alkhechen, bis zum Zeitpunkt des Auftritt´s von Harald Höppner eine Eiseskälte gegenüber der Mitmenschlichkeit und den Mitmenschen aus, welche nur noch durch den zynischen Populismus und die Abgestumpftheit eines Köppel´s überboten wurde.

Und das ist das "Geschwätz" der "verantwortlichen Politiker" von vor über einem Jahr: 


 http://www.spiegel.de/politik/ausland/lampedusa-mehr-als-hundert-fluechtlinge-sterben-schiffsunglueck-a-925999.html








"Wieviel mehr Menschen müssen sterben, ehe gehandelt wird?", fragte der maltesische Regierungschef Muscat am Abend vor der Presse. "Malta und Italien arbeiten zusammen, und kommen sich in diesem Vorhaben ziemlich verlassen vor. Dies ist ein europäisches Problem."
Zuvor sagte EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström in einer Mitteilung, sie habe mit "Trauer und Sorge" die Rettungsoperationen verfolgt. "Diese erneuten schrecklichen Ereignisse geschehen, während wir noch die Tragödie von Lampedusa vor Augen haben."


Ska Keller: EU-Kommission und Mitgliedsstaaten haben schon 2013, als das letzte große Unglück vor Lampedusa war, versprochen, dass sich alles ändern wird. Passiert ist nicht viel, ausgenommen Mare Nostrum. Das Seenotrettungsprogramm war aber eine rein italienische Sache und wurde im Herbst 2014 wieder eingestellt. Es gab keinen politischen Willen der anderen EU-Staaten, das zu unterstützen.
„Wir brauchen einen europäischen Flüchtlingsgipfel – das Drehen an einzelnen Schrauben allein hilft jetzt nicht weiter“, sagte die CDU-Vizevorsitzende Julia Klöckner der „Welt am Sonntag“. Frankreichs Premierminister Jean-Marc Ayrault forderte die EU-Staaten zur Diskussion über die Kontrolle der Seegrenzen auf. Italien verlangte erneut mehr Unterstützung aus Europa und erwägt Gesetzesänderungen.

EU-Außenminster wollen Konsequenzen ziehen

Die EU-Außenminister wollen am Montag bei ihrem Treffen in Luxemburg über Konsequenzen aus der neuen Flüchtlingstragödie beraten. "Solch grausame Verbrechen erfordern eine europäische Antwort", sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) in Berlin.

Italien, Deutschland und die EU Politiker fordern Konsequenzen aus Lampedusa-Unglück

5. Oktober 2013, 13:32 Uhr
Nach dem Schiffsunglück vor Lampedusa, bei dem schon über 100 tote Flüchtlinge geborgen wurden, scheint Europa sich einig zu sein: Die Flüchtlingspolitik muss geändert werden.
Die EU-Kommissarin für humanitäre Hilfe, Kristalina Georgiewa, mahnt nach dem jüngsten Schiffsunglück eine Änderung der europäischen Flüchtlingspolitik an. "Wir Europäer müssen nicht nur die Herzen und die Geldbeutel offen halten, sondern auch unsere Grenzen", sagte Georgieva der Tageszeitung "Die Welt". Die EU basiere auf Solidarität. "Das bedeutet, dass wir Menschen willkommen heißen müssen, wenn sie unsere Hilfe brauchen", sagte Georgiewa.

Friedrich: Schleuser stärker bekämpfen

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) fordert schärfere Maßnahmen gegen Schlepper. "Fest steht, dass wir noch stärker die Netzwerke organisierter und ausbeuterischer Schleusungskriminalität bekämpfen müssen", sagte Friedrich der "Welt am Sonntag". "Die Schleuser-Verbrecher sind es, die die Menschen mit falschen Versprechungen in Lebensgefahr bringen und oftmals in den Tod führen."
5. Oktober 2013Sigmar Gabriel fordert Bundesregierung soll Elend auf Lampedusa mildern
SPD-Chef Sigmar Gabriel forderte die Bundesregierung auf, sich dafür einzusetzen, das Flüchtlingselend auf Lampedusa zu mildern. "Was auf Lampedusa passiert, ist eine große Schande für die Europäische Union", sagte er der "Bild am Sonntag" laut Vorabbericht. "Wir müssen den riesigen Strom von dort ankommenden Flüchtlingen gerechter in Europa verteilen und die Zustände für die Flüchtlinge und für die Inselbewohner vor Ort verbessern." (AFP)
 
5. Oktober 2013
Angesichts der heftigen Debatte von Politikern und Menschenrechtsorganisationen über die Folgen des Bootsunglücks mit mehr als 100 ertrunkenen Flüchtlingen vor Lampedusa macht die französische Regierung Tempo. Premierminister Jean-Marc Ayrault rief die EU-Staaten zu Diskussionen über die Kontrolle der Seegrenzen auf. Die EU-Mitgliedstaaten müssten sich so schnell wie möglich treffen, um über die Verwaltung der Grenzen auf See zu diskutieren, sagte der sozialistische Politiker am Samstag am Rande eines Besuchs in der lothringischen Stadt Metz. "Mitleid genügt nicht", mahnte der Regierungschef. Die EU-Staaten müssten eine Lösung finden, sagte Ayrault.
Der ehemalige Präsident des Europäischen Parlaments, Hans-Gert Pöttering (CDU), rief zur Solidarität unter den EU-Ländern im Umgang mit Flüchtlingen auf. SPD-Chef Sigmar Gabriel forderte, Lampedusa mit dem Flüchtlingsproblem nicht allein zu lassen. "Wir müssen den riesigen Strom von dort ankommenden Flüchtlingen gerechter in Europa verteilen und die Zustände für die Flüchtlinge und die Inselbewohner vor Ort verbessern", sagte Gabriel. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, mahnte die Europäische Union ebenfalls zum Handeln. Es müssten nun "Konsequenzen gezogen werden, über die schon seit Jahr und Tag geredet wird", sagte er.
Der EU-Direktor der Menschenrechtsorganisation Amnesty International, Nicolas Berger, warf Europa eine zu starke Abschottung vor. Fast alle Investitionen der EU im Bereich Flüchtlingspolitik würden auf die Schließung der Grenzen verwendet, sagte Berger dem Deutschlandradio Kultur. Dies bringe Leben in Gefahr.

