Montag, 31. Dezember 2012

Prosit Neujahr


Mit Ludwig Thoma wünsche ich allen hier Lesenden und Stöbernden für das neue Jahr 2013 alles Gute und dass sich das erfüllen möge, was sich jeder Einzelne für sich wünscht.




Und nun, wenn alle Uhren schlagen,
So haben wir uns was zu sagen,
Was feierlich und hoffnungsvoll
Die ernste Stunde weihen soll.

Zuerst ein Prosit in der Runde!
Ein helles, und aus frohem Munde!
Ward nicht erreicht ein jedes Ziel,
Wir leben doch, und das ist viel.

Noch einen Blick dem alten Jahre,
Dann legt es auf die Totenbahre!
Ein neues grünt im vollen Saft!
Ihm gelte unsre ganze Kraft!

Wir fragen nicht: Was wird es bringen?
Viel lieber wollen wir es zwingen,
Daß es mit uns nach vorne treibt,
Nicht rückwärts geht, nicht stehen bleibt.

Nicht schwächlich, was sie bringt, zu tragen,
Die Zeit zu lenken, laßt uns wagen!
Dann hat es weiter nicht Gefahr.
In diesem Sinne: Prost Neujahr!

Sonntag, 30. Dezember 2012

Thema "Glauben"; schnelle Antwort und neuester Beitrag von Walter Neumann

Vielen dank Robert Kroiß für Ihre Antwort.

Sie löst bei mir die Gedanken aus, dass wir von unterschiedlichen Modellen von Herangehensweisen an Religionen reden. Ich verstehe Religionen wirklich von ihrer heutigen Existenz aus gesehen, von selbst ernannten Religionsführern, welche einer wie auch immer gearteten, ausgestalteten Kirche, einer Glaubensgemeinschaft, an ein höheres Wesen, an einen Gott glauben.

Sie verstehen, wie mir scheint, Religion als ein individuelles Menschenbedürfnis, sich zu den Wurzeln zurückzubesinnen und daraus die Kraft, Moral, Anstand, Sitte usw. für die eigene Zukunft zu schöpfen und dies auf ein übergeordnetes Wesen, Gott, zurückzuführen. Das zu erkennen, scheint Ihre "Erkenntnis" zu sein. Gottes Geist und Energie, bringen jeden einzelnen Menschen weiter in seiner individuellen "Erkenntnis" bis zum Eins werden mit Gott.

Ja, kann schon sein, muss aber nicht. Es gibt da meiner Meinung nach, so viele (zu viele) andere Gedankenmodelle, welche möglich, wahrscheinlich, sinnvoll; oder unmöglich, unwahrscheinlich, nicht sinnvoll sind! Da greift für mich der Satz: Alles ist möglich!

Ich halte es daher mit meiner "Erkenntnis", dass ich es NICHT weis. Es ist in unserer real erlebten Welt, nur unser reales Leben möglich. Woher es kommt und wohin es geht, kann erforscht werden und diese "Erkenntnisse" scheinen für uns Menschen real zu sein und den Weg weiter hin zu neuer und zu mehr "Erkenntnis" zu führen. Was aber kaum bis zur "Erkenntnis" Gottes führen wird. Die kann uns Gott nur selber geben und keine Menschen, die sich als sein "Sprachrohr" ausgeben!

Den Grund, warum ich zu meiner "Erkenntnis" gekommen bin, nichts zu wissen, woher und wohin unsere, für uns reale Umwelt, kam und geht, ist meine folgende Gedankenwelt.

Wissenschaftler, Forscher der Entstehungstheorie unseres Weltalls meinen bis ganz in die Nähe der Entstehung unserer Welt geschaut zu haben. Alle Materie soll sich bis auf Stecknadelkopfgröße zusammengeballt haben und dann im Urknall auseinandergedriftet sein auf viele Milliarden Lichtjahre und sich bis heute weiter ausdehnen. Irgendwann hört die Ausdehnung auf und danach zieht sich alles wieder zusammen bis auf Stecknadelkopfgröße und alles beginnt von vorne!

Wenn ich mir vorstelle, mein Auto würde auf Stecknadelkopfgröße schrumpfen können? Irgendwie vorstellbar, aber unwahrscheinlich. Nur ein Gedankenspiel. Und nun sich vorstellen, mein Haus käme noch hinzu? Dann noch unsere Erde, über 6.000 KM Durchmesser auf einen Winzling zusammengeschrumpft, jetzt auch noch unsere Sonne, ca. 1 Mio. KM Durchmesser. Dann unsere Milchstraße mit ca. 100 Milliarden Sonnen, dann noch alle anderen, viele Milliarden Milchstraßen, alles auf Stecknadelkopfgröße zusammengedrückt, von der eigenen Masse so gequetscht?

Warum explodiert dieses Gebilde nicht früher, bevor alles zusammen ist? Ist die kritische Masse für den Urknall erst erreicht, wenn auch das LETZTE Atom dazu kommt? Kann, darf daher nichts, auch nicht EIN Atom fehlen?

