Freitag, 22. November 2013

Die "Finanzierung" der "Gerechtigkeit" Teil IV

aufgrund der letzten Beiträge hier:


– insbesondere der Beiträge von Heiner Klein und Fritz, bzgl. Freiheit und Gerechtigkeit, aber auch des Beitrags von Wanda dahingehend, was geschehen könnte, wenn ALLE Gerechtigkeit, ihrem Verständnis folgend einforderten – ergaben sich bei mir nachfolgende Gedanken. Wobei es sich dabei dann eher doch um Fragen handelt, welche sich bei mir auf Grund dieser Beiträge ergaben.

Ein „Abhängiger – also NICHT freier Mensch -“ KANN – und sei es nur innerhalb seiner Abhängigkeit - durchaus gerecht denken und handeln.
Ein „angeblicher freier – frei wovon? – Mensch“ andererseits MUSS NICHT, obwohl er es vmtl. „leichter“ könnte, als ein ABHÄNGIGER – schon auf Grund seiner scheinbaren Freiheit - per se gerecht denken und handeln.
Wenn aber schon ein ABHÄNGIGER gerecht denken und handeln kann, wie erst recht müsste dann ein (scheinbar) FREIER gerecht denken und handeln können?! Dazu müsste dieser FREIE aber schon mal erkennen und „dankbar“ sein, dass er zu seiner (scheinbaren) Freiheit gekommen ist. Und wäre dieser FREIE tatsächlich „dankbar“ und „wahrhaft frei“, würde dies auch genau so erkennen, was ihm da widerfahren ist, dann würde er vmtl. erst recht dafür sorgen (wollen), dass JEDER Seinesgleichen diese „Freiheit“ erfährt und leben kann.
Demnach ist und muss „Gerechtigkeit“ keine Frage der Freiheit sein. Wahre und absolute Freiheit hingegen ist m. E. durchaus eine Frage von Gerechtigkeit und vor allem von „Verantwortung“ primär sich selbst und in der Folge selbstredend jenen gegenüber, welchen man nun diese selbst erfahrene und erlebte Gerechtigkeit und absolute Freiheit widerfahren lässt.
Wenn dieses „Verhalten“ Menschen aber so schwer, bzw. unmöglich erscheint, könnte es demzufolge gerade deshalb „nur“ einem „Übernatürlichen, der Schöpfung“ entsprungen sein, zugeschrieben werden und das „Wesen,die Wesenheit“ der/ einer letztendlich GERECHTEN Schöpfung (eines gerechten „Schöpfers“ und seiner Wesenheit entsprechend) sein?!

Verantwortung aber WEM und WAS gegenüber?! NUR dem „eigenen Gewissen“ gegenüber, wie es unsere Herrschenden selbst im Gesetzestext festgeschrieben haben?! Haben die Herrschenden „ihr“ Gewissen nun „nur“ deshalb, weil es so im Gesetz festgeschrieben ist?! Oder ist es im Gesetz festgeschrieben, weil „man“ es hat?! Oder ist „das Gewissen“ die „einzige und wahre“ (übernatürliche und übermenschliche) Instanz, nach welcher Gerechtigkeit und Freiheit „erfahr – und umsetzbar“ ist?!
Stellt sich da nicht automatisch die Frage: was ist (ein) Gewissen?! Wer besitzt ein solches?! Besitzen es „nur“ gewisse Menschen?! Was ist dazu nötig, um eines zu haben oder zu bekommen?!
Muss „man“ in „führender“ Position sein, um ein Gewissen zu besitzen und diesem dann Folge zu leisten (zu können)?! Sind ABHÄNGIGE dann dieser Logik folgend generell „Gewissenslos“?!
Wie aber andererseits sollen ABHÄNGIGE ihrem eigenen Gewissen folgen (können), wenn laut Gesetz doch nur die „Herrschenden“ ihrem Gewissen folgen (können)?! Hat aber jeder Mensch ein Gewissen, weshalb kommt es dann zu unterschiedlichen Ergebnissen, wenn „man“ auf sein Gewissen hört?! Dass es zu einem anderen Ergebnis kommen MUSS, wenn „man“ NICHT auf sein Gewissen hört, ergibt sich logischerweise von selbst. Wie „beurteilt“ man aber nun diejenigen, welche sich nur ihrem Gewissen verpflichtet fühlen?! Wer kennt und hat den Maßstab, das RECHT (wobei wir dann wieder bei der Gerechtigkeit angekommen wären), das Gewissen zu „prüfen“?! Müsste das Gewissen dann eigentlich nicht für Jedermann überprüfbar und nachvollziehbar sein?! Ansonsten kann und handelt es sich doch stets um ausgelegte WILLKÜR derer, die angeben, dass sie wüssten, was Gewissen, Recht, Gerechtigkeit und Freiheit ist?!

