Mittwoch, 18. Februar 2015

Aus dem Tierreich, mit einem Vorwort von Jean-Jacques Rousseau*

*"Beleidigungen sind die Argumente jener,
die über keine Argumente verfügen."


Der König der Löwen und der Spiegel an der Wand

Spieglein, Spieglein an der Forenwand,
wer ist der Klügste in Merkels "Neuland"?
Ach alter Löwe, wenn ich mich nicht irre,
bist Du das klügste aller Dschungeltiere.

Bemerkst sofort, was sich im Busch so tut
mit deiner Altersweisheit und dem Mut
erspähst die Beute und schlägst zu
und gibst solange keine Ruh`

bis du mit deinem Löwenmaul zerrissen hast
was dir gerade in den Rachen passt
so bist du halt, du König der Wildnis
ich spiegle nur dein brüllendes Bildnis

Spieglein, Spieglein an der Forenwand
weshalb werde ich denn so verkannt
ich reiß doch auf mein Maul nur dann
wenn ich ein Opfer finden kann

Ach alter Löwe, wie bereits gesagt
bist du, wenn auch schon sehr betagt
das klügste aller Dschungelwesen
das kann man immer wieder lesen

Doch hinter den sieben Bergen
bei den von dir erkannten Zwergen
da lebt sich`s auch ganz ordentlich
wenn auch nicht gar so aufdringlich

dass sich die Geier scharren müssen
um die von dir verpönten Bissen
die du von deiner Beute übrig lässt
nichts anderes als ein geschenkter Rest 


© Robert Kroiß

sehr passender Beitrag bei ad sinistram:



Montag, 16. Februar 2015

Krieg ist ein Zustand, bei denen Menschen aufeinander schießen, die sich nicht kennen, auf Befehl von Menschen die sich wohl kennen, aber nicht aufeinander schießen.

George Bernad Shaw Schriftsteller 1856 - 1950

ralf.nietzschmann@web.de Nickname: Erster Karl

Unterstützer von Campact https://www.campact.de/

Ralf Nietzschmann für den Stammtisch /Arbeitskreis in Anlehnung an die Nachdenkseiten (NDS)

Posting zum Thema: Ukraine Minsk II

Liebe Freunde des Stammtisch/ AK Leipzig, liebe Bekannte liebe Blogfreunde, verehrte Leser,



ich hätte auch in der Einleitung Carl Sandburg zitieren können mit „Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin“. Es wäre nun endlich an der Zeit, dass die Menschen aufwachen und begreifen, dass George Bernad Shaw so was von recht hat.Es beginnt im Ukraine Bürgerkrieg sich Widerstand zu regen. Soldatenmütter in der Ukraine und Russland haben damit begonnen. Tausende junge Ukrainer flüchten überwiegend zum „Feind“ nach Russland, weil sie nicht für ein korruptes mit Faschisten durchsetztes und durch Hilfe der VSA an die Macht geputschten Regimes ihr Leben lassen wollen.
Ich möchte nun den Ukraine Konflikt nicht nochmal vom Beginn an erwähnen. Dazu gibt es genügend Informationen im freien Internet außerhalb der Kampfmedien und außerdem habe ich in meinen Postings meine Meinung ausführlich dargelegt.
Ich schreibe nun zu den aktuellen Stand und beginne mit folgenden Gedanken, den ich mehrfach schon dargelegt habe.
Die EU und D.haben ihren Völkern auf Dogma der VSA einen Gegner erschaffen, der überhaupt keiner sein wollte. Richtig ist, dass Russland an einer Veränderung, weder auf der Krim und sonstwo in der Ukraine wollte. Was Russland nicht wollte und was nun mittlerweile von seriösen Politikern, Publizisten, Völkerrechtlern und Wirtschaftsökonomen bestätigt wird, war das Assoziierungsabkommen der Ukraine einseitig in Richtung EU, ohne Einbeziehung der wirtschaftlichen Interessen Russlands und der Ukraine auf bilateraler Ebene.Genau dieser Fakt, der im Nachhinein eine Bestätigung erfahren hat, war der Anlaß des Putsches gegen Janukowytsch.
Wer heute immer noch diese Fakten bestreitet, will oder kann die Tatsachen nicht begreifen.
Nach dem Putsch hatten sowohl die EU und vorallen die VSA ihre Interessen zur Übernahme der Ukraine in das so menschenfreundliche System westlicher Wertevorstellung und wollten das mit aller Macht durchsetzen.
Für die EU, an der Spitze D. einfach total hirnrissig, den ohne Russland einzubeziehen funktioniert die EU nicht.
Mittlerweile spielten die VSA ihre bekannten Trümpfe aus und installierten ihre Marionetten als sogenannte Regierung.Was zum damaligen Zeitpunkt immer wieder verneint wurde ist nun aber mehrfach bewiesen.Auf dem Maidan wurden Menschen erschossen, aber nicht von Janukowytsch.
Schon Monitor wies im April 2014 auf diesen Umstand hin, nun erneut die BBC.
Genau diese Morde waren aber der Anlass eine totale Kampagne gegen Janukowytsch und Russland loszutreten, die letztendlich zum Konflikt führten. Alles Schnee von gestern, aber beweisbar.
Verfolgt wurden die Aufklärung über die Täter genau so wenig, wie der Abschuss der MH17.



