Samstag, 28. Dezember 2013

Meine Antwort auf die Antwortmail von Herrn Laschet CDU vom 27.12.2013

Sehr geehrter Herr Laschet,

zunächst bedanke ich mich dafür, dass Sie sich doch noch die Zeit für eine sehr unverbindliche und nicht mehr erwartete Antwort genommen haben.

Da Sie am Ende Ihrer Antwort allerdings die Hoffnung äußerten, dass mir Ihre Erläuterungen – allerdings nur – zur Rentenpolitik weiterhelfen könnten und würden, gehe ich davon aus, dass Sie nun auch Verständnis dafür haben, wenn dem nicht so ist und ich deshalb nochmals darauf eingehe und Ihnen hierauf – in der Hoffnung auf eine detailliertere und qualifizierte Stellungnahme Ihrerseits – antworte.

Möchte mich vorab auch gleich dafür entschuldigen, falls mein Ton ein wenig schärfer und evtl. an manchen Stellen auch ein wenig unfreundlicher, unhöflicher werden sollte (was aber dem Thema, der Sache an sich und ihrer/Ihrer pauschalen, politischen Aussagen geschuldet ist). Denn gerade dieses unverbindliche Wahlgetöse, selbst nach angeblich erfolgreichen Koalitionsverhandlungen ist es, was Bürger wie mich abstößt und zu einer Politikerverdrossenheit ( nicht zu verwechseln mit Politikverdrossenheit) führt.
Das Volk und die Bürger/Innen sind nicht dümmer, als diejenigen, welche sie angeblich in eine bessere Zukunft führen (wollen). Der einzige Unterschied zwischen ihnen/Ihnen und mir/uns besteht darin, dass sie/Sie an den Schalthebeln der Macht (und damit eines hier vorherrschenden gültigen Recht) sitzen und das Recht und die Gesetze so machen (müssen), wie es ihnen/Ihnen „gerecht“ scheint, bzw. denjenigen, welche die Gesetze und damit das vorherrschende Recht tatsächlich machen.
Wie ich zu dieser Feststellung komme, werde ich Ihnen gerne auch anhand Ihrer Antwort erläutern. So will ich ihnen/Ihnen zunächst mal gerne attestieren, dass sie/Sie etwas Besseres wollen, als sie/Sie dürfen KÖNNEN! Dies liegt dann wohl daran, dass sie/Sie nur ausführen (können), was ihnen/Ihnen diejenigen in die Gesetze diktieren, welche die tatsächlichen Entscheidungen treffen.
Damit wird schon mal deutlich, dass sie/Sie gar nicht können, was sie/Sie wollen! Wie aber soll Jemand, der nicht kann, was er eigentlich will ein ganzes Volk führen und leiten und dem Wohle des Volkes dienlich sein (können)?!

Ihr Kollege und MP aus Bayern von der Schwesterpartei CSU Herr Seehofer hat dies ja in aller Öffentlichkeit erklärt: [[ „Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt und diejenigen, die gewählt sind haben NICHTS zu entscheiden!“ ]] Die stehen ja auch gar nicht zur Wahl!
http://www.youtube.com/watch?v=_AYcGDCZ4zs s. h. auch meine Wahlanfechtung:

Und so ist die von Ihnen in Ihrer Antwort als so positiv dargelegte Koalitionsvereinbarung nichts anderes als ein – zur Weihnachtszeit passender – Wunschkatalog, welchen insbesondere sie/Sie und Ihre Partei NUR unter Finanzierungsvorbehalt unterschrieben haben! An diesen Wunschkatalog kann man nun glauben, oder auch nicht, so wie man an den Weihnachtsmann glaubt oder eben auch nicht! Dieser Weihnachts- und Wunschglaube ist allerdings Kindern und deren Unkenntnis vorbehalten und sollte NICHT Prämisse und Priorität von „Herrschenden und Leitenden“ sein!

Womit dann auch deutlich wird, dass Sie sich tatsächlich gar nicht mit meinem Schreiben befasst haben. Denn ansonsten wären Sie auf Ihre eigenen widersprüchlichen Aussagen gestoßen und hätten diese ausgeräumt. Stattdessen wiederholen Sie in Ihrer Antwort nur Wahlpropaganda der CDU und versuchen den SCHEIN zu wahren, dass sie/Sie tatsächlich Entscheidungen für die Zukunft und für das Volk getroffen hätten.