Zitat Heiner Klein: „So sind hohe Einkommensungleichheiten nur dann ungerecht, wenn man soziale Gerechtigkeit als Ergebnisgleichheit verstehen würde,damit also jeder das Gleiche bekommen soll(te) ( wurde hier schon drauf hingewiesen).“

Wenn „Gerechtigkeit“ und damit auch eine „soziale Gerechtigkeit“ sich darin erschöpfte, dass es sich dabei um „Ergebnisgleichheit“ dahingehend handelt, dass jeder „das Gleiche“ bekommen sollte, dann hat dies m. E. nur zu einem geringen Teil mit Gerechtigkeit, aber sehr viel mit – so verstandener und ausgelegter - „sozialer Gerechtigkeit“ zu tun. „Soziale Gerechtigkeit“ aber ist m. E. wiederum nur die „Sichtweise, Erkenntnis und Auslegung“ als TEIL (AusWIRKUNG) der (Ursache) Gerechtigkeit an sich. Wird aber Gerechtigkeit an sich „falsch“ gesehen, kann auch „soziale Gerechtigkeit“ in der Folge „nur“ falsch gesehen und angewandt werden.
Möchte dies anhand eines Beispiels erläutern.

Wenn sich verschiedene Menschen (mit unterschiedlichem Geschmack und Hunger) an einer reich gedeckten Tafel mit einem aus verschiedenen Zutaten hergestellten Menü zum gemeinsamen Essen treffen, dann besteht m. E. die Ergebnisgleichheit und die „eigentliche Gerechtigkeit“ darin, dass sich ALLE an dieser Tafel bedienen können, um SATT zu werden. Dass also ALLE SATT werden, dies ist der (eigentlich und ursprüngliche) SINN der Gerechtigkeit (nicht dass alle das Selbe und dieselbe Menge zu sich nehmen)!
Jetzt werden ganz sicher nicht ALLE Anwesenden dieselbe Menge, dieselben Zutaten essen (wollen oder auch können)! Aber wenn die Tafel mit der Menge an Essen/Zutaten gedeckt ist, wovon ALLE satt werden können, dann herrscht zumindest dahingehend „Gerechtigkeit“, dass eben ALLE SATT werden können.
Sitzt dann aber am Kopf der Tafel „Jemand“, der dann die Speisen/Zutaten nach „seinem eigenen“ Verständnis (Geschmack und Hunger) zu- und verteilt, dann ist schon mal die „Freiheit“, dass sich jeder an der Tafel (gemäß seinem eigenen Geschmack und Hunger) bedient um SATT zu werden NICHT mehr gegeben! Aber auch eine „Ergebnisgleichheit“ ist weder in „sozialem“ und erst recht nicht im Sinne von Gerechtigkeit gegeben.
Obwohl die Tafel mit genau der „Menge an Speisen und Zutaten“ gedeckt ist, dass eigentlich Jeder satt werden könnte und würde, obwohl nicht ALLE absolut dieselbe Menge und auch dieselben Zutaten essen (können und müssen)! Dass aber ALLE SATT werden KÖNNEN, dies ist die Gerechtigkeit, der eigentliche Sinn der Gerechtigkeit und damit die „Ergebnisgleichheit“ im Sinne von Gerechtigkeit. Und die Speise nennt sich LEBEN mit all seinen Zutaten, Dasein.


Mittwoch, 20. November 2013

"Die Finanzierung der Gerechtigkeit" Teil III

Weil sich hier:


eine weitergehende Diskussion anzubahnen scheint, habe ich meinen Beitrag auch hier als ergänzenden Post zu dem Thema „Die Finanzierbarkeit der Gerechtigkeit“ als Teil III eingestellt.


Werter Heiner Klein, werte Mitlesende,



wenn sich das Problem Gerechtigkeit und die relativ übereinstimmenden Sichtweisen gar nicht so problematisch darstellen und sind, dann stellt sich mir die Frage, wieso ist sie dann so schwer umzusetzen?