Wenn ich versuche, mir dies vor Augen zu führen, kann ich es nicht glauben, mein Denken weigert sich irgendwie, dass so etwas von alleine existieren kann und könnte! So eine Ordnung, so eine Kraft, so eine Energie, welche nach einem Schema zusammenkommt und wohl nur zu einem einzigen Urelement sich umformt, um dann nach dem Urknall sich im Laufe der Zeit zu allen anderen Elementen umzuformen, bzw. sich umformen lässt. Und dann auch aus unbelebter Materie durch gewisse Elemente lebendige Materie erleben lassen kann. Alleine die Vielzahl, der auf unserem Planeten schon existierenden Lebensformen sind enorm. Wie mag es da erst auf anderen Planeten unter deren Bedingungen, zu weiteren Lebensformen gekommen sein? Und das alles aus sich heraus? Woher kam dann die Urform unseres Weltalls? Wie ist sie entstanden? Wie könnte so etwas ohne Schöpfung aus sich heraus existieren? Wirklich unfassbar, für mich! Was erfassen andere Menschen? Was erfassen irgendwo anders lebende andere intelligente Lebewesen?

Wenn ich aber denke, dies alles kann nicht von alleine, irgendwann, irgendwoher gekommen sein, dann muss ich an ein höheres Lebewesen denken, an jemanden, der so mächtig ist, dies alles in dieser Art schaffen, herstellen, regieren zu können. Das ist dann in meinen Augen Gott. Wenn ich unser Weltall nicht fassen kann, dass es aus sich heraus existiert und lebt, ohne "Erschaffen" worden zu sein, dann frage ich mich aber, wie kann Gott existieren, woher kam er, wer hat ihn erschaffen? Niemand oder er sich selber? Wie kann er existent sein, wenn nichts da war? Woher kann er schon immer existent gewesen sein?

Es ist für mich ein gedankliches Dilemma. Entweder gibt es keinen Gott, dann ist die Frage, wie kann unsere Welt von sich aus so existieren, ohne einen "Bauplan" gehabt zu haben und wenn es einen geben sollte, wo kommt der her? Und wenn alles von Gott kommt, dann ist es noch Unvorstellbarer, wo kommt er dann her? Und dazu dann noch die Frage, warum hat er alles so gerichtet, wie wir es heute kennen?

Daher bezeichne ich mich als Agnostiker. Für mich ist beides möglich und auch beides irgendwie undenkbar. Aber wir sind existent, vielleicht sind wir aber auch nur ein Gedankenspiel? Alles scheint möglich, nichts ist ausgeschlossen. Für uns Menschen und unserem Geist scheinen nur manche Dinge wahrscheinlich, andere wiederum unwahrscheinlich. Letztendlich bin ich zu der Überzeugung gekommen, nicht zu wissen, was war und was sein wird. Die Kenntnisse unserer Wissenschaftler werden uns weiter bringen, aber nicht bis zum Ende, auch nicht bis zum Anfang, das wird beides wohl verborgen bleiben. Wenn es Gott gibt und er ein Interesse an uns Menschen hat, könnte es sein, dass er sich uns "offenbart". Nach unserem Tode vielleicht, zu Lebzeiten eher unwahrscheinlich.

Ihre Herangehensweise an die Religion ist eine Andere. Sie verstehen Religion mehr als eine Rückbesinnung, um vorwärts zu sehen, zu kommen. Und das alles im "Geiste" Gottes, durch den Geist Gottes. Eine "Erkenntnis" von und zu Gott ist meiner Meinung nach doch nicht unbedingt notwendig. Man kann auch "leben", wenn man diese letzte "Erkenntnis" nicht hat, sondern auch mit einer Art von Unkenntnis leben. Wir Menschen erlangen doch immer neues, weiteres Wissen, es wird an allen Ecken und Enden nach Neuem geforscht, sicherlich auch nach dem Wissen um Gott. Nur befürchte ich, dass über Gott erlangte "Erkenntnisse", "Scheinerkenntnisse" sein werden, welche jederzeit widerlegt werden können. Das aber im Gegensatz zu anderen, wissenschaftlichen Erkenntnissen über die letztendlich vorhandenen und durch uns nur zu erkennenden "Naturgesetze"!

Es ist alles in der Natur vorhanden, was uns irgendwann als "Erkenntnisse zur Verfügung stehen wird, wenn wir es schaffen, die Natur zu enträtseln. Es ist vorhanden und nicht im NICHTS!

Mein "die Würde in die Hose gerutscht", hat mit Geist nichts zu tun. Da streitet sich doch letztendlich der Geist, welcher zur Würde gelangt und die Natur, welche nur von der Begierde kommt und den Geist zumindest diesmal unterdrückt. Die wissen dann, wenn sie zur Prostituierten gehen, dass sie ihre sexuellen Bedürfnisse voranstellen und ihre Würde hintenan. Viele verachten sich ob dieses tun, aber ihre Bedürfnisse scheinen stärker zu sein. Da hat scheinbar das Urstammhirn noch mehr Einfluss und steuert diese Menschen. Die Natur braucht für unsere Verhältnisse lange Entwicklungszeiten. Das ist nicht in Generationen, geschweige denn in Jahren zu ändern. In den Schoss sollten wir unsere Hände nicht legen, sondern daran arbeiten, es zu verbessern. Das geht aber wohl nur individuell je nach Person und nicht für die gesamte Menschheit im Schulterschluss. Unterschiede wird es immer geben.