Nun aber etwas detaillierter zu Ihrer Antwort: [[ „Die Grundlage all unserer Politik ist das
christliche Verständnis vom Menschen und seiner Verantwortung vor Gott.“ ]]
Diese explizit von Ihnen getroffene Aussage und Feststellung wirft – wenn auch nicht ganz neue - wesentliche Fragen und deren notwendige Beantwortung auf, in deren Befolgung und Ausführung ganz wesentliche Unterschiede – auch und gerade in der Politik und damit bei den „Entscheidungsträgern“ - zu Tage treten (würden)! Nämlich a) wer und was ist Gott? b) welchen direkten Draht haben sie/Sie als „Nachfolger“ der christlich/jüdischen Tradition zu diesem Gott? c) ist die Verantwortung vor Gott (also eine Verantwortung im Sinne Gottes) eine andere, als die Verantwortung vor den Menschen? d) wie sollen Menschen, die nicht an „Gott“ glauben, diese und damit Gottes Verantwortung wahrnehmen (können)? Und die letzte Frage, gerade auf Grund Ihrer Antwort würde lauten: weshalb hat der Finanzierungsvorbehalt (also die materielle Machbarkeit) und nicht das Recht Gottes (also die Gerechtigkeit Gottes) Priorität bei ihren/Ihren Entscheidungen?

Sie sehen, dass Ihre als „erfüllend“ gedachte Antwort weit mehr Fragen als Lösungen anbietet und aufwirft!

Um es aber nicht bei einer - evtl. als philosophisch zu betrachtender - Antwort meinerseits zu belassen, würde ich auch noch gerne auf Ihre etwas ausführlicheren Ausführungen bzgl. ihrer/Ihrer
[[ „ besonders gerechten Rentenpolitik“ ]], welche laut Ihrer eigenen Aussage im Koalitionsvertrag [[ „die klare Handschrift der Union trägt“ ]] eingehen.
[[ „Wir würdigen damit die Erziehungsleistung der Eltern, deren Kinder vor 1992 geboren wurden und schließen so eine Gerechtigkeitslücke.“ ]] oder hier: [[ „Bei der Rente gilt: Lebensleistung und langjährige Beitragszahlung müssen sich im Rentenalter auszahlen.“ ]]
Auch hier wollen sie/Sie den Eindruck erwecken, dass es sich bei ihren/Ihren Entscheidungen primär um eine gerechte Lösung und damit primär um Gerechtigkeit und das Beseitigen einer Ungerechtigkeit (Lücke in der Gerechtigkeit, wie Sie selber schreiben) und nicht um eine finanziell machbare Lösung handelte?!
Will dabei jetzt gar nicht zu sehr ins Detail gehen, da es (mir) primär darum geht, welche Priorität sie/Sie bei ihren/Ihren Entscheidungen zur Lösung von Problemen ansetzen. Was Sie mir leider auch mit Ihrer Antwort nicht beantwortet haben.
Wie z. B., dass es sich bei der Rente mit 63 um eine Mogelpackung handelt, da diese ja ebenso wie die Rente mit 67 degressiv angesetzt ist. Dass Beitragsjahre nicht identisch mit Versicherungsjahren sind! Dass der finanzielle Wert der Rentenansprüche in Ost und West unterschiedlich und damit UNGLEICH (wie aber kann Gerechtigkeit ungleich, also ungerecht sein?!) ist!
Eines aber wird insbesondere bei der „sogenannten Mütterrente“ sehr, sehr deutlich. Mit Recht und Gerechtigkeit hat dies nicht das geringste zu tun. Denn gerade auf Grund ihrer/Ihrer Entscheidungen wird die (Lücke) Ungerechtigkeit für weitere Jahre festgeschrieben! Oder wie erklären sie/Sie mir, dass Kinder, welche nach 1992 geboren wurden MEHR WERT (finanziell machbar) sind, als Kinder, welche vor 1992 geboren wurden?! Dass Mütter und deren Anspruch, die ihre Kinder nach 1992 geboren haben MEHR WERT (finanziell machbar) sind, als Mütter, die ihre Kinder vor 1992 geboren haben?! Dies bekräftigt doch nur, was ich in meinem Schreiben an Sie mitgeteilt und erklärt haben wollte?!
All diese von ihnen/Ihnen getroffenen Vereinbarungen (deren Umsetzung ja noch aussteht), sind gemäß ihrer/Ihrer Priorität eine Frage der finanziellen Machbarkeit. Sie stehen alle – ihrer/Ihrer eigenen deutlichen Handschrift zu folge – unter Finanzierungsvorbehalt?! Sind demnach also in Wahrheit und tatsächlich KEINE Frage von Gerechtigkeit und damit einer von ihnen/Ihnen wahrgenommenen Verantwortung vor und gegenüber Gott und den Menschen!
Deshalb nochmals meine Frage an Sie: ist Recht und Gerechtigkeit eine Frage des Finanzierungsvorbehalts, oder nicht doch eine Frage des Rechts, einer UNABHÄNGIGEN Gerechtigkeit?! Und woran erkennt „man“ (das Volk, die Bürger und Bürgerinnen), dass sie/Sie sich am (christlich/jüdischem) RECHT GOTTES und nicht an materiellen Werten und evtler. Finanzierungsmöglichkeiten orientieren?!
Und so ist die von ihnen/Ihnen so gelobte Koalitionsvereinbarung nichts anderes, als das „Notenblatt“ für ein „Wunschkonzert“, dessen Umsetzung nur in „Misstönen“ enden kann und wird. Da aber Recht und Gerechtigkeit KEIN Wunschkonzert mit entsprechendem Notenblatt ist, sondern eine Frage von Verantwortung gegenüber dem Recht (und nicht den materiellen Werten, den Finanzierungsmöglichkeiten), würde ich Sie hiermit bitten, zu meiner Mail vom 8.11.2013 Stellung zu beziehen und evtl. mit einer Antwort auf diese Mail zu verknüpfen, damit auch meine tatsächlichen Fragen von Ihnen beantwortet werden.

