Mittwoch, 14. Oktober 2015

Ein weiterer Beitrag von Paulus

Leider ist die Technik für Paulus ein großes Grauen. Die Prozeduren der Anmeldung sind zu kompliziert.

Fangen wir ganz von vorn an. Ganz allgemein gesprochen kann alles, was in der Welt die wir überblicken der Fall ist, in Tatsachen und Sachverhalte gegliedert und / oder zerlegt werden. ( siehe den "Tractatus..." von Ludwig. v. Wittgenstein.)

Die Mainstream-Medien und ihre linientreuen "Versteher" werfen die bohrende Frage auf, wie wird die "Wahrnehmung der Welt " in D gesteuert? Was ist der veröffentlichten Meinung nach alles "der Fall" und was kann (muss?) ausgeblendet werden?

Wie wird die Antwort ausfallen, wenn sich zeigen lässt dass mit Vorsatz die unangenehmen Begleiterscheinungen des Zuwanderungsstrom nach D  ausgeblendet, verharmlost, verschwiegen werden. Oder wenn Postings wie neuerdings üblich im Blog von Anne Will, kritische Stimmen zur Politik von Kanzlerin Merkel nicht mehr veröffentlicht werden?

Ein mehr als lesenwerter offenen Brief von Generalmajor a. D. Schultze-Rhonhoff, gerichtet an Frau Merkel, fasst nahezu vollständig, die Argumente der Kritik an Frau Merkels Asylpolitik übersichtlich zusammen.


http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/2-offener-brief-von-generalmajor-deshalb-muss-merkel-zum-wohl-des-volkes-zuruecktreten-a1275056.html
 
 
"Sie selbst haben mit vielen solchen Bemerkungen das Diskussions-Klima in Deutschland mit vergiftet und das Recht auf freie Meinungsäußerung stranguliert. Polizisten und Lehrerinnen haben mir über Sprechverbote und Berichtsverbote über Migranten-Verhalten berichtet. Angestellte einer Ladenkette sind aktenkundig belehrt worden, dass sie Warendiebstähle von Migranten nicht melden und berichten dürften, damit die Firma nicht als ausländerfeindlich gelte. Das sind Zustände, die wir sonst bei autoritär regierten Staaten beklagen".

Zitiert aus ô. g. Brief an die Bundeskanzlerin von Generalmajor Gerd Schultze-Rhonhoff a. D.

Als eine besonders eifrige "Sprachpolizistin" außerhalb der Main-Stream-Medien hat sich Foristin "Marie" bei Günther Jauch, Anne Will und nun auch hier in Szene gesetzt. Sie achtet streng darauf, dass verdächtige sprachliche Wendungen richtig eingeordnet werden, dass z. B. eine Ablehnung der weiteren Aufnahme von Flüchtlingen aus Syrien und Eritrea (völlig egal auf welchem Wege sie D erreichen) als das gebrandmarkt wird, was es in ihrer Wahrnehmung der Welt nur sein kann - nämlich ein Hass auf Ausländer, als Befürwortung von "Treibjagden" auf Ausländer usw., usw..

An meiner Formulierung vom "Hottentotten-Staat" hat Marie pflichtgemäß Anstoß genommen, dies aber nicht hier in diesem Blog sondern bei Günther Jauch zum Ausdruck gebracht. Ich will ihrem Verständnis vom Begriff des Hottentotten-Staat  nachhelfen (im Blog von Anne Will wurde dieser Versuch unterdrückt):

Jedem, der bis 3 zählen kann leuchtet ein, dass ein halbwegs funktionierender Sozialstaat westeuropäischen Zuschnitts keine offenen Grenzen erträgt. Dies schaffen nur Naturvölker in Afrika oder Lateinamerika, in denen sich die sozialen Beziehungen ausschließlich auf Familien- Stammes und Dorfgemeinschaften gründen. In einem über Steuern und Abgaben finanzierten Sozialstaat wirken aber völlig andere Mechanismen der Fürsorge und Solidarität. Ob sie besser oder schlechter sind will ich hier offen lassen. Sie sind anders. Für einen Sozialstaat können offene Grenzen Existenz bedrohend sein..

