Mittwoch, 20. November 2019

Politischer Talk als Verdummung

Ralf Nietzschmann
Mein Posting zum Thema: Politischer Talk als Verdummung
Liebe Freunde*innen, verehrte Leser*innen und Bekannte,
anhand der Anne Will Sendung vom 18.11. 2019 ein Posting von mir.
Wenn ich es sarkastisch betrachte, müssten solche Sendungen wegen systematischer Volksverdummung verboten werden.
Den Trend der systematischen Volksverdummung oder das uninformiert sein, kann man auch im Gästebuch erkennen. Abgesehen von den Fraktionen, die nur ihren Standpunkt vertreten, besonders dazu auch wieder eine bestimmte Userin im Forum, überwiegt nach meiner festen Überzeugung ein Nachplappern von Vorgängen, die einfach so nicht stimmen.
Ganz schlimm sind diejenigen, bei denen der Strom aus der Steckdose kommt und die nicht nachfragen unter welchen Bedingungen er da hineinkommt.
Mir geht es vordergründig um die künftige Stromversorgung mit regenerativen Energien.
Was meine ich damit? In meiner unmittelbaren Umgebung befindet sich der Tagebau vereinigtes Schleenhain. Es ist ein Tagebau der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft. Zu ihm gehören die Abbaufeldern Schleenhain, Peres und Groitzscher Dreieck.
Im Moment ist dieser Tagebau mit den angeschlossenen Werk Lippendorf für die Umgebung und die Stadt Leipzig unverzichtbar. Das wissen die Menschen dort, den sie wissen auch seit zig Jahren, wie der Strom in die Steckdose kommt.
Diskutiert man mit diesem Menschen vor Ort, wird man reinweg gar nichts Negatives über Windräder oder Solarfelder vom Großteil der Menschen hören, die dort immer mehr aufgebaut werden. Sie wehren sich lediglich gegen die weitere Zerstörung der Infrastruktur in Form der nicht mehr notwendigen Vernichtung von ganzen Dörfern.
Nun zurück zum Gästebuch. Haben sich die Windkraftanlagengegner und angebliche Naturschützer einmal Gedanken gemacht, wie viel Natur und Tierwelt den Tagebauen zum Opfer gefallen sind? Haben sich diese Menschen einmal mit den Kosten und ständigen Folgekosten der Renaturalisierung auseinandergesetzt, die selbstverständlich nicht auf der Stromrechnung erscheinen. Folgekosten der sogenannten ach so billigen und klimafreundlichen Kernenergie, veröffentlichen seriöse Institute überhaupt nicht mehr, da sie nicht zu berechnen sind. Warum werden in solchen Sendungen nicht Stromgestehungskosten auch für Laien verständlich erklärt? Ich verweise da auf eine Studio https://www.ise.fraunhofer.de/content/dam/ise/de/documents/publications/studies/DE2018_ISE_Studie_Stromgestehungskosten_Erneuerbare_Energien.pdf
wurde vom User U. B. Kahnt im Gästebuch erwähnt.
Die Gegner der regenerativen Energien tun immer geradeso, dass morgen die gesamte Stromversorgung zusammenbricht. So ist es jedoch nicht, denn fossile Stromerzeugung bleibt ja noch über eine gewisse Zeit erhalten. Man kann sich über die Zeitschiene der totalen Abschaltung kontrovers streiten.
Da wird im Gästebuch plötzlich der umstrittene Professor Sinn erwähnt. Er versteht plötzlich was vom „Zappelstrom“ und meint damit die Regelenergie, die schon immer erforderlich war, um das Netz konstant bei 50 Hertz zu halten, also Zugang an Strom gleich Abgang an Strom.
Ein User hat das richtigerweise im Gästebuch beschrieben, weil immer wieder Frau Baerbock diesbezüglich angegriffen wird, wenn sie das Netz als Stromspeicher bezeichnet.
Richtig ist jedoch, doch bei weitem nicht ausreichend, dass Batteriespeicher für die Netzstabilität herangezogen werden und dabei Bestandteil des Netzes wären.
Heute erfolgt die Steuerung der Regelenergie weitgehend noch über träge konventionelle Kohlekraftwerke, die anders als Batteriespeicher nicht in Sekundenschnelle zu oder abgeschaltet werden können. Eine Zwischenlösung stellen herkömmliche Gaskraftwerke dar, sie sind flexibler, aber ökonomisch als Kraftwerke nur zur Stabilisierung des Netzes nicht erwünscht.
Lindner und seine Geisterstromdebatte. In vielen meiner Postings wies ich darauf hin, dass gerade die FDP unter Brüderle die Verhinderer des erforderlichen Netzausbaus waren, Stichwort Seekabel nach Norwegen. Technisch bedingt mussten die Offshore Anlagen in Betrieb gehalten werden und produzierten Geisterstrom selbstverständlich zum Nachteil von Otto Normalverbraucher, der einseitig die Kosten tragen musste.
