Donnerstag, 29. August 2013

"Bringen diese Bomben den Frieden"?!

so fragte Anne Will in ihrer gestrigen Sendung:


Ein paar Gedanken zur Sendung und zum Blog:

http://annewill.blog.ndr.de/2013/08/27/syrien-3/

So wie der Krieg eine durchaus „eigene“ Logik ( Sinn, Geisteshaltung und deren Umsetzung)[[ Unter Logik (von altgriechisch λογικὴ τέχνη logiké téchnē „denkende Kunst“, „Vorgehensweise“) versteht man die Lehre des vernünftigen Schlussfolgerns. In der Logik wird die Struktur von Argumenten im Hinblick auf ihre Gültigkeit untersucht, unabhängig vom Inhalt der Aussagen ]] beinhaltet, hat auch der Frieden eine „eigene“ Logik.
Und je nach vertretener Logik sind selbstredend auch die entsprechenden Schlussfolgerungen in sich „richtig“.
Was allerdings niemals funktionieren kann und wird, dass durch eine Diskussion der absolut unterschiedlichen Logiken eine gemeinsame Logik zu erzielen wäre.
Genau dies wurde auch gestern in der Diskussion wieder deutlich.

All die Argumente der „befristeten Kriegseinsätze“ argumentieren aus der Logik eines Kriegs(Sinns)! Diese „Kriegslogik“ setzt allerdings erst bei den „Wirkungen“ und nicht bei der Ursache an!

Eine „Friedenslogik“ beginnt bei der/n Ursache/n und kommt von daher, ebenfalls logischerweise zu anderen Schlussfolgerungen, weil diese Logik auch ganz andere Wirkungen erzeugt!

Wie sagte Mißfelder im Bezug auf Saudi-Arabien: „weil wir da Interessen haben“!
Bliebe also primär die Frage, welche „Interessen“ hat wer, woran, weshalb und welche?!
Auch seine Aussage: „der Irrglaube, dass eine Waffen freie Welt friedlicher wäre...; mehr Frieden bedeuten würde...“ kann und trifft er ja „nur“ aufgrund der Logik eines bereits bestehenden Krieges! Und dem vorhandenen „Werkzeug“, welches ja nicht der „Friedenslogik“ folgend „gebaut“ wurde und wird, weil am Anfang ja nicht die „Friedenslogik“, sondern ein „notwendiges Mittel“ des Krieges, dessen Logik und seiner Umsetzung(smöglichkeit) steht! Allerdings widerlegt er damit selbst ein weiteres „Kriegs- und Waffenargument“. Und zwar, dass wenn „wir“ keine Waffen liefern, es ein „Anderer“ machen würde! Gäbe es keine Waffen, dann könnte sie auch kein „Anderer“ liefern!
Beides absolut nicht zu Ende gedachte „Argumente“ und einfach nur der „Kriegslogik“ folgend entsprechende Schlussfolgerungen!
Wozu es bei all diesen Diskussionen nie kommt, ist die Frage nach der Ursache, der Interessen, welche/m die „Kriegslogik“ folgt!

Es ist, wie es Reichelt doch ganz deutlich machte, ein Interessenkonflikt!
Und zwar ein „Verteilungsinteressenkonflikt“!
Denn wie sagte er sehr „anschaulich“: „da fliegen die Raketen Assad´s über den Sushi Essenden ( welche bei der „(Interessen)Verteilung“ wohl entsprechend besser weg kamen, als jene, auf welche die Raketen abgeschossen werden) hinweg“ Diese (müssen und wollen scheinbar auch gar nicht ) flüchten nicht einmal vor den aktuellen Kriegsgeschehnissen?!
Genau dies ist aber auch die „Erklärung“ für den „Interessenkonflikt“ bzgl. der „Flüchtlinge“, wie er in der Diskussion und den „Einspielern“ deutlich wurde!
Wären die (Verteilungs)Interessen „anders“ gelagert, eine „Verteilung“ nicht in der „üblichen Art und Weise“ vorgenommen, würden sich viele Probleme von „selbst“ erledigen!

Von daher ist selbstredend die „richtige“ Logik des Kriegs(Sinns), dass man die Probleme, welche ihre Ursache im (Verteilungs)Krieg(Sinn) haben, dadurch zu „lösen“ versucht, dass man die (Aus)Wirkungen der „eigenen und selbst erzeugten Ursache“ lindert und nicht den Sinn ändert!
Würde „man“ allerdings der Logik des Friedens folgen (also eine völlig andere Ursache im Sinn an sich sehen und erkennen und damit einen anderen „Ausgangspunkt“ setzen), hätte „man“ logischerweise auch ganz andere (Aus)Wirkungen!