Und wenn Heiner Klein meint, dass wir hier vordergründig von „sozialer“ Gerechtigkeit sprechen, bleibt für mich ebenfalls wieder die Frage, woran es liegt, dass auch „soziale“ Gerechtigkeit – bei annähernd gleicher Sichtweise - so schwer umzusetzen ist?

Wie Heiner Klein richtigerweise feststellt, kann man beim heranwagen an den Begriff „soziale“ Gerechtigkeit sehr schnell feststellen, dass genau die „soziale“ Gerechtigkeit zwischen zwei sich entgegengesetzte „Mühlsteine (Parteipolitik)“ gerät, wie man gerade derzeit wieder an den Koalitionsverhandlungen sehen kann. Und genau darin wird DAS zermahlen, was eigentlich KEINER zermahlen wollte.

Der Grund hierfür kann aber eigentlich NICHT die „soziale“ Gerechtigkeit sein. Sondern der Grund hierfür kann NUR sein, dass die gegensätzlichen Parteien, sowohl „sozial“, als auch „gerecht“ ganz unterschiedlich sehen.

Und genau aus diesen sehr unterschiedlichen Sichtweisen von „sozial“ und „gerecht“ ergibt sich auch ein völlig unterschiedlicher, z. T. entgegengesetzter „Verteilungsschlüssel“ und eine konträre „Verteilungsgerechtigkeit“. Damit wird aber sowohl „sozial“, als auch „gerecht“ - beides nur umzusetzen, wenn Liebe, Gnade, Barmherzigkeit der Grund für die Umsetzung ist – zu einer „parteipolitischen“ Liebedienerei und Klientelbedienung.

Die „einen“ wollen – ihrer Sichtweise von „sozial“ und „gerecht“ werdend - „ihr Klientel“ bedienen, während die „anderen“ - weil sie ja „sozial“ und „gerecht“ ANDERS definieren - „ihr Klientel“ bedienen?! Klientelpolitik ist aber weder „sozial“, noch „gerecht“, weil es sich dabei um eine „einseitige“ Liebe, Gnade und Barmherzigkeit handelt.


Möchte anhand von ein paar Beispielen deutlich machen, dass sowohl „sozial“, als auch „gerecht“ NICHT an der „Sache an sich“ betrachtet und behandelt wird, sondern „nur“ aufgrund der „finanziellen“ Machbarkeit.
So gibt es für die „Mütter-Rente“ zweierlei „Verteilungsschlüssel, Rentenpunkte“! Mütter, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, erhalten „nur“ 1 Rentenpunkt, während Mütter, deren Kinder nach 1992 geboren wurden 3 Rentenpunkte erhalten.
Stellt sich da eigentlich NIEMANDEM die Frage, weshalb dies so ist?! Sind Mütter, deren Kinder vor 1992 geboren wurden „weniger“ Mütter, als Mütter, deren Kinder nach 1992 geboren wurden. Sind nach 1992 geborene Kinder „mehr wert“, als Kinder, welche vor 1992 geboren wurden?!

Was an einem derartigen „Verteilungsschlüssel“ ist „sozial“ und „gerecht“?! Wäre es da eigentlich NICHT gerechter, überhaupt KEINE Mütter-Rente zu „verteilen“, als so „unsozial“ und „ungerecht“?! Bitte nicht falsch verstehen. Ich halte selbst die bisherige Berücksichtigung der „Leistung“ von Müttern als völlig unzureichend. Aber ehe man per Gesetz eine weitere „Ungerechtigkeit“ in der Gesellschaft verfestigt, sollte man doch vorher überlegen, was genau man damit anrichtet!



Oder nehmen wir die „Hartz-Gesetze“. Was bitte ist daran „sozial“ und „gerecht“, wenn man – von der „Geldsumme“ (also dem „Verteilungsschlüssel“) mal völlig abgesehen – Menschen bei völlig unterschiedlichen Lebens- und Erwerbsbiographien auf Grund eines Gesetzes absolut gleich behandelt, gleich stellt, ja gleich macht?! Obwohl man sich – bei sonst sehr unterschiedlicher Betrachtungsweise – dahingehend einig ist, dass in einer „sozialen“ und „gerechten“ Gesellschaft „Leistung sich lohnen soll und muss“?! Machen dann nicht gerade diejenigen, welche sich sonst so gegen eine „Gleichmacherei“ verwahren Etwas gleich, was gar niemals „gleich“ war und ist?!



