Dienstag, 11. November 2014

Der „Sturm“ im „Wasserglas“ (Forenbeiträge und ihre Wirkung)

Wenn man sich die Diskussion – egal zu welchem Thema und wo auch immer – anschaut, dann drehen sich die Diskussionen stets nur darum, ob es schlimmer und gefährlicher ist, ob ein „Sturm“ von „links“ kommend, oder ein „Sturm“ von „rechts“ kommend die Ursache für ein einstürzendes „Gebäude“ sei, in welchem die „Bewohner“ darunter „begraben“ und „erschlagen“ wurden und werden.



Weder dem „Gebäude“, noch den darin umgekommenen Bewohner ist damit allerdings geholfen, dass „man“ feststellen kann und konnte, woher, aus welcher Richtung der alles vernichtende „Sturm“ kam. Und erst recht nicht der Zukunft und zukünftigen Bewohnern und „Gebäuden“.



Auch die sich mit dem „Wiederaufbau“ befassenden Diskussionen beschäftigen sich dann wieder damit, ob es besser sei, „rechtes“ Baumaterial, oder „linkes“ Baumaterial zum „Wiederaufbau“ zu verwenden.


Mit der eigentlichen Diskussion, dass es letztlich völlig egal sei, woher der alles vernichtende „Sturm“ kam und kommt, sondern es eigentlich darauf ankäme, endlich ein „Gebäude“ zu erbauen, dem weder ein „Sturm“ von „links oder rechts“, bzw. aus jedweder Richtung kommend schaden könnte, damit beschäftigt sich kaum Jemand. Oder eben damit, dass man endlich ein „Baumaterial“ verwendet, welches allen „Stürmen“ trotzt und trotzen kann.



Dies ist aber genau das Interesse derjenigen, welche sich ihre „Häuser“ stets und immer auf einem „windgeschützten“ Platz erbauten und erbauen.

Aus diesen (deren) stets „sicheren“ Gefilden herab, heizen sie die Diskussionen eben auch genau damit immer wieder an, dass sie darauf hinweisen, dass der „Einsturz“ der Gebäude der jeweiligen anderen Seite ein Problem des „Baumaterials“ und der „Windrichtung“ dieses Landes, dass eben die andere Seite, der Feind der Schuldige und die Ursache dafür sei.



Dass es aber bei ihren, sich "selbst" erbauten „Häusern“ eigentlich ganz selten bis nie zu einem Einsturz kommt und worin dies begründet ist, darauf weisen sie nie hin. Auch nicht darauf, dass sie sich – obwohl früher oder später verfeindet, egal welche Vereinbarungen zuvor getroffen wurden – immer und immer wieder beim evtl. und sehr selten notwendig werdenden Aufbau eines ihrer „eigenen“ und beschädigten „Gebäude“ sehr gerne – wenn auch stets im Geheimen – helfen.



Sehr hilfreich sind bei solchen „Wiederaufbau-Aktionen“ auch immer wieder „politische Künstler“ und deren „Interessenvertretung“ als unterstützende Werbekampagnen.

Zur entsprechenden „Argumentation“ genommen werden dabei dann gerne Künstler wie Pussy Riot, aber auch – wie gerade wieder sehr aktuell im BT – Wolf Biermann.



Wie glaubwürdig das Ganze ist, kann man dann z. B. hier:



Die „Wahrheit“, als „Baumaterial“ und einzig stabiles Fundament für ein „windgeschütztes Gebäude“ gegen alle „Stürme“ bleibt aber nach wie vor auf der Strecke. Und deshalb wird es wohl weiterhin bei den entsprechenden „Feindbildern“ und entsprechend Schuldigen – immer auf der anderen Seite - als „Ursache“ für die „Stürme“ und das zum „Wiederaufbau“ notwendige „Baumaterial“ bleiben.

Freitag, 7. November 2014

Der Streit um den evtl. ersten „linken“ Ministerpräsidenten

und ein paar Gedanken von mir dazu:







Da das Thema sowohl Anne Will, als auch Maybrit Illner eine Sendung wert war, kann man –wenn man sich beide angesehen hat- feststellen, dass es ganz unterschiedliche Herangehensweisen von Betroffenen zur Aufarbeitung geben kann. 

