Freitag, 22. März 2019

Wie wird man deutsch?


Leider greift in unserm Land der Wahnsinn immer mehr um sich und immer weniger Menschen scheinen in der Lage zu sein, ihren eigentlich angeborenen gesunden Menschenverstand benutzen zu wollen und / oder zu können. Neben vielen anderen unsinnigen Behauptungen zu Klima, Gender, Impfungen und Europa gehört die Behauptung, dass man mit Erhalt der deutschen Staatsbürgerschaft automatisch Deutscher sei, egal woher man stammt, zum größten Unfug den ich je gehört habe, denn dazu habe ich eine komplett andere Meinung.

Nein, aus einem Neger ( hier nur als Beispiel genannt ), und ich verwende den Begriff bewusst, wird niemals ein Deutscher, egal was interessierte Kreise dem Volk einzureden versuchen.

Der geniale ehemalige DDR Komiker Eberhard Cohrs formulierte das in etwa so:
„Wenn eine Katze im Fischgeschäft Junge bekommt, dann sind das auch keine Heringe.“

Siehe hier:

Ja, so einfach ist das und früher war das auch jedermann bekannt. Doch dann kamen die wahnsinnigen Forscher der Grünen, welche ich ausdrücklich nicht mit die Forschenden benennen werde, die für sich beanspruchten, völlig normale Fakten als falsch zu deklarieren und Jedem der es wagte ihrem Unfug zu widersprechen, die Nazikeule an den Kopf warfen.

Und nein, ich behaupte nicht, dass Neger minderwertig sind, aber ich behaupte ganz klar, dass Neger keine Deutschen sind und es auch niemals sein werden! Man kann einem Neger noch so viele Schilder mit der Aufschrift „Deutscher“ umhängen, jedoch wird eine solche Aussage niemals wahr werden! Deutscher wird man durch Abstammung und nicht durch Schilder und / oder Ausweise. Oder, und ich frage das jetzt mal ganz provokativ, sind hier in Deutschland geborene Juden etwa keine Juden mehr, womit das Recht der Beschneidung dann nicht mehr gegeben wäre? Das wäre nämlich der Umkehrschluss, wenn man dem Unfug der Grünen folgt!

Wollen wir das wirklich?

Wollen wir wirklich eine Nationalmannschaft die aus mehreren Nationen zusammengewürfelt und dann in deutsche Nationalmannschaft umetikettiert wurde? Was dabei heraus kommt, haben wir ja zur letzten WM 2018 gesehen.

Nein, Schluss damit und endlich die wahnsinnigen Grünen in die Schranken weisen ist das Gebot der Stunde, zumal die ja noch auf ganz anderen Gebieten unserer Nation ihren Unfug aufzwingen wollen!

Peter Fischer

Freitag, 8. März 2019

Haltung und Meinung

Ralf Nietzschmann
Mein Posting zum Thema: Haltung und Meinung aus meiner Sicht

Liebe Freunde*innen, verehrte Leser*innen und Bekannte,

selbstverständlich beantworte ich nach wie vor Anfragen, die mich auch per E-Mail erreichen. Warum sollte ich das nicht tun? Im Posting - Kurz und bündig - schrieb ich:
Nach wie vor, beantworte ich Fragen oder gehe auf Kommentare ein, wenn sie das normale Maß einer Diskussion erfüllen.
Beginne ich mit einer Frage, die auf folgendes Zitat mir gestellt wurde:

Die Mütterrente wird ja nun ab März für alle ausgezahlt. Die betreffenden Renten werden pro Kind um 16,02 Euro brutto im Westen und um 15,35 Euro im Osten erhöht.
Zwei aktuelle Beispiele im 30ten Jahr des Beitritts. Ich wundere mich überhaupt nicht mehr, wenn die AfD in Brandenburg, Sachsen und Thüringen die Nase vorn haben könnte.
Deshalb ändere ich meine Meinung zur AfD mit Sicherheit nicht, argumentiere aber mit potenziellen Wählern dieser Partei nicht mehr. Schlimmer kann es doch im Bezug zur Rente auch mit der AfD nicht kommen. Ich werde mich, da es mich interessiert, mit dem nun von Meuthen angedeuteten Rentenkonzept beschäftigen.



Warum wird mir mit diesem Zitat nun AfD Nähe unterstellt?
Ich habe lediglich meine Meinung auch hier vertreten. Ich habe ganz einfach keine Lust mehr Diskussionen zu führen, egal aus welcher Richtung sie kommen.
Ich poste lediglich noch, wenn ich will und da weiche ich grundsätzlich nicht von meiner Meinung und Haltung ab. Meine Meinung korrigiere ich, wenn mir Argumente vorgelegt werden, die ich nachvollziehen kann.
Mit Sicherheit gehört die Respekt Rente und die Versuche der SPD ihre jahrelangen neoliberale Haltung nun mit Worthülsen zu kaschieren, eher die Menschen zu verdummen, nicht dazu meine Meinung zu ändern. Trifft auch auf die anderen Parteien zu, einschließlich Teile der Linken. Was ist falsch daran die Rentenpläne der AfD zu studieren? Nur, weil sie von der AfD kommen?