Mittlerweile besannen sich Merkel und Hollande und unternahmen den Versuch den nun folgerichtig wütenden Bürgerkrieg zu beenden.Es ist für mich bestenfalls ein Respekt auslösender Vorgang, mehr nicht.Man kann es auch als Einsicht vom Fehlverhalten zum Nachteil des eigenen Volkes bezeichnen und ist nun um Schadensbegrenzung bemüht.Erstaunt war ich schon, dass Merkel sich nach außen hin, erstmals gegen die VSA gestellt hat.Ich will es einfach mal so stehen lassen, obwohl Restzweifel bestehen, da stimme ich mit Albrecht Müller von den NDS überein.



Wenn man am gestrigen Sonntag die Jauchsendung gesehen hat, kann man durchaus Tendenzen erkennen, dass das Volk auf die Fortsetzung der militärischen Auseinandersetzung mit nicht mehr voraussehbaren Folgen vorbereitet werden soll, gleiches erlebt man heute zum Teil in den Kampfmedien.Der Schuldige ist natürlich klar, es kann nur Putin sein.
Was sich gestern Jauch geleistet hat, ist nur noch schäbiger Journalismus noch weit unter RTL II Niveau. Jauch ist eine Schande für das ÖRF.
Ein dermaßen einseitige Sendung, muss die Frage aufwerfen, wie lange die ARD eine solche Gesprächsführung und journalistische Leistung den Zuschauer noch zumuten will, oder ist es Absicht?Im Zeitalter des Internets müssten jedoch die Verantwortlichen wissen, dass der nachdenkende Zuschauer sich informiert und nicht bewusster, einseitiger, Gesprächsführung Jauchs folgt.Das Forum der Jauchsendung spricht Bände und man muss sich schon die Frage stellen, lesen die Verantwortlichen überhaupt das Forum.
Es ist eine absolute Frechheit den russischen Botschafter mit Suggestivfragen vorführen zu wollen, auch seine Deutschschwäche auszunutzen.
Dazu noch den absoluten VSA Freund Röttgen, der seine offene Feindschaft zu Russland nicht mal ansatzweise verbergen wollte.Solchen Typen wünschte ich eine Zwangsrekrutierung an vorderster Front. Was Merkel und vorallen Schulz Präsident des Europäischen Parlamentes in mühevoller Arbeit aufgebaut haben, reißt der vollkommen durchgeknallte Röttgen, immerhin Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses, mit seinen Putinbashing in einer bestimmt auch von russischer Seite gesehenen Sendung, ein.



Einige Fakten zur Sendung:
Wenn der russische Botschafter Grinin in den Raum stellt, dass der Grund für den Krieg der Aufständigen (Separatisten) gegen die ukrainische Armee und die teilweise faschistischen Bataillone die Selbstverteidigung der Menschen auf der Krim und im Donbass ist, die sich gegen Vertreibung und Mord an der Bevölkerung durch die durch Putsch an die Macht gekommenen Machthaber Kiew wehren, dann würgt Jauch ganz einfach ab und lenkt die Sendung in die gewünschten Bahnen.



Wenn der ukrainische Botschafter die Nazischergen, mit Bild gezeigt, anzweifelt und behauptet, dass es in der Ukraine keine rechte Parteien und Faschisten gibt, geht Jauch unwidersprochen darüber weg, obwohl erdrückende Beweise vorliegen.
Warum fragt Jauch wiederum nur den russischen Botschafter, ob die Separatisten den Waffenstillstand einhalten wollen und nicht die andere Seite?
Jauch suggeriert damit klar, dass nur die Separatisten den Waffenstillstand brechen können, dabei springt ihn natürlich Röttgen zur Seite.
Ein gut vorbereiteter Journalist hätte zum Sendebeginn wissen müssen, dass bereits am Nachmittag des 15.2., also weit vor Sendebeginn folgende Meldung u.a. auch bei Facebook bekannt war.