Wir können Gott zu unseren Lebzeiten nur im Geist erschaffen. Aber das sind dann auch nur individuelle Gedanken und im Ergebnis auch individuelle Götter. Jeder hat so seinen eigenen Gott (wenn er denn einen hat). Wir reden wohl über verschiedene "Erkenntnisse". Sie und Demetrius Degen über die "Erkenntnisse" von oder über Gott. Ich über die menschlichen Erkenntnisse. Sie suchen Gott zu kennen, zu erkennen und wollen darauf alles aufbauen. Ich suche zu erkennen, was ist, was sein kann, was nicht sein kann und was mir dieses Wissen als "Erkenntnis" bringt. Die "Erkenntnis" auf Gott habe ich in seine Hände zurückgelegt. Nur er kann, wenn er will. Wir Menschen kommen nur zu "Scheinerkenntnissen", jederzeit durch neue "Erkenntnisse" widerlegbar. Und dafür gab's und wird's immer wieder neue Verkünder geben!

Fragen sollte man immer, hinterfragen aber auch. Rückschlüsse ziehen ebenfalls. Aber auch das offen lassen, was offen ist und nicht versuchen, das nicht Erklärbare zu erklären und als feste Größe darzustellen, wie dies die Religionen durchführen. Rückbesinnung verstehe ich nicht als Religion. Diese ist individuell. Religion ist öffentlich, will missionieren. In Bezug auf Gott sehe ich auch die Möglichkeit, dass alle Materie Gott ist und wir damit ein Teil Gottes. Aber dann ein Unwissendes.

In der Menschentwicklung streiten unterschiedliche Kräfte um die Vorherrschaft des Tuns! Es ist doch meist so, dass gewusst wird, was man darf, sollte. Wenn man sich nicht daran hält, waren andere Bedürfnisse, Gedanken, Wünsche stärker um das Gewissen, welches durch die Erziehung, die Umgebung, die Vorgaben entwickelt wurde, auszuschalten oder zu unterdrücken. Religion ist das nicht.
Natürlich kann man alles zur Religion ernennen. Was wir hier betreiben, unsere Gedanken über Gott und die Welt austauschen, kann man auch schon als Religionsausübung betrachten. Wird von manchen auch so getan. Wenn es Religion ist, dann aber nur eine persönliche Religion, ein e individuelle, auch wenn sie im Austausch mit anderen Menschen geschieht. Es sind religiöse Gedanken. Unter Religion verstehe ich die Vorgaben einer Glaubensgemeinschaft.

Für heute soviel und liebe Grüße

Walter Neumann

Thema "Glauben"; meine Antwort auf den letzten Beitrag von Walter Neumann

Sehr geehrter Herr Neumann,

nach dem Lesen Ihres neuesten Beitrags fielen mir spontan die nachfolgenden Gedanken dazu ein. Selbstredend bewegen sich sowohl Ihre Gedanken, als auch meine nach wie vor weiter. Von daher könnte durchaus sein, dass mir noch der ein oder andere Gedankengang dazu kommt und ich diesen evtl. zu einem späteren Zeitpunkt in einen Beitrag fassen werde. Aber lassen Sie mich einfach zunächst mal meine spontane Antwort schreiben, wobei ich hierzu „nur“ mal Ihren nachfolgenden Absatz zitiere und dazu darlege, was mir dazu „einfällt“.

Möglich ist vieles, aber wir sollten doch versuchen, auf unser Wissen aufzubauen und nur diese Pfade der "Erkenntnisse" zu beschreiten. Real für uns wird nur das, was wir Wissen! Ansonsten bleiben nur Hoffnung, Glaube, Liebe. Auf was auch immer, woran auch immer und wen auch immer.“

Was wir wissen und real für uns (geworden) ist, setzt/e aber doch gerade den Glauben – an eine zu erlangende Erkenntnis – VORAUS?! Woher sonst das/ein Wissen, wenn nicht der Glaube an die Erlangung dieser/einer Erkenntnis an dieses Wissen vorhanden gewesen wäre, ist?! Wer beschreitet einen Weg, an den er NICHT glaubt, denn er also gar nicht gehen will?! Was wir heute „wissen“, ist doch nur deshalb real und zu „unserem“ Wissen geworden, weil vor uns „Jemand“ daran geglaubt hat, dass „er/sie“ damit ein – FÜR das Leben – notwendiges „Wissen“ durch „seinen“ Glauben (eben auch an seine Erkenntnisse) erlangt habe?! Was aber ist dann der Grund und die Ursache dafür, dass der Mensch wider „besseres Wissen“ handelt?! Wenn wir doch auf „diesem Wissen“ und der Realität aufbau(t)en?!
 