Wir verschenken Strom, um ihn dann bei Bedarf teuer zurückzukaufen. Schuld daran natürlich die regenerativen Energien, wenn Wind in Fülle weht und Sonne unerbittlich scheint. Total falscher Eindruck, wenn man die Ursachen näher beleuchtet.
In der dezentralisierten Stromversorgung wird darüber nur milde gelächelt, denn da gelten andere Regeln sowohl ökonomisch aber auch technisch, da vor allem Speicherausbau und Biogas, wenn eben keine Sonne scheint oder kein Wind weht.
Wir haben das europäische Verbundnetz, was ursprünglich nicht schlecht ist, wenn es nicht das Wörtchen, wenn nicht gäbe.
Für mich bleibt die Strombereitstellung Bestandteil der Daseinsfürsorge und darf nicht zum Spekulationsobjekt verkommen.
Was wird aber gemacht? Strom wird an der Leipziger Strombörse gehandelt. Deshalb wird der Strom nämlich „verschenkt“ und dann bei Bedarf teuer zurückgekauft.
Spricht das ein Lindner oder andere den Lobbyisten verpflichtete Politiker in solchen Verdummungsshows einmal an? Die Produzenten und Netzbetreiber sollen eine durchaus auskömmliche Vergütung für ihre Leistungen bekommen, aber keinesfalls aus Spekulationen. Warum erfolgen Strompreiserhöhungen, obwohl der Börsenstrom im Jahresdurchschnitt um 28 % gesunken ist? Einfach u.a. einmal mit der garantierten Vergütung beschäftigen. Ist aber nicht die Schuld derjenigen, die regenerative Energie einspeisen, sondern der oben erwähnten Spekulation an der Börse.
Zu meinen besonderen Freunden, den Grünen. Wer den Parteitag verfolgt hat, muss feststellen, dass die Grünen sich glasklar zu einer neoliberalen Partei entwickelt hat, egal auf welchem gesellschaftlichen Gebiet. Sie sind genauso willfähige Werkzeuge, wie Union/ SPD/ FDP und die AfD will ich überhaupt nicht erwähnen und die Linken haben politisch abgewirtschaftet.
Ein Habeck stimmt den Bau des Terminals für das dreckige Fracking Gas zu, gleichzeitig gegen Nordstream II, als ob der Russe tatsächlich an jeder Wohnungstür in Deutschland steht.
Was sind denn die Tatsachen wirklich, warum sowohl Fracking Gas aber auch Russengas nach Deutschland kommt, dass eine Baerbock und auch ein Habeck, sollten sie an die Macht kommen, dann unter wirtschaftlichen Interessen sehen werden und auf den Klimaschutz pfeifen. Russland hat seine Rohstoffe und Mercedes und andere Konzerne wollen nach Russland verkaufen, analog zu den VSA.
Deshalb bleibt das Gasverbundnetz für Windgas unerreicht. Erklärt wird es den Michel mit hohen Kosten und den Wirkungsgrad von 60 % derartiger Anlagen verschweigt man lieber einmal den technisch nicht so versierten Menschen.
Es wird ein unbegreiflicher Hype über E- Mobiltät verkauft, der so nie aufgehen wird. Hauptsächlich der Michel schluckt die CO2 Bepreisung.
So, wie sich heute diese Regierung einschließlich der Grünen und der AfD zu regenerativen Energien gebärden, wird das nichts außer Belastungen für den einfachen Menschen.
Zu WKA eine abschließende Bemerkung, ich schließe keinesfalls aus, dass Standortentscheidungen immer von Fall zu Fall zu entscheiden sind, nur eine grundsätzliche Ablehnung unter dem Motto - mein Strom kommt aus der Steckdose – lehne ich persönlich ab, sie mein Beispiel oben vom Leipziger Umfeld .
Noch so eine Baustelle, die meistens auf Unwissenheit basiert. Die meisten beschweren sich über Funklöcher, lehnen aber Funkmasten ab. Besonders nun der Ausbau der 5G Technik.
Da kommt noch Huawei dazu.
Huawei ist führend in der 5 G-Technologie und behauptet, dass sie abhörsicher ist. Was wir wissen und was bewiesen ist, dass Microsoft Schnittstellen ins System eingebaut hat, dass Abhören ermöglicht und interessierten Kreisen in den VSA ungehinderten Datenzugang ermöglicht. Hat solche Schnittstellen auch Huawei?
Dazu grundsätzlich, wir sprechen hier noch mehr, wie im G4 Standard über ultra-ultra-kurzen Wellen mit vergleichsweise wenig Leistung, deshalb scheiden wohl gesundheitliche Schäden mit hoher Wahrscheinlichkeit aus. Die Sendemastendichte muss so ausgerichtet sein, dass die Masten sich vereinfacht gesagt sehen können. Das bedeutet grundsätzlich erst mal einen sehr hohen Aufwand, wenn überhaupt, das Huawei Netz durch Fremde zu knacken. Könnte ein Grund sein, dass unsere amerikanischen Freunde und hörige Politiker in Deutschland Huawei verhindern wollen.
Belasse ich es für heute, schließlich war politischer Talk und da Anne Will mein Thema.
Glück auf
Ralf