Einige grundsätzliche Gedanken von mir, die wiederum meine Haltung dokumentieren sollen.
Wir stehen auch in Sachsen im Jahr vor Wahlen beginnend mit Kommunalwahlen, dann die EU Wahl und als Höhepunkt für meine Heimat die Landtagswahl.
Ich spreche ja immer noch vom Beitritt und nicht von Wiedervereinigung.
Ja, ich gehöre zu den Sachsen, die auf ihre Heimat stolz sind.
Deshalb wehre ich mich auch mit aller Kraft gegen die Meinungsmache gegenüber Sachsen.
Warum werden in Sachsen zu viele Menschen bewusst diffamiert und beschimpft.
Warum werden sie als naiv, blöd oder rassistisch bezeichnet? Weil sie unbequeme Fragen stellen? Fragen, die nicht zum Kalkül der Parteien passen, egal um welche gesellschaftlichen Anliegen es sich dabei handelt.
Wer es nicht merken will, dass unsere Gesellschaft am Scheideweg steht, ist nach meiner Ansicht naiv oder blauäugig.
Es ist mir zu billig mit rechts oder gar mit der Nazikeule zu kommen. Es ist auch kein Stammtischgegröle, wenn sich nachdenkende Menschen, Menschen, die kleine Unternehmen führen, Ärzte oder Handwerksmeister nicht mit dem üblichen Neusprech der Politiker abfinden, die auch keine Lust auf intellektuelle Diskussionen mit Politikern haben und diese ablehnen. Nein, diese Menschen weisen auf Fakten und die Realität hin, die nicht nur Sachsen, geht es so weiter schlichtweg in den Abgrund führen
Parteien, die diese berechtigten Fragen nicht beantworten, werden abgewählt und ob nun die AfD die Lösung sein könnte, glaube ich nicht.



Zurück zum berechtigten Frust und da bleibe ich in meinem Heimatland Sachsen.
Im 30ten Jahr des Beitritts werden immer noch mehr als 90 Prozent der Spitzenjobs von Westdeutschen begleitet. Wir erleben immer noch die Besatzer Mentalität, man kann es auch Siegermentalität nennen.
Es setzt sich fort, was nach dem Beitritt begonnen wurde.
Auch Sachsen, muss sich mit der damals eingeleiteten Deindustrialisierung, die ja nachweisbare kriminelle Züge trägt, bis heute auseinandersetzen.
Man muss sich das einmal vorstellen. Die DDR hatte 1989 über 7000 Hochschullehrer an den akademischen Einrichtungen, nach dem Beitritt wurden 5500 entlassen. In den medizinischen Einrichtungen das gleiche Bild. 47 % des hoch qualifizierten Fachpersonals, bis hin zu Chefärzten, wurden entlassen, nur weil sie eine SED Mitgliedsschaft hatten. Im juristischen Bereich lag die Quote der Entlassungen bei über 97 %.
Ich flechte hier ein, wie war doch das gleich bei Gründung der BRD, wurden da auch die Eliten aus dem III, Reich so rigoros verbannt? Nach wie vor, haben diese Feststellungen nichts, aber rein gar nichts mit den gern benutzten Begriff des Jammers Ossis zu tun. Mit dem Überstülpen der westdeutschen Mentalität verloren aber viele Ostdeutsche 40 Jahre ihrer Lebensbiografie.
Sachsen und das Gebiet der ehemaligen DDR wurde bewusst deindustrialisiert. Es galten bis heute die Gesetze des Kapitalismus, das heißt das Siegersystem ohne Wenn und Aber durchzusetzen.

Nun muss sich der Ostdeutsche anhören, dass die Produktivität gegenüber dem Westen immer noch mit 30 % hinterherhinkt. Genau diesen Blödsinn, der da propagiert wird und nicht die Ursachen nennt, lässt sich eben der vom Hause her stolze Sachse nicht gefallen und geht auf die Barrikaden.
Auch im 30 Jahr des Beitritts hat besonders der Sachse das eigenständige Denken nicht eingestellt und da spreche ich ein paar Punkte an, die bestimmt nicht nur auf Zustimmung stoßen.
Ich wehre mich ganz entschieden mit „Nazischeiß“ und Rechtspopulismus in Verbindung gebracht zu werden, nur weil es leider auch in Sachsen, wie in der gesamten BRD, rechte Brüllaffen gibt. Diese Art von Menschen dienen für mich nur dazu, um den Politikern ein Argument in die Hand zu spielen, um ja nicht auf deren Unfähigkeit hinzuweisen, zu müssen.



Was meine ich damit?