Bei Anne Will ein sehr erregter und aufgeregter Stephan Hilsberg (SPD), der im „Unrechtsstaat“ aufgewachsen war und bei Maybrit Illner ein völlig unaufgeregter Friedrich Schorlemmer (SPD), der im selben „Unrechtsstaat“ lebte! Wenn man sich vor Augen führt, wie diese Betroffenen das Thema angingen, könnte man fast den Eindruck bekommen, dass es sich um ganz verschiedene Staaten handelte, in welchen diese Betroffenen lebten.

Zitat fr-online.de vom 7.11. 2014

[[ „Friedrich Schorlemmer, dem „Friedenspfarrer“ und DDR-Oppositionellen, blieb es vorbehalten, den Kollegen Gauck in die Schranken zu weisen. Der BP hätte zuhause ruhig sein Verdikt gegen die Linke äußern können, aber er habe in einen politischen Prozess eingegriffen, und öffentlich sei das nichts anderes als „nachholender Antikommunismus am falschen Gegenstand.“
„Verdienstvoll auch der Einspieler, der daran erinnerte, dass Joachim Gauck vor seiner Wahl zum ersten Mann im Staate auch der Partei der Linken (die ihn dann mitgewählt hat) seine Aufwartung machte..“ ]]


Was aber in keiner dieser beiden Sendungen zur Sprache kam, aber für eine „Aufarbeitung“ von „Unrecht“ eigentlich unerlässlich wäre, ist die Frage nach dem „Recht/Rechtsverständnis“ der jeweils Herrschenden. Denn alle Herrschenden berufen sich auf die „Legalität [[(lex, legis, legalitas) und bedeutet Gesetz/Gesetzmäßigkeit, i.a.W. ein Gesetz]] ihres Handelns.

Nochmals fr-online im selben Artikel vom 7.11. 2014:


[[ „Eben kam heraus, dass einige der ehrenwerten deutschen Unternehmen den Staat, also uns, um Milliarden Steuern betrogen haben – pardon, sie haben legale „Steuertricks“ genutzt, die ihnen Luxemburg ermöglicht hat. Diebstahl am Gemeinwesen bleibt es allemal.“ ]]

Wenn also Gesetze befolgt werden, ist „Alles“ legal?! Worin unterscheidet sich dann ein „Rechtsstaat“ von einem „Unrechtsstaat“?! Wenn doch in beiden „Staaten“ LEGAL – und damit dem Gesetz treu bleibend - gehandelt wird?! Ist dann in der „legalen Gesetzgebung“ bereits das Unrecht „gesetzmäßig“ niedergeschrieben?! Gibt es also ein "legales, legalisiertes" Unrecht, wenn doch nur den Gesetzen, der Gesetzgebung folgend "Recht" gesprochen wird?!


Diese spannende Frage wäre mal zu beantworten und eine Sendung wert.

Wenn also alle „legal“, dem Gesetz/Gesetzestext – welche/s ja „nur“ der Ausdruck des/eines Rechts/Rechtsverständnisse sind - folgend handeln, dann handeln doch „alle“ dem entsprechenden Recht/Rechtsverständnis entsprechend! Was ist dann aber daran „unrecht“?!
Wie kommt es dann dazu, dass die „Legalität“ eines Staate zu einem „Unrechtsstaat“ führt und in einem anderen Staat zu einem „Rechtsstaat“?! 

Wie kommt es z. B. dazu, dass ein/e Richter/in, bzw. Gericht/e die vorausgegangene „Rechtsprechung(Urteil)“ eines anderen Richters/Richterin, bzw. Gerichts verwirft und damit als „Unrecht“ erkennt?! Alles ganz „legal“?!  Es ist doch alles ganz "legal" und damit "rechtmäßig"?!

Handelt es sich dann nicht um ein unterschiedliches „Recht“ und damit ein unterschiedliches „Rechtsverständnis“?! Müsste dann nicht erst die Frage des „Rechts/Rechtsverständnisses“ und auf welchem „Recht/Rechtsverständnis“ die „Legalität“ gründet geklärt werden?! 
Damit alle einem gemeinsamen „Recht/Rechtsverständnis“, denselben Gesetzen „legal“ folgend handeln können?!

Ansonsten wäre es ja immer „legal“, egal von welcher Seite vorgebracht, der anderen Seite „Unrecht“ vorzuwerfen. Obwohl sich alle Seiten auf „ihre Legalität“ und damit ihr eigenes Recht/Rechtsverständnis und die daraus resultierenden Gesetze berufen (können)!