Die militante ukrainischen Rechte Sektor von Dimitri Jarosch lehnt die Waffenruhe von Minsk ab und “behält sich vor, den Kampf weiter zu führen”. In einer auf Facebook veröffentlichten Botschaft teilen die Rechtsextremen mit, dass sie die Vereinbarungen von Minsk für “nicht legal” halten, weil die Papiere von “Terroristen” aus der Ost-Ukraine unterschrieben wurden. Die mit der ukrainischen Armee in losem Verband kooperierenden, paramilitärischen Verbände kündigen in der Botschaft an, in der Ost-Ukraine nach ihren “eigenen Plänen” weiter “aktiv zu kämpfen”. Der Führer der Rechtsextremen, Dimitri Jarosch, sagte in dem Statement, dass die Vereinbarungen von Minsk “gegen die Verfassung der Ukraine verstoßen und daher die Bürger nicht verpflichtet sind, sich an die Vereinbarungen zu halten”. Man sei auch berechtigt weiterzukämpfen, wenn die offizielle ukrainische Armee den Befehl erhalte, das Feuer einzustellen. Der Rechte Sektor werde weiter Freiwillige sammeln und sehe seine Aufgabe darin “das ukrainische Territorium von der russischen Besatzung” zu befreien. Jarosch schreibt, dass er hoffe, dass Ukrainers Präsident bei der Unterzeichnung der Minsker Vereinbarungen bei der Frage der Entwaffnung von paramilitärischen Einheiten nicht seinen Rechten Sektor gemeint habe und dass der Versuch einer solchen Entwaffnung chancenlos sei .
Übrigens der Rechte Sektor wird von Beobachtern als möglicherweise verantwortlich für die Eskalation auf dem Maidan gemacht. Die BBC beschreibt die Gruppe als die am besten organisierte und gewalttätigste Gruppe, die seinerzeit die Konfrontation mit der Polizei gesucht hätten.
Bei Jauch kein Thema.Man könnte beliebig fortfahren.
Jauch reiht sich nahtlos in die Reihe der Kampfmedien ein und folgt der gezielten Meinungsmache. Es ist anzunehmen, dass die vorangegangene Sendung mit Frau Krone Schmalz, Herrn Kujat, Herrn Schulz und den ehemaligen Botschafter der VSA Kornblum, absolut nicht ins (vorgegebene?)Schema passte, da dort Wahrheiten angesprochen wurden, die klar vom Putinbashing abgewichen sind und der Realität den Vorzug gaben und Jauch ziemlich alt aussehen ließen.
Jauch wurde(musste) wieder auf Linie gebracht werden und folgte den Kampfmedien.
Diese konzentrieren sich fast ausschließlich auf die Frage, ob Putin das Abkommen von Minsk einhalten wird. Immer wieder wird die ukrainische Regierung parallel dazu als neutrale Quelle betrachtet, obwohl nachweislich von dort die meisten Lügen und Falschmeldungen verbreitet werden.. Dabei ist sie Kriegspartei genau wie die sogenannten Separatisten. Russland, die EU und die VSA sind keine Kriegsparteien. Wenn man die Glaubwürdigkeit von Putin ständig hinterfragen will, gehört auch das gleiche für die VSA und die EU, denn darüber hört man nichts.
Wie verhält es sich mit der Entstehungsgeschichte des Krieges, was ist mit der Einmischung der VSA und Europas? Gehören die etwa nicht genauso immer wieder hinterfragt wie die Einmischung Russlands?Für die Kampfmedien existiert nur das Feindbild Putin, die Kampfmedien haben sich auf ihn eingeschossen.Sie sind von Anfang an Bestandteil dieses nun mittlerweile zum Bürgerkrieg aus gearteten Konflikts.Sie haben sich wieder einmal als willfähige Werkzeuge einspannen lassen.
Nochmal, ich meine unter Kampfmedien den Einheitsmainstream und der ist leider in der Mehrzahl für manipulative Meinungsmache. Es gibt durchaus in den Printmedien, in online Ausgaben bestimmte Zeitungen eine kritische und nicht einseitige Betrachtung der Problematik.
Auch in der ARD gibt es Sendungen, die durchaus ein differenziertes Bild den Zuschauern anbieten.
Aber traditioneller politischer Talk, wie eben Jauch am Sonntagabend, gehört in den meisten seiner Sendungen nicht mehr dazu.
Glück auf
Ralf








Donnerstag, 12. Februar 2015

Anne Will vom Mi. 10.2.2015






Diese Sendung war eine Demonstration und Offenbarung dessen, wer tatsächlich „die Politik“ macht und die eigentliche Macht hat und ist! Nämlich das Kapital und die Wirtschaft (floriert trotz aller Krisen und Kriege und geht immer als Sieger hervor)!