Marie`s Argumentation wirkt in dem Bemühen einen bestimmten ethischen Standpunkt zu behaupten oder Verbotsschilder für den Sprachgebrauch, aufstellen zu wollen, abgedroschen, phrasenhaft. Und sie enthält logische Defekte. Beispiel: Diese oder jene usw. Position sei UNVERHANDELBAR (aus einer Ihrer Antworten Antworten auf Peter Fischer). Was für ein blühender Unsinn: Ein Inhalt, eine Norm die "unverhandelbar" sei, könnte gar nicht zustande kommen, denn über sie müsste abgestimmt bzw. verhandelt werden. Doch genau das ist unmöglich - nach eigener Aussage.
Gruß
Paulus

Was ist nur aus dem Anne Will Blog geworden?

Nachdem nun zum wiederholten Male meine Beiträge und auch die Beiträge von Paulus von der Will Redaktion nicht frei geschaltet wurden, ohne dass erkennbare Regelverstöße vorgelegen hätten, beginne ich mich langsam zu fragen, wie es tatsächlich um die Meinungsfreiheit in Deutschland und insbesondere bei Anne Will bestellt ist? Da ich seit Mai 2008 im Anne Will Blog geschrieben habe, kenne ich auch noch andere Zeiten. Ja, damals gehörte der Will Blog zu den interessantesten Blogs in Deutschland. Der Anne Will Blog war ein richtiger Fundus an fundiertem Fachwissen über Geld, Wirtschaft und Weltpolitik. Gern erinnere ich mich an frühere herausragende Foristen wie wolf, Dietmar St, Antimaterie, Kassandra, Dirk Mahler und Herrn Müller. Das waren Menschen die es hervorragend verstanden, Zusammenhänge logisch und verständlich darzulegen. Gern erinnere ich mich daran zurück, wie ich stets den Blog nach Beiträgen von diesen Menschen durchforstet habe, ohne dass ich damit andere schon damals tätige Foristen wie Till, Karl und Paulus herab würdigen möchte.

Und heute?

Heute wird der Anne Will Blog beherrscht von Geiferen ala Marie, die nicht annähernd in der Lage sind reelle Grenzen zu erkennen und auf jeden reflexartig losgehen, der Ihren Meinungen widerspricht. Es macht ja noch nicht mal mehr Spaß, diese Beiträge zu lesen. Nein, für dieses Niveau bin ich mir zu schade, zumal meine Gegenargumentationen dann ständig auf ganz seltsame Weise verschwinden.

Kleiner Nachtrag:
Mir geht es hervorragend und ich bin mir sehr sehr sicher, dass ich den Krebs demnächst vollständig besiegt haben werde. Auch hierbei erwiesen sich die Aussagen von Dampfplauderin Marie, die eben wie ich bereits hier öffentlich vermutet hatte, keinerlei eigene Erfahrung im Umgang mit Krebs vorweisen kann, als falsch.

Peter Fischer

Montag, 12. Oktober 2015

Gedanken zu einem sehr lesenswerten Link

hier:

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-10/fluechtlinge-fischer-im-recht/komplettansicht


Habe den von Marie dankenswerterweise verlinkten Artikel (und nicht nur diesen einen) von Thomas Fischer gelesen und finde darin nur bestätigt, was ich ebenfalls, mit einem Unterschied genauso sehe. Dieser Artikel bzgl. der „Flüchtlinge“ beschreibt nicht nur „die Deutschen“ und ihr „Verhalten“, sondern er beschreibt „die Menschen“ und ihr „Verhalten“!