Wie soll es da jemals zu einer „(Wieder)Vereinigung“ und damit einem für ALLE geltenden gemeinsamem Recht/Rechtsverständnis (derselben Legalität) kommen?!
Wie soll da jemals das "gleiche Recht" (in Gesetze und Gesetzestexte geschrieben) legal und damit für ALLE gleichermaßen gelten (können)?! 

Dies kommt der Quadratur des Kreises gleich.

Anbei ein "Kommentar" von Ralf Nietzschmann, welchen ich per Mail erhalten habe und deshalb hier einstelle:


 Deutschland wurde nicht besetzt um es zu befreien, sondern damit es unseren Interessen dient.
Harry S. Truman,
33. Präsident der Vereinigten Staaten
ralf.nietzschmann@web.de
Nickname: Erster Karl
Ralf Nietzschmann Stammtisch /Arbeitskreis in Anlehnung an NDS: Wir machen weiter und mischen uns ein Unterstützer von Campact https://www.campact.de/
Dokumentation für Stammtisch / Arbeitskreis in Anlehnung an die NDS: Wir machen weiter und mischen uns ein Leipzig
Thema: 25 Jahre danach in Verbindung mit der Landtagswahl in Thüringen
Liebe Freunde/innen des AK Leipzig, liebe Bekannte und liebe Blogfreunde/innen,
ich möchte aus meiner Sicht und ehemaliger Bürger der die DDR 40 Jahre bewusst erlebt hat dazu auch einige Bemerkungen machen.
Da die nun beginnenden Koalitionsverhandlungen in Thüringen zeitgleich mit den Ereignissen des Jahres 1989 zusammenfallen, also die friedliche Revolution der DDR Bürger und den daraus nicht unbedingt gewollten Weg, der letztlich zum Beitritt der DDR zum GG der BRD geführt hat, muss man aber doch eigentlich zusammenhängend sehen.
Ich möchte die Umstände des Beitritts aber hier jetzt nicht vertiefen, aber es gehört zur geschichtlichen Wahrheit.
Was ist in Thüringen passiert?
Es erfolgte eine Landtagswahl mit einen ernüchterten Wahlergebnis bezüglich der Wahlbeteiligung der wahlberechtigten Bürger. Schon das sollte den Politikern aller an der zur Wahl stehenden Parteien zu denken geben. Machen sie das? Ich sage nein. Man nutzt das Wahlsystem aus und erklärt sich zum Sieger und leitet daraus den Wählerwillen ab. Das ist in meinen AugenSelbstbeweihräucherung.
Nun gibt es in Thüringen ein Wahlergebnis, dass in der Konstellation CDU/SPD oder Rot/ROT/GRÜN nur über eine Stimme Mehrheit im LT verfügt. Die Grünen haben sich sehr schnell gegen eine Regierungsbeteiligung mit der CDU entschieden und die AfD spielt vorerst bezüglich Regierungsbildung keine Rolle.
Soweit die nüchternen Tatsachen.
Was passiert aber nun in den Medien?
Es darf nicht sein, was nicht sein darf. Es beginnt eine immer mal wieder bekannte Hetzkampagne gegen die Linke, dabei bemüht man wieder sehr einseitig das Thema SED und Stasi . Man beleidigt dabei die Wähler der Linken, versucht sie in eine Ecke zu stellen, wo sie nicht hingehören. Es wäre doch mal interessant auch im ÖRF die Wähler der Linken, vorallen der jüngeren Menschen nach ihren Beweggründen für ihre Wahlentscheidung zu befragen, auch im Hinblick dessen, dass die Linken fast auf Augenhöhe bezüglich des Wahlergebnisses mit der CDU stehen.
Um nicht mißverstanden zu werden. In der DDR gab es Rechtsbeugung nicht wieder gut zu machendes Unrecht, dass man aber mit Sicherheit nicht nur Mitgliedern der SED anlasten darf.
Man muss ganz einfach die Blockparteien und andere Organisationen, aber auch Kirchenkreise mit einbeziehen.
Ich möchte konkretisieren, nicht die Mitglieder unbedingt, aber die Spitzen und Funktionäre dieser Parteien, Organisatoren und auch aus Kirchenkreisen.
Wo bleibt bei der CDU/CSU, der FDP und auch bei Bündnis90 Die Grünen die Aufarbeitung?
Haben sie ihre Mitglieder aus der DDR tatsächlich überprüft?
Ich möchte mal hier ein nachzuprüfendes Beispiel aus den Thüringer Landtag darlegen.( Quelle SZ 26.10. 2014)
CDU Fraktion:
Ein Abgeordneter SED-Mitglied von 1982 - 1989
Ein Abgeordneter SED Exmitglied der Volkskammer der DDR der damals der Resolution zustimmte, die das Massaker auf dem Tiananmen-Platz in Peking begrüßte.
Drei weitere Abgeordnete, die als Kreisräte und Geschäftsführer von Blockparteien tätig waren und das hohe Lied der DDR mitgesungen haben. Anders kam man nicht zu solchen Funktionen.