Und dazu ist natürlich „Religion“ und zwar im Sinne der Bedeutung dessen, was „Religion“ ist, nämlich „die Rückbindung“ notwendig. „Rückbindung“ wohin, wenn nicht dahin, von wo das Leben ausgeht?! Von daher ist Leben an sich „Religion“. Woher sonst sollten die „Erkenntnisse“ des/eines „realen Wissens“ kommen, wenn sie nicht von Anbeginn an im LEBEN vorhanden und ja nur deshalb ERKANNT werden können, weil sie ja bereits vorhanden sind?! Denn wo NICHTS ist, kann es weder ein WISSEN, noch eine Erkenntnis, noch eine Weiterentwicklung geben.

Sie haben beim letzten Günther Jauch Thema doch von „der Würde“ und dem „Verstand“ in der Hose geschrieben. Woran können „wir“ diese Würde festmachen, wenn nicht an der Würde des Lebens?! Dann ist es aber doch tatsächlich notwendig die Erkenntnis bzgl. des Lebens zu haben oder zu bekommen?! Setzen Sie selbst da nicht einen ganz anderen Maßstab an, als jene, denen „Würde“ gar nichts sagt und deren Energie (Geist und Verstand) aus der Hose kommt?! Wenn das „Wissen“ der Einen nur zur Energie in und aus der Hose reicht?! Wer oder was hat dann „Verantwortung“ für WAS?! Wenn die „Energie“ der Einen nur bis „in die Hose“ (also ins Fleisch, in die Materie) reicht?! Was regen „wir“ uns dann darüber auf, dass die „Energie“ diverser Menschen eben NUR genauso weit reicht, wie sie derzeit reicht?! Dann können wir ja die Hände in den Schoss legen und warten, bis es Menschen mit mehr „Energie“ gibt oder das nach uns Kommende zur Krone der Schöpfung wird.
Dies wäre aber m. E. ein tatsächlicher „Wunderglaube“ und der „Glaube“ an höhere Mächte, zu welchen „wir“ KEINERLEI Verbindung haben und herstellen könnten.

Sollten Sie allerdings „glauben“, dass es sich bei „unserem realen Wissen“ nur um das Werk „menschlicher Energie“, welche den Geist zu diesen Taten befähigte handelt, was sollte diese Energie dann daran hindern „im“ Geist „Gott“, bzw. „Göttlichkeit“ zu entwickeln und zu schaffen?! Sie selbst schließen doch nicht aus, dass es evtl. eine „andere Krone“ der Schöpfung erst noch geben könnte?! Kann es dann nicht auch sein, dass Sie die – derzeitig als gesehene - „Krone“ der Schöpfung aus Ihrer Sicht und Erkenntnis einfach „unter bewerten“, weil es Ihre „Energie“ einfach (noch) nicht anders zulässt?!

Und wenn Sie die Frage stellen, ob „wir“ eine Erkenntnis haben müssen; um dann über Ihre Erkenntnis zu sprechen, dann stellt sich die Frage doch – auch für Sie – gar nicht mehr, oder?! Denn wenn Sie von Ihrer Erkenntnis sprechen, setzen Sie doch selbst voraus, dass es „einer“ Erkenntnis bedarf?! Was daran nun ungerecht sein soll, erschließt sich mir auch aus Ihrer neuerlichen Antwort nicht. Wären „wir“ ein und derselben Erkenntnis, worüber sollten wir dann diskutieren und uns „austauschen“?! Darüber, dass wir derselben Erkenntnis sind?! Da gäbe es doch gar keine Diskussion, sondern bestenfalls gegenseitige Bestätigung der „eigenen“ Sicht und Erkenntnis.

Weshalb sollten „wir“ (uns) Fragen stellen, wenn es darauf gar KEINE Antwort/en gibt?! Woher sollten die Fragen OHNE die Existenz der Antworten darauf kommen?! Von NICHTS kommt NICHTS; man kann NICHTS ernten, wo NICHTS gesät ist.

Und was ich in jedem Ihrer Beiträge immer noch feststelle. Sie gehen immer von einem „außerhalb“ des Lebens befindlichen – bzw. NICHT vorhandenem - Gott (GEIST) als Schöpfer aus. Dann wäre aber das Leben aus dem „NICHTS“ gekommen und hätte sich genauso und dahin „entwickelt“, wo es sich derzeit befindet. Und es kann dann logischerweise auch NUR im NICHTS enden. Dann ist da aber auch nichts mit der Möglichkeit evtl. vorhandener und künftiger „Krone“ der (Lebens)Schöpfung. Genauso wie Sie m. E. „Religion“ NUR im Zusammenhang mit Kirchenlehren sehen und betrachten. Wie Sie einem meiner früheren Beiträge ja entnehmen können, gab es „Religion“ ALS „Rückbindung“ seit Menschengedenken. Wenn auch in unterschiedlichen Formen. Also war und ist Religion ALS Rückbindung zum Leben (für und zu sich SELBST) schon immer eine Lebensnotwendigkeit des Menschen. Wäre diese NICHT in seinem Sein und damit auch Dasein (zu welchen Zeiten auch immer) von Anbeginn an vorhanden und angelegt, woher sollte sie dann kommen?! Erst recht, wenn ich Ihrer Argumentation folge, dass Energie den Geist „belebt“ und nicht umgekehrt?! Woher also sollte die „Energie“ eines „realen“ Menschen und Mensch Seins kommen, sich einen Gott als Schöpfer – auch seiner selbst – vorzustellen.