Wo ich die „Logik“ des „wir schaffen das“ und all derer, die dies nun lobend anerkennen nicht nachvollziehen kann, ist der Fakt, dass es bei dem „jetzigen schaffen“ darum geht, MENSCHEN, egal welcher Herkunft, Glaubens oder was weiß ich in ihrer Not zu helfen gilt. Aber „man“ bisher NICHT in der Lage war, Menschen in ihrer Not, wiederum egal welcher Herkunft, Religion etc. und wo sich diese gerade befinden/befanden zu helfen. Jetzt, da es aber rein zahlenmäßig (in einem bestimmten Land) weit mehr werden, soll das „schaffen“ gelingen?! Dies entbehrt m. M. nach jeder Logik. Es kann sich demnach dann nur um das „wollen“ handeln! Demnach „wollte man“ es vorher – bei einer noch geringeren Anzahl?! der Notleidenden (in unterschiedlichen Ländern) - nicht „schaffen“, Menschen in ihrer Not zu helfen! Jetzt aber will und kann „man“ es auch (in einem einzigen Land) „schaffen“?! Muss demzufolge die „NOT“ der Menschen erst größer werden, dass der Wille, das wollen und „das schaffen wir“ machbar werden?!
Dies gilt selbstredend ebenso für die Ahndung und Verfolgung der Verbrechen, welche in diesem Zusammenhang geschahen und weiterhin geschehen. Auch hier kann „man“ nun künftig und angeblich „schaffen“, was man bisher nicht „schaffte“?! Jetzt, da sich die Verbrechen in diesem Zusammenhang häufen, jetzt „schaffen wir es“, diese aufzuklären, die Täter dingfest zu machen und zu verurteilen und für die Zukunft zu verhindern, bzw. einzuschränken?!
Nein, auch hier ist es keine Frage des „wir schaffen das“. Sondern des „Willen und wollen“ und deren Umsetzung!

Und diesen „Willen und das wollen, den (gesellschaftspolitischen Sinn)“ bestimmen die Herrschenden und Mächtigen, die nun lauthals verkünden: „wir schaffen das“?! Es ist/sind das/die Völker, die Menschen die es „schaffen“ und zwar ob sie „wollen oder nicht“! Denn es ist aus der Not, dem Chaos geboren über sie gekommen und muss deshalb überwunden werden, damit die Menschlichkeit, Empathie und Humanität und damit „der Mensch“ überlebt! Ansonsten bliebe ja nur Resignation. Selbst nach der Logik von Fischer.




Eine durch technische, wissenschaftliche und medial möglich gemachte Aufklärung der Wirklichkeit und der Gesellschaft/en, welche in Wahrheit aber die „Verblödung“ im menschlichen und des Lebens Sinn der Gesellschaft/en und der Wirklichkeit zeigt.

Und ab hier wird es dann für die Zukunft „spannend“. Diese „machbare“ Verblödung soll dann die Lösung für alle nach Deutschland und Europa „Flüchtenden“ durch Integration (also Erneuerung und Ergänzung) – in diese Verblödung – sein?! Diese neue Wirklichkeit (Fischer spricht von dem Beweis der nachzuvollziehenden (einer jederzeit veränderbaren) Wirklichkeit als Parallele zur Wahrheit(sfindung), wird demnach für eine „neue Wahrheit“ sorgen.

Für noch „spannender“ halte ich daher seine Artikel über Wahrheit und Gerechtigkeit:

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-09/strafprozess-wirklichkeit-wahrheit-fischer-im-recht

Da habe ich dann allerdings auch so meine Probleme. Eine ständig veränderbare Wahrheit?! Dann wäre das Leben eine (Lebens)Lüge ( und die Wirklichkeit zeigt ja, dass es sich um eine ständige Lüge und Betrug im Bezug auf das Leben handelt), welche durch ständig veränderbare Wahrheiten die Lüge weiterträgt?!

Wenn es (laut Fischer) KEINE universelle Wahrheit gibt, dann kann es auch KEINE (weder universelle und erst recht keine spezifische) Gerechtigkeit geben. Denn woran sollte sich Recht und Gerechtigkeit messen (lassen), wenn nicht an einer universellen Wahrheit, einem universellen Recht?! Erst recht dann, wenn die Wahrheit erst ständig gesucht und bewiesen werden muss?!

Dann sind doch jegliche Versuche, sich „einer Wahrheit“ zu nähern, Recht im Sinne von Gerechtigkeit zu sprechen bereits wieder Lügen! Wie soll man sich etwas (an)nähern bzw. suchen, das es gar nicht gibt?! Und vor allem WO kann man dann fündig werden?!