Einzelfälle? Mit Sicherheit nicht.
Darum empöre ich mich auch immer wieder, wenn ehemalige DDR Bürger/innen, auch in den verschiedenen Foren die Geschichte der DDR immer nur auf die SED fokussieren. Es sind für mich
bedauernswerte Menschen, die aus was für welchen Gründen auch immer nur einseitig durch die Brille schauen. Es gibt bestimmt in diesen Foren Menschen die Leid und Unrecht in der DDR
erfahren haben, dass möchte ich keinesfalls in Abrede stellen, trotzdem sollten sie ihre Peiniger nicht nur in der SED /Stasi sehen.
Es gibt aber auch Menschen in den Foren, die ihren persönlichen Frust, ihr Versagen in der Gesellschaft, auch in der Neuzeit, fälschlicherweise der SED/ Stasi anlasten wollen und sich als
Opfer generieren.
Nun hat sich ja der BP massiv in Wahlentscheidungen und laufende Verfahren in Thüringen eingemischt.Es gibt unterschiedliche Auffassungen ob er das darf oder nicht.
Es ist legitim zu unterschiedlichen Bewertungen zu kommen .
Meine Meinung dazu ist ein klares nein.
Ich betrachte Gauck nicht als einen seriösen BP. Er ist für mich ein Mensch mit zwielichtiger Vergangenheit. Ich bin bestimmt kein Moralapostel, von mir aus kann Gauck „Vielweiberei“
betreiben, mich stört das nicht. Aber wo bleibt der Aufschrei der Christen in der verantwortlichen Politik, die ja immer christliche Werte und Tugenden angeblich verteidigen?
Oder ist Gauck nur der nützliche Helfer, um eine neoliberale gnadenlose Politik durchzusetzen.
Ich verstehe allerdings nicht, dass nun viele Menschen Gauck als BP der Herzen sehen.
Wenn zum Beispiel Altbundesbürger die Rolle von Gauck in der DDR nicht begreifen, dafür habe ich Verständnis.Deshalb werde ich auch nicht müde, immer wieder zu betonen, dass Gauck für mich ein Gauckler bleibt.
Er war nie ein Bürgerrechtler. Er war in der DDR privilegiert und man kann Gauck ungestraft als Begünstigter des Ministerium für Staatssicherheit (Stasi) bezeichnen. Das hat am 22. September
2000 das Landgericht Rostock in einen Urteil (3 O 45/00) verkündet.
Daraus ableitend muss man seine Tätigkeit als Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen sehr kritisch betrachten. Wem nützte er, was konnte er vertuschen. Was steht in den Rosenholzakten, was
Gauck erpressbar macht, im Hinblick auf seine vasallenhafte Unterstützung der USA, der NATO und des neoliberalen Systems.Auf die Rosenholzakten konnte Gauck nicht zugreifen!!!
Genau das Verhalten Gaucks zu aktuellen Vorgängen, müsste doch nun gesamtdeutsch gesehen werden.
Nimmt Gauck sich den wesentlichen Problemen der Bürger/innen überhaupt an, bezogen auf die Schieflage auf den sozialen Aspekt hier in D. Stichwort Arm/ Reich.
Dazu passen die Verhöhnung und Kriminalisierung von Bürgerbewegungen, Beispiel die Occupy Bewegung in den USA, aber auch in D.
Er ist gegen die Mitbestimmung - Bürgerentscheide - der Menschen, schlicht gesagt, er hält sie für dumm.Entscheidungen sollen die Eliten treffen, zu der er sich ja zählt.
Warum nur die Stasi verurteilen, aber kein Sterbenswörtchen zur Generalbespitzlung der Bevölkerung durch ausländische Geheimdienste und den BND und erst auf Drängen der
Öffentlichkeit eher lapidare Erklärungsversuche.
Warum so eine selektive Wahrnehmung und Interpretation des TIPP Abkommens?
Erbärmlich seine Rolle zu militärischen Aktionen D. in der Zukunft.
Eine einseitig nicht mehr zu toppende Russlandpolitik, die wiederum eher persönlich geprägt ist.
Bekanntlich wurde ja Gaucks Vater für seine Verbrechen als Nazi von den Russen verurteilt.
Kein Wort von Gauck zu den Opfern der Sowjetunion, die diese im II. Weltkrieg erlitten haben, in seiner Rede bei der Gedenkfeier anläßlich des Beginns des II. Weltkrieg in Polen.
Gaucks Aussagen und Verhalten zu Russland führen zwangsweise zur Polareisirrung der nicht nachdenkenden Menschen in eine bestimmte Richtung.
Ich bleibe dabei, Gauck ist und bleibt ein Mensch, der nur an die Futtertröge der Macht will und da sind die gesellschaftlichen Systeme ihn vollkommen sekundär.