In der Hoffnung, eine neuerliche Antwort von Ihnen erwarten zu können, verbleibe ich mit den besten Wünschen zum Jahreswechsel. Möge Ihnen gelingen, was Sie sich vorgenommen haben.

Wie sagte einst schon Karl Valentin: „Mögen täten wir schon wollen, aber dürfen haben wir uns nicht getraut“.

In diesem Sinne, mit freundlichem Gruß


Robert Kroiß


PS: Ihre Antwort, wie auch diese meine neuerliche Mail werde ich ebenso in meinem Blog:
veröffentlichen, wie auch den bisherigen Schriftwechsel.


Freitag, 27. Dezember 2013

Antwort von Herrn Laschet auf meine Email:

http://robert-diegrossenreligionen.blogspot.de/2013/11/mail-armin-laschet-cdu-auf-grund-der.html



Herrn
Robert Kroiß                                                                                    23. Dezember 2013


Sehr geehrter Herr Kroiß,
haben Sie vielen Dank für Ihre E-Mail vom 8. November, in der Sie die Argumentation für
unsere Rentenpolitik ansprechen, auf die ich im Folgenden gerne eingehe. Zunächst möchte
ich mich bei Ihnen für die verspätete Antwort entschuldigen. Aufgrund der intensiven,
inzwischen mit einem positiven Ergebnis abgeschlossenen Koalitionsverhandlungen komme
ich erst jetzt dazu, Ihnen zu antworten.
In Ihrer E-Mail sprechen Sie, sehr geehrter Herr Kroiß, die Gerechtigkeit im christlichjüdischen
Sinne an und ich gebe Ihnen Recht: Die Grundlage all unserer Politik ist das
christliche Verständnis vom Menschen und seiner Verantwortung vor Gott. Unsere
Grundwerte Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit leiten wir daraus ab. Ein menschlicher, an
christlichen Werten ausgerichteter Kurs, zum Beispiel bei Fragen der Finanzierung von
Investitionen oder Gerechtigkeit: Das sind Kompass und Richtmaß unserer Politik.
In Bezug auf die Gerechtigkeit und Finanzierung künftiger Haushalte haben sich CDU/CSU
und SPD darauf geeinigt, dass in der kommenden Legislaturperiode keine neuen Schulden
gemacht werden und auch Steuererhöhungen ausgeschlossen sind. Das ist ein eindeutiges
Bekenntnis zur Generationengerechtigkeit.
Im aktuellen Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD haben wir uns als CDU
Nordrhein-Westfalen besonders für eine gerechte Rentenpolitik eingesetzt und das mit Erfolg.
Der vorliegende Koalitionsvertrag trägt die klare Handschrift der Union. Es war ein hartes
Stück Arbeit, aber am Ende können wir festhalten: Dieser Koalitionsvertrag ist eine solide
Grundlage, um dafür zu sorgen, dass unser Land auf seinem guten Weg vorankommt. Denn
unser Ziel ist klar: Den Menschen soll es 2017 besser gehen als 2013.
Der demografische Wandel stellt unsere Alterssicherungssysteme vor besondere
Herausforderungen. Das hohe Maß an sozialer Sicherheit im Alter, das wir heute in
Deutschland haben, wollen wir auch in Zukunft erhalten. Dazu müssen wir die Strukturen und
Leistungen kontinuierlich an die Veränderungen in der Arbeitswelt anpassen. Insbesondere
die Finanzierung der Sozialversicherungen muss immer wieder neu und in der
Lastenverteilung gerecht zwischen den Generationen ausbalanciert werden. Deswegen wollen
wir, wie auch auf dem Arbeitsmarkt, in der Rente Anreize setzen, damit möglichst viele
Menschen bei guter Gesundheit möglichst lange im Erwerbsleben bleiben, um so die
finanzielle Basis unserer Alterssicherungssysteme zu stärken. Gleichzeitig wollen wir genug
Raum für zusätzliche Vorsorge und Freiheiten zum selbstbestimmten Gestalten der späten
Lebensabschnitte lassen.
Bei der Rente gilt: Lebensleistung und langjährige Beitragszahlung müssen sich im
Rentenalter auszahlen. Mit der verbesserten Mütterrente setzen wir eines unserer zentralen
Wahlversprechen um. Wir würdigen damit die Erziehungsleistung der Eltern, deren Kinder
vor 1992 geboren wurden und schließen so eine Gerechtigkeitslücke. Denn diese Kinder
bilden heute mit ihren Beitragszahlungen die tragende Säule unseres Rentensystems. Wir
werden die Rentenansprüche von Menschen mit Erwerbsminderung verbessern. Es bleibt
prinzipiell bei der Rente mit 67. Wer aber 45 Beitragsjahre vorweisen kann, erhält die
Möglichkeit, mit 63 Jahren abschlagsfrei Rente bekommen. Das Zugangsalter, mit dem der
abschlagsfreie Rentenzugang möglich ist, wird schrittweise parallel zur Anhebung des
allgemeinen Renteneintrittsalters auf das vollendete 65. Lebensjahr angehoben.
Möglich sind diese für die Menschen wichtigen Verbesserungen aufgrund der guten
Beschäftigungslage, dank des Bundeszuschusses in die Rentenkassen und der Entscheidung,
den Beitragssatz zur Rentenversicherung nicht weiter zu senken. Eine Erhöhung des
Rentenbeitrags aber lehnen wir ab. Wir werden in der Großen Koalition das bewährte
Finanzierungssystem in der Rentenversicherung erhalten.
Ich hoffe, dass ich Ihnen mit meinen Erläuterungen zur Rentenpolitik weiterhelfen konnte und
verbleibe
mit freundlichen Grüßen