[[ Wir müssen uns zum einen überlegen, was "Wahrheit" bedeuten soll. Das ist sozusagen der übergeordnete Ordner (auf dieser ziemlich untergeordneten Ebene). In diesem Ordner finden wir als Unterordner Begriffe wie "Eingebung", "Erleuchtung", "Wissenschaft", und andere. Seit etwa 500 Jahren meinen die Menschen in Europa, dass die "Eingebung" wenig, die "Wissenschaft" aber alles bedeute: Erfahrung, Rationalität, Logik in einem Sinn, der zwischen Individuen mit gleicher Rationalitätsdefinition vermittelbar ist. Das ist ein psychologisches, soziales, politisches Schachbrett unendlicher Möglichkeiten. ]] 

 

Wir können uns aber nur „überlegen“, was (in uns) vorhanden ist. Also muss Wahrheit (in uns) vorhanden sein. Gibt es diese aber nicht, dann sind auch alle Überlegungen völlig sinnlos. Denn man kann ja nicht – auch durch Überlegungen – finden, was es gar nicht gibt.


[[ Wie soll man die Offenbarung einer Wirklichkeit erzwingen, die – schrecklich zu sagen – "persönlich" ist? Der Gedanke daran allein setzt voraus, dass die Eine Gewalt – also "Gott" – aus der Welt heraustritt und Platz macht für die Gewalt einer Wahrheit, die aus dem Menschen selbst kommt: Seiner Wirklichkeit, seiner Beschränktheit, seinen Interessen, seiner furchtbaren Fehlerhaftigkeit. Das Bedürfnis nach einem "Beweis" der Wirklichkeit also ist der Beginn des Sterbens der Götter. ]]
[[ Also hängt alles davon ab, wie wir die Tatsachen "bewerten", genauer gesagt: welchen "Sinn" wir ihnen verleihen. Denn Tatsachen sind Tatsachen, Worte sind Worte, Handlungen sind Handlungen. Erst wenn sie das Fremde erkennen, nehmen sie sich als Selbst wahr. ]]
[[ Ein hergelaufener Jurist, kein bisschen weiser oder wertvoller als alle anderen Menschen, maßt sich an, die "Wahrheit" zu kennen! Aber das täuscht. Die meisten Richter wissen genauso viel über das Leben wie die meisten anderen Bürger auch. Es ist jedoch ihr Beruf, den eigenen Vorurteilen nicht zu trauen. ]]
[[ Ein neuer Gott vor den Göttern, ein Widersacher mit unvorstellbaren Kräften, ein Ich! Dieses Monster kann man nicht überwinden, wenn es nicht von selbst in den Staub sinkt. ]]
 

Was genau prädestiniert dann einen Bürger, Menschen wie Du und ich zum Richter?! Das lesen, nachlesen, auswendig lernen von Gesetzestexten und Paragraphen?! Diese resultieren aber doch auch aus der Vergangenheit und sind demnach jederzeit (ver)änderbar?! Wer kann kontrollieren und nachvollziehen, dass ein Richter keine Vorurteile hat?! Welches Kriterium also genau prädestiniert dann einen Menschen zum Richter?! Und woraus beziehen diese ihre „Berufung“, dass sie ihren eigenen Vorurteilen nicht trauen?!


[[ An die Stelle von Gerichten, die letztlich nur Zeugen göttlich-ewiger, also einer quasi abstrahierten Wahrheits-"Erkenntnis" waren, treten hier Richter (im kirchlichen Prozess: "Inquisitoren"), die das Verfahren beherrschen und die Wahrheit mittels "Befragung" zu finden versuchen: ]]

[[ Dass Tausende Jahre vergehen mussten, bevor die Gesellschaften diese heute recht banale Erkenntnis fanden, ist wiederum ein bemerkenswertes Indiz dafür, dass nicht die Erkenntnis das Sein bestimmt, sondern aus der Aneignung der Welt emporsteigt (siehe: Thesen zu Feuerbach, usw.). Will sagen: Nicht Kapazität und Klarheit des menschlichen Geistes nehmen zu, damit wir erkennen, wie die "Wahrheit" über unsere Intentionen sich erschließe, sondern die Paradigmen der Erkenntnis wandeln sich.]]
 