Nun muss man ja fairerweise den ÖRF bestätigen, dass sie gerade zum 25. Jahrestag, aber auch zur Thüringenwahl, auch echte Bürgerrechtler eingeladen haben. In der Sendung Maybritt Illner war Friedrich Schorlemmer, der Pfarrer aus Wittenberg zu Gast.
Es war schon ermutigend Schorlemmer als Kritiker Gaucks zu erleben.
„Friedrich Schorlemmer, dem „Friedenspfarrer“ und DDR-Oppositionellen, blieb es vorbehalten,
den Kollegen Gauck in die Schranken zu weisen. Der BP hätte zuhause ruhig sein Verdikt gegen die Linke äußern können, aber er habe in einen politischen Prozess eingegriffen, und öffentlich sei das nichts anderes als „nachholender Antikommunismus am falschen Gegenstand.“ schreibt fr-online.de vom 7.11. 2014
Noch ein Unterschied zu Gauck:
Die DDR sei ganz sicher kein Rechtsstaat gewesen, sagte der ehemalige DDR-Bürgerrechtler und Theologe Friedrich Schorlemmer im DLF. Aber die Lebensleistung der Menschen dürfe nicht deligitimiert werden, indem die DDR generell als Unrechtsstaat bezeichnet werde. Das sei eine "untaugliche Begriffskeule".
Wo war der „Bürgerrechtler“ Gauck als 1983 unter Verantwortung von Schorlemmer ein Schwert zu einer Plugschare um geschmiedet wurde? Man sollte mal in Rostock nachfragen, wo Gauck ja sehr
„hohe Sympathiewerte“ hat. ( Ironie aus)
Ich könnte mir sehr wohl vorstellen, dass Schorlemmer als SPD Mitglied die Linke als politischen Konkurrenten sieht, aber niemals mehr mit der SED vergleichen würde
Nun zu Wolfgang Biermann im Bundestag:
Meine Freunde und ich haben 1976 unter nicht ganz einfachen Bedingungen und das nicht nur technischer Art, mit viel Aufwand das Biermann Konzert mit geschnitten und vervielfältigt. Einen
Freund wurde es zum Verhängnis, es war ein weiterer Vorwand, die ihn letztendlich 1.5 Jahre in den Knast brachte.
Ich habe mit ihn telefoniert. Er bedauert, genau wie ich, unsere damalige Aktion nicht, denn da war Biermann der Biermann der uns Kraft gegeben hat.
Heute war er für mich nur peinlich, außer seiner gesanglichen Darbietungen, mag jeder für sich selbst bewerten.
Zwei Verse aus den Songtext, den er im BT gesungen hat:
Du, laß dich nicht verhärten
in dieser harten Zeit.
Die allzu hart sind, brechen,
die allzu spitz sind, stechen
und brechen ab sogleich.
…...
Du, laß dich nicht erschrecken
in dieser Schreckenszeit.
Das wolln sie doch bezwecken
daß wir die Waffen strecken
schon vor dem großen Streit.
Ich finde sie immer noch aktuell und musste gleich an die GdL denken, ob das aber Biermann heute auch so sieht, weiß ich nicht.
Was ich noch zu 25 Jahren Mauerfall schreiben könnte?
Meinen Beitrag 20 Jahre danach, den ich anläßlich einer Feierstunde gehalten habe, nochmal hier einstellen? Nein mache ich nicht, nur soviel, er ist damals sowohl von den Nostalgikern , aber auch von den „ Siegern“ mit Befremden aufgenommen wurden, nur die, welche die Segnungen des Beitritts von der anderen Seite erleben mussten applaudierten mir.
Übrigens wäre er auch heute für viele ehemalige DDR Bürger noch aktuell.
Man braucht nur das Thema Rente aufzugreifen, oder Lohn für gleiche Arbeit.
Was berechnete jetzt gerade ein Institut, wenn die Lohnanpassung in den derzeitigen Tempo voran schreitet wäre sie in 2081 verbracht.
Ich habe mir vorgenommen nur noch in Ausnahmefällen mich mit der DDR und der alten BRD zu beschäftigten.
Im Fokus sollte nun endlich das gemeinsame D. stehen und da gibt es für mein Klientel sehr viel zu tun, um über die Ungerechtigkeiten zu schreiben, Hintergründe aufzuzeigen und zum Nachdenken anzuregen. Bei dieser Aufgabe bin ich sehr froh, dass gerade sehr viele Freunde/innen aus den alten
Bundesländern auf der gleichen Frequenz funken.Auch mit den überwiegenden Teil der Foristen/innen in den Foren z.B. bei Jauch und Will , sehe ich sehr häufig übereinstimmende
Meinungen zu aktuellen gesellschaftlichen und politischen Problematiken.
Abschließend, von Lichterfest, oder Luftballon steigen, halte ich nicht so viel, bei einen solchen Anlass. Es erinnert mich eher an einen Event, ungefähr gleichzusetzen mit dem Oktoberfest oder
Kirmes.
Glück auf
Ralf