Und genau deshalb, weil „man“ von verschiedenen Logiken ( Krieg versus Frieden und damit Ursachen ) ausgeht, kommt es auch bei derartigen Diskussionen zu keinerlei „Übereinstimmung“, sondern zu einer „mentalen [[ Bedeutungen:[1] geistig, den Geist oder das Denken betreffend, zum Geist gehörig [2] aus Denken hervorgegangen [3] veraltet: in Gedanken ]] „Kriegsführung“! In deren Folge „nur“ noch die Verwirklichung und Umsetzung des „mentalen Krieges“ in entsprechende „Waffen“ als „eigene“ Logik einer/der Feindschaft folgend in der Tat verwirklicht und vollzogen wird.

Samstag, 24. August 2013

Welche Wahl haben wir denn? Die Entwicklung unserer Gesellschaft - wo gehen wir hin?

Das Volk sitzt in einem Haus. Dieses Haus hatte von Anfang an eine falsche Statik, weil diese Statik (das System) nur auf EINEM Pol beruht. Wie ein Mensch nicht lange auf einem Bein stehen kann, so hat auch ein Haus, dessen Statik nur auf einem Pol beruht, nur eine kurze Lebensdauer.
So haben die Politiker, welche das Haus im Auftrag des Volkes verwalten, von Anfang an, jedes Jahr neue Schulden gemacht, um das Haus und das Volk zu stützen.
Dem Volk im Haus geht es ohne Zweifel NOCH gut. Selbst Harz IV Empfänger, geht es noch besser als so manchem armen Menschen in Indien, Afrika oder China. In dieser Beziehung braucht keiner zu klagen.
Wenn ich mir aber das Ganze ansehe, so kann ich in erster Linie den Luxus IM Haus sehen, oder die Verschuldung und den Zerfall des Hauses.
Im eigentlichen Sinne ist dieses Haus zwischenzeitlich nach nur 50 Jahren total verschuldet, die Balken biegen sich vor Lug und Betrug, und es müssen kontinuierlich Stützpfeiler im Haus installiert werden, damit es nicht zusammenbricht.
Was ist nun wichtiger? Das Haus, oder der Luxus im Haus? So kann man fragen. Doch wenn das Haus zusammenbricht, geht der Luxus mit dem Haus auch verloren. Das sollte klar sein.
Die Verwalter dieses Hauses (Politiker), haben in den letzten Jahren nichts anderes gemacht, als immer mehr Schulden aufzubauen, und immer mehr Stützpfeiler - für die eine oder andere Seite einzubauen. Das Volk hat nun die FREIE WAHL, den Politiker zu wählen, der den vermeintlich rettenden Stützpfeiler anbietet. Was die Parteien anbieten sind nur Stützpfeiler zu verschieben. Mehr nach links oder rechts, mehr nach vorne oder hinten, mehr Druck nach oben oder nach unten. Das ist alles.
Doch das alles ändert NICHTS daran, daß dieses Haus kurz vor dem Zusammenbruch steht.
Polarität ist Naturbedingt und daher unbedingt notwendig:
Ich "sprach" von einem Haus (System) welches auf nur einem Bein steht. Somit ist das ein Turm (Turmbau zu Babel). Dieser Turm wächst nicht in die Breite, sondern nur in die Höhe. Was zwangsläufig zur Folge hat, daß er irgendwann zu hoch wird, und schon der leichteste Wind ihn umwirft.
Dazu im Gegensatz, wächst ein Haus (System) das auf zwei Beinen steht, mehr in die Breite. Dieses Gebäude steht FEST!
Der Aktuelle Pol beruht auf Kapital, Wachstum und der Steigerung des Begehrens (Eigennutz, Egoismus). Der Gegenpol wäre dem entsprechend, ein sozialer Pol, welche Hilfsbereitschaft, Selbstlosigkeit (Gemeinwohl und Gemeinsinn).
Man könnte sich streiten, welcher pol nun besser ist. Doch genau so könnte man sich auch darüber streiten, wer oder was bei den 2 Polen Sonne und Regen der oder das Bessere ist. Ersichtlich für jeden Vernunftbegabten Menschen ist, daß wir Sonne UND Regen zum Wachstum und Gedeihen der Pflanzen (des LEBENS) brauchen. Auch wenn mancher lieber Sonne und ein Anderer lieber Regen hat. Kontinuierlich EIN POL - Sonne oder Regen - ist auf Dauer absolut tödlich. Genau so verhält es sich mit den beiden Polen Kapitalismus und Sozialismus. Wer das anders sieht, ist BLIND!
Blinde Politiker, und blindes Volk:
Gier, Begehren, Eigennutz und Egoismus machen den Menschen im Geiste BLIND. Diese geistige Blindheit wird in der Bibel auch oft als "TOD" bezeichnet. Sie sind blind für die Allgemeinheit, weil sie nur sICH (ihren Vorteil) sehen. In ihrer WAHRNEHMUNG, sehen sie also NICHT das GANZE, sondern nur einen ganz geringen Teil - nur das, was sie SELBST als PERSON betrifft.
Darum wird das einpolige System auch nicht als falsch oder als Fehlentwicklung für WAHR genommen, denn dieses System unterstützt ja den Eigennutz. Daher wird das System von Eigennützigen für richtig gehalten.
Diesem Trugschluss des Geistes unterliegen die Politiker, und auch die Masse des Volkes. Wir dürfen uns um die Politik streiten (Stützbalken hin- und herschieben), aber wir dürfen nichts gegen das System sagen. Alles, was dem System schaden könnte, wird aus den Medien herausgenommen. Was aber nicht in den Medien kommt, das kann sich nur schwierig verbreiten. Früher hat man die Gegner verbrannt, heute werden sie Todgeschwiegen.
Dem Volk wird über die Medien nur das zugeworfen, was leicht verdaulich ist, und mit einem Happen verschluckt werden kann. Zu mehr kauanstrengung (Denkfähigkeit) ist die Masse auch garnichtmehr fähig. (Da gibt es genügend wissenschaftliche Untersuchungen, wie lange die Konzentrationsfähigkeit der Durchschnittsbürger reicht).
Zudem haben wir in unserer Zeit durch diese Medien auch eine FLUT von Informationen und Informationsmöglichkeiten. Der "Normalbürger" hat keine Zeit mehr, jetzt noch eigenständig zu prüfen (SELBST über etwas nachdenken), was der Wahrheit entspricht oder nicht. Darum sortiert die Masse ganz einfach und schnell nur noch, ob sie etwas (auf Grund ihrer Begehren - Eigennutz) für richtig oder falsch halten (wie ein Computer - Ja oder Nein). Selbst denken ist GLÜCKSACHE geworden.
Würde jemand im Ernst sagen: "Wir brauchen nur noch Regen, und die Sonne schaffen wir ab"! Dann würde man ihn auslachen, und/oder für geisteskrank halten. Selbst der Dümmste würde wissen, daß es ohne Sonne kein Blühen und dem entsprechend auch keine Früchte geben kann.
(Unsere Politiker sprechen immer öfter von SYSTEMRELEVANT, und weil etwas Systemrelevant ist, muß es subventioniert, unterstützt oder gar gerettet werden. Alles auf Kosten des Volkes).
Aber wenn die Politiker sagen: "Wir glauben nur noch der Marktwirtschaft (Regen - Wachstum), und das Soziale (Sonne) schaffen wir ab"! Dann sind da nur wenige, welche das Übel erkennen. Da lacht keiner den Politiker aus, oder erklärt ihn für geisteskrank. Da macht die Masse des Volkes mit!
Die göttlichen und religiösen Prinzipien wurden verfälscht und vergessen:
Auch das, was im Allgemeinen die Religion betrifft, wurde zum großen Teil verfälscht, und die tieferen Wahrheiten vergessen.
Das Prinzip der Religionen beruht letztendlich auf EIGENER ERKENNTNIS. Diese Erkenntnis gewinnt der Mensch, wenn er nach diesen göttlichen PRINZIPIEN ernsthaft LEBT.
http://www.demetrius-degen.de/zeit-themen/mensch31.htm
So ist JEDE Religion, gegen den Egoismus und den Eigennutz, und gegen das BEGEHREN für sICH - die Person.
Upanishaden: "Wenn alle Begehren, die im Herzen wallen, abgetan sind, wird der Sterbliche, unsterblich".
Alleine aus dieser Aussage ergibt es sich, daß die Marktwirtschaft (der Kapitalismus), welche NUR auf BEGEHREN beruht, das absolut falsche ist.
Wer also das Falsche (Regen) am Kapitalismus erkennt, kommt automatisch zum Sozialismus (Sonne).
Doch nur Sozialismus ALLEINE, ist genau so falsch wie der Kapitalismus ALLEINE.
Erst dann, wenn der Mensch aus sich SELBST, aus EIGENER Erfahrung im Leben ERKENNT, daß diese beiden Seiten und zwei Pole EINER Sache sind, und ZUSAMMEN gehören, dann geht er im Geiste BEFREIT und UNGEBUNDEN, in die Ewigkeit.
Im Geiste die EINHEIT der polarisierten Welt zu ERKENNEN, zu VERSTEHEN und im eigenen BEWUSSTSEIN zu VERWIRKLICHEN, Das ist RELIGION.