Es gibt Politiker, die sagen, sie wollen offene Grenzen für alle. Wer das will, muss aber dem Volk auch ehrlich die Konsequenzen benennen. Ein Sozialstaat, funktioniert nur, wenn viele Facharbeiter, Selbständige, Akademiker, Beamte, Politiker in die Sozialsysteme einbezahlen. Ich gehe nicht noch einmal dazu näher ein. Ein Staat mit offenen Grenzen muss Abstriche am Sozialstaat machen und das geht zulasten des eigenen Volkes. Einen Sozialstaat langsam zerbröckeln zu lassen ist keine Lösung und erst recht keine politische Antwort in den Flüchtlingsfragen und der Migration.
Bei der Migration muss man unterscheiden, um welche Migranten handelt es sich.
Es gibt Arbeitsmigranten, die für billiges Geld zum Nutzen der Kapitaleigner arbeiten, aber nicht den Sozialstaat, wie erforderlich, unterstützen können. Ist nicht ihre Schuld.
Profiteure bleiben auch hier die Kapitaleigner, gerade aktuell zu erleben, wie Lohnabstriche mit Migranten funktionieren. Auch diese Art hat mit Menschenfreundlichkeit nicht das Geringste zu tun.
Viel wichtiger sind aber die Zuwanderer in Millionenhöhe, die niemals zum Nettosteuerzahler werden.
Warum werden persönliche Erfahrungen unterdrückt oder die Leute sofort nach rechts eingegliedert, nur weil sie Wahrheiten ansprechen?
Wir sprechen jährlich von über 100 Milliarden Integrationskosten und was bringen die im reellen Leben?
Religion ist der Maßstab aller Dinge beim Familiennachzug. Dieser besagt eben, dass die Frauen zu Hause bleiben müssen und Jahr für Jahr ihre Gebärfreudigkeit unter Beweis stellen sollen, da es ja ihr Mohammed so will.
Und wenn der Handwerksmeister im Gesprächskreis seine Erfahrungen schildert, wird er abgeschmettert. Es kommen drei Flüchtlinge zur Ausbildung, der eine hat Rücken nach nur einen Tag, der Zweite nach 14 Tage und der Dritte versucht es bisher weiter, Ausgang offen. Wenn die Sozialarbeiterin erklärt, dass es vergebliche Mühe ist, überhaupt erst einmal an die Flüchtlingsfrauen heranzukommen, um dann über Verhütung zu sprechen, wird sie als Einzelfall abgekanzelt.
Genau das, hat mich auch bewogen mich zurückzuziehen.
Ich sehe nämlich tatsächlich die vielen jungen Männer, die Tag für Tag auf der Straße herumlungern und ich sehe auch die Familien mit großer Kinderschar auf der Straße. Ich weiß aber auch, dass Deutschland nur 15 Millionen Nettosteuerzahler hat.
Unabhängig davon bleibe ich bei meiner Meinung, was die Flüchtlingsursachen tatsächlich beseitigten würde. Auch dazu haben wir genügend kontrovers diskutiert.
Heute gehört kein Syrer mehr nach Deutschland, er wird im eigenen Land gebraucht. Es ist auch schlimm, wenn Deutschland versucht seinen angeblichen Bedarf an Arbeitskräften, egal ob durch Flüchtlinge oder andere Ausländer, glaubt so zu bewältigen. Wir haben immer noch über 6 Millionen tatsächliche Arbeitslose.
Auch dazu haben wir lang und breit diskutiert.
Ich weiß nicht, ob Bürgerinitiativen, aktuell # aufstehen, noch irgendwas bewegen können. Ich weiß aber, dass der Frust besonders in Sachsen über die desaströse Politik tief sitzt, vermutlich Wahlergebnisse hervorbringt, die nicht unbedingt sein sollten, aber dann eben nicht zu ändern sind.
Ich baue immer noch auf Menschen, die nicht nur in Schwarz/ Weiß denken, sondern den 98,5 % Bürgern Gehör verschaffen, die im Moment von 1,5 % Parteigängern bestimmt werden.
Wie weit wir in Deutschland bezüglich der Meinungsfreiheit gekommen sind, verdeutlicht ein Kommentar auf
https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/helmut-schmidt-jetzt-voll-nazi-facebook-sperrt-nutzer-wegen-zitaten-des-spd-altkanzlers-a2816513.html?meistgelesen=1
Da wird ein Facebook Account gesperrt, nur weil er von einem AfD Politiker ist und dort Altbundeskanzler Schmidt zitiert wird. Wer wundert sich da noch, dass die AfD trotz aller Vorbehalte immer mehr Zustimmung bekommt und nicht nur in Sachsen?
Ich nicht.
Glück auf
Ralf




Donnerstag, 7. März 2019

Maischberger vom Mi., den 6.3.2019



Attacke auf die Reichen: Beschimpfen, besteuern, enteignen?

Link zur Sendung:
https://www.daserste.de/information/talk/maischberger/sendung/attacke-auf-die-reichen-beschimpfen-besteuern-enteignen-100.html

