Freitag, 30. August 2019

Sendezeit für Widersprüche und Irrsinn

Der Regenwald brennt – zerstört unser Konsum den Planeten?

"maybrit illner" am 29. August 2019




"maybrit illner“ mit dem Thema "Der Regenwald brennt – zerstört unser Konsum den Planeten?" am Donnerstag, den 29. August 2019, um 22:15 Uhr im ZDF. Die Gäste: • Annalena Baerbock (Grüne/B´90), Parteivorsitzende • Christian Lindner (FDP), Partei- …
Datum: 29.08.2019 Verfügbarkeit: Video verfügbar bis 29.11.2019

Lindner: „wir brauchen einen marktwirtschaftlichen Mechanismus. Der realistische Preis ist die Marktwirtschaft. Das kann der Markt besser als die Politik.“
Also ist laut Lindner der Markt das stärkere und bessere Mittel für alles?! Demnach auch für das Klima?!
Frage: wo war und ist der Markt bisher, wenn er doch alles besser kann?! Wo sind die von Lindner geforderten und erwarteten Erfindungen des Marktes?! Wieso müsste man Menschen „umerziehen“ (bedeutet demnach,, dass man sie bereits schon einmal erzogen hat, nur falsch?!), wenn der Markt es doch richtet?! Wie soll ein Markt besser und stärker sein, wenn sich laut Lindner doch stets die Politik durchsetzte und durchsetzt?! Wieso macht er dann Politik?! Wie lautet ein Werbeslogan des Marktes: „Sind sie zu stark, bist Du zu schwach“. Also wenn die Politik zu stark ist, ist der Markt zu schwach. Und diesen Schwächeren sieht Lindner als Lösung?!
Friday for Future gibt es weil? Der Markt so stark ist und alles geregelt hat und regelt?! Die Politik so stark ist und alles geregelt hat und regelt?!
Herr Lindner sitzt in der Runde und diskutiert über ein Riesenproblem und macht Vorschläge weil? Der Markt so stark ist und alles geregelt bekommt und regelt?! Oder weil die Politik so stark ist und alles geregelt bekommt und geregelt hat?!
Wieso diskutiert man dann Riesenprobleme und macht Vorschläge?! Wieso gibt es dann Friday for Future?!
Es wird eines immer offensichtlicher.Weder der Markt, noch die Politik bekam und bekommt die Probleme in den Griff und geregelt.Sonst müsste man sie ja erst gar nicht diskutieren und „bessere“ Vorschläge machen!
Die Ursache hierfür ist, dass weder der Markt, noch die Politik für den Menschen da sind, sondern nur für den eigenen Profit! Dass weder die Politik, noch der Markt, sondern das Kapital alles regelt!
Und zwar im eigenen Interesse des ewig wachsenden Profits! Aber diesen kann man weder essen, noch trinken und auch nicht atmen. Profit hat nichts mit Leben zu tun, sondern mit Ausbeutung desselben und damit der Menschen. Und deshalb ist selbst dieser endlich und nicht ewig während.


Mittwoch, 28. August 2019

Der etwas andere Blick

Der etwas andere Blick

In drei Bundesländern wird demnächst gewählt. In Sachsen und Brandenburg schon am kommenden Sonntag und in Thüringen im Oktober. Viele Politiker der etablierten Parteien zittern schon jetzt vor dem Verlust der sicher geglaubten Rundumversorgung. Zu Recht, denn das Wohl des Volkes haben sehr viele Politiker schon lange nicht mehr im Sinn. Wer Politik nur noch als Mittel zur Sicherung der eigenen Wohlstands begreift, für den man als Gegenleistung nur noch ab und zu die Hand heben muss, der darf sich im Endeffekt dann auch nicht wundern, wenn er die rote Karte bekommt und vom Platz gestellt wird. Also habe ich mir mal überlegt, welche Themen denn mir selbst wichtig wären, wie ich darüber denke und wer eigentlich diese zumindest ansatzweise vertreten würde.