7.10.2013

Flüchtlingskatastrophe vor Lampedusa: Merkel will Grenzen für Flüchtlinge öffnen

Berlin (nn) – Angesichts der Flüchtlingskatastrophe vor Lampedusa hat Bundeskanzlerin Merkel eine Umkehr in der Flüchtlingspolitik gefordert. “Wir haben in Deutschland nicht die Mauer beseitigt, um sie um Europa herum wieder zu errichten”, so Merkel vor der Presse in Berlin. “Die europäischen Werte dürfen nicht mit den Flüchtlingen im Mittelmeer ertrinken.” Sie habe deshalb die Marine angewiesen, vor Lampedusa verstärkt zu patrouillieren, die afrikanischen Flüchtlinge aufzunehmen und nach Deutschland zu bringen. Bundespräsident Gauck stimmte der Kanzlerin ausdrücklich zu: “Dies ist ein richtiges und starkes Zeichen. Deutschland muss künftig mehr Verantwortung in Europa und der Welt übernehmen. Wir müssen uns stärker in die Weltpolitik einbringen.” 7.10.2013 http://www.neueste-nachrichten.eu/fluechtlingskatastrophe-vor-lampedusa-merkel-will-grenzen-fuer-fluechtlinge-oeffnen/

7.10.2013

Nach der Flüchtlingstragödie vor Lampedusa will die Bundesregierung auf europäischer Ebene über die Regelungen zur Flüchtlingspolitik sprechen. Nach einer „menschlichen Katastrophe dieses Ausmaßes“ sei es selbstverständlich, die bisherigen Regeln zu hinterfragen und zur Vermeidung ähnlicher Fälle über Verbesserungen nachzudenken, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Dies bedeute aber nicht unbedingt, dass es Verbesserungen geben müsse. http://www.taz.de/!125068/

25.10.2013

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) sagte bei einem Treffen der EU-Innenminister am Dienstag in Luxemburg gleichwohl, er sehe keine Notwendigkeit an dieser Regelung etwas zu ändern. Und erhält dabei Unterstützung aus der Unionsfraktion, etwa vom stellvertretenden Fraktionsvize Günter Krings (CDU), der Dublin-II ebenfalls nicht in Frage stellt. "Jedes einzelne EU-Land ist selbst gefordert, menschenwürdige Bedingungen für Flüchtlinge herzustellen", sagte er ZEIT ONLINE. 

Eine bessere Seenotrettung als Reaktion auf die jüngste Schiffskatastrophe ist für sie nur der erste Schritt.
Darüber hinaus dürften Flüchtlingsboote nicht mehr zur Umkehr gezwungen und Besatzungen anderer Schiffe, die den in Seenot Geratenen helfen, nicht mehr mit Strafe bedroht werden, forderte Künast. Im Übrigen müsse Flüchtlingen ein "effektiver Zugang zum europäischen Asylsystem gewährt werden". Wie die SPD setzen auch die Grünen auf legale Einwanderungsprogramme, um Menschen davon abzuhalten, ihr Leben auf "Seelenverkäufern" zu riskieren. http://www.zeit.de/politik/deutschland/2013-10/fluechtlinge-union-spd-gruene

25.10.2013
Beim Treffen der Staats- und Regierungschefs in Brüssel werden die toten Flüchtlinge von Lampedusa betrauert. Einen politischen Kurswechsel gibt es aber nicht.
In der Nacht zm Freitag wurden mehr als 800 Flüchtlinge aus Afrika vor der italienischen Küste im Mittelmeer aufgegriffen.
Ohne eine Neuausrichtung der heftig kritisierten Flüchtlingspolitik ist am Freitag der EU-Gipfel in Brüssel zu Ende gegangen. Gut drei Wochen nach dem Schiffsunglück vor der italienischen Insel Lampedusa, bei dem mehr als 400 Tote zu beklagen waren, vereinbarten die Staats- und Regierungschefs lediglich, dass eine kürzlich eingerichtete Taskforce bis zum nächsten Gipfeltreffen im Dezember kurzfristige Maßnahmen ausarbeiten soll. Dabei geht es jedoch lediglich um „operationelle Vorschläge für eine effektivere Nutzung bestehender europäischer Instrumente“, wie EU-Ratspräsident Herman van Rompuy sagte.
„Wir haben heute keine qualitativen Änderungen der derzeitigen Flüchtlingsregelungen vorgenommen und auch nicht vertieft diskutiert“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Eine Diskussion über mögliche neue Strategien, um mit dem Migrationsdruck umzugehen, soll es erst im Juni 2014 geben. http://www.tagesspiegel.de/politik/gipfel-eu-staaten-bleiben-bei-asylpolitik-hart/8988236.html




Und was haben „sie“ getan?! NICHTS, bzw. genau das Gegenteil dessen, was „sie“ sagten und versprachen! Und genau dies hat zu einer weiteren Katastrophe geführt!



 


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