Es wird ja ständig suggeriert, dass Bildung (als Vorstufe zur Intelligenz) und Leistung der Grundstein für Wohlstand und Reichtum seien. Jetzt bedeutet Intelligenz aber, abstrakt und vernünftig zu denken, um daraus ein zweckvolles Handeln zu machen. Es wird auch ständig von der Gesellschaft gefordert, dass sie sich auf (evtl. auch einschneidende) Veränderungen einzustellen habe. Wer sich aber tatsächlich nicht auf einschneidende Veränderungen einstellen will, sind die „Reichen“.
Wie intelligent muss man aber sein, um sich 10 und mehr Autos in die Garage zu stellen, wenn man selbst immer nur ein Fahrzeug chauffieren kann? Villen mit mehreren Schlaf- und Badezimmern zu haben, wenn man selbst nur in einem Bett schlafen und in einer Dusche oder Badewanne duschen oder baden kann?
Was daran genau ist vernünftig und zweckvoll?! Daran wird auch deutlich, dass es sich bei derartigen Diskussionen überhaupt nicht um eine Neid-Debatte handelt. Denn wer nur ein wenig logisch denkt, wird doch nicht auf eine derartige Intelligenz neidisch sein?!
Wie aber soll jemand abstrakt und vernünftig für andere (eine Gesellschaft, Gemeinschaft, das große Ganze) mitdenken wollen, aber auch können, wenn er für sich selbst schon nicht vernünftig denken und handeln kann?!
Da aber weder Geld, noch Autos und Villen, egal in welcher Höhe und Anzahl eine Bildung haben, oder eine eigene Leistung erbringen (können), muss die Vermehrung dieser materiellen „Werte“ eine ganz andere Ursache, Auswirkung, aber auch ein ganz anderes Ziel haben.
Es geht also beim erstreben von Wohlstand und das sammeln von Reichtum grundsätzlich um etwas ganz anderes als darum, Teil einer Gesellschaft, Gemeinschaft, seinesgleichen zu sein.
Es geht darum, sich von anderen und damit von der Gemeinschaft, Gesellschaft abzuheben. Eine höhere, überhöhte Stellung einzunehmen. Insbesondere durch das sammeln und zeigen materieller Werte, dass man besser (also der bessere Mensch) ist.
Wenn aber die einen überhöht werden und sind, dann sind logischerweise andere erniedrigt. Dann haben die einen mehr Macht als die anderen. Und diese Macht will auch genutzt werden.
Genau darum drehte sich aus gestern wieder die Diskussion bei Maischberger.
Wer hat die besseren Ideen, wer die intelligenteren Lösungen für das „große Ganze“, für die Gesellschaft?
Mit nicht gerade intelligenten Vorschlägen hat sich Frau Ostermann hervorgetan. Passend dazu: [[Kevin Kühnert führt bei Maischberger Unternehmerin vor]]

Auch Werner Mang argumentierte eben aus seiner Sichtweise, um etwas zu rechtfertigen, was überhaupt keiner Rechtfertigung bedurfte. Denn wie Frau Herrmann richtigerweise anführte, geht es nicht um eine Neid-Debatte, sondern um einer Gerechtigkeisfrage.
Und sie sagte etwas ganz wesentliches. Dass es die Abhängigkeit ist, die erpressbar macht. Erpressen kann aber nur, wer die Macht und die Mittel dazu hat. Genau dies hat Frau Ostermann eben auch mit ihrer Aussage bzgl. der abwandernden Unternehmen, Beschäftigung und Arbeitsplätzen belegt.

https://web.de/magazine/politik/politische-talkshows/reichen-talk-sandra-maischberger-neid-debatte-33596878

Zu Rainer Hank und seiner sozialdarwinistischen Einstellung muss man eigentlich gar nicht viel sagen. Hierzu empfehle ich einfach sich die Sendung ab ca. Min. 58:00 anzusehen.
Hank: „ Die Tafel gehört mit dazu, dass dieser Staat ein sozialer, humaner Staat ist. Dass sind Menschen die zugleich, wenn sie das möchten und wenn sie bedürftig Hartz IV bekommen, wollen sie auch alles abschaffen im Moment und zugleich sind wir barmherzig, indem wir diese Tafeln haben.“

Zur „Barmherzigkeit“ eines Hank´s. Wären „die Reichen“ tatsächlich barmherzig, würden sie ihre Privatspenden ganz anders einbringen (müssen). Da sie aber selbst bei ihrer Barmherzigkeit darauf achten, welchen Nutzen sie insbesondere auch selbst davon haben (abgesehen von den steuerlichen, auch Abschreibungs-Möglichkeiten und der Anerkennung – also wieder das „aufschauen“ derer, die sich nicht auf „ihrer Augenhöhe“ befinden), sind sie selbst bei all ihrem Reichtum darauf angewiesen, dass es „Bedürftige“ gibt, um ihrer Barmherzigkeit Ausdruck verleihen zu können.

Hier möchte ich bzgl. der Äußerungen eines Hank gerade im Bezug auf die Humanität und Barmherzigkeit ein kleine Parabel einfügen:

[[ Es war einmal.... ein Samariter und Glücksschmied, der sich freiwillig und gerne in den Dienst anderer Menschen stellte. Lob und Anerkennung durch Andere waren im Lohn genug. Er hatte die Lehre Jesu, aber auch weltliches Wissen aufgesogen und auch in die Tat umgesetzt.

Andererseits vertrat dieser Samariter aber auch die Meinung, dass Jeder seines Glückes Schmied sei und seine Hilfe nur Hilfe zur Selbsthilfe (also das eigene Glück schmieden) sei.

Daher stellt sich dann die Frage: weshalb hat „man“ dann sein Glück nicht selbst so geschmiedet, dass man keine Hilfe zur Selbsthilfe benötigte?! Wenn Jeder doch seines eigenen Glückes Schmied ist, weshalb bedarf es dann der „Samariter“?! Wozu?! Wollen oder können diejenigen, welche des Samariters bedürfen ihr Glück nicht selber schmieden?! Hätten sie allerdings ihr Glück bereits in der Form selbst geschmiedet, wie es der Samariter vorfand/vorfindet, was will dann ein Samariter an diesem genau so „selbst geschmiedeten“ Glück korrigieren, verbessern, bzw. lindern?!