Dienstag, 19. November 2019

Mal wieder ein paar Gedanken in Versform

„Unzufriedenheit“

Er tat schon immer was er wollte
und lebte seine Lust
dass dies auch einen Preis hat
hat er wohl nicht gewusst

er suchte an verschied´nen Orten
Erholung und Zufriedenheit
beschrieb´ dies dann mit seinen Worten
stets als Vollkommenheit

War anfangs noch der eig´ne Garten
für kurze Zeit Erholungsraum
konnt´ er es nicht erwarten
sich zu erfüllen einen neuen Traum

Er konsumierte, ging auf Reisen
was gestern noch das Beste war
war heut´ schon wieder altes Eisen
so ging dies Jahr für Jahr

Nur kurzfristig hatte sich jedoch
stets eingestellt Zufriedenheit
danach fiel er ins selbe Loch
die Suche braucht halt Zeit

Doch schon im nächsten Augenblicke
begann von vorne das Theater
das suchen war stets voller Tücke
jetzt half nur noch der Psychiater

auf der Suche nach dem Glück
weil niemals ihn zufriedenstellte
egal wohin ihn seine Reisen führten
was er sich kaufte und bestellte

der hört sich in der Sitzung an
welche Probleme ihn so plagen
und das bereits sein Leben lang
beim nach Zufriedenheiten jagen

und täglich werden es doch mehr
die Lösungen von da erwarten
diese Art der Hilfe ist keine Gewähr
für Unzufriedenheiten aller Arten

es ist ein Markt für Suchende
die sich nicht selbst gefunden
für Wütende und Fluchende
durch selbst erzeugte Wunden

Und die Moral von der Geschicht`
die Kassen klingen und der Markt floriert
die Lösung gibt’s noch immer nicht
zurück bleibt Mensch und zwar verwirrt

kommt nicht aus seinem Hamsterrad
sucht weiter Ablenkung in dem Konsum
und findet heute toll was morgen fad
bemerkt nicht sein Delirium

Zufriedenheit gibt’s nicht in Shoppingmeilen
in Schaufenstern und Angeboten
oder beim Psychiater zu verweilen
man muss sein Leben selbst ausloten

© R. K.

Freitag, 15. November 2019

Wer vertraut denn dieser Frau?




Bolivien hat eine neue Präsidentin. Nein, nicht durch freie Wahlen, ja noch nicht einmal durch irgendwelche Wahlen, sondern durch einen Putsch. Einen Putsch der lange vom Finanz und Großkapital vorbereitet wurde, um die Verstaatlichung der Ölindustrie wieder rückgängig zu machen und dadurch den Kapitaleignern wieder den Zugriff auf das bolivianische Öl zu ermöglichen. Ein Putsch, der von den deutschen Qualitätsmedien nicht als solcher benannt werden darf, da man ja sonst offen zugeben müsste, dass man Putsche unterstützt. Aber dem Finanz- und Großkapital ist mal wieder ein Fehler unterlaufen. Der gleiche Fehler wie schon zuvor in Venezuela. Wir erinnern uns. 