Nehmen wir die „Sicht- und Behandlungsweise“ von Menschen, welche ihren „Job“ aufgaben oder wegen Fehlverhalten aufgeben mussten. Was ist daran „sozial“ oder „gerecht“, wenn man die „einen – Normalsterbliche“ - dazu „nötigt“, weil sie ja selbst „gekündigt“ haben, oder auf Grund von Fehlverhalten gekündigt wurden, sich jeder „behördlichen Willkür“ zu unterwerfen und ALLES zu tun, um aus dieser „selbst verschuldeten“ Situation zu kommen. Während die „anderen“ - die sogenannte Elite – dafür noch „belohnt“ ( siehe z. B. ehemalige BP, Minister jeglicher Couleur, Manager etc.) werden und damit AUCH auf Kosten der Gesellschaft, der Allgemeinheit (über Subventionen) alimentiert werden und damit für ihr weiteres Leben ausgesorgt haben?! Aber auch hier beginnt ja bereits die „Ungerechtigkeit“ schon weit früher. So mag es zwar durchaus gerecht und auch gerechtfertigt sein, dass solche „Eliten“ für ihre Leistung weit über dem Durchschnitt belohnt und honoriert werden. Dagegen ist überhaupt nichts einzuwenden. Ungerecht wird es allerdings dann, wenn genau diejenigen, welche für ihre „höherwertige Leistung“ besser be- und entlohnt werden, dann auch noch zusätzlich „subventioniert“ werden. Wenn ihnen das, was für jeden Normalsterblichen erst noch zu „erwerben und zu bezahlen“ (wie Wohnung, Fahrzeug, Büro und und …) ist, noch zusätzlich von der Gesellschaft „finanziert“ wird, obwohl ihre „höherwertige Leistung“ ja schon entsprechend besser honoriert und belohnt wird?!



Nein, ein „Sozialwesen“ und eine „Gerechtigkeit“ welche NUR auf Grund von finanzieller Machbarkeit (Verteilungsgerechtigkeit) immer „sozialer“ und „gerechter“ werden soll und angeblich wird, ist weder „sozial“, noch „gerecht“. Sondern ist dann ABHÄNBIG von der „Finanzierbarkeit“ und Machbarkeit durch diejenigen, welche an der Macht sind. Da aber andererseits diejenigen, welche an der Macht sind, wiederum von der „Finanzierbarkeit“ ABHÄNGIG sind, wird ein „Sozialwesen“ und eine „Gerechtigkeit“ umgesetzt, welche das „Finanzwesen, das Kapital“ und deren Mächtige für „sozial“ und „gerecht“ halten?!


NICHT hinterfragt wird dabei, wie die „Mächtigen“ und das „Kapital, die Kapitaleigner“ zu ihrer „Macht“ und ihrem „Eigentum“ - mit welcher sie nun ganz maßgeblich zu einem „Sozialwesen“ und zur „Gerechtigkeit“ beitragen, oder auch NICHT - gekommen sind.


Freitag, 15. November 2013

Die „Finanzierung“ der „Gerechtigkeit". Teil II

Wenn – wie derzeit von etlichen Parteipolitikern zu hören – offensichtlich „Gerechtigkeitslücken“ in der Gesellschaft vorherrschen und bestehen, es also ganz offensichtlich an Gerechtigkeit in dieser Gesellschaft mangelt, (weshalb sonst wollte und sollte „man“, nur weil die Kassen praller gefüllt sind, plötzlich für MEHR Gerechtigkeit sorgen?! ) sollte sich doch primär – gerade bei EntscheidungsträgerInnen - die Frage stellen, was ist Gerechtigkeit, woher kommt der Wunsch ( welcher ja auch „nur“ entsteht, weil ein Mangel vorhanden ist) nach Gerechtigkeit beim Menschen?! Wie kommt es überhaupt zu dem „Wunsch“ - ohne Mangel? - nach Gerechtigkeit, wenn diese doch bereits angeblich vorhanden ist und wäre?!