So lange der Mensch noch BEGEHREN hat, wird er denken: ICH will reich sein, oder ICH will gut sein. ICH will besitzen, oder ICH will helfen. ICH - ICH - ICH - ICH (die PERSON).
Da sich dieses Prinzip von gut und böse, richtig und falsch, usw. so verhält, brauchen wir in einem vernünftigen politischen System - das DAUERHAFTEN bestand haben sollte - auch diese zwei Pole. Denn NUR durch diese Polarisation kann der Mensch zu einer eigenständigen ERKENNTNIS kommen. Ohne Polarisation in der Welt, keine WAHRNEHMUNG!!!
http://www.demetrius-degen.de/zeit-themen/mensch04.htm
Ein richtiges System:
Wie oben gezeigt, macht Begehren und Eigennutz den Menschen "BLIND". Daraus ergibt sich zwangsläufig, daß kein Reicher (Begehren nach Geld) und auch kein Politiker (Begehren nach Macht), ein richtiges System SELBST erkennen könnte! Das können wir uns abschminken!
In einem richtigen System, müßte ALLES, was die Gemeinschaft braucht, auch von der Gemeinschaft verwaltet werden. Also: Nahrung, Energieversorgung, Post, Bahn, Krankenhäuser, Kindergärten und Schulen. Diese Bereiche müßten genau so rationell geführt, und selbstverständlich die Arbeit bezahlt werden. Doch darf es eben nicht um GEWINN - Maximierung gehen. Eben SOZIAL!
Alle Andere Produktion: Fernsehen, Computer, Auto, Waschmaschine, usw. - wird wie gehabt von der Marktwirtschaft produziert.
Steuern: 10% für den Staat, und 10% Sozialversicherung (Rente - Krankenkasse).
Der Rest http://www.demetrius-degen.de/zeit-themen/mensch16.htm
Weiter, würden in diesem richtigen System alle Subventionen und Unterstützungen, für Reich und Arm wegfallen. Es würden weniger Rechte, und mehr Pflichten geben. Es wäre mehr Freiheit, aber auch mehr Eigenverantwortung für den Einzelnen. Die Menschen müßten wieder lernen, mit ihren eigenen Problemen fertig zu werden, und nicht sofort nach der Hilfe des Staates zu schreien.
Selbst wenn dieses System, von irgendjemandem AKTUELL zur Wahl gestellt werden würde, dann würde es wohl fast keiner wählen! Weil die Masse des aktuellen Volkes Großteils nur das wählt, was dem eigenen Begehren entspricht. Weiter ist das Denken der Masse so zersplittert, daß sie sich - eben auf Grund des Eigennutzes - nicht mehr EINIG werden.
Denn Reichtum TRENNT, und Armut EINIGT!
http://www.demetrius-degen.de/zeit-themen/mensch09.htm
Dieses aktuelle System, ist durch einfache Wahlen von politischen Richtungen, NICHT weg zu bekommen. Denn selbst die Politiker und Regenten dieser Welt, sind längst nicht mehr FREI in ihren Entscheidungen. Sie haben ihre Macht längst an die Großkonzerne abgetreten - durch die eigene Gesetzgebung. Diese wirklich reichen und Mächtigen, werden sich ihre Macht nicht mehr nehmen lassen.
Geld regiert die Welt.
Aber nur so lange, wie die feststehenden PRINZIPIEN der materiellen Natur, das noch zu lassen. Denn das Prinzip der Marktwirtschaft beruht NUR auf Wachstum, und in der materiellen Natur gibt es KEIN EWIGES Wachstum.
Alles unterliegt KREISLÄUFEN. Geburt, Heranwachsen, Höhepunkt, Altern und Tod. Ob ein Mensch, ein Betrieb, eine Gesellschaft, eine Nation oder ein System. Den Höhepunkt (60er und 70er Jahre) hat unsere Zivilisation schon längst überschritten. (Wir (und unsere Politiker) lassen zu, daß einzelne Menschen Milliardäre werden können, wo doch gleichzeitig Tausende hungern). Ein solches System kann nicht mehr lange bestehen.
Bhagavad Gita: http://www.demetrius-degen.de/religionen/hinduismus/gita2.htm
4.7 Wann immer und wo immer das religiöse Leben verfällt und Irreligiösität überhand nimmt, o Nachkomme Bharatas, zu der Zeit erscheine Ich.
4.8 Um die Frommen zu befreien und die Schurken zu vernichten, und um die Prinzipien der Religion wieder einzuführen, erscheine ich in jedem Zeitalter. 