Weshalb hat sich dann in der bisherigen Geschichte der Menschheit „REAL“ und „WISSEND“ und darauf aufbauend als Erkenntnis das „Gute – oder anders ausgedrückt, die Hoffnung und der Glaube an selbiges -, NICHT wider „besseres Wissen“ und damit real so durchgesetzt, wie es sich bis dato zeigt?! Obwohl insbesondere die Leiter und Führer der Menschheit ja gerade dieses „Wissen“ über das „Gute“ (die Verantwortung gegenüber diesem) ihren Völkern als das einzig „anzustrebende“ verkündeten und in Gesetze und damit ein Rechtsverständnis fassten?! Reichte dazu die „Energie“ nicht aus, dies in „unseren Verstand“, anstatt in „die Hose“ zu übermitteln?! Wenn es aber an der – dem Menschen innewohnenden - „Energie“ fehlt, dann kann Mensch auch nicht mehr leisten, als an „Energie“ vorhanden. Dann gibt es aber auch KEINE Verantwortung und Verantwortlichkeit. Und zwar für NIEMAND. Es gibt dann aber auch KEINE Schuld, Busse, Sühne und UMKEHR, bzw. ABKEHR von diesem bis dato beschrittenen Weg! Dieses konsequent zu Ende gedacht, hätte aber gravierende Folgen für die Menschheit und das Mensch sein. Genau hier aber setzt – aus welcher Energie auch immer entstanden – das „GLEICHNIS“ Jesu ein. Nämlich die Erkenntnis der LIEBE, der Nächstenliebe, des Verzeihens und damit der Möglichkeit einer UMKEHR und ABKEHR vom vorher falsch beschrittenen Weg.
Ansonsten wären und sind auch unsere Gedanken und Meinungsäußerungen – in welchen Foren auch immer – überflüssig. Denn solange es an entsprechender „Energie“ mangelte, kann NICHTS davon umgesetzt werden.

Dazu fällt mir allerdings ein, dass eine Festplatte und ein Computer zwar jede Menge an Energie (auch Wärme) erzeugen können. Aber nicht ein einziges „Programm“ realisieren kann, wenn diese nicht mit entsprechenden „geistiger Software“ gespeist werden. Und selbst die Entwicklung und Realisierung einer Festplatte und eines Computers setzt die „geistige Software“, sowie den Glauben daran, dass „DIESES“ zu realisieren sei - wie eine Festplatte, ein Computer eben zu „realisieren“ - des/eines Entwicklers VOR der Realisierung VORAUS.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Kroiß

PS: Demetrius Degen wird sicherlich SEINE Gedanken dazu noch äußern. Und vielleicht ergibt sich dann gerade daraus eine Fortsetzung „unserer“ Gedanken.




Samstag, 29. Dezember 2012

Thema "Glauben"; neuer Beitrag von Walter Neumann

Sehr geehrte Herren Robert Kroiß und Demetrius Degen.

Die Ausführungen von Herrn Degen und deren Zustimmung von Herrn Kroiß in Bezug auf meine Darstellung der "Erkenntnis" finde ich, gelinde gesagt, gelungen. Da wird aus meiner "Erkenntnis", dass Herr Degen in seinem Beitrag vorher feststellt, dass, um den Weg der Vollendung zu finden, zuerst die "Erkenntnis" kommen muss, dieser, meiner "Erkenntnis", widersprochen!

Zum Beitrag von Herrn Degen meinte ich, zusammenhängend gesehen:

Es ist, zumindest für mich, schon relevant, ob ich überzeugt bin, dass die Religionen für die Menschheit der richtige Weg zur Erlangung der Erkenntnis bzw. der Erleuchtung ist.

Zuerst muss dann einmal die Frage gestellt werden, müssen wir eine Erkenntnis haben? Müssen wir um die Erkenntnis Gottes wissen? Oder kann es nicht ausreichend sein, dass wir uns im Unklaren darüber sind, ob ein Gott existiert oder nicht?

Die Antwort dazu von Herrn Degen finde ich zumindest ungerecht, weil er "Erkenntnis" voraussetzte, ich aber nicht:

Wir müssen gar nichts!
Das, was wir Gott nennen, ist die Einheit von Geist und Seele.
Geist = Leben, Energie, Vorstellung (lebendige Vorstellung) = veränderbar.
Seele = Prinzip, Gesetz, Licht, Liebe (Grundprinzip) = unveränderlich.
Kurz ausgedrückt, ein Lebendiges Prinzip = Lebensprinzip!

Wenn wir gar nichts müssen, stimme ich ja unbedingt zu. Wir können uns vieles denken, bestimmen aber können wir nichts. Und wenn Herr Degen vorgibt, um die Vollendung zu finden, brauchen wir vorher die "Erkenntnis", dann muss ich jetzt fragen, was meint er eigentlich. Nicht einmal die "Erkenntnis" als Voraussetzung ansehen und wenn ich nachfrage, ob wir überhaupt eine "Erkenntnis" benötigen, dann erklären Sie über einen langen Passus, dass der Geist immer wieder neu ins "Leben" eintritt und darüber langsam, aber sicher, zur Vollendung kommt und diese "Erkenntnis" unabhängig ist, ob man daran glaubt oder nicht.