Damit müsste – bevor man über „Finanzierungsmöglichkeiten“ von Gerechtigkeit nachdenkt und nach Lösungen dafür sucht, wie und damit Gerechtigkeit für Alle herrschen möge - doch zuerst nach den Problemen, nach der Ursache, den Verursachern einer demnach vorherrschenden Ungerechtigkeit nachgedacht und gesucht werden?! Müsste nicht der „erste Schritt“ - nämlich Gerechtigkeit auf Grund von Recht, einem entsprechenden Rechtsverständnis folgend - vor dem „zweiten“ - der Suche nach möglicher „Verteilungsgerechtigkeit“ und Finanzierungsmöglichkeit – gemacht werden, damit es erst gar nicht zu Gerechtigkeitslücken und Ungerechtigkeit und damit dem Wunsch nach Gerechtigkeit kommt?!



Wenn nämlich Gerechtigkeit durch „Finanzierung, Geld und Kapital“ möglich und machbar ist und wäre, wäre Eigentum und Kapital somit auch das ERGEBNIS eines gerechten Sinns und Handelns?! Dann müsste aber andererseits bereits vor der „Erkenntnis“, dass es NUN Gerechtigkeitslücken und damit eine vorherrschende Ungerechtigkeit in der Gesellschaft gibt, irgendetwas bei der „Verteilung, dem Erlangen“ von Kapital und Geld schon anfänglich – bei der „Erkenntnis“, was Gerechtigkeit ist und wie diese zu erlangen sei - „schief“ gegangen sein. Denn wenn der Erwerb von Geld, Kapital und Eigentum in der Gesellschaft bisher absolut GERECHT ( der SINN der Gerechtigkeit, eines Rechtsverständnisses und Gerechtigkeitsgefühls sein sollte ) zustande kam und auch genau so gesehen wird, dann wären auch die erst jetzt erkannten „Gerechtigkeitslücken“ logischerweise auch nur GERECHT und eben nur eine Folge/Wirkung des bisherigen Gerechtigkeitsverständnisses?! Sie wären und müssten demnach Teil der vorherrschenden Gerechtigkeit sein und es wäre ja im SINN des Rechts und der Gerechtigkeit, dass es "Lücken" hätte?! Weshalb sollte und will „man“ diese Lücken dann aber schließen, wenn ALLES GERECHT war und ist?! Wieso will „man“ dann einem „Wunsch“, welcher auf Grund vorherrschender Gerechtigkeit ja überhaupt NICHT entstehen könnte, nachgeben?! Ist und war dann das bisherige Verständnis von Gerechtigkeit falsch?!



Die bisherige „Vorstellung“ und „Verteilung“ von Kapital, Geld und Eigentum war doch bis dato auch stets als GERECHT, als Ergebnis einer vorherrschenden Gerechtigkeit gesehen und anerkannt?! Aber dann wäre es ja absolut ungerecht und „man“ würde gegen jegliches Gerechtigkeits- und Rechtsverständnis, bisheriges ( den leitenden und führenden Eliten eigenes und zugestandenes ) Wissen und Erkenntnisse darüber verstoßen, wenn „man“ sich nun bei jenen „bedienen“ würde, welche dieses Kapital und Eigentum ja – aus dem bisher verkündeten und herrschendem Rechts- und Gerechtigkeitsverständnis resultierend - gerechter weise „besitzen“, oder nicht?!



Was Gerechtigkeit aber auf KEINEN Fall bedeutet ist Gleichmacherei! Gerechtigkeit heißt „nur“, dass ein und dasselbe Recht für ALLE gleichermaßen gilt!



Dieser Wunsch nach Gerechtigkeit hat (muss) wohl seinen Ursprung in etwas „Übernatürlichem“, „göttlichem“ und ist deshalb wohl auch so schwer umzusetzen.
Wäre dieser Wunsch „nur“ der darwinistisch gesehenen menschlichen Entwicklung gemäß der sogenannten Evolutionstheorie entsprungen, wäre dies ein Widerspruch in sich. Denn nach dieser Theorie Darwins „the fittest of survival“, oder anders gesagt „ dass nur der Stärkste überlebt“, hätte sich weder der Wunsch, noch überhaupt eine Art von Rechts- und Gerechtigkeitsverständnis jemals einstellen können, oder eingestellt. Denn nach dieser Theorie zählt primär ja nicht das (GLEICHE) Recht gegenüber „Gleichen“, sondern NUR das Recht des Stärkeren. Inwieweit so etwas aber GERECHT ist und damit der GERECHTIGKEIT entspricht, mag jeder für sich selbst beurteilen. Dieser Wunsch nach Gerechtigkeit kann, wenn man Darwin´s Theorie folgt demnach beim Menschen eigentlich gar NICHT entstanden sein und auch künftig nicht entstehen. Denn danach frägt „der Stärkere“ ja – um seines Überlebens und Selbstbehauptung willen – NICHT.