Ist dies nicht geradezu die „Fleischwerdung Gottes“?! Sein Wort fleischgeworden und in seinem „Menschensohn“ Wirklichkeit, also „beweisbar“ geworden?! Der „eine Gott“, der die anderen Götter zum Einsturz brachte?! Dessen Name „Jahwe oder Jehova“ ist. Was nichts anderes bedeutet als „ich bin, der ich bin“?!
Sich die Welt untertan zu machen (aneignen) ist und war ja prophezeit. Und dies ergab sich durch die Vertreibung aus dem Paradies (Sein), weil es an der Erkenntnis mangelte, dass man sich ja bereits im Sein (Paradies) befand. Da diese Erkenntnis aber eben auch nur möglich und Voraussetzung zu Unterscheidung ist durch die „Fremde“, in Form des verweisen aus dem Paradies, ist das Sein die Voraussetzung für die Erkenntnis, dass Erkenntnis die Voraussetzung zum „Sein“ ist und zurück zum Sein führt (die Rückkehr ins Paradies). Was ebenfalls prophezeit ist. Wie schreibt Fischer (aber nicht nur er) richtigerweise: „alles ist im Fluss“!

Dies alles zeigt nur auf, dass „Mensch“ auf der „Suche“ und unwissend ist. Dass er – aus der Not und dem Leid geboren – zu „übermenschlichem“ (göttlich?!) fähig ist. Weil es das Leben ist! Und genau so ist es in den „heiligen Schriften“ überliefert!
Aber damit will „man“ ja nichts zu tun haben. Kirche und Staat ist ja (angeblich) getrennt. Und „man“ glaubt ja nicht an „Übernatürliches“, sondern „man“ glaubt, dass der Mensch dies schon (irgendwie) auf die „Reihe“ kriegt. Obwohl die Wirklichkeit ein ganz andere Sprache spricht, wie man jetzt an der „Flüchtlingskrise“ ja wieder einmal sieht! Problem (wieder einmal mehr) erkannt, aber keine nachhaltige Lösung in Sicht. Trotz „mannigfacher Erkenntnisse“ und „Fortschritte“, (Friedens)Verträgen, Paragraphen, Gesetzen, „Rechtsprechung“ und Verbindungen zwischen Menschen, Ländern und Staaten, leidet „man, Mensch“ immer noch und immer wieder. Chaos und Leid sind irgendwie bei aller Empathie und Humanität nicht in den Griff zu bekommen?!
Und all dies stets unter den Begriffen wie „Wahrheit, Recht und Gerechtigkeit“, Empathie und Humanität!




Freitag, 9. Oktober 2015

Ein Beitrag von Paulus

Kannst Du diesen Beitrag (falls Du ihn für sinnvoll hälst) für mich bei RK einstellen, ich schaffe es nicht.“ 
Mach ich doch gern!

Frau Merkel, eine Politikerin die "gern auf Sicht fährt", also grundsätzliche,  eher weltanschauliche Positionen als Richtschnur für politisches Handeln ablehnt, hat  plötzlich den Universalitätsanspruch der Menschenrechte als Mittel zur Rechtfertigungsstrategie ihrer in die Kritik geratenen Flüchtlingspolitik entdeckt.
Wenn sie schon den Universalitätsanspruch für GG § 16 a. nicht geltend machen kann - auf die Idee verfällt sie vielleicht noch - so erklärt sie ihn doch für sakrosankt bzw. unwandelbar. Warum eigentlich? Darf unser als Individualrecht ausgestaltetes Asylrecht nicht geändert werden? Hat man in D "auf ewig" mit Vorstellungen, Normierungen der Väter des GG zu leben, die mit einer konkreten politischen, Erfahrungen verbunden sind und den besonderen Herausforderungen von heute gar nicht gerecht werden können?

Der Reihe nach.

1.) Was ist von einem Universalitätsanspruch zu halten, dem ein westliches Verständnis der Rechte des Individuum zugrunde liegt? Damit wird  quasi vom Katheder eine Haltung als universell gültig verkündet, die es so noch gar nicht sein kann. Unabhängig davon wer mit irgendeiner Abstimmungsprozedur die Universalität in Kraft setzen. Wer a priori einen solchen Anspruch festlegt un zur Abstimmung vorlegt, ohne Rücksicht darauf, wie in anderen Kulturkreisen, Denktraditionen, mit anderen als westlich geprägten Formen von sozialer Daseingestaltung, will nichts anderes als den blanken, westlichen "Kulturimperialismus" zur Norm für alle Menschen auf dem Planeten herheben.