Wir müssen gar nichts!

So Ihre Aussage, um dann lang und breit die "Erkenntnis" vorauszusetzen, um das Lebensprinzip zu erkennen!

Da kann ich leider nur sagen, na, prost Mahlzeit, eine neue Religion wurde geboren (oder von anderen schon vorgedacht, mir aber bisher nur vom Buddhismus so bekannt), welche jetzt wohl auf die Bibel aufbaut.

Wie gesagt, denken kann man alles, aber daran Glauben? Hinterfragen kann man alles, aber Wissen? Und da kommt wieder mein Einsatz als Agnostiker, möglich ist viel, aber wir wissen es nicht. Daher lehne ich solche "Erkenntnisse" generell ab. Wenn Sie mir erklären, dass es so möglich ist/wäre, kann ich zustimmen. Wenn Sie mir aber erklären, dass der Geist mit der Seele eine Einheit ist und dies Gott sei, Entschuldigung, da fehlt mir absolut jeder Glaube. Da hätten wir ja Milliarden Götter? Was ist Seele, haben wir diese? Wir können natürlich eine haben, vermuten es, wissen es aber nicht, da noch keiner sie gesehen hat. "Erkannt" haben die Seele schon Viele! Aber eine Erkenntnis ist nur personenbezogen. Jeder hat seine eigenen Erkenntnisse, welche durchaus radikal unterschiedlich sein können/werden.

Wieso setzen Sie den Geist gleich mit Leben? Ich bezweifle, dass mein Geist lebt. Er ist aktiv durch seine Gehirnströme, welche messbar sind. Hören die auf, ist der Geist weg. Eine Pflanze hat, zumindest bisher noch nicht nachgewiesen, keinen Geist, lebt aber doch! Der Geist wird mit Energie versorgt, um überhaupt aktiv sein zu können, ist aber nicht selber Energie, er benutzt sie! Sicher entwickelt der Geist Vorstellungen, siehe wir hier selber!

Die Seele ist ein Gedankenspiel und wir können ihr alles zuschreiben, was wir wollen, hat mit der Realität, welche uns umgibt, aber zumindest bisher, nichts zu tun. Die Seele als Prinzip, ja, stehend für das Gefühl der Liebe, ja, aber für das Gesetz? Das Gesetz und dessen Ausarbeitung werden doch durch den Geist formuliert.

Und nun ist Gott in Ihren Augen ein Lebensprinzip. Und wer diese "Erkenntnis" hat, sich diesem Bewusstsein stellt, der kommt voran, bis er irgendwann in das göttliche DA SEINS zurückkehrt.

Mit meinen Worten formuliert. Gott schickt Teile seines göttlichen Geistes auf eine lange Reise durch die Jahrhunderttausende, um diesen Geistes-Teilen die richtige Erkenntnis zum Bewusstsein erlangen zu lassen und dann kehren Sie heim in sein göttliches Dasein.

Waren diese Gottesteile vorher nicht voll ausgereift? Fehlte ihnen irgendeine Legitimation? Die Anmaßung, dass wir Menschen die Krone der Schöpfung sind, bezweifle ich, es dürften sicherlich in diesem riesigen Universum noch andere "Krönungen" der Schöpfung geben. Das glaube ich gerne, ohne es zu wissen! Wenn es heißen würde, wir Menschen sind die Krönung unseres Planeten, würde ich dies für unsere aktuelle Zeit bejahen. Aber nicht unbedingt für die Zukunft. Wer wie, als was, noch nach uns nachkommt, ist ungewiss und die könnten die Krönung unseres Planeten sein!

Zum Schluss möchte ich noch einmal herausstreichen, dass ich fest davon überzeugt bin, dass ihre Gedanken, genau wie die anderer, auch meiner, nur Gedankenspiele sind, weiter nichts. Möglich ist vieles, aber wir sollten doch versuchen, auf unser Wissen aufzubauen und nur diese Pfade der "Erkenntnisse" zu beschreiten. Alles andere ist nur Spekulation, ist möglich, aber mehr nicht. Real für uns wird nur das, was wir Wissen! Ansonsten bleiben nur Hoffnung, Glaube, Liebe. Auf was auch immer, woran auch immer und wen auch immer.

Mit freundlichen Grüßen

Walter Neuman

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Vision und Gerechtigkeit

oder, weshalb die Einen für ihre Vision sanktioniert und zum „Arzt“ geschickt werden, während die Anderen mit ihrer Vision ganze Völker leiten, Hochachtung und entsprechende Honorierungen erhalten?!
 