Ergänzung:
Gerechtigkeit kann nur das „Ergebnis“ einer „übermenschlichen, übernatürlichen“ Kraft sein. Weil diese nur aus Liebe und Gnade – einem Gefühl für den Schwächeren – heraus möglich und machbar ist. Einer Liebe und Gnade, welche „der Stärkere, the fittest of survival“ weder kennt, noch jemals „entwickeln“ könnte, da dies ja wider seine Art und seine eigene „Überlebensstrategie“ wäre. So kann Gerechtigkeit als Recht einer Gnade und Liebe dem Menschen „nur“ von „außen“ erfahrbar werden und zugänglich sein. „Der Stärkere, the fittest of survival“ kann ein „Gefühl“ der Gnade und Liebe gar nicht kennen. Er kennt keine Gnade oder gar Liebe dem „Schwächeren“ gegenüber. Damit kennt er auch kein Gefühl von Recht und Gerechtigkeit. Würde der Mensch - geht man von Darwin´s Theorie aus - diese Gefühle kennen und im Laufe der Evolution entwickeln, oder gar ein Rechtsverständnis für und von Gerechtigkeit haben, würde genau dadurch Darwin´s Theorie widerlegt sein (müssen). Also muss es da „Etwas“ geben, was den Menschen über sein irdisches Dasein, sein Menschsein hinaus weiter entwickeln kann (lässt). Dies kann man dann durchaus als „übermenschlich, übernatürlich“ bezeichnen und ist vmtl. genau das, was in den diversen Religionen als „göttlich, Gott“ seinen Eingang gefunden hatte. Lange bevor es zur christlichen Religionslehre kam, verehrten die Menschen das „Übernatürliche, göttliche“. Also „Etwas“, das es für „den Stärkeren, the fittest of survival“ überhaupt nicht geben durfte, konnte und kann. Weil genau dies – die Anerkennung eines „Mächtigeren, Stärkeren“ - ihn selbst ja bereits wieder geschwächt hätte. Wenn aber dieses „Übernatürliche, göttliche“ sein Recht, seine Gerechtigkeit aus Gnade und Liebe „schuf“, dann wäre „das Höchste, Stärkste und Mächtigste“ demnach Gnade und Liebe und eben NICHT die „Kraft und Macht des Stärkeren“. 




Sehr gut beschreibt dies Thomas Christian Kotulla (studierter Betriebswissenschaftler) in seinem Buch „Die Begründung der Welt“.

Und auch die neueste Studie der dritten World Vision Studie mit 2500 Kindern zeigt, dass selbst Kinder bereits ein „Gerechtigkeitsgefühl“ entwickeln und den Wunsch nach mehr Gerechtigkeit haben. http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/benachteiligungen-gerechtigkeitsstudie-unter-kindern-in-deutschland-a-933597.html



Gerechtigkeit ist also ein Thema, welches wohl weit darüber hinaus geht, was wir bisher davon verkündet, erfahren und „erkannt“ haben. Aber m. E. ist es sehr lohnenswert, gerade darüber nachzudenken.

Donnerstag, 14. November 2013

Die "Finanzierung" der "Gerechtigkeit"...?!

Anne Will Sendung „Streitfall Maut ...“ vom Mi., den 13.11.2013

Wie Ramsauer die/eine Gerechtigkeitslücke füllt, oder die „Finanzierung“ der Gerechtigkeit (Gerechtigkeitslücken) ?!

Auffallend in letzter Zeit ist, dass „unsere“ Regierenden und Herrschenden, als auch die Opposition große Gerechtigkeitslücken und damit fehlende Gerechtigkeit in diesem Lande feststellen. Ebenso auffallend ist, dass alle Seiten diese mangelhafte Gerechtigkeit und die vorherrschenden Gerechtigkeitslücken schließen und die Ungerechtigkeiten beseitigen wollen.

Und so zogen sämtliche Parteien in den Wahlkampf, um die vorherrschende Ungerechtigkeit nach einer entsprechenden Bestätigung durch die WählerInnen endlich zu beseitigen.

Jeder hatte dabei seinen eigenen Schwerpunkt der primär zu beseitigenden Ungerechtigkeit. War es bei den einen der Mindestlohn, welcher für Gerechtigkeit sorgen sollte, war es bei den anderen die Maut. Und bei wieder anderen war es die Mütterrente.

