Mein Freund stellt mir gerade mal wieder so eine komische Frage:
diverse Texte zum Thema "Gott und das Leben" "Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu belassen und zu hoffen, dass sich was ändert" Albert Einstein
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Dienstag, 19. Dezember 2023
Schon wieder mein Freund
Montag, 4. Dezember 2023
Mein Freund mal wieder
Mein Freund mal wieder:
Kannst
Du mir den Unterschied zwischen Kriegsflüchtlingen und
Kriegsflüchtlingen erklären?
Nein, wieso soll es da einen
Unterschied geben? Wer vor Krieg flieht ist ein
Kriegsflüchtling.
Und wie erklärst Du Dir und mir dann den
Unterschied in der Aufnahmepraxis und Behandlung von
Kriegsflüchtlingen in Deutschland?
Was meinst Du?
Na,
wenn Du ukrainische/r Kriegsflüchtling bist, dann musst Du keinerlei
Anträge stellen, sondern kommst sofort in den Genuss von Bürgergeld,
nur aufgrund Deiner Herkunft aus dem Kriegsgebiet.
Wenn Du aber z.
B. syrische/r (gilt auch für andere) Kriegsflüchtling/e bist, musst
Du erst mal diverse Anträge (Asylantrag etc.) stellen und Nachweise
erbringen um geduldet oder als Flüchtling anerkannt zu werden.
Kommst aber dann trotzdem nicht sofort in den Genuss von Bürgergeld
aufgrund Deiner Herkunft aus einem anderen Kriegsgebiet als der
Ukraine?
Das kann doch nicht sein. Wir sind doch ein
Rechtsstaat und haben entsprechende Gesetze (Art. 1 GG; EMRK;
allgemeine Erklärung der Menschenrechtte) erlassen und ein
entsprechendes Rechtsverständnis anerkannt und umgesetzt?
Wenn
das so ist, wie Du sagst, dann verstoßen „wir“ ja per und mit
eigenen erlassenen Gesetzen gegen einige Prioritäten dieses
Rechts(verständnisses)?!
Es handelte sich dann dabei ja um einen
eklatanten Widerspruch in der eigenen Gesetzgebung und
Rechtssprechung?! Hat dies noch niemand, bzw. Betroffene angemahnt
und dagegen geklagt?! Dabei handelt es sich doch um eine
Ungleichbehandlung (evtl. gar Diskriminierung oder Rassismus) von
Menschen mit und in ein und derselben Notlage, nämlich Flucht vor
dem Krieg?!
Siehst Du, genau deshalb habe ich Dich
ja nach dem Unterschied zwischen Kriegsflüchtlingen und
Kriegsflüchtlingen gefragt.
Ja, ich habe aber gehört, dass
u. a. Söder und andere dies ab sofort ändern wollen.
Genau.
Aber wieder mit einem (eigenen) Rechts- und Gesetzesbruch, da es ja
bei ukrainischen Kriegsflüchtlingen erst in Zukunft anders
gehandhabt werden soll. Bei denjenigen, die bereits hier sind, soll
alles beim „alten“ bleiben?! Damit würde nun selbst bei
gleichermaßen Betroffenen, ukrainische Kriegsflüchtlinge
Unterschiede in der Behandlung gemacht werden?!
Dienstag, 14. November 2023
„Kriegsertüchtigender Betroffenheits- und Beistandswettbewerb“
„Kriegsertüchtigender
Betroffenheits- und Beistandswettbewerb“
Als meine Eltern
mit meinem Bruder und mir vor etwas mehr als 60 Jahren die
Gedenkstätte des KZ Dachaus, Station für Station besuchten, stand
ich vor den Gaskammern, den Duschen, den Henkergräben, den Öfen und
den mit entsprechenden Texten versehenen Fotos. Ich war des Lesens
und Verstehens von Texten längst mächtig. Während meine Mutter nur
unentwegt weinte, mein Vater stumm wie nie, stand ich tränenlos und
nur entsetzt und erstarrt vor diesen grausamen Fakten.