Eine weitere Ergänzung zum Thema "Aufarbeitung" von Ralf Nietzschmann


Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.
Vaclav Havel
ralf.nietzschmann@web.de
Nickname: Erster Karl
Ralf Nietzschmann Stammtisch /Arbeitskreis in Anlehnung an NDS: Wir machen weiter und
mischen uns ein Unterstützer von Campact https://www.campact.de/
Dokumentation für Stammtisch / Arbeitskreis in Anlehnung an die NDS: Wir machen weiter
und mischen uns ein Leipzig
Thema: Der nachdenkliche Rückblick
Liebe Freunde/innen des AK Leipzig, liebe Bekannte und liebe Blogfreunde/innen,
25 Jahre Mauerfall unzählige Feierveranstaltungen, auf allen Fernsehkanälen , in den Printmedien,
bestimmten das Geschehen in der letzten Zeit. Auch geeignet dafür, wichtige aktuelle Probleme, die
die unmittelbare Zukunft betreffen ganz geschickt zu verdrängen.
Ich schreibe hier nicht als Verbitterter der Wende. Ich persönlich lebte in der DDR, aber lebe auch
jetzt als neuer Bundesbürger für meine Ansprüche recht gut.
Mit meinen Beiträgen möchte ich lediglich das ganze Geschehen realistisch betrachten .
Ich mache es mir mal einfach und versuche mal nur Meinungen von Altbundesbürgern hier
einfließen zulassen.
Wolfgang Lieb ist ein promovierter deutscher Jurist, Publizist und ehemaliger Politiker und
Staatssekretär im Wissenschaftsministerium von Nordrhein-Westfalen Partei SPD
Auf http://www.nachdenkseiten.de/?p=23883#more-23883 ist der Beitrag
Die Feiern zum Mauerfall: Der Missbrauch einer „friedlichen Revolution“ zur Stabilisierung der
Macht
zu lesen. Es lohnt sich diesen Beitrag zu lesen. Wenn Wolfgang Lieb schreibt:
Zitat: Je mehr ich in die Mauerfall-Erinnerungsfeierlichkeiten hineinhörte, desto mehr drängte sich
mir der Eindruck auf, hier geht es nicht um das Gedenken an ein wahrhaft historisches Ereignis,
sondern hier wird eine 25 Jahre zurückliegende „friedliche Revolution“ des Volkes von den derzeit
Mächtigen missbraucht um ihre Macht zu stabilisieren und ihre Politik zu legitimieren. Die Kritik
am DDR-Regime und die Trauer über die Opfer wurde ganz entgegen der Freudenfeiern über eine
friedlichen Revolution“ – also dem Aufstand des Volkes gegen eine damals bestehende
Herrschaftsordnung – zu einem Selbstlob der heute bestehenden Herrschaft und deren Politik, die
den Elan und die Ideale dieser Revolution weitgehend entsorgt hat und im hohlen Pathos einer
abstrakten Freiheitsrhetorik erstarrt ist. Zitat Ende
Zum Auftritt von Biermann im BT
Zitat:17 der 64 Abgeordnete der Linkspartei hatten jemals etwas mit der SED zu tun. Ein
Vierteljahrhundert wurden die „SED-Nachfolger“ im Wortsinne „überwacht“, ohne dass man ihnen
demokratiefeindliche Aktivitäten nachweisen konnte. Hat Biermann etwa in Richtung der CDUFraktion
gefragt, wie viele von der „Drachenbrut“ der Blockpartei der Ost-CDU noch im Bundestag
sitzen? Zitat Ende
Genau diese Dinge sind für mich sehr wichtig und darum beteilige ich mich eben u.a. im
Jauchforum zum Thema Mauerfall .
Die 515 Kommentare muß man differenziert betrachten Die überwiegende Anzahl der
Foristen/innen nahm zwar zum Ereignis Mauerfall Bezug, erkannte aber auch, dass diese Sendung
genau in das Schema passte von Gegenwartsproblemen abzulenken.
Im Forum Jauch ist es auch nicht neu, dass es eine Minderheit vorwiegend Foristinnen gibt,
die ihr Linkenbashing wieder voll ausgelebt haben.
Ganz besonders schlimm werden dabei die Ereignisse nach dem Beitritt der DDR zum GG der BRD
dargestellt. Es werden bewusst, oder durch Unwissen, fern jeglicher Realität Behauptungen