Nun verhandeln Wahlsieger und Wahlverlierer darüber, wie man „gemeinsam“ diese Ungerechtigkeiten beseitigen, die Gerechtigkeitslücken am besten schließen könnte. 

Eines haben alle Parteien gemeinsam: bei allen steht die Gerechtigkeit unter Finanzierungsvorbehalt. Ist Gerechtigkeit also "nur" eine Frage des „Kapitals und des Geldes“?! Die Parteien sind sich also zunächst schon mal darin einig, dass Gerechtigkeit KEINE Frage des Rechts an sich ist, sondern eine Frage der Finanzierbarkeit?!
Die Differenzen bestehen nun „nur“ noch darin, woher die finanziellen Mittel (wer dazu beitragen soll) kommen sollen, welche „Gerechtigkeit“ herstellen und die – von allen gleichermaßen auf vielen Feldern festgestellte - herrschende Ungerechtigkeit beseitigen soll?!

Da wollen die einen „Ausländer“ zur Finanzierung der Gerechtigkeit auf deutschen Autobahnen heranziehen. Die anderen wollen den „Reichen“ an den „Geldbeutel“, um Gerechtigkeit beim „Lohn“ zu schaffen. Und die dritten wollen an die derzeit vollen Rentenkasse um Mütter „gerecht“ zu behandeln.

Allesamt aber wollen sie unbedingt Gerechtigkeit ( an der es ja eindeutig und offensichtlich mangelt, wie alle Parteien und Seiten kritisch, laut und öffentlich feststellten ) und allesamt sind sich scheinbar auch darin einig, dass man „Gerechtigkeit“ nur mit Geld - bei welchem Klientel auch immer - „kaufen“ und herstellen kann?!

Demnach herrscht, je mehr finanzielle Mittel man findet und hat – dies dann auch noch in entsprechende Gesetze und §§ fasst – heute und künftig immer mehr Gerechtigkeit in diesem Lande. Denn noch nie flossen die finanziellen Einnahmen ( Steuern ) des Staates - „dank der großartigen Politik unserer Herrschenden – stärker und mehr, als heute. Deshalb ist Deutschland also in den letzten Jahren wohl nicht nur wohlhabender, sondern auch „viel gerechter“ geworden?! Und je mehr Kapital Jemand besitzt, umso „gerechter“ KANN er sein, ja MUSS er eigentlich sein?!

Da verwundert es dann auch nicht – weil eben die Finanzierbarkeit für Ex-Bundespräsidenten vorhanden und so im Gesetz niedergeschrieben ist -, dass die lebenslange Alimentierung selbiger „gerecht“ ist, auch wenn diese das „Handtuch“ warfen?! Weil die finanziellen Möglichkeiten und Mittel vorhanden sind, es in Verträgen und Gesetzen so niedergeschrieben, ist es nur „GERECHT“ ist, wenn Politiker, Manager usw. bei „Fehlleistungen, Fehlverhalten“ entsprechend – dem Recht und der finanzierbaren Gerechtigkeit folgend – be- und entlohnt und nicht "bestraft" werden?!

So herrscht dann „Einigkeit und Recht und Freiheit“ im gesamten deutschen Vaterland!


Dienstag, 12. November 2013

Und noch eine Mail an Herrn Laschet (CDU)

armin.laschet@landtag.nrw.de



Sehr geehrter Herr Laschet,

nachdem Sie bereits am Do., den 7.11. in der Sendung bei Maybritt Illner die These aufgestellt haben, dass die Mütterrente ANGESICHTS gut gefüllter Kassen eine Frage der GERECHTIGKEIT sei, wiederholen Sie diese – wenn ich der Homepage von „hart aber fair“ Glauben schenke – nun erneut?!
Nachdem ich Ihnen bereits auf Grund Ihrer Teilnahme an der Sendung von Frau Illner eine Email
s. h. http://robert-diegrossenreligionen.blogspot.de/2013/11/mail-armin-laschet-cdu-auf-grund-der.html
mit entsprechenden Fragen und auf Ihre Widersprüchlichkeit hinweisend zukommen ließ, kann ich nicht umhin, Sie erneut anzuschreiben, auch wenn ich auch hierauf wiederum keine Antwort bekommen sollte. 
 