Weiterführende Links:
Unbewusst und manipulierbar Die Massenbeeinflussung unserer Gesellschaft und die Folgen.

FABEL - vom Vater, der beliebt sein wollte. Geld und Beliebtheit ist kein Zeichen von Weisheit! Oder: Wie man mit immer mehr Schulden, ein falsches System erhält! 

Zukunftsaussichten unserer Gesellschaft und Zivilisation. Durch die Dunkelheit zum Licht.


Mit freundlichen
Grüßen Demetrius
©Demetrius Degen
24.08.2013
 

Freitag, 23. August 2013

und zur Abwechslung mal wieder ein Gedicht

Es strebt der Mensch
solange er auf Erden
danach geliebt und
anerkannt zu werden

Höher, schneller, weiter
um der Belohnung willen
auf des Erfolges Leiter
und die eig´ne Eitelkeit zu stillen

Und so wird (aus)gesiebt
erwählt und auch verstoßen
wen und was man liebt
doch nicht einmal die schönste aller Rosen

wächst, gedeiht ganz ohne Dornen
und gut gedüngt mit Mist
ist fast jede noch geworden
das, was mit Hilfe Anderer sie ist

Eine Rose, ganz allein
nicht gepflegt und nicht gehegt
wird bald auch nur Dünger sein
die die ander´n Rosen pflegt

Deshalb sag ich ungeniert
dass, wer mehr als Seinesgleichen
sein will, immer irrt
Siege kann man nur erreichen

wenn es auch Verlierer gibt
Herren brauchen immer Knechte
nur wer „Seinesgleichen“ liebt
achtet auf die gleichen Lebensrechte

jedes Lebewesens dieser Erde
will nie mehr sein, als es ist
weil von jeglicher Beschwerde
„man“ immer selbst betroffen bist

Liebe strebt nicht, Liebe gibt
will nie mehr sein als sich geben
wenn die Liebe stirbt
dann ist`s vorbei auch mit dem Leben

© Robert Kroiß


Politikverdrossenheit und Diskussionskultur

Wie sagte Volker Pispers richtigerweise: „es herrscht keine Politikverdrossenheit, sondern eine Politikerverdrossenheit“!



Dies ist ein wesentlicher Unterschied. Denn die Menschen interessieren sich durchaus für Politik: [[Das Wort Politik bezeichnet sämtliche Institutionen, Prozesse, Praktiken und Inhalte, die die Einrichtung und Steuerung von Staat und Gesellschaft im Ganzen betreffen.
In der Politikwissenschaft hat sich allgemein die Überzeugung durchgesetzt, dass Politik „die Gesamtheit aller Interaktionen definiert, die auf die autoritative [durch eine anerkannte Gewalt allgemein verbindliche] Verteilung von Werten [materielle wie Geld oder nicht-materielle wie Demokratie] abzielen“.[1] Politisches Handeln kann durch folgenden Merksatz charakterisiert werden: „Soziales Handeln, das auf Entscheidungen und Steuerungsmechanismen ausgerichtet ist, die allgemein verbindlich sind und das Zusammenleben von Menschen regeln“.[2] entnommen aus Wikipedia]]


„Man“ interessiert sich durchaus dafür, wie die Verteilung von Werten ausgelegt und vorgenommen wird! Weil dies ja alle Menschen betrifft. Es geht also zunächst primär mal schon darum, welche Werte von wem und wie wahrgenommen werden!
Voraussetzung für eine „gute“ Politik wäre demnach aber zunächst mal schon der/ein Konsens bzgl. des/eines Werteverständnisses!



Womit ich bei der „Diskussionskultur“ wäre.
[[Eine Diskussion ist ein Gespräch (auch Dialog) zwischen zwei oder mehreren Personen (Diskutanten), in dem ein bestimmtes Thema untersucht (diskutiert) wird, wobei jede Seite ihre Argumente vorträgt. Als solche ist sie Teil zwischenmenschlicher Kommunikation.
Das Wort Diskussion stammt vom lat. Substantiv discussio „Untersuchung, [...] Prüfung“ [1] ab. Das Verb dazu heißt discutere und bedeutet „eine Sache diskutieren = untersuchen, erörtern, besprechend erwägen“ [2]. entnommen aus Wikipedia]]



Wenn nun aber eine „Diskussion“ darüber geführt wird, welche Argumente die „besseren, richtigeren“ seien, welche „Partei“ diese „besseren und richtigeren“ Argumente (wofür oder wogegen eigentlich?) hätte, dann wird ja zuerst gar nicht mehr „die SACHE“ untersucht und überprüft, sondern es entsteht ein Streit über die Argumente, der Parteien und deren Vertreter!


Und so argumentiert „man“, welche „Partei“ und welche/r Politiker/in die „Demokratie und Freiheit“ des Landes besser vertritt, wer die besseren Argumente für eine „gerechte“ Verteilung der/von Werten (welchen und wonach richten sich diese?) hätte?! Aber wohl primär, wer vertritt „meine“ (Eigen)Interessen am ehesten?! Wovon „profitiere“ „ich“ am meisten?!
All dies in einem „freien Land“ und dessen unbegrenztem Wachstum?!