Es stellte
sich in diesen Momenten für mich auch nicht die Frage, wie konnten
Deutsche derartiges Juden antun, wie konnten Rechte dies Linken
antun, wie konnten Heteros dies Schwulen antun, wie konnten dies
Männer Frauen antun usw.?
Nein, die einzige Frage die sich mir
damals und zwar bis heute stellte war: wie können Menschen anderen
Menschen, also Ihresgleichen derart grausames antun?! Wie konnten
Menschen so unmenschlich sein und werden?!
Dies war für mich die
eigentlich und alles entscheidende Frage!
Betroffenheit, Mitleid
mit den mißhandelten und getöteten Menschen war körperlich
spürbar. Und dies ist bis heute in allen Fällen von menschlichem
Leid so bei mir.
Die ursächliche Frage die mich bis dato nicht
mehr losgelassen hat war und ist für mich also: weshalb, wodurch und
wie wird „der Mensch“ (egal welchen Geschlechts, welchen Alters,
welcher Nationalität, welchen gesellschaftlichen Status, unabhängig
des Geburtsortes und der Hautfarbe) so grausam, terroristisch und
unmenschlich gegenüber seinesgleichen?!
Und nein, für mich ist
nicht die Quantität von Grausamkeit gegenüber betroffenen Menschen
die entscheidende Frage, sondern die Grausamkeit und
Unmenschlichkeit, der Verlust des Menschsein an sich. Selbst wenn es
sich „nur“ um einen „einzigen, einzelnen Fall“ handelt.
Denn
Unmenschlichkeit nach Quantität, Nationalität, Geschlecht, Alter
usw. zu bemessen und zu „beurteilen“ führt zu dem derzeit
vorherrschenden „Betroffenheits- und Beistandswettbewerb“ durch
selektiven Humanismus und selektiver Empathie. Und damit wiederum zur
weiteren Trennung, Spaltung und wiederum Ausgrenzung von
Menschen.
Oder sind und werden „unsere Werte“ durch den
„Betroffenheits- und Beistandswettbewerb“ mit einer „Seite,
Nationalität, Geschlecht, Herkunft ect.“ menschlicher,
menschlicher als das „Menschsein“?!
Von welchen Werten ist bei
„unseren Werten“ eigentlich immer die Rede?!
Gibt es in
unserer Gesellschaft, in der westlichen Gesellschaft etwa keine
Grausamkeit/en und Unmenschlichkeit/en gegenüber unseresgleichen?!
Also Terror, widersprüchliches, abartiges „Menschsein“?!
Terrorismus ist Ausdruck von
Unmenschlichkeit. Man kann ggf. einzelne Terroristen militärisch und
kriegsertüchtigt ausschalten und (unmenschlich) beseitigen. Diese
Frage der militärischen Ausrottung von Terror wird ständig erörtert
und diskutiert. Befasst sich damit aber wiederum „nur“ mit den
(Aus)Wirkungen. Nicht diskutiert und hinterfragt wird aber die
Ursache des „geistigen und systemischen“ Terror ganzer
Gesellschaften durch die Mächtigen, deren (auch religiösen)
Auslegungen, unter welchem dann immer wieder nur die Völker,
Menschen leiden. Wie man „geistigen und systemischen Terror“
bekämpft, beseitigen könnte, wird allerdings nicht diskutiert.
Diejenigen, die versuchen auf diesem
Gebiet andere, als die bisherigen Lösungen zu finden, werden als
„Friedensschwurbler“ und deren Versuche als „Hirngespinst“
und „Ideologie“ abgetan und bezeichnet. Und deshalb wird es immer und immer wieder
Terror und Kriege, also Unmenschlichkeit in allen Facetten geben.
Dann sollte „man“ sich aber auch damit abfinden und nicht nach
„neuen“ Lösungen (durch bessere und noch mehr Waffen ect.) oder
Schuldigen (welche es dann ja auch immer geben muss) suchen, die bis
dato immer nur dasselbe Ergebnis hervorbrachten. Damit weder
korrigierbar, noch zu ändern ist. Es gibt keine selektive Empathie
und keinen selektiven Humanismus. Entweder „man“ selektiert. Dann
spaltet und teilt man die Menschen! Oder man ist empathisch und
human!