Da schmiedet dann auch ein Samariter nicht mehr „nur“ sein eigenes Glück, sondern er versucht mit seinem Dienst auch noch das Glück Anderer zu „schmieden“?!

Ist es dann nicht so, dass es Samariter nur deshalb gibt und geben kann, weil es auch Bedürftige, also jene gibt, die nicht ihr eigenes Glück schmieden können?!

Dann ist auch des Samariters eigenes geschmiedetes Glück erst dann sein eigen geschmiedetes Glück, wenn er einen Bedürftigen findet, welchem er dessen eigenes Glück – weil dieser es entweder nicht so konnte, wie dieser selber wollte, oder wie es der Samariter glaubt wollen zu sollen, oder es dieser Logik zufolge genauso geschmiedet werden „musste“ – und damit auch sein eigenes erst vollenden würde?! Wer aber schmiedet dann wahrlich sein eigenes Glück selber?!

Wer aber ist dann frei und zwar so frei und tatsächlich in der Lage, sein eigenes Glück zu schmieden?! Bräuchte man dann überhaupt noch Samariter?! (Ja, derer bedarf es und zwar solange, solange sich Jeder noch auf seinem Weg und nicht am Ziel befindet.) Das Eine (Positive) geht ohne das Andere (Negative) nicht.

Wenn Bedürftige der Samariter bedürfen, dann sind sie eben auch von diesen Samaritern abhängig. Andererseits ist aber auch der Samariter davon abhängig, dass es Bedürftige gibt, an welchen er seine Dienste ausüben kann?!

Was ist dann das Lob und die Anerkennung (also eine positive Beurteilung) Anderer wert? Was ist dann Tadel, Kritik und Ablehnung (also eine negative Beurteilung) wert, wenn im Prinzip nur die gegenseitige Abhängigkeit belobigt und anerkannt wird?! Welches Glück wird dann und von wem geschmiedet?!

Offensichtlich ist, dass wir Menschen aufeinander angewiesen sind. Dass wir nur gemeinsam das sein können, was wir sind.
Dass „Gott“ (das Leben) nur dann „Gott“ (das Leben) ist, wenn es sich gegenseitig „befruchtet“.
Wenn also nicht mehr das Prinzip „teile und herrsche“, sondern das Prinzip „Liebe, Nächstenliebe“ das primär umgesetzte Denken und Handeln ist.

Deshalb bin ich auch dankbar dafür, dass mir andere Menschen durch ihre Meinung den Anstoß dafür geben, immer wieder über das Leben und damit auch mich selbst nachzudenken.

Denn so wird auch aus zunächst scheinbar „Negativem“ letztlich immer ein Gewinn und damit „Positives“, wie es schon in Jahrhunderte alten Märchen und Sagen gleichnishaft erzählt wurde und wird.
Da wird der Frosch zum Prinz, das Aschenputtel zur Prinzessin, der Bettler zum König und andere Verwunschene erlöst. ]]

Richtigerweise kontert Michael Prütz in Bezug auf die 1 Billion Sozialausgaben, welche von Hank als besondere Leistung der Reichen suggeriert wird sofort. Diese 1 Billion wird eben von der Gesamtgesellschaft aufgebracht und zur Mehrheit von den Beitragszahlern geleistet!
Richtig deutlich aber wird Hank´es Einstellung, als er von der Arroganz der Politiker spricht, die alles immer besser wissen. Also ein „Besserwisser“ bezichtigt die anderen als „Besserwisser“?!

Womit sich der Kreis wieder schließt. Es geht bei der „Reichtums-Diskussion“ tatsächlich nicht um eine Neid-Debatte, sondern darum, wer die „besseren“ Menschen mit dem „besseren“ Wissen für die Gesellschaft sind! Letztlich also um die Spaltung und nicht den Zusammenhalt der Gesellschaft!

Kleine, aber sehr passende Ergänzung und Bestätigung, welche die Aussage von Frau Hermann bestätigt, dass es nicht um reich und arm, sondern um die Ungerechtigkeit, das Selbstverständnis ungerechter Auslegungen geht, die ich in der heutigen Maybrit Illner Sendung gehört habe.

Der VDMA-Vizepräsident Haeusgen wortwörtlich: „dies gilt im Kleinen, wie im Großen.“

Also bei Firmen und Unternehmen, welche mit staatlicher Unterstützung (Geld für Hilfe bedürftige Firmen und Unternehmen, Branchen) gefördert werden, wäre es Enteignung, wenn der Staat bei einem Verkauf ein Mitsprachrecht oder gar Rückforderung erwartete?!

Demnach war und ist Hartz IV (staatliche Unterstützung mit Geld zur Förderung, was ja auch als Überschrift stand, nämlich fordern und fördern) eine Enteignung Hilfe bedürftiger Menschen?! Nämlich dessen, was sich diese Menschen davor mit eigener Leistung geschaffen hatten!


Dienstag, 12. Februar 2019

Nochmals die Rentendiskussion

Auch ich habe mir so meine Gedanken zu der derzeitigen Rentendiskussion und all den Sendungen (Illner, Hart aber fair usw. ) dazu gemacht. Da es als Antworten in der Kommentarfunktion zu lange ist, habe ich es einfach als eigenen Post eingestellt.