Die eigentliche Frage, ob es sich bei den Wahlen um Wahlen „freier Menschen“ in einem „freien Land“ handelt, wird von ALLEN – also die primäre und eigentliche (Ur)Sache und Voraussetzung für einen Austausch von Argumenten – überhaupt NICHT gestellt, behandelt und zur Diskussion gestellt! Es wird „nur“ den Aussagen geglaubt und diese werden als „wahr“ und unumstößlich hingenommen! Egal, zu welcher „Seite“ man tendiert.



Wenn ein Gysi die Souveränität dieses Landes m. E. zu recht ( einfach mal die „Pariser Verträge vom Okt. 1954 und den IMMER noch gültigen Art. 116 GG richtig lesen, denn darin ist ähnlich einer Wortspielerei, angeblich der „Besatzungsstatus aufgehoben“, aber das VETO-RECHT nach wie vor aufrecht erhalten und damit von der jeweiligen BEURTEILUNG der Mächtigen und deren durchaus möglichem Veto abhängig!!! Souveränität und wahre Freiheit sieht aber – auch in Vertragswerken insbesondere unter „FREIEN“ Freunden – anders aus) in Frage stellt, wäre aber als Konsequenz daraus zu erwarten, dass er und seine Partei dies durch eine NICHTBETEILUNG außerhalb des Bundestages in einer außerparlamentarischen Opposition auch deutlich machte und sich nicht auch noch durch das –wie von ihm deutlich gemacht - „besetzte Land und dessen Menschen“ wählen und finanzieren zu lassen. Dies wäre dann – auch sich selbst gegenüber – ehrlich. Und dann und nur dann, wäre sein Hinweis auch glaubwürdig.

So aber macht er nur deutlich, dass auch er und seine Partei von der „Besatzung“ profitiert und auch profitieren wollen! Er und die gesamte Partei sind genauso „besetzt“ und „unfrei“, wie alle anderen auch!
„Man“ muss die „Wahrheit“ und „Freiheit“ erst selber (vor)leben, ehe „man“ diese Werte als „Werteverständnis“ und „-vorstellung“ anderen „verkauft“ und zur Wahl stellt!



Dass eine derartige Kernfrage und Suche nach der Wahrheit von den anderen Parteien und Politikern, welche seit Jahrzehnten davon profitierten und immer noch profitieren erst gar nicht gestellt wird, kann eigentlich Niemanden verwundern.


Denn „man“ stellt sich ja zur „Wahl“, um die MACHT (und nicht die Wahrheit) zu erlangen, um dann nach „eigenen Wertvorstellungen“ DIESE auszuüben und dem „eigenen Werteverständnis“ folgend auch die „Verteilung“ umzusetzen.


Wenn die „Wahrheit“ und tatsächliche „Freiheit“ aber erst gar nicht hinterfragt, die „Sachlage“ untersucht wird, damit auch nicht „gelebt“ werden kann, dann kann eine „solche Sache“ weder erörtert, noch besprochen und damit auch NICHT diskutiert werden. Die Forderungen nach einer soliden „Diskussionskultur“ führen dabei auch wieder nur zu einem Meinungsstreit und führen sich selbst ad absurdum! Und aus einer „angeblichen“ Diskussion wird – wie in diversen Medien und Foren offensichtlich – ein reiner Meinungsstreit! Meinungsstreit hat aber mit einer wahren und tatsächlichen Diskussion – das ringen um die Sache - nichts zu tun!


Und so hat ein abhängiges Volk eben auch nur die „freie Wahl“ zwischen Pest und Cholera! Die „freie Wahl“, sich Mächtige und Herrschende zu wählen, welche wiederum vom „guten Willen“ und dem Werteverständnis, Rechtsverständnis und dem NOCH nicht eingelegten Veto der Alliierten abhängig sind! Abhängige wählen also den Primus inter pares der Abhängigen?!

Wenn das keine FREMDBESTIMUNG ist?!



Damit ist selbstredend auch das Werte- und Verteilungsverständnis FREMD bestimmt! Und deshalb und nur deshalb kommt es auch zum Meinungsstreit (NICHT zur Diskussion) über die Art und Weise der „Um- und Verteilung“ DESSEN, was ein Großteil des Volkes erwirtschaftet!An der "Verteilung" und dem "Werteverständnis" nicht beteiligt ist!
Aber genau diese allesamt fremd Bestimmten fordern dann Selbst- und Eigenverantwortung von ihrem – durch ihre eigene Abhängigkeit FREMD bestimmtes Werteverständnis - abhängigen Volk und gaukeln diesem vor, dass es NICHT abhängig, sondern frei sei und damit auch eine freie Wahl habe?!


Ja, das abhängige Volk hat tatsächlich die Wahl, an welchem Krankheitssymptom es lieber stirbt!
An der Pest oder an der Cholera! An den „linkslastigen“ oder „rechtslastigen“ Lügen!