Ganz oben auf meiner Liste steht das Thema Migration. Dabei geht es mir nicht nur um die Frage wer die noch immer anhaltende Invasion von dunkelhäutigen Stammeskriegern endlich stoppt, sondern auch und vor allem darum, wer sie wieder rückgängig macht, sprich, wer Abschiebungen endlich mal durchsetzt. Kaum jemand weiß, wie viele Abschiebungen wirklich scheitern, weil die angegeben Heimatländer die Migranten nicht zurück nehmen oder behaupten, zu Recht oder Unrecht, es wären gar keine Angehörige ihres Staates. Das kann nicht mein Problem sein. Wer die halbe Welt hier unkontrolliert aufnimmt, der soll auch persönlich die Konsequenzen tragen. Ich bin für sofortige Abschiebung abgelehnter Migranten und mir ist völlig egal wohin, zumal ich einen Willen sich hier anzupassen nur bei sehr Wenigen erkennen kann. Das traue ich zur Zeit nur der AFD und der NPD zu. Und ja, auch die NPD steht auf dem Wahlzettel. Alle anderen Parteien haben uns entweder diese Misere eingebrockt oder wagen es sogar öffentlich diese Masseninvasion zu verteidigen und noch mehr zu fordern. Aber auch damit noch nicht genug, denn es geht sogar so weit, dass sie den Gegnern ihrer Multikultiphantasien empfehlen das eigene Land zu verlassen. Ich hingegen frage mich ernsthaft, wo bei solchen Forderungen die Prioritäten liegen und wie es dazu kommen konnte, dass solche Meinungen hoffähig geworden sind? Zu dieser Thematik gehört natürlich auch dazu, dass man die Verursacher solcher Flüchtlingsströme, die fast den gesamten nahen Osten mit Krieg und Umstürzen überziehen, endlich mal klar benennt, ihnen die Gefolgschaft verweigert und deren Militärbasen hier dicht macht. Man kann nicht auf der einen Seite Humanität fordern und auf der anderen Seite Kriegstreiber hofieren. Doch ausgerechnet die Grünen fordern weitere Aufrüstung. Soviel zu deren Verlogenheit. Ich gestatte mir sogar der Meinung zu sein, wer die Grünen wählt, wählt Krieg gegen Russland. Die Grünen sind zur treibenden Kraft für militärische Aufrüstung geworden. Ja, nicht die AFD bläst zum Angriff auf Russland, sondern die Grünen. Aber vor der AFD wird gewarnt. Verkehrte Welt kann ich da nur sagen.

Nächstes extrem wichtiges Thema für mich ist die EU. Und nein, ich verwechsele nicht die EU mit Europa. Diese EU, so wie sie zur Zeit ist, gehört sofort aufgelöst und wenn das nicht möglich ist, muss Deutschland dieses Gebilde schnellst möglich verlassen. Es gibt nicht einen einzigen Vorteil, den diese EU für das Volk zu Wege gebracht hat. Stattdessen Gurkenverordnung, Glühlampenverbot, Staubsaugeruntauglichkeit, Hoheitsverlust, Rettungsschirme, Kompetenzstreitigkeiten usw. usf.. Außerdem fordere ich mal eine unabhängige Kosten Nutzen Rechnung ein und ich wette, dass diese verheerend ausfällt. Zumindest für das Volk. Bei Konzernen sieht das anders aus. Nur die AFD macht die desaströsen Zustände der EU überhaupt zum Thema. Alle anderen wollen noch mehr davon, auch um das Problem der eigenen Verfassung zu umgehen. Ich sage weg mit der EU. Damit habe ich nicht gesagt, weg mit Europa.

Dann kommt da noch die PKW Maut. Verdächtig ruhig ist es vor der Wahl nicht nur um dieses Thema geworden. Ziel ist es, eine kilometerabhängige Maut auf allen Straßen zu errichten, die dann sofort vom Konto abgebucht wird. Dazu wurden überall Überwachungssäulen aufgestellt, mit denen der Verkehr lückenlos überwacht werden kann. Mit Freiheit und Leben hat das nichts mehr zu tun, sondern das Leben wird dem Tribut untergeordnet. Kaum bewegt man sich, ist man auch schon tributpflichtig. Fünf Milliarden Euro nimmt der Staat pro Jahr durch die LKW Maut inzwischen ein und das Geld reicht angeblich noch immer nicht zum Erhalt der Straßen. Da muss der Bürger noch mal eine Schippe drauf legen. Nur gibt es keine offiziellen Zahlen. Für den Erhalt der Straßen zahlt der Bürger nämlich schon in Form der KFZ Steuer. Da kommen jährlich 9 Milliarden zusammen. Nur, und jetzt kommt es, die sind gar nicht zweckgebunden. Also ist das Gesülze um die Notwendigkeit für den Straßenbau mal wieder nichts als heiße Luft. Allerdings hat nicht eine Partei das zum Thema gemacht. Also halte ich fest, das was den Bürger direkt betreffen wird, spielt in den Augen der Parteien keine Rolle. Deutlicher kann man gar nicht zum Ausdruck bringen, dass es nicht um das wohl des Volkes geht.