2.) Wen schon als ein globales, für alle, oder einen großen Teil von Staaten (mit festen Landesgrenzen) geltendes Rechtssystem (Völkerrecht) als verbindlich anerkannt wird, muss es einen Sanktionsmechanismus für die Unterzeichnerstaaten enthalten der für alle Staaten gilt. Dieser Zustand ist für das bestehende Völkerrecht noch nicht erreicht. In diesem Punkte beanspruchen die VSA nach wie vor den Sonderstatus.. Außerdem müsste ein Werterelativismus in dem Sinne möglich sein, so dass Interpretationsspielräume in der Auslegung von Normen bestehen.  das ist bei genauer Betrachtung kein Widerspruch zum vorangehenden Satz.

3.) Wenn schon Rechte mit weitgehender, globaler Geltung  ausgestattet werden sollten(?), müsste dies parallel  auch für Pflichten gelten, die ebenso allgemeine Verbindlichkeit erlangt und die mit den Rechten zu synchronisieren ist. Pflichten werden üblicherweise in negativer Form als Unterlassungen von diesen und jenen Handlungen (wie z. B. "Landgrabbing", Spekulationen mit Nahrungsmittel und anderen Formen von Ausbeutung ) sowie in positive Bestimmung von Hilfs- und Schutzpflichten (z.B. Respektierung der Gleichberechtigung von Frauen) eingeteilt. Die Beanspruchung von Rechten begründet zugleich die Anerkennung von Pflichten

In moralischer Hinsicht stellen die Menschenrechte/-Pflichten - treten sie nun mit universellem Geltungsanspruch auf oder nicht - Ansprüche in erster Linie an staatliche Ordnungen auf, in 2. Linie auch deren einzelne Bürger, vermittelt durch das Rechtssystem einer nationalstaatlichen Ordnung (wenn es noch eine gibt, bin ich angesichts der aktuellen Asylrechtslage geneigt zu fragen). Staatliche Ordnungen, bzw. sich selbst als demokratische verstehende Gesellschaften müssen das Recht behauten können, selbst darüber zu entscheiden wer zuwandert und wer nicht. Die Verpflichtung zur Hilfe in der Not bleibt davon unberührt. Wer z. B. von sicheren Nachbarstaaten aus die Grenze zur Bundesrepublik überschreitet, kann sich nicht per se auf eine Notlage berufen. Hier würde idealerweise die Regel greifen können, nach der Menschen mit "Helfersyndrom" einspringen und persönlich für Versorgung und Unterbringung von Individuen/Familien einstehen.

Fragen nach einem moralischen Begründungszusammenhang ihrer Politik hätte sich Frau Merkel schon viel früher  stellen müssen um ihn jetzt, plötzlich glaubwürdig vor sich hertragen zu können. Viel mehr hinterlässt sie den Eindruck, sie sei überfordert, hätte zu viele Bälle auf einmal in die Luft geworfen: Außenpolitisch und innenpolitisch. Die Flüchtlingsproblematik soll nun von der EU gemanagt werden - wie lange kann das dauern? Zur Frage nach einer Begrenzung des Zustroms im Inland ein energisches sowohl als auch. Wann endlich wird abgeschoben, wenn ein Bleiberecht für Zuzügler nicht vorliegt? Der Dynamiker Altmeier soll`s richten?

Das "universelle Recht" auf billigste Löhne ist in D neuerdings ein wenig eingeschränkt. Um im Segment der Billiglöhne und der prekären Arbeitsverhältnisse wieder die gewohnte Handlungsfreiheit zurück zu gewinnen, muss - natürlich im Namen der Humanität - eine lästig gewordene Regulierung zurück gefahren werden. Probates Mittel dazu sind rechtsfreie Räume, eine Aufgabe für die Politik. Die kleine Paradoxie am Rande dabei, dass von der Industrie an die Politik der Ruf ergeht: "Regel mir die regulationsfreie Zone". Die Politik legt los, in vorderster Front  die  Regierungschefin. Getrieben - nicht von Humanität sondern den Anliegen von Industrie und "Anlegern". Kapital ist ein scheues Reh, haben wir von Frau Merkel bereits gelernt. Unter dem Banner der "Humanität" müssen jetzt, brsser heut als morgen rechtsfreie her..

Denn D braucht  ausreichend Lohnsklaven, die Demographie lässt "uns" dabei bedenklich in Stich. Kann man aber regeln,  die Politik kann mit einem Thema in den Wahlkampfmodus übergehen, an dem sich auch die Grünen und die Linke wärmen können. Seehofer gibt den Harten, sodass thematisch auch ein wenig für die konservativen Unionisten etwas dabei ist. Zu hohe Kosten der Zuwanderung für die Gesellschaft?: Das wäre kleinkarierte Erbsenzählerei, es geht schließlich ums Humanitäre, also das große Ganze.  