Cordes hat es ganz laut und deutlich gesagt: die politischen „Entscheidungen“ ( wie z. B. Sanktionen) interessiert und tangiert die „Wirtschaft“ - also diejenigen, die „ihr“ Kapital investieren – nicht die Bohne!
Cordes (mit meinen Worten): Ihr, die „Politik und Regierenden“ dürft in der Öffentlichkeit so tun, als hättet ihr das Sagen! Aber die globalisierte Wirtschaft und das Kapital machen (auch trotz eurer Politik) ihr „eigenes“ Geschäft!

Merkel, Hollande und Europa wollen „das Pferd“ nur mit Zaumzeug und immer stärker werdendem Schenkeldruck zum Überwinden der Hindernisse bringen. Obama und die VSA raten inzwischen aber zur Peitsche und den Sporen. Und keiner merkt, dass man ein „totes Pferd“ reitet.

Das Kapital und die Wirtschaft aber nehmen die Hindernisse mit einem anderen (noch lebendigem) Pferd und gewinnen ein „Springturnier“ nach dem anderen. Und zwar auf einem anderen Parcours!
Und Verlierer sind immer die „Zuschauer“, die Menschen und Völker, die das Ganze finanzieren!
Womit sich der Kreis dann wieder schließt und ich bei meinem Blogbeitrag # 101 vom 11. Februar 2015 um 20:13 angekommen wäre.

Anbei ein nicht freigeschalteter Beitrag von mir:
nicht freigeschaltet

Nr. 79 von Till Eulenspiegel (Robert Kroiß)
11. Februar 2015 um 18:39
Der Kommentar wartet auf Freischaltung.
Es sind einfach immer die falschen DiplomatInnen vor Ort. Wenn man diverse Forenbeiträge liest, dann denke ich auch, dass der/die ein/e oder andere für die „ diplomatische Frontarbeit“ weit besser geeignet wären. Da gibt es nämlich einzelne mit hellseherischen Fähigkeiten. Und was wäre geeigneter als solche Hellseher/Innen. Die können nicht nur aus Beiträgen, sondern auch aus Kaffeesatz (oder war es Tee) lesen. Die wissen ganz genau, was andere Menschen so denken und leisten (ganz abgesehen davon, dass sie deren Tagesablauf kennen), ohne dass sie sie persönlich kennen und haben immer einen „guten“ Ratschlag für diese. Wer aus der Ferne so firm in der Menschenkenntnis ist, müsste doch der/die Geeignete für „Krisen- und Konfliktlösungen“ sein?! Der „urteilt“ dann auch „ganz objektiv“ und zwar nur aufgrund seiner hellseherischen Fähigkeiten.


Freitag, 6. Februar 2015

Ich schwanke seit Langem, zwischen möglichst gut informiert zu sein und am liebsten gar nichts mehr wissen zu wollen. Im Internet gefunden

ralf.nietzschmann@web.de Nickname: Erster Karl
Unterstützer von Campact https://www.campact.de/
Ralf Nietzschmann für den Stammtisch /Arbeitskreis in Anlehnung an die Nachdenkseiten (NDS)
http://www.nachdenkseiten.de/