Dort hatte sich Juan Guaido ebenfalls selbst, genau wie Jeanine Añes, zum Präsidenten ernannt und wurde sofort von der Bundesregierung anerkannt. Und wie sollte es auch anders sein, erkennt Anes Guaido an. Ich habe nichts anderes erwartet. Nur sollte das Finanz- und Großkapital sich seine Putschisten genauer ansehen, bevor es diese auf die Öffentlichkeit los lässt. Mir fiel das bei Beiden sofort auf! Nämlich, diesen beiden Exemplaren steht die Niedertracht förmlich ins Gesicht geschrieben. Treue, Aufrichtigkeit und Liebe zum Volk sind Attribute die ihnen völlig abhanden gekommen sind. Karl May hätte wahrscheinlich diese beiden Gesichter als Vorbild genutzt, um so richtig schleimige Schurken zu beschreiben und ich finde er hatte Recht wenn er schrieb, dass man manchen Menschen Verlogenheit und Korruption schon ansehen kann. Zum Glück gelingt es solchen Gestalten eben dann doch nicht gegen das Bauchgefühl der breiten Masse zu bestehen. Nein, Anzug und Krawatte reichen eben nicht mehr aus um zu überzeugen. Dazu wären Attribute nötig die dem Finanz- und Großkapital schon von Natur aus völlig fremd sind. Nämlich Ehrlichkeit, Treue, Aufrichtigkeit und Edelmut!

Peter Fischer

Dienstag, 5. November 2019

Worüber wir reden müssen

Worüber wir reden müssen

Wenn man die Verhältnisse in Deutschland und Europa verändern möchte, dann muss man unbedingt verstehen, auf welche Weise die derzeitige Meinungsmache funktioniert. Nämlich dadurch, dass man die Themensetzung kontrolliert und viele Menschen gar nicht verstehen, warum sie sich auf einmal in Debatten befinden, die sie so nie gewollt haben.

Nehmen wir mal die Masseninvasion aus völlig anderen Kulturkreisen und die sich auch dadurch ständig verschlechternde Sicherheitslage im öffentlichen Raum, insbesondere für Frauen. Kaum benennt man die Täter beim Namen, nämlich Migranten aus völlig anderen Kulturkreisen, wird man garantiert mit dem Vorwurf des Rassismus und des Faschismus konfrontiert und nicht selten als Nazi gebrandmarkt. Geht man jetzt darauf ein, hat man plötzlich eine Diskussion über Rassismus und Faschismus am Hals, ohne dass das eigentliche Thema noch eine Rolle spielt. Jetzt geht es nicht mehr um die Sache ( öffentliche Sicherheit ), sondern um den Rechtsruck in unserer Gesellschaft, dem mit allen Mitteln entgegen getreten werden muss. Aus den „Anklägern“ sind ohne Mühe Angeklagte geworden und jede sachdienliche Diskussion wurde unterdrückt.

Genau so beim Thema Umwelt. Verlangt man Beweise für menschengemachten CO2 Ausstoß als Ursache der Erderwärmung, dann werden diese nicht etwa geliefert, sondern man wird als Klimaleugner diffamiert. Mit Klimaleugnern kann man nicht reden. Die gefährden unsere Zukunft. Auch hier gilt wieder, geht man darauf ein, wird aus dem ursprünglichen Thema etwas völlig anderes. Wieder findet keine ergebnisoffene Diskussion zum Thema statt, in der gleichberechtigt argumentiert werden darf.

Dieses Schema kann man zu allen Themenkomplexen immer wieder beobachten und ich selbst halte es für wichtig, die Kontrolle über die Themen zu behalten, in dem man nicht mehr auf diese Masche herein fällt. Nein, wir reden jetzt mal über Remigration und über seriösen Umweltschutz und nicht über Faschismus und Klimaleugner. Nur so können die wirklich wichtigen Diskussionen geführt werden!

Peter Fischer

Einfach mal wieder ein paar Gedanken zu Will, Plasberg und BverfG in den letzten Tagen.

Einfach mal wieder ein paar Gedanken zu Will, Plasberg und BverfG in den letzten Tagen.