Nachdem ich Sandra Maischberger´s Sendung: „Wer arbeitet ist der Dumme?“ mit dem Philosophen = Liebe zur Weisheit (also Visionär) Ralph Boes und dem bayerischen Finanzminister Markus Söder (ebenfalls Visionär, wenn auch politischer) gesehen hatte, habe ich mich ein wenig mehr mit den Seiten von Ralph Boes befasst. Wer dies auch tun möchte, hier die entsprechenden Links:

http://wir-sind-boes.de/index.html



Am 5.12.2012 habe ich bereits meinen Brief, welchen ich Ralph Boes über Facebook zusandte in meinem Blog veröffentlicht. Da hatte ich mich noch gar nicht eingehender mit der „Vision“ von Ralph Boes befasst.


So war der „Einstieg“ von Ralph Boes in die Sendung, als er u. a. auch Markus Söder klar und deutlich sagte, dass auch dieser von „staatlicher Unterstützung“ lebe, ja mehr als berechtigt.


Und hier beginnt m. E. die eigentliche Betrachtung von „Vision und Gerechtigkeit“.


Denn die „Erwerbstätigkeit“ eines Markus Söder (wie eben auch all der anderen Menschen in entsprechenden „politischen“ Parteien und Ämtern; Namen und Parteien sind beliebig austauschbar) besteht ja seit vielen Jahren auch „nur“ darin, eine „Vision“ und ein Verständnis einer „gerechten“ Gesellschaft in und durch „s/eine“ Partei umzusetzen und umsetzen zu können!

Für diese Art der Umsetzung „seiner“ Vision und damit eines alltäglichen Daseins, also seiner „Lebenseinstellung“ wird der MENSCH Söder entsprechend „geachtet“ und fürstlich durch die ALLGEMEINHEIT finanziert!



Ralph Boes macht nun seit Jahren ÜBERHAUPT nichts anderes als eben auch ein Markus Söder und bekommt für diese „Erwerbstätigkeit“ und diese, seine „Lebenseinstellung“ nun ebenfalls durch die Gesellschaft und die ALLGEMEINHEIT finanziert. Selbstredend mit einer weit geringeren Achtung und Beachtung und wird dementsprechend auch in der finanziellen Höhe weitaus geringer bedacht!
Aber Beide werden in dieser Gesellschaft unterschiedlich betrachtet und "geachtet"!!!


Dass in „unserem“ Land ein defizitäres Gerechtigkeitsverständnis (damit auf der einen Seite ungerechte Gewinne und auf der anderen Seite ungerechte Verluste an der Tagesordnung sind) aus einem entsprechenden Werteverständnis vorherrscht, ist ja nun wahrlich nichts Neues. Und genau darin liegt die Ursache und die Wurzel allen Übels!



Denn es wäre zunächst doch primär nur gerecht, die „Lebenseinstellung“ und das damit verbundene „Werte- und Gerechtigkeitsverständnis“ - und damit die SACHE und nicht die unterschiedliche Herkunft der MENSCHEN - eines Markus Söder mit dem eines Ralph Boes zu vergleichen und gegenüber zu stellen. Und dann kann man, ja man muss eigentlich feststellen, dass Beide im Prinzip - also in der SACHE - ein und dasselbe, nämlich nur das BESTE für diese Gesellschaft und deren Menschen wollen!



So kamen in der Sendung dann allerdings auch „NUR“ die unterschiedlichen Wertevorstellungen – ein und desselben Gedanken - zur Sprache. Worauf sich aber die unterschiedlichen Wertevorstellungen gründen, wurde dabei NICHT deutlich, weil nicht angesprochen! Dieses NICHT zur Sprache kommende UNGLEICHE; UNTERSCHIEDLICHE Werte- und Gerechtigkeitsverständnis und dessen URSACHE ist aber genau der systemimmanente Fehler bei allen und sämtlichen zwischenMENSCHlichen Diskussionen!

Wenn nicht ein und dasselbe Werte- und Gerechtigkeitsverständnis, also die SACHE an sich für ALLE Menschen vor dem RECHT und damit vor der GERECHTIGKEIT gleichermaßen Gültigkeit besitzt, dann liegt diesem System die/eine UNGERECHTIGKEIT zu Grunde. Jede weitere (Be)Wertung kann demzufolge auch nur noch ungerecht ausfallen! Und genau dadurch, nämlich durch diese systemimmanente Ungerechtigkeit kommt es zu völlig unterschiedlichen Bewertungen und Schlussfolgerungen; selbst innerhalb ein und desselben Systems! Es ist dann auch völlig egal, wer dann wen beurteilt, oder bewertet. Jedes Urteil und jede Bewertung aus diesem systemimmanenten Fehler heraus ist und kann nur ungerecht sein!

Denn sowohl „Söder´s“, als auch „Boes`s“ Vision beruhen ja eigentlich und primär auf ein und demselben Gedankengang. Nämlich, die eigenen Fähigkeiten dafür einzusetzen, dass man seine „Vision“ in die Tat umsetzt und umsetzen kann! Und beide „Visionen“ haben dieselbe URSACHE, nämlich, dass den Menschen dieses Landes GERECHTIGKEIT in ihrem Alltags- und Arbeitsleben widerfahre, geschehen möge und soll!