Alle sprechen Gerechtigkeitsprobleme an. Ich höre alle immer von Gerechtigkeit sprechen, wenn es um Geld geht. Von Einzahlung = Auszahlung; Leistung = Honorierung. Geld hat aber nicht das geringste mit Gerechtigkeit zu tun. Sondern damit, welchen Wert wir diesem zumessen.

Die Stichworte im Bezug auf Gerechtigkeit:
Finanzierbarkeit - Leistung – Einzahlung = Auszahlung – Bedürftigkeit – Lebensleistung – Respekt – es ist genug/so viel Geld wie nie da – es zu wenig Geld da -
Also wenn Gerechtigkeit ein Frage des Geldes ist und wäre, dann ist sie, die Gerechtigkeit einmal da (wenn die Kassen voll sind) und dann wieder nicht (wenn die Kassen leer sind)?!

Wenn es der Gerechtigkeit entspricht, dass diejenigen, die einer bestimmten finanziell bedürftigen Partei, Gruppe angehören, die aus staatlichen Mitteln finanziert werden, deshalb auch einer Bedürftigkeitsprüfung zu unterziehen sind, dann gilt dies gerechterweise doch für alle, die aus staatlichen Mitteln finanziert werden?
Wer also einer bestimmten „Partei/Gruppe“ angehört, wird aus dem Grund mit staatlichen Mitteln finanziert, weil er dieser „Partei/Gruppe“ angehört und sich nicht selbst finanzieren kann?

Denn die Betonung liegt doch stets auf der Gerechtigkeit. Der Gerechtigkeitsansatz muss in diesem Falle dann aber auf der Gleichbehandlung bzgl. der Bedürftigkeitsprüfung liegen. Dann ist es doch nur recht und billig, ja geradezu gerecht, wenn ALLE die von der Allgemeinheit finanziert werden, einer Bedürftigkeitsprüfung unterworfen werden. Oder es gibt für Niemanden, der aus Steuermitteln der Allgemeinheit unterstützt wird eine Bedürftigkeitsprüfung.

Muss und fragt man um der Gerechtigkeit willen nach der Bedürftigkeit? Oder liegt der Grund nicht in der fraglichen Finanzierbarkeit und einem Klientel bezogenem denken?

Die „Bedarfsprüfung“ ist ein Misstrauensvotum gegenüber all den Menschen dieses Landes, deren Leistung nicht so anerkannt wird, wie die „Leistung“ derjenigen, die diese Bedarfsprüfung fordern.
Vertrauen ist aber keine Einbahnstraße. Ein gleichermaßen geben und nehmen. Für die „herrschende Klasse“ ist diese Einbahnstraße aber eine Notwendigkeit, weil sie bestimmen will, was sie bereit ist zu geben und was sie gewillt ist zu nehmen.

Die CDU/CSU hat z. B. bei der Mütterrente auch das Gießkannenprinzip angewandt und nicht nach Bedürftigkeit und schon gar nicht nach Gerechtigkeit gefragt. Denn die „Nachbesserung“ musste ja auch nur erfolgen, weil es davor bereits zu Ungerechtigkeiten kam.

Laschet: „Dass nämlich eine Bedürftigkeitsprüfung mit dazu gehöre. Kein Prinzip nach der Gießkanne.“
Ziemiak: „... dass diejenigen, die gearbeitet haben, am Ende in der Rente mehr haben müssen, als Menschen, die nicht gearbeitet haben.“ … „nur dieses Gießkannenprinzip wird am Ende nicht denjenigen helfen, dies besonders nötig haben.“
„Bei der Mütterrente ging es um die Frage, dass wir diese Leistung, auch die Erziehung von Kindern anerkennen und dann eben auch respektieren.“
„Wir haben ein System, wo am Ende wer einzahlt, im Verhältnis dazu zu seinen Beiträgen eine Rente bekommt. Und ich finde, wir sollten dieses Leistungsprinzip nicht miteinander vermischen. Und deshalb brauchen wir eine Bedürftigkeitsprüfung. Am Ende muss dies auch finanzierbar sein.“
„Am Ende ist es eben wichtig, dass diejenigen die eben gearbeitet haben, mehr haben als diejenigen, die nicht gearbeitet haben.“ „ … weil wir müssen das Geld auch verdienen, was wir am Ende ausgeben.“

Für Ziemiak ist es schlimm, dass die einen profitieren und die anderen nicht. Wenn aber „die Wirtschaft“, die Reichen und deren leistungsloses Einkommen profitieren soll und muss, dann findet er dies richtig, nicht schlimm und nicht falsch, obwohl logischerweise auch in diesem Fall andere nicht davon profitieren, sondern verlieren.
Die Frage, dass immer „jemand“ profitiert und logischerweise „jemand“ anderer dann verliert stellt sich ihm also gar nicht. Ihm stellt sich nur die Frage, wer profitieren soll und wer nicht. Wie kann er es also dann schlimm finden, dass die einen profitieren?! Nur, weil es sich dabei nicht um „sein Klientel“ handelt!