Eine entscheidende Frage im Bezug darauf, „wer soll (WAS – die Moral und Gerechtigkeit?!) das bezahlen“ wird eigentlich nie an die Fragesteller selbst gestellt. Insbesondere und immer dann, wenn diejenigen in einer (Diskussions)Runde sitzen, die immer davon schwafeln, dass die Allgemeinheit, die Gesellschaft DAS erarbeiten muss, was andere „leistungslos“ bekommen. Da fragt Niemand nach dem Recht und der Gerechtigkeit und worauf sich dieses gründet. Da sind die Menschen eben nicht mehr gleich. Es geht dabei eben nicht um die Sache, um Recht und Gerechtigkeit. Sondern um parteipolitische Ideologien, Auslegungen. Die allerdings bei der Erhöhung der eigenen Diäten und Pensionen (Boni und Prämien, also dem, was „man“ sich selbst „leistungsgerecht“ zugesteht) für welche die Allgemeinheit, die Gesellschaft ebenfalls aufkommen muss keine Rolle mehr spielt. Da wird man sich bei der (Um)Verteilung ganz schnell einig. Dass sich die Kosten für, als auch die Anzahl Abgeordneter ständig erhöht, daran stört sich ebenfalls Niemand. Da gibt es keine Bedürftigkeitsprüfung, keine Frage danach, woher das Geld hierfür kommt und wer dies alles bezahlen soll. Und dies seit Jahren bei einer Leistung, welche dazu führt, dass man ständig nach Schuldigen suchen muss, weil die Leistung eben nicht stimmt. Die zu fast schon tagtäglichen Talkshows und Diskussionsrunden führt, in der nach Antworten und Lösungen für WAS eigentlich gesucht wird?! Für eine erfolgreiche Leistung, für eine großartige Demokratie, für die Gerechtigkeit?! Nein, sondern es werden ständig die vorhandenen Probleme diskutiert, welche sich aufgrund der „großartigen“ (Fehl)Leistungen Verantwortlicher eingestellt haben?!

Richtig interessant wurde die Runde und die Diskussion bei Hart aber fair gestern erst in der letzten Viertelstunde (ab ca. 1 Std. ). Als es um die Sozialsysteme im Bezug auf Moral, Gerechtigkeit und Bezahlbarkeit ging.

https://www1.wdr.de/daserste/hartaberfair/videos/video-grottenschlecht-oder-besser-als-ihr-ruf-was-taugt-die-groko-wirklich-102.html

Moral und Gerechtigkeit kristallisiert sich bei derartigen Diskussionen stets als Frage der Finanzierbarkeit, Verfügbarkeit des Geldes und nicht als eine Frage des Rechts [Lebensrecht] als solches heraus?!

Andreas Rödder: „Respekt-Rente führt natürlich dazu, unsere Sozialversicherungen nochmal moralisch [eine Frage der Diskussion und Auslegung] so aufzuladen, dass wir das ganze System der sozialen Sicherung damit so überhöhen.... und dann werden wir auch wieder die alten Verteilungskämpfe haben [ womit klar wird, dass es weder um Moral, noch um Gerechtigkeit, sondern um die Macht der Verteilung geht] und dann werden wir über die Sozialversicherungen auch wieder anders diskutieren müssen“ [Also letztlich nur wieder und neue Machtkämpfe ausfechten, bei denen es wiederum nicht im geringsten um Moral und schon gar nicht um Gerechtigkeit geht]!

Einwurf Melanie Amann: „Aber die Diskussion über die Sozialsysteme sind Gerechtigkeitsdiskussionen und es ist doch klar, dass die moralisch aufgeladen sind“

Zwei unterschiedliche Vorstellungen [ also Auslegungen] von sozialer Gerechtigkeit die zum Ausdruck kommen. Die sozialdemokratische der SPD, und die auf Subsidiarität fußende der CDU/CSU ( also unterschiedliche Auslegungen in Bezug auf Gerechtigkeit!), wie es Rödder sinngemäß darlegt.
Roettgen wirft bzgl. Festgeschriebenem und Kompromissen ein, dass die Wirklichkeit anders ist.... als WAS? Genau, die Politik, die er und alle anderen EntscheidungsträgerInnen seit Jahrzehnten machen! Bedeutet letztlich doch, dass wir von realitätsfremden Verantwortlichen regiert und verwaltet werden.

„Respekt-Rente“ – Respekt ist genau der springende Punkt. Wer bestimmt, was genau und in welcher Form es dies zu respektieren sei?!

Dazu passt dann das heutige Urteil des BverfG. Menschen, die nicht wissen, was Leben am Existenzminimum [also der Respekt vor dem Leben] bedeutet, urteilen dann darüber, dass dieses [zu respektierende] Existenzminimum auch noch mit bis zu 30% be- und eingeschränkt werden darf!

Dies ist ein weiterer Beweis dafür, dass die realitätsfremden EntscheidungsträgerInnen an der Wirklichkeit (von der Wahrheit ganz zu schweigen) vorbei entscheiden.