Posting zum Thema: Definition Lügenpresse ein Versuch von mir
Liebe Freunde des Stammtisch/ AK Leipzig, liebe Bekannte liebe Blogfreunde, verehrte Leser,
ein bisschen Wahrheit ist an der oben geschriebenen Einleitung schon dran.Nun haben wir „Alten“ den Staffelstab an jüngere Freunde seit einiger Zeit abgegeben.Trotzdem wünschen sie unsere Unterstützung weiterhin. Der Wunsch besteht vorallen auf Recherche zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Ereignissen.Sie sind berufstätig, oder Studenten, sind in Zeitnot und können dadurch umfangreiche Recherche nicht durchführen.
Ein Argument für mich eben weiter Postings zu verfassen.
Wichtig ist aber auch anderen Interessierten, sowohl Freunden und Bekannten und Lesern Informationen zukommen zu lassen, die sie sonst nicht so erreichen.
Machen wir uns nichts vor, erleben wir doch bei Diskussionen immer wieder die Redewendungen:
In der Zeitung hat aber gestanden, oder im Fernsehen wurde doch gebracht usw..
Es ist eine natürliche Reaktion eines auf Information bedachten Menschen.
Und hier möchte ich ansetzen und werde auch auf aktuelle Dinge eingehen, um meine Definition zum Thema Lügenpresse zu untersetzen.
Lügenpresse ist eigentlich zu vereinfacht dargestellt und wird gerade von bestimmten Medien bewusst in eine Richtung gestellt, die ein großer Teil der Benutzer dieses Wortes nicht meinten.
Wenn man Presse meint, ist es eher angebracht von Medien allgemein zu sprechen.
Nun muss man unterscheiden. Es gibt zweifellos Medien, die tatsächlich unabhängig und kritisch berichten, dazu gehören auch Fernsehsendungen des ÖRF.
Aber ein nicht unerheblicher Teil, ich bezeichne ihn als Einheitsmainstream, betreibt eine systemrelevante Meinungsmache. Diese Meinungsmache ist nachweislich mit Fehldarstellungen, man kann durchaus dazu auch Lügen sagen, nachweisbar.
Entsprechende Fakten kann man im Internet googeln.
Leider gehören zu dieser Art auch Sendungen des ÖRF, die einen großen Zuschaueranteil haben, wie Tagesschau, Tagesthemen, heute, heute journal, besonders aber politische Talksendungen, wie Jauch, Will, Illner H.a. F. mit Plaßberg, oder Presseschau usw., um die wesentlichen zu nennen.
Wenn man nun postet, ist es durchaus angebracht, auf diese Fakten hinzuweisen, ob man nun Lügenpresse verwendet, oder andere Worte dazu verwendet, ist jedem Einzelnen selber überlassen, den der jeweilige Leser des Postings kann ja selber entscheiden, ob der User Recht hat mit seinen Behauptungen, oder nicht.
In Anlehnung an Albrecht Müller ( „Kampfpresse“) von den NDS, werde ich nun den Begriff „Kampfmedien“für mich verwenden, wenn ich auf gezielte systemrelevante Meinungsmache aufmerksam machen will.Ich bleibe auch bei meiner Arbeitsweise, dass ich mich bemühe nachweislich recherchiertes Material als Quellenangabe zu verwenden und diese Informationen mit meinen persönlichen Standpunkt interpretiere.
Aktuell Griechenland.
Sinnentstellender Sendeverlauf bei Illner in der Sendung, der den gesamten Sendeverlauf in eine gewünschte Richtung, also gezielte Meinungsmache zu ungunsten der neuen griechischen Regierung bringen sollte.
Die Ständige Publikumskonferenz der öffentlich-rechtlichen Medien hat erneut formal Beschwerde gegen das ZDF wegen Irreführung des Publikums eingereicht. Hintergrund ist die Verfälschung eines Zitats des griechischen Finanzministers in der ZDF-Talkshow von Maybrit Illner am 29. Januar 2015. Dabei wurde das Zitat so aus dem Kontext gerissen, dass genau das Gegenteil der Redeabsicht des Ministers dem ZDF-Publikum suggeriert wurde.
Konkret richtet sich die Programmbeschwerde der Ständigen Publikumskonferenz auf die in der Sendung ab Minute 34:50 verfälschte Darstellung.
O-Ton ZDF-Redaktion: 
Und natürlich bauen die Griechen auf den Heimvorteil beim heutigen Milliardensirtaki – Der neue griechische Finanzminister weiß, wer hier aus dem Tritt kommt und nachgibt.”
Danach präsentieren das ZDF ein Zitat des griechischen Finanzministers, entnommen aus einem Interview mit der französischen Tageszeitung La Tribune:
Was immer die Deutschen sagen, am Ende werden Sie immer zahlen.”
Die Ständige Publikumskonferenz argumentiert nun, dass die Redeabsicht des griechischen Finanzministers bewusst in einen verfälschenden Kontext gesetzt wurde,  damit dessen Aussage von Gästen und Zuschauern als “unverschämt” wahrgenommen werde. Günther Oettinger, EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, und Gast in der Talkshow, kritisierte auch direkt im Anschluss an das Zitat die Aussage des griechischen Finanzministers als „empörend und abwegig“.
Tatsächlich kann die Publikumskonferenz jedoch nachweisen, dass Varoufakis im Interview mit La Tribune genau die entgegengesetzte Aussage getroffen hat:
Was auch immer Deutschland  sagt oder macht, schlussendlich zahlen sie. Und seit 2010 habe ich deutlich gemacht, dass wir die Griechen, dass wir nicht das moralische Recht haben, dieses Geld der deutschen Steuerzahler zu akzeptieren, um unsere Gläubiger zu bezahlen. Denn in Wirklichkeit verschwindet dieses Geld in schwarzen Löchern […].” [Übersetzung RT Deutsch]
Quelle http://www.rtdeutsch.com/11062/inland/zuschauermanipulation-programmbeschwerde-gegen-zdf-maybrit-illner-aufstand-in-athen/
oder, wegen „Russenpropagandasender“ direkt auf La Tribune nachlesen und ins deutsche übersetzen
Dazu auch die fast wortgleiche Aussage von Varoufakis bei http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-02/yanis-varoufakis-griechenland-finanzminister-inhalt-interview
Ausschnitt Seite 3
ZEIT ONLINE: Wenn die griechische Wirtschaft nicht wächst, müssten die Gläubiger also auf Zinsen verzichten. In deutschen Zeitungen wurden sie schon mit der Aussage zitiert: Egal was passiert, Deutschland wird ohnehin zahlen.  
Varoufakis: Das Zitat ist aus dem Zusammenhang gerissen. Ich habe nicht gesagt: Die Deutschen zahlen und das ist gut so. Ich habe gesagt, sie haben schon viel zu viel gezahlt. Und sie werden noch mehr zahlen, wenn wir das Schuldenproblem nicht lösen. Nur dann können wir das Geld überhaupt zurückerstatten, das man uns geliehen hat.  
Richtig ist, dass viel „Kampfmedien“ sehr wohl bewusst Varoufakis falsch interpretiert haben und die Sendung bei Illner eben genau systemrelevante Meinungsmache war.
Gestern am 5.2. in der ARD
In der ARD-Sendung “Farbe bekennen” zeigt sich Finanzminister Schäuble im Schuldenstreit erneut unnachgiebig: Bereits die jetzigen Konditionen für Griechenland seien “über alle Maßen großzügig”. Auch eine Kontrolle der Sparmaßnahmen sei weiter notwendig.
Quelle: tagesschau.de ARD „Farbe bekennen“