Vielleicht entscheiden sich gerade deshalb immer mehr Menschen dazu, ganz bewusst NICHT oder Ungültig zu wählen? Sie wollen sich vmtl. nicht daran beteiligen eine „längst ausgebrochene Krankheit“ durch eine falsche Medikation (Wahl) noch zu verschlimmbessern!




„Wer seine Stimme abgibt, der hat seine Sprache verloren und ist letztlich stumm geworden“!







Samstag, 17. August 2013

RECHTSAUSLEGUNG

und was der „Fall Mollath“ zu Tage fördern KÖNNTE und vmtl. auch noch wird!

Sehr sehenswert und absolut zu empfehlen hierzu „G. Mollath bei Beckmann“:
http://www.daserste.de/unterhaltung/talk/beckmann/sendung/beckmann-15082013-der-fall-gustl-mollath100.html


Rechtsauslegung ist in der heutigen Zeit und bei der aktuellen Rechtsprechung primär keine Frage der EIGENEN Erkenntnis Beteiligter/Berufener im Bezug auf „das Recht an sich“, sondern nur die Fortschreibung und das Erlernen und studieren bereits vorgegebener „Fremderkenntnisse“ und sogenannter Fachliteratur (welche selbstredend auch Gesetze und deren Auslegung beinhaltet).


Dieser „Kreis“ der Studierenden und künftig Recht Sprechenden ist aber bereits wieder ein – auf Grund entsprechender WERTUNGEN (damit auch Rechtsanschauung, was bereits wieder „Auslegung“ im eigenen Sinne und eigener Erkenntnis bedeutet) in der Gesellschaft - „auserlesener unkontrollierbarer und unüberprüfbarer Kreis/Zirkel“.

Das bedeutet primär, dass angeblich nur bestimmte Menschen – mit einer der Gesellschaft und deren Werten entsprechenden Schul- und Berufsbildung - eine Anschauung, Erkenntnis, Verständnis und BEWUSSTSEIN „das Recht und damit auch das Unrecht“ betreffend „erlangen“ könnten und können?!

Recht, Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit damit gar nicht von „Jedermann“ bewusst wahrgenommen werden kann?! Wenn Recht, Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit aber nicht „bewusst“ von Jedermann wahrgenommen werden KANN, dann kann wohl auch NIEMAND – außer „jenen“, welche darin „geschult und ausgebildet“ wurden - „bewusst“ gegen Recht verstoßen?!



Hier liegt bereits der erste ganz offensichtliche Widerspruch aktueller Rechtsauslegung und derjenigen, welche das Recht auslegen dann schon darin begründet, dass dieser „Kreis/Zirkel“ seine Tätigkeit und eigene Rechtfertigung darin sieht, zu vertreten und umzusetzen, dass „vor dem Recht alle Menschen gleich seien“! Bewusstsein und Unbewusst-sein sind aber ganz 2 verschiedene Ansatzpunkte!
Müsste demnach dann nicht jeder Mensch, um vor dem Recht gleich zu sein, Jura studieren, um dem Recht auch gerecht zu werden, ja überhaupt zu können?! Denn angeblich "wissen" ja nur die "Rechtsgelehrten" was Recht und Unrecht ist?!
Was aber ist dann mit dem Gewissen?! Wem und wessen ist dieses?!
Haben nur "studierte Rechtsgelehrte" ein, das wahre Gewissen?!



Einem - im vorherrschendem Rechtsverständnis verstandenen - „Laien“ in Rechtsanschauung, Rechtsfragen, Rechtsverständnis ist es – schon vom System her, in Gesetz und §§ hinterlegt – allerdings gar nicht erlaubt und zugestanden, das Recht und damit beschäftigte Menschen zu hinterfragen ( seine Verteidigung ohne auserwählten „Rechtsbeistand“ und sich dabei NUR auf „das Recht“ und seine Erkenntnisse, sein eigenes Wissen berufend selbst wahr zu nehmen), ohne eben gleich als Querulant und „geistig krank“ geltend zu hinterfragen! Es existiert also bereist ein Urteil und eine Wertung, ehe „man“ sich überhaupt mit der „RechtsSACHE“ beschäftigt/e!

Der eigentliche Ausgangspunkt bei jeglicher Rechtsauslegung und Rechtsprechung ist aber primär und immer eine Glaubensfrage! Auch und erst recht bei „Urteilen“ von sogenannten „Gutachtern“!

Welchen/m Mensch/en und dessen jeweiliger Erkenntnis in einer Sache glaubt man?!