Die Grünen sind gerade dabei aus dem Land der Dichter und Denker ein Land der Narren und Abartigkeiten zu machen. Deshalb ist für mich der Genderwahn der Grünen auch ein wichtiges Thema. Umdefinierung des Familienbegriffs, Veggiezwang und Verhunzung der deutschen Sprache kann, will und werde ich nicht akzeptieren. Aber auch dazu von allen Anderen nichts als Schweigen im Walde. Warum begehren nicht mehr Menschen gegen diesen grünen Wahnsinn auf? Was haben die Grünen in ihrer Geschichte, vor allem seit ihrer ersten Regierungsbeteiligung im Bund, denn jemals Vernünftiges für das Volk getan? Diese Frage sollte man sich stellen, bevor man auch nur in Erwägung zieht dort sein Kreuz zu machen. Da ich über CO2 und Umwelt schon genug geschrieben habe, lasse ich das mal weg und weise hier nur darauf hin, dass das Thema CO2 Steuer sofort nach der Wahl wieder auf die Tagesordnung kommt und diese CO2 Steuer wird höher ausfallen, wenn die Grünen noch Stimmen dazu gewinnen. Hütet Euch vor den Grünen!

Aber man kann doch SPD wählen. Die wollen doch den Soli abschaffen und die Reichen besteuern. Wie bitte? Die SPD hat Euch das alles angetan. Die SPD hat Hartz4 eingeführt. Die SPD hat die Riesterrente eingeführt. Und jetzt tut ein Olaf Scholz so, als wäre er nie Teil dieser neoliberalen Politik gewesen. Nein, auch die SPD hat das Volk bisher nur verraten.

Fazit:
Wenn ich an Wahlen glauben würde, dann gibt es nur eine Partei die zumindest ansatzweise einige meiner Interessen vertreten wird und das ist die AFD. Damit ist alles gesagt!

Peter Fischer




Montag, 26. August 2019

Vor der Landtagswahl

Ralf Nietzschmann



Mein Posting zum Thema: Vor der Landtagswahl in Sachsen.
Liebe Freunde*innen, verehrte Leser*innen und Bekannte,
nun ist ja das Lesen im Kaffeesatz bald vorbei, denn der 1.9. steht kurz bevor und dann können Heerscharen von Experten ihren Müll über Sachsen loswerden.
Persönlich sehe ich dieser Landtagswahl äußerst entspannt entgegen.
Was wird sich denn ändern im festgefahrenen Parteiensystem von CDU/SPD/FDP/ GRÜNEN und neuerdings auch der Salonkommunisten um Kipping und Riexinger?
Für mich nichts, denn noch will ja keiner mit der AfD ins Bett steigen.
Vielleicht einmal eine Minderheitsregierung würde ich mir wünschen.
Kürzlich am 23. 8. in Torgau kam ich mit einem Wahlkämpfer der SPD ins Gespräch. Er tat mir leid, sein Stand war kaum frequentiert. Nur unser Gespräch lockte dann doch ein paar Neugierige an.
Ich outete mich als ehemaligen SPD Wähler und später Wähler der Linken und heute würde ich keine der etablierten Parteien wählen, natürlich auch nicht die AfD.
Apropos AfD . Ein etwa 45-jähriger Mann, verstand meine Ablehnung gegenüber der AfD nicht. Lag vermutlich an mir, umständlich erklärt:
Wer ist die AfD, zugegebenermaßen nicht in der Breite. Es sind die Vorvorfahren, die bei den Vorfahren in der CDU nach 1945 keinen Platz mehr finden und ich möchte verhindern, dass Vorgestern, wie bereits vor Vorgestern bereits morgen Realität werden könnte.
Also im Klartext, ich meine die Tendenzen von gewissen einflussreichen Figuren in der AfD, die sich nicht zu schade sind die Ereignisse von 1989 in der DDR für sich nun auch noch zu reklamieren und eindeutig als Nazis zu bezeichnen sind . Ich möchte auch nicht, dass die AfD den Rüstungsetat auf die berüchtigten 2 % will, die Wehrpflicht wieder einführen will und damit genau den Weg verfolgt, der Rüstungsindustrie zu Gange zu gehen.
Zurück zum Gespräch.
Natürlich bin ich für den Nationalstaat, aber anders als die AfD und deshalb verstehe ich die SPD/LINKEN und erst recht nicht die Grünen.
Sie agieren zum Nutzen des Kapitals und der Volksverführer, ob bewusst oder unbewusst ist nicht ganz leicht einzuschätzen. Die Haltung dieser Parteien zur nationalen Frage ist dafür einer der Hauptgründe. Für sie ist der Nationalismus eine zu verdammende Größe. Der Weg einer Nation also der Nationalstaaten beginnt mit dem Wohlstand des eigenen Volkes, nur dann kann man über Demokratie sprechen, die den Namen verdient.