Röser: „Also grundsätzlich. Die Menschen, die ein Leben lang gearbeitet haben und eingezahlt haben, sollten auch mehr bekommen, als die Grundsicherung und mehr bekommen, als Menschen, die nicht eingezahlt haben. Das ist klares Leistungsprinzip.“ … „ in Bildung investieren bei Menschen, dass die Menschen gute Arbeitsplätze bekommen, gutes Geld verdienen. Dann Thema Kita-Plätze, Pflegeplätze etc., da muss einfach mehr gemacht werden.“

Sie sagt, dass mehr gemacht werden muss. Aber nicht von wem. Denn was (auch sie als) UnternehmerInnen dazu beitragen wollen und sollen, darauf gibt sie keine Antwort.

Es ist von Respekt die Rede, von Wertschätzung, von Vertrauen, also von Werten. Diese lassen sich aber nicht per Gesetz verordnen.

Heil: „ es geht hier um Lebensleistung. Und die Frage, wie kriegt man das hin, Lebensleistung zu honorieren und dann Bedürftigkeit zu prüfen. Das ist schon ein Widerspruch in sich.“

Wann kommt die Bedürftigkeitsprüfung für Menschen wie Hr. Ziemiak und KollegInnen?! Für die Parteien/Gruppen, denen u. a. auch Ziemiak angehört? Die werden doch auch alle von den SteuerzahlerInnen, von der Allgemeinheit, die dies erarbeitet mit einer "Grundsicherung" ohne jegliche Bedürftigkeitsprüfung versorgt?! Erst recht im Alter?! Und zwar nur, weil sie einer bestimmten Partei/Gruppe angehören.

Passend dazu ist dann, dass diese Parteien/Gruppen, herrschenden und regierenden Menschen ihre „Arbeit und Leistung“ durch externe Beraterfirmen machen lassen, also gar nicht selbst die entsprechende Arbeit und Leistung erbringen (können). Denn wozu sonst benötigte man diese externen Beraterfirmen, welche der Allgemeinheit, den SteuerzahlerInnen alleine in den letzten 5 Jahren 716 Millionen Euro gekostet haben?
Aktuell bekommt Spahn 5 Millionen Euro EXTRA für eine Studie, um eigentlich WAS zu erfahren?
Dass Frauen nicht zum Spaß und Hobby abtreiben? Um deren Seelenleben zu verstehen? Also für etwas, dass die Wissenschaft bisher weder beweisen, noch belegen konnte. Nämlich die Seele und deren Funktionsweise?

Das ursächliche Gerechtigkeitsproblem und -verständnis liegt in der Bewertung und Beurteilung von Menschen und daraus folgender Honorierung.
So liegt der Wert der Leistung, die Wertschätzung und die daraus resultierende Finanzierung durch die Gesellschaft, die Steuermittel eines Angehörigen, einer Angehörigen einer bestimmten Partei/Gruppe und deren Interessenvertretung, die sich auch noch den Rat externer Berater holen (müssen) um ein vielfaches höher, als der Wert einer Gruppe von Menschen, die mit ihrem Arbeitseinsatz, ihrer Leistung anderen Menschen einen sichtbaren Dienst erweisen. Schon der Begriff „WertSCHÄTZUNG“ macht deutlich, dass es sich dabei um eine willkürlich Beurteilung und nicht um eine nachweisbare WertLEISTUNG handelt. Wenn also die einen überbewertet (willkürlich wertGESCHÄTZT) sind, sind logischerweise und gezwungenermaßen Andere unterbewertet und eben nicht entsprechend wertGESCHÄTZT.
Dies ist die Ursache all der Ungerechtigkeiten.

Mein Resümee: alle fordern um etwas zu bewirken, aber immer nur von den anderen. Und diese anderen sollen dies auch „gerechterweise“ finanzieren und honorieren.
Dabei dann immer mit Gerechtigkeit argumentieren zu wollen, ist schon ein Widerspruch in sich.


Freitag, 8. Februar 2019

Wieder einmal die Rente

Ralf Nietzschmann

Mein Posting zum Thema: Wieder einmal Rente

Liebe Freunde*innen, verehrte Leser*innen und Bekannte,

am 7.2. 2019, wurde bei M.Illner das Thema „Respektrente“ behandelt.
Ich musste abschalten, da ich die systematische Verdummung nicht mehr ertragen kann.
Seit Jahren wird über die Rente gesprochen, aber immer um den heißen Brei herumgeredet.
Es bleibt Fakt, dass die GRV mit Unterstützung der Politiker systematisch ins Abseits geschoben werden soll.
Die fadenscheinigen Erklärungen sogenannter Experten sind für mit der Sache informierten und sich beschäftigten Menschen leicht zu durchschauen.
Auch gestern wieder die Mütterrente.
Was ist den anders im Vergleich zur „Respektrente“?
Beides geschah bzw. geschieht aus wahltaktischen Geplänkel der Parteien CDU/CSU und SPD. Ich bin für eine Mütterrente ohne jegliche Einschränkungen, aber steuerfinanziert.
Im Klartext gleicher Geldbetrag für alle Mütter, egal ob West oder Ost. Auch gleicher Geldbetrag für Mütter, die nicht zwangsversichert in der GRV waren, aber mit der jetzigen Reglung zulasten der Beitragszahler diesen erhalten.
Die nächste große Täuschung ist die Rente mit 63. Das stimmt doch überhaupt nicht so.
Es betrifft doch nur die Jahrgänge 1951 und 1952. Ab 1953 erfolgt die Anhebung um zwei Monate pro Jahrgang und erreicht für den Jahrgang ab 1964 und jünger ein Eintrittsalter von 65 Jahren, wenn die Voraussetzungen 45 Jahre Beitragsjahre erfüllt sind.
Wer erreicht in Zukunft diese 45 Beitragsjahre?
Warum sträuben sich unsere Politiker und Lobbyisten eine tatsächliche Rentenform durchzuführen? Ich meine eine Rentenreform, die für alle Menschen in Deutschland verbindlich wird.
Das ZDF ist bestimmt nicht verschrien „links“ zu sein.
Aktuell vom 01.02.2019 21:46 Uhr
Rentner in Österreich stehen finanziell im Schnitt deutlich besser da als deutsche Ruheständler. Wieso kann sich unser Nachbarland das leisten?
https://www.zdf.de/nachrichten/heute/rentner-in-oesterreich-besser-als-in-deutschland-warum-100.html