„Wir“ müssen jetz ja auch wieder „kriegstüchtig“
und eben nicht „friedenstüchtig“ werden!
Genau dies sind aber
die immer wiederkehrenden Ergebnisse und Argumentation von Selektion
(von Spaltung und Teilung)!
Und was, bzw. dass sich mit einer
derartigen Haltung nichts ändert und geändert hat, zeigt sich doch
aktuelll so gravierend wie eigentlich immer in Krisen- und
Kriegssituationen!
„Nie wieder“ mit derselben Sicht- und
Handlungsweise der Vergangenheit wird und funktioniert eben nicht! Es bleibt dann bei einem "immer wieder"!
Terror und Krieg – wie kann das
enden? (Anne Will Sendung vom 12.11.23)
Die Antwort auf diese Frage gab die
großartige Frau Friedländer (Nomen est omen!) am Ende der
Sendung:
„Ich wünschte mir, dass so etwas, dieser Hass,
dieser Antisemitismus, nicht Antisemitismus, dieser Hass! wirklich
Menschen das nicht tun. Warum hasst man? Es gibt kein christiliches,
kein muslimisches, kerin jüdisches Blut. Es ist alles menschliches
Blut. Wir sind alle gleich. Ich versuche euch zu sagen, dass wir alle
Menschen sind. Lass uns leben. Ich glaube, dass in jedem Menschen
igendetwas gutes ist. Nehmt das Gute raus und vergesst das Schlechte.
Es ist so einfach Mensch zu sein.“
Mittwoch, 8. November 2023
„Unmoralischer Diebstahl“
„Unmoralischer Diebstahl“ - das
eigenartige Moralverständnis von Gysi (dem ich, ob seiner klaren
Ansagen bisher fast immer widerspruchslos zustimmen konnte):
Als
ob es einen moralischen Diebstahl gäbe?!
Aber davon ganz
abgesehen, wenn es sich bei der Mandatsbeibehaltung der Wagenknecht
um einen „unmoralischen Diebstahl“ handelt, dann übersieht Gysi
bewusst oder unbewusst, dass es sich davor um ein unmoralisches
Angebot/Mandat handeln musste.
Wenn „die Linke“ nur durch 3
Direktmandate die Fraktionsstärke erhielt, dann wäre es moralisch
eigentlich nur logisch, auch nur diese 3 Mandate wahrzunehmen,
oder?!
Auch bei „der Linken“ offenbart sich nun, dass es in
und bei politischen Fraktionen primär um Posten/Mandate geht und
nicht um die „moralische“ Vertretung der eigenen Politik, die man
den Wähler*innen davor versprochen hatte.
„Moralisch“ gesehen
müsste die Linke dann auch all die Wählerstimmen zurückgeben
(können), die sie durch die bisherigen Mandatsträger*innen – wie
eben auch einer Wagenknecht – erhalten haben.
Dass die bisher
und in der Vergangenheit „die Linken“ Wählenden mit der
politischen Moral „der Linken“ nicht mehr einverstanden waren und
sind, zeigen die Wahlergebnisse.
Wenn man sich also mit „der
Linken“ und ihrem Untergang beschäftigt und nach den Ursachen
sucht, dann liegen diese garantiert nicht bei Wagenknecht. Denn
solange Wagenknecht noch vollumfänglich in „der Linken“
akzepiert war, gab es diese Schuldzuweisung – für was auch? – ja
nicht.
Sollte aber der bisherige Verbleib Wagenknechts in „der
Linken“ Schuld und Ursache am Untergang „der Linken“ sein, dann
kann es ihr Ausscheiden nicht sein?! Ist aber ihr ausscheiden die
Ursache und der Grund für deren Untergang.
Dann müsste „die
Linke“ Wagenknecht doch dankbar sein, dass sie diese verlassen hat.
Denn nun kann „die Linke“ ihren moralischen Anspruch, ihre
Wahlversprechen ganz ohne und gegen Wagenknecht durch- und
umsetzen.
Wenn man Wagenknecht keine Träne nachweint, weshalb
dann aber deren Mandat?!