Was meine ich damit?
Warum wählen im Osten, nicht nur in Sachsen, Wähler die AfD?
Es ist die soziale Verzweiflung. Nun hat auch Die LINKE den Platz geräumt und bläst mit in das gleiche Horn vertuscht die Lebenswirklichkeit von Millionen von Menschen in diesem unserem Land.
Nun sage ich keinesfalls, dass die AfD eine Lösung darstellt. Was ich aber nicht mache, dass ich zum Beispiel die Generation, die heute 50 Jahre und älter sind, beschimpfe, mich mit meinem politischen Wissen hervortue und diese Menschen pauschal verurteile, mit Hass überschütte oder drastisch gesagt als bisschen zurückgeblieben bezeichne.
Wer das nicht verstehen will, treibt immer weitere Teile der Bevölkerung, besonders im Osten durch diese Art der beziehungslosen Moral von oben herab der AfD die Wähler in die Arme.
Dazu muss man sich gerade mit der von mir genannten Generation geschichtlich auseinandersetzen.
Wurde der o.g. Ossi sein Leben lang von nunmehr zwei verschiedenen Staaten entmündigt, verarmt und unterdrückt? Wie viel dieser Menschen fühlen sich bis heute als Menschen zweiter Klasse in dieser BRD?
Und haben nicht gerade die Einheitsparteien, die er von früher kennt – SED und Blockparteien- , von Union/ SPD/GRÜNEN/FDP/ Grünen auch Teile der Linken seine Interessen verraten?
Warum erinnern sich gerade jetzt vor den Wahlen diese Parteien an die Verbrechen der Treuhand und die damit einhergehenden totalen Zerstörung des Selbstbewusstseins und der Lebensbiografien nicht weniger Menschen aus der DDR? Wenn, besagter Wahlkämpfer nun den Menschen weismachen will, dass die SPD sich für Polikliniken und andere gesellschaftlichen Bindungen, die in der DDR Gang und gäbe waren, einsetzen will, braucht er sich über das Gelächter nicht zu wundern.
Ein Schlussgedanke.
Die wirtschaftliche und politische Freiheit hat diese Generation nach dem Beitritt nie erleben dürfen, zumindest unter massenpsychologischen Gesichtspunkten.
Deshalb probiert eben ein Teil, ob es nun 24 oder 26 % der Wähler werden, sei dahingestellt, den Aufstand aus ihrer Ohnmacht heraus und wählen die AfD.
Ein letzter Gesichtspunkt ist der Tatsache geschuldet, dass die o. g. Parteien durchaus dazu beigetragen haben, dass die AfD einen derartigen Stellenwert erlangen konnte. Sieht man einmal von den sogenannten Nazis ab, die es in dieser Partei gibt, hat die AfD in vielen Punkten der vollkommen aus den Ruder gelaufenen Flüchtlingspolitik durchaus recht.
Und das der Ostdeutsche Angst hat, hängt auch mit der erlebten Geschichte zusammen.
Er war nach 1945 nur Objekt und Spielball unter der Führung der Sowjetunion als Ergebnis des II. Weltkriegs. Nach dem Beitritt ging es weiter und nun fürchtet er erneut unter die Räder zu kommen. Denn, die Migranten oder Flüchtlinge, erlebt er als Konkurrenz in allen Lebensbereichen.
Den Westdeutschen wurde nach 1945 auch nichts geschenkt, aber mit der sozialen Marktwirtschaft ganz andere Lebensbiografien ermöglicht. Der Sozialabbau begann ja für den Westdeutschen rasant mit Schröder und Fischer. Es begannen die Kriegseinsätze und das größte Sozialabbauprogramm in der Geschichte der alten Bundesrepublik.
Nicht nur das dem Ostdeutschen seine in der DDR gewohnten sozialen Errungenschaften, gerade im Bereich der Daseinsfürsorge ersatzlos genommen wurden, soziale Gegebenheiten aus der alten BRD blieben grundsätzlich für den Ostdeutschen ein Fremdwort.
Meine Meinung, der weder in der DDR und auch jetzt nicht unbedingt Grund zur Klage hat, aber Recht bleibt Recht und deshalb möchte ich auf den Briefwechsel zwischen Robert Kroiß und den ehemaligen Minister Jung hinweisen, lesenswert wie Politik funktioniert.
Link unter https://robert-diegrossenreligionen.blogspot.com/