Ausschnitte und Bemerkungen ergänzend:
Beide Länder haben ihre Rentensysteme seit der Jahrtausendwende reformiert - doch mit ganz unterschiedlichen Ergebnissen. In Österreich wirkt die griffige Rentenformel "80/45/65". Soll heißen: Wer mit 65 in Rente geht und 45 Jahre lang in die Rentenkasse eingezahlt hat, erzielt rund 80 Prozent des Bruttolohnes, den er im Durchschnitt seines Berufslebens erzielt hat. In Deutschland liegt der vergleichbare Wert dagegen nur bei 59 Prozent.

Wenn deutsche Rentner über die Grenze nach Österreich blicken, könnten sie blass werden vor Neid. Denn in der Alpenrepublik erhalten die meisten Senioren deutlich mehr Geld aus der staatlichen Rentenkasse als hierzulande. Den Grund hierfür erklärt Florian Blank, Rentenexperte im Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung: "In Österreich ist das Ziel einer Rente, die den Lebensstandard sichert, weitgehend Konsens. In Deutschland wird hingegen das Rentenniveau systematisch abgesenkt - vor allem mit dem Argument, dass zu hohe Beitragssätze dem Wirtschaftsstandort Deutschland schaden würden."
Nur letzteres Argument ist Konsens mit der Wirtschaft und den sogenannten Volksvertretern.
Alles andere, wie Kosten und Demografie sind Vorwände, die einfach nicht stimmen.
Höhere Altersbezüge haben auch eine Kehrseite: Sie müssen finanziert werden. In Österreich liegt der Rentenbeitrag mit 22,8 Prozent deutlich höher als in Deutschland, wo 18,6 Prozent zu zahlen sind. Dabei tragen allerdings die Unternehmen in Österreich mit 12,55 Prozent den größeren Teil der Beitragslast, die Beschäftigten nur 10,25 Prozent. In Deutschland sollen die Arbeitnehmer noch zusätzlich mit vier Prozent ihres Einkommens privat vorsorgen. Für diesen Zweck führte die Bundesregierung im Jahr 2002 die Riester-Rente ein.
Über die Riesterrente und seine nachweislichen schlechten Ergebnisse, kann man sich selber überzeugen.
Österreicher bekommen nicht nur höhere Altersbezüge, sie erhalten sie auch früher. Während hierzulande das gesetzliche Renteneintrittsalter schrittweise auf 67 Jahre steigt, liegt es in Österreich weiter bei 65 Jahren. Für Frauen liegt die Altersgrenze sogar noch bei 60 Jahren, erst ab 2024 wird sie langsam auf 65 Jahre ansteigen.
Mehr Geld in der Kasse hat Österreichs Rentenversicherung aber noch aus einem anderen Grund: Der Versichertenkreis ist deutlich größer als in Deutschland. In einem lange dauernden Prozess wurden seit der Nachkriegszeit immer mehr Gruppen in die Versicherung einbezogen, auch Unternehmer, Freiberufler, Soloselbstständige und Honorarkräfte. Seit 2005 werden auch neue Beamte in die gesetzliche Rentenkasse integriert.
Genau der letzte Abschnitt ist doch in Deutschland überhaupt nicht zu diskutieren oder wird sofort abgeblockt.
Und da beginnt meine grenzenlose Wut, wenn ich die Lindners, Ziemiaks u. a.höre.
Was haben sie geleistet und wie viel Pleiten (Lindner) oder Studienabbrüche (Zimiak),
gingen zulasten der Menschen, die redlich aber mit niedrigen Löhnen ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen und in die vorprogrammierte Altersarmut unweigerlich kommen?
Ist die Jungunternehmerin bei Illner in der Sendung, nicht auf ihre AN angewiesen und warum braucht sie nicht in die GRV einzuzahlen oder warum sind Lindner, Zimiak und co. dagegen in die GRV einzuzahlen?
Nur wenn die Menschen das endlich begreifen, ihre warmen Stuben verlassen, sich vom Sofa erheben und endlich auf die Straße gehen, könnte auch in Deutschland etwas passieren.


Man soll ja die Hoffnung nie aufgeben. Vielleicht beschäftigen sich ja unsere Menschen einmal richtig mit den Gelbwesten in Frankreich, aber nicht nur bei den Qualitätsmedien oder bei der ARD und in ZDF.

Glück auf
Ralf