Sie behaupten also erneut, dass GERECHTIGKEIT eine Frage von mehr oder weniger gut gefüllten Kassen und KEINE Frage des RECHTS ist?!

Diese Aussage und These eines „christlich demokratisch“ geprägten Politikers zu hören, widerspricht jedem (auch nicht christlich geprägten ) gesunden Menschenverstand.
Verwundert andererseits aber dann auch nicht, wenn man sich Ihre weiteren Aussagen in der Sendung von Herrn Plasberg anhörte. So verwiesen Sie bei der Frage auf die „großartigen“ Leistungen und Verhandlungspunkte Ihrer Partei darauf, dass in den letzten Jahren ALLES gut war und dass derzeit ALLES gut ist! Begründen dass dann auch noch damit, dass angeblich knapp die absolute Mehrheit der BürgerInnen dies in ihrem Wahlergebnis auch genau so ausdrückten.

Einfach mal von Ihren „mathematisch und
arithmetisch logischen“ falschen Schlussfolgerungen abgesehen, stellt sich dann doch die Frage, weshalb Sie mit der SPD Kompromisse suchen (müssen), wenn Sie und Ihre Partei doch alles bestens machen?! Wenn sie/Sie die „absolute Mehrheit“ doch nur ganz knapp verfehlt haben, dann könnten sie/Sie doch auch als Minderheitsregierung ihre/Ihre großartige Arbeit fortsetzen und sich eine parlamentarische Mehrheit doch in den jeweiligen Sachentscheidungen suchen und bei ihrer/Ihrer erfolgreichen und großartigen Arbeit doch auch ganz sicher finden?!


Allerdings will ich Ihnen zur Richtigstellung Ihre Aussage bzgl. der „knappen absoluten Mehrheit“ doch gerne das amtliche Wahlergebnis anfügen:
[[ Endgültiges amtliches Ergebnis der Bundestagswahl 2013. Bei einer Wahlbeteiligung von 71,5 Prozent (2009: 70,8 Prozent) haben die
CDU = 34,1%;
SPD = 25,7%;
DIE LINKE = 8,6%;
GRÜNE = 8,4%!!!]]
erhalten!
Dies bedeutet in der Realität, argumentiert man ehrlich und sauber (nicht manipulativ wie Sie und Herr Plasberg in der Sendung), dass Frau Merkel und ihre/Ihre Partei NUR gut ein Drittel der Stimmen der WAHLBERECHTIGTEN ( damit allerdings NICHT der Bürger/Innen) erhielt und damit in Wahrheit doch noch sehr, sehr weit weg von einer knappen absoluten Mehrheit ist!!!

Mich verblüfft auch immer wieder, wie gerade sich „christlich“ nennende Politiker/Innen so unverblümt an der Wahrheit und Gerechtigkeit VORBEI argumentieren?! Haben sie/Sie kein oder evtl. nur mangelhaft funktionierendes Gewissen (auch ihrem/Ihrem „christlichen Gott“ gegenüber)?! Dieses ist doch die/eine wesentliche Grundlage und WERT(maßstab) ihres/Ihres „christlichen“ Gottes und ihres/Ihres "Glaubensbekenntnisses"?! Sie leisten doch sogar ihre/Ihre Eide im „Bewusstsein und in der Verantwortung“ vor „GOTT“ UND den Menschen?! Und da „glauben“ Sie, bei einem derartigen eigenen „Glaubensverständnis und -bekenntnis“, dass ihnen/Ihnen eine knappe ABSOLUTE Mehrheit (die es in Wahrheit gar nicht gibt) des Volkes Glauben schenkt?!


Bitte um Nachsicht, aber auch diese Mail musste sein. Denn es ist inzwischen einfach unerträglich, wie sie/Sie das Volk für dumm verkaufen!


Vmtl. werde ich auch auf diese Mail keine Antwort bekommen, aber auch diese Mail werde ich auf meinem Blog veröffentlichen.


Mit freundlichem Gruß


Robert Kroiß

[[ Armin Laschet, CDU


NRW-Landesvorsitzender

Der stellvertretende CDU-Vorsitzende fragt: Was ist so schlecht daran, Ungerechtigkeiten bei der Rente zu beseitigen? Die Mütterrente z.B. ist kein Geschenk, sondern angesichts gut gefüllter Kassen eine Frage der Gerechtigkeit. 

so auf der Homepage von "hart aber fair" zu lesen ]]