ich bin dieses scheinheilige Geschwafel so leid und habe es so satt...!!!


Dienstag, 24. Dezember 2013

"Die Weihnachtsgeschichte"

Seit Tausenden von Jahren schon
immer um dieselbe stille Zeit
feiern die Geburt vom selben Sohn
die Menschen und die Christenheit

Jahr für Jahr wird er geboren
bleibt ein Säugling Jahr um Jahr
angeblich dazu auserkoren
zu erlösen die gesamte Menschenschar

Wird nicht älter, nie zum Greis
wie´s das Brauchtum und die Tradition
uns zu überliefern weiß
handelt´s sich dabei um Gottes Sohn

Liegt in Windeln und auf hartem Stroh
Pampers und Matratzen gab es früher nicht
Jahr für Jahr geht ebenso
über Bethlehem ein Stern auf, also Licht

das den Weg der Weisen weist
welche immer mit den gleichen
Geschenken kommen von weit her gereist
irgendwann müsst es doch reichen

Gold und Weihrauch und auch Myrrhe
Jahr um Jahr im Stall zu horten
da wird ein Neugeborenes doch irre
und ständig Hosianna-Rufe allerorten

und ein Gedränge in dem Stall
Eltern, Hirten, Ochs und Rind
3 heilige Könige und Engel überall
um zu feiern dieses Kind

And´rerseits grenzt dieses doch
bereits schon wieder an ein Wunder
wenn das Kind nie älter wird
sich als Geburtstag nie ein runder
einstellt, dafür ein ew´ges Leben
man als ständ´ger Säugling führt

Angeblich um die Weihnachtszeit
kommt diese stille, heil´ge Nacht
ein Kind schreit in der Dunkelheit
und wieder ist´s vollbracht

´Ne Jungfrau hat geboren
und stillt seit Tausenden von Jahren schon
den ständig neu Gebor´nen
wo nimmt sie nur die Milch her
für diesen ew´gen kleinen Sohn


Es ist schon eine wundersame Nacht
die nun seit tausenden von Jahren
die Welt zu einer Partymeile macht
und aus den Menschen lauter Narren

Bis heute hat man nicht erkannt
was diese Mär wahrhaftig kündet
egal in welchem Land
und wie viel Kerzen man entzündet


© Robert Kroiß

Montag, 23. Dezember 2013

Schöne Feiertage




Wünsche allen Leser/Innen, FreundInn/en, schätzenswerten Mitdiskutantinn/en
schöne, ruhige und friedvolle Feiertage.
Bedanke mich für das rege Interesse, den höflichen und freundlichen Gedankenaustausch 
und hoffe, dass wir uns im neuen Jahr gesund und munter wieder lesen.