Der Unterschied dabei ist „nur“, dass Söder, im Gegensatz zu Boes einen „Parteiapparat“ und entsprechende Lobbyisten in seinem Rücken und damit die MACHT (die eigentlich Regierenden) hat, welche ihn bei seinen Visionen und Vorstellungen entsprechend unterstützen. Und weil Söder diese „Macht“ so schätzt und in seinem Rücken weiß, behauptet er ja auch, dass die WERTE und damit also auch Recht und Gerechtigkeit erst - durch "diese" - „erarbeitet“ und „erwirtschaftet“ werden (müssen)! Er selber trägt dazu allerdings auch NICHT MEHR bei, als seine „Vorstellungen“, seine „Ideen“ und Gedankengänge (also seine Philosophie!!!) - also keinerlei Erwerbsmäßigkeit durch der eigenen HÄNDE Arbeit - und lässt sich dafür „hoch achten“ und entsprechend großartig DURCH DIE GESELLSCHAFT und ALLGEMEINHEIT sein Dasein und seine Lebenseinstellung finanzieren!!!



Dass nun ausgerechnet die „BLÖDZeitung“ die Vision und die „Tätigkeiten“ eines Söder, als weise und weitsichtige „Erwerbstätigkeit“ eines Politikers; die Vision und die „Tätigkeiten“ eines Boes aber als die „frechste Sozialschmarotzerei“ betrachtet, ergibt sich aus dem vorher Beschriebenen! Nämlich der eigentlichen MACHT in diesem Lande. Deren Furcht und Angst davor, dass doch tatsächlich mal ein MENSCH auf den Gedanken und die Vision käme, nach GERECHTIGKEIT an sich zu fragen! Zu hinterfragen, weshalb MENSCH NICHT GLEICH MENSCH (auch in der alltäglichen, finanziellen und materiellen Behandlung) bei ein und derselben Vision ist, obwohl es doch in „ihren eigenen Gesetzen“ und damit im RECHT so niedergeschrieben ist?!

Diese eigentliche Macht, die Mächtigen im Hintergrund sind es, welche die Wertevorstellung und das Gerechtigkeitsverständnis vorschreiben und wonach sich ALLE/S zu richten hat!



Das BverfG wiederum hätte nun eigentlich die Aufgabe das Rechts- und Gerechtigkeitsverständnis derer -bzw. ALLER Menschen - zu hinterfragen und zu überprüfen, die das Recht „machen“ und in Gesetzen niederschreiben und sich dann an diesem orientieren; wenn es sich am RECHT und der GERECHTIGKEIT AN SICH orientierte! 
 

Dies setzte dann aber voraus, dass das/ein RECHTs- und damit Werteverständnis bereits vorherrschte und nicht – wie Söder behauptet – erst erarbeitet und erwirtschaftet werden müsste! Hier wird das Pferd von hinten aufgezäumt! Erst muss „GELD“ da sein, ehe man damit GERECHT umgehen könne?! Damit ist der (Wert)Maßstab des RECHTS und der GERECHTIGKEIT eine Frage des GELDES und damit derer, die davon am meisten besitzen!!! Es ist damit also keine unabhängige Frage des Rechts, sondern eine Frage der materiellen Machbarkeit!

So prüft das BverfG ja auch NUR, ob sich die Entscheidungsträger an das – von diesen selber geschriebene und damit vorgegebene – Gesetz hält/halten?! Dies ist ungefähr so, als würde man einen Einbrecher fragen, wie er einen Einbruch definiert und welche Regeln als und für einen strafbaren Einbruch nach seinem Verständnis gelten sollen und dürfen?! Und somit sind die "berufenen" - von wem, wenn nicht von jenen, die die Gesetze und damit das Recht machen?! -  Richter/innen des BverfG im Prinzip nur mehr die „Vorleser“ und „Vorbeter“ derer, die sie in diese Ämter berufen (haben)! Also die „Türsteher“ beim Einbruch! Und die sollen nun die „Einbrecher“ nach Recht und Gerechtigkeit beurteilen???!!!


nachträgliche Ergänzung:

Es wurde und wird NICHT die grundsätzliche Frage gestellt, ob es GERECHT ist, dass MENSCH (unabhängig von der Höhe der Leistung, der eingenommenen Position/Lage, Religion oder Parteizugehörigkeit wie im GG betont) ein GRUNDEINKOMMEN/Bürgergeld - von den Steuergeldern der ALLGEMEINHEIT - finanziert bekommt oder nicht!!!
Wenn es bei 1, 10, 100 oder 1000 (wie z. B. Abgeordnete in entsprechender Position, MinisterInne/n, Kirchen- und Religionsangehörigen in entsprechender Position) GERECHT ist, weshalb ist es dann, wenn es sich um ALG II oder nach den Richtlinien des SGB bezahlt wird UNGERECHT?! Wieso sind die Einen dann Sozialschmarotzer und die anderen angesehene und geachtete ELITE ?! Woher rührt eine derartig unterschiedliche WERTigkeit und ein derart ungerechtes RECHTsverständnis, wenn MENSCH doch vor dem hier gültigen RECHT gleich ist?!
Diese Frage/n gehörten geklärt! 

Aktualisierung:
 http://altonabloggt.wordpress.com/2012/12/30/medienkonstrukt-heidi-ralfs-maischberger-wer-arbeitet-ist-der-dumme/