https://robert-diegrossenreligionen.blogspot.com/2019/08/franz-josef-jung-und-sein-prozess.html

https://robert-diegrossenreligionen.blogspot.com/2019/08/nochmal-herr-jung-und-sein-prozess.html

Glück auf
Ralf



Sonntag, 25. August 2019

Nochmal Herr Jung und sein Prozess

Meine neuerliche Antwort auf Herrn Jung´s Antwort:

Sehr geehrter Herr Kroiss,
das Gesetz um das es bei mir geht, habe ich gerade nicht beschlossen. Was ich beschlossen habe, ist gerecht. Nur das ist mein Begehr.
Im übrigen bin ich mit 68 Jahren aus dem Bundestag ausgeschieden. Es kann aber nicht richtig sein, dass der Bundesminister schlechter gestellt wird, wie der Landesminister. Auch verstößt das Gesetz gegen Art. 3 Grundgesetz. Wäre ich erst Bundesminister geworden und dann in den Landtag gekommen, hätte ich den Anspruch. Da es bei mir aber umgekehrt war, habe ich ihn nicht.
Mit freundlichen Grüßen
Franz Josef Jung

Sehr geehrter Herr Jung,

zunächst danke ich Ihnen für Ihre prompte Antwort, der ich entnehme, dass Sie für sich in Anspruch nehmen, nur an gerechten Gesetzen mitgewirkt zu haben und nur gerechte Entscheidungen getroffen und beschlossen zu haben. Demnach hat/haben dann andere/r an ungerechten Gesetzen mitgewirkt, weshalb sonst könnten und würden Sie klagen?! Wer aber würde das nicht von sich behaupten?* Aber müsste dann logischerweise nicht uneingeschränkt Gerechtigkeit herrschen und zwar gegenüber jedermann?! Dann wäre aber die Rechtsprechung überflüssig, denn es herrschte ja Gerechtigkeit. Die Einhaltung und Erfüllung der (aller) gerechten Gesetze wäre auch deren Ende, der Sinn einer derartigen Gesetzgebung ja erfüllt, weil durch Erfüllung gerechter Gesetze ja nur Gerechtigkeit herrschte. So allerdings dann auch in diesem Sie persönlich betreffendem Fall. Was die Rechtsprechung allerdings ganz anders sieht. Diese Klageabweisung bedeutet im Klartext, dass das Gericht Ihre Klage – sich dabei auf Gesetze und damit ein Rechtsverständnis stützend, welche von der gesetzgebenden Gewalt, welcher auch Sie jahrelang angehörten so beschlossen und erlassen wurden – und nicht die Gesetze als ungerecht(fertigt) sieht und demnach ein anderes Rechtsverständnis an den Tag legt wie Sie.

Womit wir beim eigentlichen Punkt dessen wären, weshalb ich Ihnen geschrieben habe und dankbar dafür bin, dass Sie mit Ihrer Klage deutlich machen, dass es ein unterschiedliches Rechtsverständnis im Bezug auf gerecht und ungerecht in diesem Lande gibt.