aufgestellt, die niemals so stimmen, bestenfalls Einzelfälle gewesen sind.
Bewiesene Fakten bezüglich der Rolle der Treuhand werden im Wahn des Linkenbashing überhaupt
nicht wahrgenommen. Der Wahn geht soweit, dass jeder SED Bonze sich das Vermögen der DDR
unter den Nagel gerissen hat.
Ich möchte auch hier wieder auf die Nachdenkseiten verweisen , wo Altbundesbürger Stellung zur
Rolle der Treuhand und zu den Profiteuren nehmen.
http://www.nachdenkseiten.de/?p=23902#more-23902
25 Jahre Mauerfall – Einige Anregungen zum Nachdenken von Jens Berger, freier Journalist aus
Goslar
Zitat:Die folgenden Beiträge verweisen darauf, wie brutal nach der Wiedervereinigung vielen
Menschen der ehemaligen DDR die Existenzgrundlage durch Vernichtung der industriellen Basis
der nun neuen Bundesländer entzogen wurde.Und dies auch aus ideologischen Gründen, da alles
daran gesetzt wurde, das einst volkseigene Vermögen zu jedem Preis zu privatisieren, um der
Marktwirtschaft freien Lauf zu lassen ….und weiter Vor diesen Hintergrund bedürfte gerade auch
das Wirken der Treuhand sicher noch weiterer Aufarbeitung; auch hinsichtlich der Frage in wie weit
es hinter Kulissen um die Durchsetzung der neoliberalen Agenda auf dem Gebiet der ehemaligen
DDR ging Zitat Ende
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13685462.html
Das Zinswunder im Osten Westdeutsche Banken profitieren von alten ostdeutschen Krediten - zu
Lasten der Bürger
http://www.sueddeutsche.de/politik/ddr-treuhand-anstalt-ausverkauf-der-republik-1.137266
Alles muss raus: Wie die Treuhandanstalt das DDR-Volksvermögen verschleuderte. Die
Abwicklung Ostdeutschlands wurde vor allem eine Abwicklung der Arbeitsplätze.
http://www.zeit.de/kultur/film/2012-08/film-goldrausch-treuhand-rezension
Die Treuhand – eine Geschichte von Glücksrittern und Ganoven
Otto Köhler Journalist Schweinfurt
Die große Enteignung – Wie die Treuhand eine Volkswirtschaft liquidierte
ISBN 978-3-360-02127-4
352 Seiten
Verlag: Das Neue Berlin
Wenn man sich dafür interessiert und nur diese Beiträge liest, kann man sehr schnell feststellen, wer
sich das Volksvermögen der DDR angeeignet hat.
Natürlich hat es auch Fälle gegeben, wo Seilschaften, teilweise gemeinsame Seilschaften
OST/WEST, siehe das Umfeld von Schalck-Golodkowski heute am Tegernsee bei seinen
bayrischen Freunden lebend, materielle Vorteile sich zum Nutzen gemacht haben.
Wer sich über die ganzen Zusammenhänge interessiert sollte Suchmaschinen im Netz verwenden
und zu Treuhand DDR, oder Parteivermögen DDR suchen.
Was ich verurteile, ist wenn bestimmte Ex DDR Bürger ihr nicht auszuschließendes persönliches
Scheitern in der DDR zum Anlaß nehmen in den Foren Linkenbashing zu betreiben und dazu auch
noch ihre eigene HP bewerben.Schaut euch diesbezüglich ruhig mal auf der HP von
http://wanda-mueller.de/ um, lest die von ihr Jauchforum beworbenen Geschichten und bildet euch
eure eigene Meinung dazu.Für Insider, es hat nichts damit zu tun, dass ich, wie andere auch, nicht
mehr auf dieser HP schreibe und die Entfernung meiner dort eingestellten Beiträge veranlasst habe.
Für die Zukunft wünsche ich mir, dass nun endlich die Auseinandersetzungen OST/WEST ein
Ende finden und sich aktuellen Problemen zugewendet wird. Die selbstherrlich Regierenden
müssen ganz einfach in die Schranken verwiesen werden. Ich sage nur, Rente, TIPP, EE,Duldung
der Steuerpolitik, aktuell die Rolle von Junker usw.
Glück auf
Ralf