Die sozialen Lasten der Anpassung haben nur die Habenichtse in diesem Land zu tragen. Die Kosten für Kost und Logis zum größten Teil die Steuer- und Beitragszahler d. h. de facto die Mittelschichten. Den unangenehmen Folgen der praktisch "unbegrenzten Humanität" und der Rückgewinnung der universellen Menschenrechte a la Merkel (der Ghettobildung, weiterer Verknappung billigen Wohnraumes, ansteigender Kriminalität, wachsenden Spannungen zwischen ethnischen Gruppen usw.) können Wohlhabende, Reiche bzw. Superreiche souverän ausweichen bzw. sind von vornherein gar nicht betroffen. Sollen sich doch die "Prolls" damit herumschlagen - wofür haben wir die?.


Gruß
Paulus

Donnerstag, 8. Oktober 2015

"Nachbetrachtung"


meine Gedanken zum Interview mit Bundeskanzlerin A. Merkel bei Anne Will



Durchaus sympathisch ist es ja, wenn eine Regierungschefin menschlich ist! Dies bedeutet aber dann auch, dass Menschlichkeit zu Fehlern führen kann, das Mensch mal lügt, dass Mensch mal nur redet ohne zu handeln usw. usf.! Zu wahrer Menschlichkeit gehört m. E. aber auch Demut! Was eben auch bedeutet, mal zu eigenen Fehlern zu stehen, um sie überhaupt korrigieren zu können. Aber gerade dies kann ich beim besten Willen nicht erkennen! 
„Ich und ….; meine Mitarbeiter....; ich habe...; meine Verantwortung....; das ich dafür sorgen muss...!“
Und dann (sicherheitshalber?!) "wir schaffen das"!



Fairere Verteilung?! Was bitte ist an einer Notlage „fair“ und wie lässt sich Not fair verteilen?! Wäre es da nicht wahrlich fair, die Ursachen der Not zu beseitigen, anstatt zu verteilen?! Würden nämlich die Ursachen beseitigt, dann müsste man die Not (auch) nicht fair verteilen!


„Ich habe diese Situation ja nicht herbei geführt“!

Ja wer denn sonst?! Natürlich nicht Merkel solo und alleine! Aber die Richtlinien ihrer Politik sind MIT die Ursache genau für die eingetretene Situation! Waffenlieferungen, Soldaten im Ausland, hofieren von „Herrschern“, Feindschaft gegenüber anderen Herrschern usw. usf.! Wenn dies nicht zu solchen Ursachen führt, was denn dann bitte?!
Die wahre Ursache sind eben nicht die Menschen, die ihre Heimat verlassen (müssen)! Sondern es gibt gerade aufgrund der entsprechenden Politik Ursachen, die dazu führen, dass Menschen ihre Heimat verlassen müssen. Z. B. auch die Exportpolitik Deutschlands, für welche gerade Merkel stand und steht. Sich dafür loben ließ, dass sie Deutschland so gut aus der „Krise“ geführt habe! Aber eben auch auf Kosten anderer Länder! Und dies ist eben auch eine Ursache dafür, dass Menschen ihre Heimat verlassen müssen!


„Dass wir eine Situation haben, KEINE Politik?!“

Ja was macht dann Politik und auch eine Merkel und ihre Richtlinienkompetenz, wenn nicht für entsprechende Situationen, für die entsprechende Zustandsbeschreibung zu sorgen?!
Ließ sie sich nicht in höchsten Tönen loben, ja geradezu „vergöttern“ für ihre „Leistungen“?! Und die führen zu „keinen Situationen“, zu keinen „Zuständen“?! Wofür wurde sie dann gelobt?!


„Ich will mich gar nicht an Zahlen und Statistiken beteiligen. Es sind sehr, sehr viele“! 

Da stellt sich mir die Frage, wie kann man einen Plan für Etwas haben, von dem man noch nicht mal weiß, was für wie viele notwendig ist?! Kann man einem angeblich vorhandenen Plan selber eigentlich noch deutlicher widersprechen?!