* So versuche ich schon seit Jahren von diversen die Gesetze gestaltenden und gesetzgebenden EntscheidungsträgerInnen das in diesem Land geltende und herrschende Rechts- und Gerechtigkeitsverständnis (bisher vergeblich) erklärt zu bekommen. Siehe hierzu meine verlinkten Schreiben an zwei Ihrer Parteikollegen (die Herren Spahn und Laschet), sowie an Frau Nahles (SPD), wie auch den Ex-Bundespräsidenten Herrn Gauck.
Auch diese Ihre Kolleginnen EntscheidungsträgerInnen beanspruchen für sich, sich nur an gerechter Gesetzgebung zu beteiligen.


In den Erstinstanzen der Rechtsprechung wird „nur“ nach Gesetzeslage (also nicht nach Recht, Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit) geprüft und entschieden. Danach, ob die getroffenen Entscheidungen, Klagen und Urteile in Bezug auf die Gesetze überhaupt dem Recht entsprechen, wird bestenfalls beim BVerfG, sofern sie vor diesem landen (was für „Normalsterbliche“ durch finanzielle und gesetzgeberische Vorgaben sehr eingeschränkt und fast unmöglich gemacht wurde), nachgegangen und geprüft. Es gelten also zunächst für die Rechtsprechung die Gesetze, die erlassen wurden und nicht die Frage, ob die erlassenen Gesetze überhaupt dem Recht an sich entsprechen.
Damit kann (jeder)man überhaupt kein gerechtes, sondern nur ein gesetzmäßiges Urteil erwarten.
Zudem gelten an verschiedenen Orten und zu verschiedenen Zeiten unterschiedliche Gesetze und damit ein unterschiedliches Recht und auch Rechtsverständnis, wie Sie in Ihrem aktuellen Fall ja selbst betonen und erfahren haben (Bundesrecht versus Landesrecht).
Es besteht also eine Diskrepanz dahingehend, dass und wie das geltende Recht, damit auch Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit von wem und gegenüber wem wie ausgelegt wird.
Natur- und Lebensrecht, also das wahre und absolute Recht ist allerdings völlig unabhängig von Auslegungen und menschlicher Gesetzgebung (im Gegensatz zur abhängigen Judikative), wie uns die Natur und das Leben derzeit aktuell wieder einmal vor Augen führt.
Unter diesen Gesichtspunkten werde ich Ihren weiteren Klageweg, wie auch den Prozess mit großem Interesse weiterverfolgen.

In diesem Sinne verbleibe ich mit freundlichen Grüßen, in der Hoffnung wieder von Ihnen zu lesen (nicht wie bei Ihren anderen KollegInnen, die sich auf Nachfragen nicht mehr meldeten)


Robert Kroiß







Freitag, 23. August 2019

Franz Josef Jung und sein Prozess



 Der frühere Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung


Fühlt sich ungerecht behandeltEx-Minister blitzt mit Pensionsansprüchen ab: "Ungerecht, wie ich behandelt werde"
Fühlt sich ungerecht behandeltEx-Minister blitzt mit Pensionsansprüchen ab: "Ungerecht, wie ich behandelt werde"
https://www.focus.de/politik/deutschland/fuehlt-sich-ungerecht-behandelt-mir-geht-s-nicht-um-penunzen-ex-minister-jung-verteidigt-pensionsansprueche_id_11052204.html

Dazu habe ich Ihm heute einen Brief per Mail [Formular unter Kontakt] gesendet:
https://www.franz-josef-jung.de/


Fühlt sich ungerecht behandeltEx-Minister blitzt mit Pensionsansprüchen ab: "Ungerecht, wie ich behandelt werde"
Sehr geehrter Herr Jung,

da Sie in der Öffentlichkeit von Ihrer ungerechten Behandlung sprechen und eine Klage führen, möchte ich Ihnen hierzu ein paar meiner Gedanken übermitteln.
Freuen würde ich mich auch über eine Antwort Ihrerseits.

Nun aber zur Sache.

Ich finde diesen Vorgang insbesondere aufgrund Ihrer Begründung: „Mir geht’s ums Recht und nicht um Penunzen“ und „Ungerecht wie ich behandelt werde“ sehr interessant und offenbarend.