Wer sich gegen die Rechtsprechung, gegen „Gutachter“ - damit selbstredend auch gegen die „Ehre, die Anerkennung“ derjenigen, welche dieses System vertreten - wehrt, ist – was ja auch absolut kein Widerspruch ist – ein „Querulant“! Er/Sie stellt sich ja nur gegen ein „hierarchisches Wertesystem“ und ebenfalls „hierarchisches Rechtssystem“ dieser Gesellschaft, welches unüberprüft und unüberprüfbar als gegeben und „gerecht“ hingenommen wurde und wird.



Ein „Querulant“ macht also letztlich nichts anderes, als jeder Richter/in! Er zweifelt an dem, was sich ihm als „Sache“ so darstellt, wie es sich darstellt. Sucht Klarheit, Erkenntnis und Wissen über „die/eine Sache“! Sind Richter/innen demnach dann also per Aufgabe und Arbeit „Querulanten“?!

BeURTEILEN dann „Querulanten“ andere „Querulanten“?!



Wenn dann auch noch angeordnet wird, dass ein „Gutachter“ einen anderen „Gutachter“ kritisch begutachten soll, dann stellt sich doch per se die Frage, weshalb „glaubt/e“ ein Gericht dem ersten „Gutachten“, welches in der Folge dann ange- und bezweifelt wird und ein „neues“ Gutachten notwendig macht?!
Hatte dieses Gericht einen „falschen Glauben“?! Hat/te es keine eigenen Erkenntnis/se im Bezug auf „Gut(achten)“, im Bezug auf „das Recht an sich“?!



„Gutachter/innen“ - also Menschen mit einer bestimmten Schul- und Berufsbildung - unterliegen KEINER Kontrolle! Richter/innen – ebenfalls „nur“ Menschen mit einer bestimmten Schul- und Berufsbildung - berufen sich aber in sehr vielen „Rechtsfällen“ auf die „Wertungen“ von „unkontrollierten und unkontrollierbaren“ Menschen?!

Weshalb wohl?!

Um genau dem Bild des „Pontius Pilatus“ zu entsprechen und sich die Hände in Unschuld waschen und auf die „Beweise“ derer berufen zu können, welchen sie zugestehen, dass sie eigentlich MEHR wissen, mehr Wissen besitzen, als sie selbst?!

Jetzt haben Richter/innen aber die „letzte Entscheidung“ dahingehend, was mit einem Menschen künftig passiert, wie dessen Zukunft aussieht!

Menschen bestimmen also über die Zukunft eines anderen Menschen! Und zwar auf Grund dessen, was sie wem glauben! Haben sie Zweifel, bestellen sie sich „angeblich“ andere Menschen dazu, dass diese dann wiederum einen Menschen beurteilen und damit wesentlich über des Beurteilten Zukunft bestimmen!
Rechtsprechung, wie sie derzeit ausgeübt wird, ist also KEINE Frage von Erkenntnissen und WISSEN, sondern eine Frage von „GLAUBEN“ und Entscheidungen werden dann als „gerecht“ gefällt, wenn die Entscheidenden „glauben“, dass die bei ihnen vorhandenen Zweifel, das fehlende Fachwissen weitestgehend ausgeräumt wurden?!

Inwieweit diese Art der Rechtsprechung also dem „Recht“ entspricht, wird gerade durch diesen Fall immer fragwürdiger. Wenn Rechtsprechung schon gegen „eigene“ Gesetze und „eigenes (wobei dies ja der nächste offensichtliche Widerspruch in einer Rechtsauslegung ist; denn wie kann es ein „eigenes Recht und Gesetz/e“ nur für einen bestimmten Personenkreis und bestimmte Landesgrenzen geltend geben, wenn „alle Menschen vor dem – welchem?! – RECHT gleich sind und zu sein haben) „Rechtsverständnis“ verstößt, dann kann dieser öffentlich gewordene „Fall Mollath“ im besten Falle dazu dienen und führen, dass die vorherrschende Rechtsauslegung endlich hinterfragt wird.
Denn gerade der „Fall Mollath“, welcher ganz sicher nicht der erste und einzige Fall dieser Art ist, deckt ganz offensichtliche Widersprüchlichkeiten, Abhängigkeiten und Interessenvertretungen in unserem Rechtssystem auf.

Und wenn offensichtliche Eigeninteressen, Widersprüchlichkeiten und ABHÄNGIGKEITEN zu Tage treten, dann führt sich ein „freies und unabhängiges“ Rechtssystem durch die eigenen (FEHL)
Entscheidungen ad absurdum und macht sich nicht nur angreifbar, sondern auch überflüssig.



Der „Fall Gustl Mollath“ ist gerade erst am Anfang dessen, was dabei offensichtlich werden könnte!





Als Ergänzung noch ein weiterer Link eines sehr interessanten "Gerichtsstreites", welchen ich regelmäßig verfolge:

http://www.widerstand-ist-recht.de/sonstiges/reakt.html