„Das ist nicht ist erst seit 3 Monaten so. Das ist seit 1 ½ Jahren so?!“

Bei einer „Vorlaufzeit“ von 1 ½ Jahren hat man erst jetzt bemerkt, dass man einen „Plan“ benötigt, um die sich ständig verschärfende Situation zu bewältigen?!

„Ich kann nichts versprechen...“! 

Habe ich aber einen durchdachten Plan, kann ich danach handeln und versprechen, dass dieser Plan aufgeht, ja aufgehen muss! Also widerspricht sie sich selbst damit, dass sie einen Plan hätte. Denn dann könnte sie ja auch versprechen, was aufgrund dieses, ihres Planes passiert!


„Die aus anderen Gründen kommen, müssen wir wieder nach Hause schicken!“

Aber dass dies, dass diejenigen, die aus anderen Gründen kommen  auch eine Ursache hat (an der eben auch die Richtlinienkompetenz und Politik nicht ganz unschuldig ist), dies übergeht sie!



„Das kann Niemand prognostizieren!“
Muss man ja auch nicht, wenn man sich an die Ursachen macht! Würde dies geschehen, dann wären auch alle „böse und schlecht gemeinten“ Prognosen falsch! Weil sich ja aufgrund der Ursachenbekämpfung zwangsläufig eine andere Wirkung ergeben würde!

„Auch für mich war Syrien, Irak usw. weit weg?!
Wie will Jemand, für den die Ursachen der derzeitigen Flüchtlingssituation so weit weg waren und sind, einen Plan oder gar eine Lösung haben?! Wo es doch so weit weg war und ist?! Dann hat man doch die Ursache für die flüchtenden Menschen gar nicht gesehen, oder kommen sehen?! Mit der Globalisierung NICHT erkannt zu haben, dass damit nicht nur das Kapital und die Wirtschaft grenzenlos „agieren, flüchten“ kann, sondern auch Menschen, zeugt für mich eigentlich von einer großen Naivität, oder eben Unwissen darüber, was man selbst mit verursacht hat!



„Ich kann doch nicht mit der halben Welt nicht mehr reden. Nur weil mir mal eine Meinungsverschiedenheit haben?!“
Wonach genau richtet sich dann die Meinungsverschiedenheit, wenn man mit Autokraten, Diktatoren, Willkürherrschaft und deren Vertretern spricht?! Redet sie eigentlich auch mit Putin über die vielen flüchtenden Menschen, die aus der Ukraine nach Russland geflohen sind?! Stellt sie sich da auch nicht die Frage, weshalb diese vielen Menschen nach Russland und nicht nach „Europa“ geflüchtet sind?!



Natürlich hätte eine echt Ursachenbekämpfung ganz gravierende Folgen für das eigene Volk. Es setzte eine Änderung in der Richtlinienkompetenz voraus! Z. B. eben weniger Waffenlieferungen; z. B. eben wirtschaftliche Förderung der Nachbarländer in DEREN Interesse, nicht im eigenen wirtschaftlichen Interesse usw.! Dies wäre wahrlich eine Mammutaufgabe! Aber an diese wagt sich Niemand! Da ist Merkel weder besser, noch schlechter als ihre Vorgänger oder ihre Nachfolger. Denn die Politik wird letztlich von der Wirtschaft und dem Kapital gemacht!

Mein Fazit dieser Sendung:
Sehr überrascht bin ich doch immer wieder, wie gering die Ansprüche und Erwartungshaltung eines Volkes gegenüber seiner Herrschenden ist. Knapp eine Stunde viel reden, aber dabei nichts wesentliches und erst recht nicht vorausschauendes, gar über aktuelle Lösungsvorschläge und Lösungen zu sagen genügt schon, um einen positiven und sympathischen Eindruck zu hinterlassen.
Ich persönlich habe nach dieser Sendung zwar auch den Eindruck, dass „wir (nämlich das Volk)“ es und zwar "irgendwie" schaffen werden. Aber die Herrschenden genauso weiter machen werden, wie bisher auch. Reagieren (wenn auch immer nur gerade soviel, dass die Probleme im „eigenen Haus“ nicht noch größer werden) ja, aber nicht zukunftsorientiert planen oder gar entsprechende Weichenstellungen angehen.