Sind nicht Menschen und Personen (Politiker, Abgeordnete, Minister) wie Sie genau diejenigen, welche sich für die Aufgabe, Gesetze und damit das Recht, Rechtsverständnis und Gerechtigkeit umzusetzen (für alle Menschen des Landes) wählen ließen und lassen, auserwählt und berufen fühlten und fühlen?!
Sind es nicht Menschen und Personen wie Sie, die genau diese Gesetze entwarfen, umsetzten und umsetzen, die Sie nun selbst als ungerecht (Ihnen selbst gegenüber) empfinden, be- und verurteilen?!
Haben nicht Sie persönlich auch in der Regierung Merkel das Renteneintrittsalter für die „anderen“, also einen Teil des Volkes auf 67 Jahre erhöht und beschlossen?! Haben Sie persönlich damit nicht die Rentenkürzung für die „anderen“, einen Teil des Volkes umgesetzt?! Und zwar unter der Prämisse von Recht und Gerechtigkeit? Und zwar der sogenannten Generationsgerechtigkeit?!

Welches Rechtsverständnis, welches Gerechtigkeitsverständnis lag dieser, auch Ihrer persönlichen Entscheidung dann zugrunde?!

Können Sie sich dann vorstellen, wie ungerecht behandelt sich ein Großteil des Volkes fühlt?! Des Volkes, welchem Sie und all die anderen Menschen angeblich dienten und dienen? Das Sie und all die anderen mit Ihrer um- und durchgesetzten Erkenntnis und Ihrem Rechtsverständnis bzgl. Recht, Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit führen und führten?!
Und welchem Sie nun, nachdem es um Ihr persönliches Recht und Gerechtigkeitsverständnis geht klar machen (wollen?!), dass Sie und all die anderen Entscheidungsträger per Gesetz und Entscheidungen für eine derartige Ungerechtigkeit (von der Sie sich nun selbst betroffen sehen) in diesem Land sorgten und sorgen?!
Denn wie gesagt. Sie selbst führen mit Ihrer Entscheidung den Menschen vor Augen, dass es in diesem Land ungerecht zugeht, Da Sie nun persönlich von dieser angeblichen Ungerechtigkeit, der allerdings entsprechende Entscheidungen und Gesetze (in Bund und Land) zugrunde liegen betroffen sind!

Dem einzigen worin ich in Ihrer Argumentation zustimme ist, dass „Penunzen“, also Geld, bzw. Geldmenge nichts mit Gerechtigkeit zu tun hat und damit auch nicht Ursache für Ungerechtigkeit oder Gerechtigkeit sein kann. Dass sich aber tatsächlich und wahre durch- und umgesetzte Gerechtigkeit in „Penunzen“ und damit der Geldmenge auswirken kann und auswirkt. Allerdings nicht nur in einem Einzelfall wie dem Ihren. Sondern wenn schon, dann bei und für alle Menschen!



Ist es nicht schon wieder paradox, dass ausgerechnet Sie als ehemaliges Mitglied der deutschen Regierung durch Ihren Prozess belegen und beweisen wollen, dass es nicht einmal innerhalb Deutschlands ein geltendes Recht, Rechtsverständnis und Gerechtigkeit für jedermann gibt?! Dass also Primär Werte einer Demokratie nicht einmal im eigenen Land umgesetzt werden können?! Und als ehemaliger Verteidigungsminister sollten und wollten Sie diese Werte nicht nur im eigenen Land verteidigen?!

Ich jedenfalls bin dankbar dafür, dass Sie – weil nun selbst betroffen – diesen Weg beschreiten und auch öffentlich machen.

In diesem Sinne verbleibe ich mit freundlichen Grüßen


Robert Kroiß



Hier nun die Antwort von Herrn Jung, welche zu weiteren Fragen meinerseits führt, die ich ihm noch zukommen lassen werde, sobald ich sie formuliert habe. Wird dann auch noch hier angefügt und eingestellt:

Sehr geehrter Herr Kroiss,
das Gesetz um das es bei mir geht, habe ich gerade nicht beschlossen. Was ich beschlossen habe, ist gerecht. Nur das ist mein Begehr.
Im übrigen bin ich mit 68 Jahren aus dem Bundestag ausgeschieden. Es kann aber nicht richtig sein, dass der Bundesminister schlechter gestellt wird, wie der Landesminister. Auch verstößt das Gesetz gegen Art. 3 Grundgesetz. Wäre ich erst Bundesminister geworden und dann in den Landtag gekommen, hätte ich den Anspruch. Da es bei mir aber umgekehrt war, habe ich ihn nicht.
Mit freundlichen Grüßen
Franz Josef Jung

Von meinem iPhone gesendet