Die „Qualitätsjournalisten“ Deppendorf und Bachmann im Gespräch mit Schäuble.
Dazu Wolfgang Lieb von den NDS:
Schäuble bleibt stur auf seiner Spur als „Geisterfahrer“ (Siehe dazu „Es fehlt der ökonomische Sachverstand“). Die Interviewpartner Ulrich Deppendorf und Thomas Baumann konfrontierten Schäuble nicht einmal mit der banale Feststellung Obamas: “Sie können Länder, die sich mitten in einer Depression befinden, nicht immer weiter ausquetschen”. Es ist schon zynisch, nach welchen Kriterien Schäuble die Lage der Griechen beurteilt. Die Fakten, die in der anschließenden Monitor-Sendung genannt wurden, interessieren den Austerität-Dogmatiker einfach nicht:
Das Gegenteil von systemrelevanten Journalismus , auch gestern bei der ARD-Sendung Monitor
Undankbare Faulenzer? Die Debatte über Griechenland – und die Fakten
Nach der Wahl in Griechenland geht ein Raunen durch Europa: Weil die neue Regierung sich gegen einen Teil der Sparauflagen stemmen will, werden Premierminister Tsipras und seine Regierung als politische Geisterfahrer bezeichnet, die Griechen als undankbar, das Land als unreformierbar. Zu viele Beamte, der Arbeitsmarkt verkrustet, kein Reformwille – so die Vorhaltungen aus der EU und auch aus Deutschland. Aber stimmt das alles? MONITOR macht den Faktencheck
Quelle: WDR

Ach würden doch die Bauchredner der EU-Kommission und der Bundesregierung wie Rolf-Dieter Krause gestern in den Tagesthemen, wenigstens den Kollegen im eigenen Sender zuschauen.
Weiter passend zur „Kampfpresse“, auch zu Griechenland, wenn man sich Die Anstalt vom 3.2. 2015 anschaut. https://videogold.de/die-anstalt-max-uthoff-und-claus-von-wagner-folge-9-vom-03-02-2015/
Seit langen Ist die Anstalt den Kampfmedien ein Dorn im Auge. Sie ist das Beste, was gnadenlos Realpolitik in D.aufdeckt.
Besonders ab Sendeminute 29.00 werden schonungslos die Kampfmedien entlarvt.
Dazu der Tagesspiegel
Die Anstalt” Kabarett light taugt nicht als Frischzellenkur fürs Zweite
… Im Lauf der Sendung gibt es ein tolles Beispiel für wendige, Haken schlagende Argumentationsketten. Der US-Präsident Barack Obama. Beim Drohnenkrieg ist Obama ein blutrünstiger und barbarischer Mörder. Kurz danach. Beim Thema Griechenland ist Obama ein strahlender und moralischer Zeuge dafür, dass endlich Schluss sein muss mit dem finanziellen Ausquetsch-Terror der EU, der EZB und des IWF. Ein Musterfall für Meinungs-Differenzierung. Oder was nicht passt, wird passend gemacht. …
Quelle: Tagesspiegel