Genau, weil es auch in „der Linken“
inzwischen usus ist, dass es zuallererst um die eigenen Posten und
Mandate geht. Und erst in zweiter Linie darum, dass man diese Posten
und Mandate ja nur durch Wähler*innen erhalten hat, die den
politisch moralischen Versprechungen „der Linken“ geglaubt und
sie deshalb – eben auch oder evtl. gar im besonderen wegen
Wagenknecht - gewählt haben! „Erst kommt das Fressen (das eigene
satt werden) und dann die Moral“!
Freitag, 20. Oktober 2023
Was für eine Woche im ÖRF!
Was für eine Woche im ÖRF!
Da
darf Senator Bernie Sanders am Die. den 17.10.2023 bei Maischberger
laut und deutlich erklären, dass es machtgierige und damit
gewalttätige Oligarchen nicht nur in Russland und China gibt,
sondern auch im demokratischen Westen?! Und in den USA nicht einmal
eine Handvoll davon, die den Raubtierkapitalismus für sich selbst
perfekt umgesetzt haben und immer noch
umsetzen!
https://www.ardmediathek.de/video/maischberger/exclusive-tv-interview-with-u-s-senator-bernie-sanders/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL21lbnNjaGVuIGJlaSBtYWlzY2hiZXJnZXIvZTYzNmIzOTktMjNhNS00MmQ5LWJjNDQtMjM5Y2Y1MzUyYjI4
Und dann war da noch der Do.
19.10.2023 bei
Lanz!
https://www.zdf.de/gesellschaft/markus-lanz/markus-lanz-vom-19-oktober-2023-100.html
In welcher „der Intellekt“ bei der
Diskussion Lanz versus Strack-Zimmermann implodiert, weil es um
öffentlich geäußerte persönliche „Erkenntnisse“ und den
jeweils eigenen Intellekt geht. Der Intellekt, die angebliche
Grundlage für „die Bildung“, welchen weltweit die „Eliten“,
Führenden und Herrschenden inne haben und der das wichtigste und
erstrebenswerteste Ziel der Menschheit sei und sein sollte?!
Wenn
sich also öffentlich Meinungs bildende „Intellekteuelle“
lautstark darüber streiten, wessen Intellekt nun falsch (geäußert)
ist, wer Whataboutismus betreibt, dann ist
wohl die Zeit gekommen, „diesen Intellekt“ und damit die
öffentliche und veröffentlichte Meinung(sbildung), die „Vorbilder,
Herrschenden, Leitenden und Führenden, die Eliten“ zu
hinterfragen?!
Wenn es dann soviel kritische Situationen und
Themen und daraus resultierendem Leid weltweit wie selten zuvor
„intellektuell“ zu diskutieren gibt. Dann dürfte wohl schön
langsam jedem klar werden, dass ein derartiger Intellekt und die
daraus resultierende „Bildung“ nicht die Lösung all der Probleme
ist, sondern das Problem an sich!
Nie zuvor gab es weltweit
(besonders auch in den westlichen Demokratien und damit auch in
Deutschland) soviele (vmtl. intelektuell ausgebildete) Studierende
wie heute, die in und nach ihren Studien dann zu dem Ergebnis kommen, dass es
massenhaft einen Fachkräftemangel gibt! Allerdings nicht im Bereich
der bildenden Hochschulen und Universitäten, sondern im Handwerk, in
der Infrastruktur, im Dienstleistungssektor und in den
Pflegebereichen!
Vielleicht ist die Zeit gekommen um zu
erkennen, dass „der“ Intellekt und damit die bisherige
Bildung
[[Bildung ist nicht das Auswendiglernen von Fakten,
sondern das Training des Verstandes zu denken. Albert
Einstein]]
nicht „der Problemlöser“ ist. Sondern, um es wieder mit Einstein zu sagen:
[[Eine neue Art von
Denken ist notwendig, wenn die Menschheit weiterleben will]]!
Diese
Woche im ÖRF war teilweise eine grandios Offenbarung für (alle
Querdenker, Verschwörungstheoretiker und nicht Intellektuelle), oder
ums anders zu sagen: für alle Anders- und Selbstdenkenden!