Montag, 3. November 2014

"Er" inspiriert mich immer wieder ...


Hört Ihr Leut´ und lasst Euch sagen
hab´ stets Antwort auf die Fragen
ich bin Euer Bundespräsident
und mir ist´s anheim gestellt

Euch zu führen und zu leiten
und da gibt es nichts zu deuten
wurde dazu auserkoren
hab´s bei meinem Gott geschworen

Gut, den brauch ich jetzt nicht mehr
ist ja auch schon lange her
dass ich seine Worte kündete
eh´ ich mich in diesem Amt verbündete

mit den wahren Herrschern dieses Land´s
Vergelt´s Gott und erhalt´s
dieses Paradies auf Erden
muss ja nicht für alle werden

Deine Freiheit brauch´ ich nun nicht mehr
bin jetzt nicht mehr Knecht, sondern bin Herr
brauch´ auch nicht mehr Gottes Lohn
hab´ jetzt meinen eig´nen Thron

so wie auch das Diredare1
bis zum Ende meiner Lebensjahre
doch, es gibt das Paradies auf Erden
man muss nur Bundespräse werden
weil der liebe Gott mir hold
krieg´ ich auch noch Ehrensold

1 = Geld

Foto: © reuters
Text: © Robert Kroiß

Sonntag, 2. November 2014

neuester "Gauck(ler)"


Menschen, die diesen Bundespräsidenten als Pastor und angeblichen Bürgerrechtler erlebt haben, müssen sich – egal in welchem Alter sie sind – schon sehr, sehr anstrengen, um ihn nun in seinem Amt als Bundespräsidenten zu akzeptieren.
Die Wahlentscheidung bleibt zu akzeptieren. Was anderes bleibt uns, dem Volk auch gar nicht übrig. Dennoch bleibt die Frage: Ist dieser ehemalige Pastor tatsächlich schon so weit weg von seinen früheren (Gottes)Vorstellungen, Reden und Predigten?! Welche, wenn er sie selbst ernst und für wahr genommen hätte, ihn schon deshalb daran gehindert hätten, sich als Bundespräsident wählen zu lassen! Können wir einem Menschen trauen, der sein ehemaliges Gottvertrauen und seine (Gottes)Vorstellungen – selbst noch per Eid bei seinem Amtsantritt – nun völlig verleugnet?!
Es gibt große Teile in der Gesellschaft, wo ich – wie viele andere auch – ein ganz, ganz großes Problem haben, dieses Vertrauen gegenüber einem derartigen Prediger zu entwickeln und als gerechtfertigt zu sehen!

Freitag, 31. Oktober 2014

"Halloween"

Halloween ist nicht nur heute
sondern eigentlich das ganze Jahr
schaut sie euch doch an, die Leute
wie sie laufen, jeder Maske bar
ängstlich und erschrocken stets umher
böse Geister jagen, einmal nur im Jahr
ist doch alles eine Lüge, eine Mär

Ängstlich vor der eig´nen Wahrheit
dass die Geister, die sie jagen
in der herbstlich dunklen Jahreszeit
sie doch selbst in ihrem Innern tragen
die sie stets und immer plagen
weil sie sich davon noch nicht befreit

Doch das Marketing, es funktioniert
Kinderlachen, gerne vorgeschoben
neue Märkte werden generiert
und der Mensch erneut betrogen
macht sich einmal mehr zum Narren
und dies völlig ungeniert

© Robert Kroiß