Anmerkung WL: Die „Anstaltsinsassen“ scheinen dem Autor doch sehr auf den Schlips getreten zu haben. Bei diesem Kritiker, scheint jedenfalls die Galle, die Funktion des Gehirns übernommen zu haben. Bei dessen Verständnis von Satire dürfen die Mächtigen nichts zu „schlucken“ haben und dürfen nichts „einstecken“ müssen. „Verbale Satirewaffen, die verletzen“, dürfen nicht sein.
So viel Differenzierung, dass man den Einsatz von Drohnen durch die USA kritisiert und der amerikanische Präsident dennoch Recht haben könnte, wenn er die Austeritätspolitik der EU kritisiert, darf bei Richard Weber nicht sein.
Quelle NDS http://www.nachdenkseiten.de/?p=24905#h18
Leider hat die Berichterstattung in den Kampfmedien mit der gezielten Meinungsmache durchaus Wirkung hinterlassen, wenn man sich bestimmte Foren,( z.Bsp Will und Jauch) ansieht.
Während die überwiegende Mehrheit der Foristen durchaus die Ursachen der Situation erkennt, gibt es aber einen zahlenmäßig nicht zu vernachlässigenden Teil , der der bisherigen Meinungsmache ohne Nachzudenken folgt. Natürlich darf bei einigen bekannten Foristen das Linkenbashing nicht fehlen, diese sind allerdings tatsächlich zu vernachlässigen, da sie unter sich bleiben, eine unverbesserliche Minderheit darstellen.
In diesem Zusammenhang möchte ich abschließend auf sachliche Anfragen versuchen zu antworten. Ich mache das zusammenhängend, da ich nicht mehr auf jede einzelne E-Mail antworten werde und kann.Die nachfolgenden Fakten, sollen verständlich machen, warum die Wahlen in Griechenland so ausgehen mussten. Das einfache Volk klammert sich an den letzten Strohhalm und das ist eben die Syriza und leider mussten sie wegen der knappen Verfehlung der absoluten Mehrheit mit den unabhängigen Griechen, die als rechtspopulistisch bewertet werden eine Koalition eingehen.Ein Beinbruch ist das allerdings nicht, wenn man zum Beispiel die Geschichte in D. bemüht – Willy Brandt Altnazi Kiesinger.
Fakten in Griechenland
50- 60 % der unter 25-Jährigen sind arbeitslos. 1,3 Millionen Arbeitslosen erhalten 180–468 Euro zeitlich begrenzt Arbeitslosengeld
Die Arbeitslosenrate hat sich seit 2009 verdreifacht.

Die Haushaltseinkommen sind im Zeitraum 2009–2013 um durchschnittlich 38 % gesunken.
Da hiervon auch die Zahlen des Mittelstandes einbezogen sind, kann man sich vorstellen, wie die Lage der sozial Schwachen aussieht
Der Strompreis ist im Zeitraum aber um 44 % gestiegen. Jeden Monat wird im Durchschnitt 30.000 Haushalten der Strom abgedreht, weil sie nicht mehr zahlen können.
Das öffentliche Gesundheitssystem ist zusammengebrochen, die meisten Kliniken und andere Gesundheitseinrichtungen wurden geschlossen, mehr als ein Drittel der Menschen ist nicht mehr sozialversichert und hat praktisch keinen Zugang zum Gesundheitssystem, nur noch im äußersten Ernstfall.
Die Obdachlosenrate steigt kontinuierlich an, immer mehr Menschen ernähren sich in den Suppenküchen, die Kindersterblichkeit hat um rund 50 % zugenommen, manche Mütter müssen ihre Kinder buchstäblich „verschenken“.Die Selbstmordrate liegt in diesem Zeitraum bei 45 % und ist gegenüber früher überproportional angestiegen.

Renten:
Im August 2013 ist das durchschnittliche Monatseinkommen aus Haupt- und Zusatzrenten auf 921,19 Euro brutto – vor Steuern und übrigen Abgaben – gesenkt worden. Das entsprechende Durchschnittseinkommen für die Berechtigten einer Witwenrente ist auf 679,40 Euro und für die Berechtigten mit Behinderungsproblemen auf 610,12 Euro geschrumpft. Auf monatlich 361,96 Euro brutto beläuft sich dagegen die Rente nicht versicherter Rentner, während das durchschnittliche Monatseinkommen aus Renten, die aus anderen Gründen herrühren, monatlich 719,69 Euro brutto beträgt.Auf Basis dieser Angaben also beträgt nach den wiederholten Kürzungen der letzten 3 Jahre das durchschnittliche Einkommen aus Haupt- und Zusatzrenten 658,47 Euro.
Zum Renteneintrittsalter, habe ich im vorigen Posting schon geschrieben. Zur Erinnerung:
Das tatsächliche mittlere Renteneintrittsalter in Griechenland liegt bisher bei 61,4 Jahren (2011). Das entspricht genau dem EU-Durchschnitt. Die Deutschen gehen mit durchschnittlich 61,7 Jahren in Rente
Nach Berechnungen der OECD sind die Löhne um 25 % gesunken. Das war die Lage Ende 2013 und es ist nicht besser geworden.Wie den auch, wenn die Wirtschaft total zusammen gebrochen ist.
Die „Rettungsmilliarden“ erhielten die Banken, aber niemals das gemeine Volk. Dieses hat genau so wenig über seine Verhältnisse gelebt, wie der Normalbürger in D.
Ich denke, es lohnt sich über die Fakten mal nachzudenken, ehe man den Kampfmedien folgt, besonders der mit den vier großen Buchstaben.



Glück auf
Ralf

Donnerstag, 5. Februar 2015

Wieder mal eine kleine Fabel

Der Reitstall und das trojanische Pferd

Es war einmal... ein Springreiterverein namens „höher und weiter“. Der besaß einige Prachtpferde, sowie Dressurreiter, Jockeys und Herrenreiter, mit denen er den ein oder anderen Wettbewerb und entsprechende Preisgelder, vor allem außerhalb der eigenen Region gewann.
Die eigene Pferdezucht brachte auch entsprechend viel Nachwuchs hervor, ohne allerdings dafür das entsprechende Reit-, Stall- und Vereinspersonal zu haben.

So sah man sich um und suchte nach geeigneten Stallungen und Personal. Man wurde auch schnell fündig und nahm viele internationale Bauern in den eigenen Verein auf. Sogar mit dem, bzw. trotz des Wissens, dass diese Bauern bis dato – aber auch wohl künftig - nicht in der Lage waren und sein werden, eigenständig Pferde aufzuzäumen, zu dressieren oder gar selbst zu reiten. Es war von vornherein eigentlich klar, dass diese Bauern gar nicht in der Lage waren und den Erwartungen des Reitervereins eben überhaupt nicht entsprachen.
Trotzdem verkaufte man ihnen ganz schnell Pferde, Zaumzeug und Futter und erwartete als Ergebnis, gut gezüchtete und turnierreife Springpferde, sowie großartige Stallmeister und Jockeys.
Da die Bauern aber bis dato überhaupt nicht mit Pferden und der Pferdezucht vertraut waren, ja sogar Angst vor diesen großen Tieren hatten, gingen die Tiere nach und nach ein. Die Stallungen verkamen und es wurde nicht an einem einzigen Turnier teilgenommen. Somit blieben auch die – mit dem Verkauf der Tiere - versprochenen und erwarteten Turniersiege und die damit verbundenen Preisgelder aus.

Die Vereinsvorsitzenden des „höher und weiter Reitervereins“ allerdings erwarteten die verzinste Bezahlung der gelieferten Pferde und des Zubehörs. Zudem wollten sie zusätzlich auch noch das Geld für angeblich entgangene Preisgelder, welche ja angeblich bei den Turnieren gewonnen worden wären, wenn man die Pferde entsprechend abgerichtet hätte.

Wer an dieser Tragödie schuld ist, dies ist nun die Streitfrage. Und Schuld weist nun mal jeder von sich. Egal ob Vorsitzender eines Reitvereins, oder nur Bauer.
Sind es die Vorsitzenden des Reitervereins mit ihrer Falscheinschätzung? Oder sind es die Bauern, die sich nicht dagegen wehrten, die Pferde samt notwendigem Zubehör anzunehmen?

Klar ist nur eines. Ein totes Pferd kann man nicht mehr reiten. Da bleibt nur noch eines. Absteigen und begraben. Und sich evtl. einer „neuen Idee“ mit entsprechendem Sinn hingeben.