Freitag, 31. August 2012

Das Doping der Regierungen – Lobbyisten und Käuflichkeit

Da lassen sich Sportler und Regierungen für „ihre“ Leistungen feiern. Aber in Wahrheit sind solch „überragende“ Leistungen mit normalen menschlichen und ehrlichen Fähigkeiten gar nicht möglich und niemals in die Tat umzusetzen.

So war der alles überragende Armstrong nur der Beste unter all den anderen „Gedopten“. Er konnte vmtl. einfach am besten mit den Dopingmitteln, der Lüge und dem Betrug umgehen und wurde deshalb als der „größte Radsportler aller Zeiten“ und nicht als der „beste Betrüger“ gefeiert.

Was dies jetzt mit Politik und Regierungen zu tun hat?!

Dies wurde gestern bei „Studio Friedmann“ so deutlich, wie es selten geschieht. Einfach mal anhören, was da ein FDP-Politiker und Wirtschaftsminister aus Hessen, namens Rentsch beim Thema: „Abzocke, Energiepreise explodieren“ so von sich gegeben hat.

http://www.n24.de/mediathek/studio-friedman-abzocke-energiepreise-explodieren_1574988.html

Rentsch: „Die Unternehmen gehen!“ 
Damit sie aber nicht gehen, wird dem Lobbyismus nachgegeben! Und von daher rühren dann die angeblich großartigen Leistungen der „Aktiven“, der "klugen und weisen Entscheidungen der Politik" und der Regierungen.
Nicht der freie Markt regelt also ALLES, sondern die Lobbyisten, Hand in Hand mit der Regierung. Also ein gekaufter und gedopter und KEIN freier Markt!

Und all das Eigenlob der Regierung bzgl. ihres bisherigen und nun allerdings wieder stagnierenden, bzw. rückläufigen Wachstums, der niedrigeren Arbeitslosigkeit, mittlerweile ebenfalls wieder ansteigend, des bisherigen wirtschaftlichen Aufschwungs ist also dann gar NICHT das Resultat der „guten Regierungsarbeit“, der "eigenen Leistung", sondern der Subventionen, der gekauften Regierungen und eines gekauften Marktes, also des Dopings!

Aber genauso wenig, wie ein gedopter Sportler zugeben kann und wird und damit zu gibt, dass seine Erfolge auf einer Lüge und einem Betrug beruhen, genauso wenig wird die Politik, die Regierenden und Herrschenden zugeben (können), dass „ihre Erfolge“ auch nur auf Lüge und Betrug, also auf Doping und NICHT der eigenen "großartigen Leistung" beruhen.

„Marktwirtschaft brauchen wir“, so der hessische Wirtschaftsminister Rentsch von der FDP!
„Bei uns gibt es keine Marktwirtschaft“ so Rentsch und das obwohl die FDP ja (immer wieder mal in wechselnden Macht- und Regierungsbündnissen hatte und aktuelle eben auch wieder), insbesondere im Bundeswirtschaftsministerium mit Herrn Rösler das Sagen und Entscheiden hat?! Die FDP macht also in Regierungsverantwortung KEINE Marktwirtschaft, obwohl sie sich als einzig wahre Vertreter dieser sieht?!!!

Und genauso wie Sportler die „Schuld“ nicht bei sich und ihrem Verhalten suchen, sondern alles andere -  nicht aber ihre Unfähigkeit auf Wahrheit und Ehrlichkeit zu bauen - schuld daran ist, wenn ihr betrügerisches Verhalten an die Öffentlichkeit gedrungen ist, verhalten sich Politiker und Regierende.

Da sind stets die „Vorgänger“ und ihre Entscheidungen schuld daran, dass man „vom Doping“ (mit der "Leistung der anderen Konkurenten messen) nicht mehr lassen kann. Und selbst wenn „man“ erkannt haben sollte, das dieses „Doping“ ein völlig falsches System ist, wird es weiter gemacht, bzw. sogar noch weiter entwickelt. Auch dieses, bzw. genau in diesem Sinne äußerte sich Rentsch gestern bei Friedmann.

„Weil die Unternehmen sonst weggehen“, so Rentsch, hat sein Parteikollege und Bundeswirtschaftsminister Rösler den großen Konzernen und Unternehmen nachgeben müssen und den Lobbyismus und die Käuflichkeit fortsetzen müssen! Dies ist dann die „freie Marktwirtschaft“ der/einer FDP!

Rentsch ist für einen „Systemwechsel“! 
Heißt für mich, dass das derzeitige Regierungssystem, an dem seine eigene Partei entscheidend beteiligt ist, ein „falsches System“ vertritt, durch- und umsetzt! Und dies nun schon seit mehr als 3 Jahren! Weshalb sonst aber sollte man es wechseln?!
Das was „wir“ gemacht haben ist Wahnsinn, so Rentsch wortwörtlich!

Also auch Rentsch weiß, dass die Politik und Regierungen gedopt wurden, werden und sind. Aber „wir“ machen eben so weiter. Es geht ja um die Anerkennung der „eigenen Leistung“, das Lob, die "Medaillen und Blumen und letztlich – wie auch beim Sport – um sehr, sehr viel Geld (auch der "Sponsoren").

Und die „Dopingsünder und ihr Helfer“ müssen einfach nur immer „besser“ sein, als die „Dopingjäger“.

Montag, 27. August 2012

Schreiben an Bundeswirtschaftsminister Rösler

Von: info@bmwi.bund.de 27.08.2012 um 14:40 Uhr
Herzlichen Dank. Ihre Nachricht wurde erfolgreich gesendet. Wir werden uns so schnell wie möglich um ihr Anliegen kümmern.


Mit freundlichen Grüßen,
Ihre Internetredaktion des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie



Sehr geehrter Damen und Herren, sehr geehrter Herr Rösler,

wenn „man“ zu viele Gedanken auf einmal darlegen will, passieren schon mal Fehler. Von daher bitte ich um Entschuldigung, dass ich Ihren Namen Herr Rösler bei meiner ersten Mail falsch geschrieben habe und um Verständnis, dass ich die korrigierte Fassung nochmals sende.

Wende mich mit ein paar Fragen an Sie und würde mich über eine Antwort darauf freuen.

Was halten Sie von dem Sprichwort: „was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem andern zu“?
Darf man Sie bei Ihrem Wort nehmen und daran festmachen?

Ist es also richtig, dass versprochene Reformen, gegebene Versprechen einzuhalten sind?
Ist es richtig, dass Zeit immer auch Geld ist?
Ist es richtig, dass es ohne Leistung keine Gegenleistung gibt?
Ist es richtig, dies ALLES von Griechenland zu fordern, da es ansonsten Konsequenzen nach sich ziehen muss?

Bei dem Sommerinterview vom Sonntag, den 26. August 2012 haben Sie nämlich (sinngemäß) entsprechende Antworten gegeben und von daher würde ich einfach gerne wissen, ob Sie denselben Maßstab auch für Sich und Ihre Partei gelten lassen?

Würden Sie mir also bitte erläutern, was Sie seit Ihrem Antritt als FDP-Vorsitzender, von dem eingelöst haben, was Sie versprachen? „Ab heute wird geliefert“.
Würden Sie mir bitte erklären, weshalb Sie noch Zeit brauchen, welche Sie Griechenland NICHT zugestehen, um Ihr Versprechen einzulösen?
Würden Sie mir bitte erklären, weshalb der Steuerzahler Sie immer noch finanzieren soll, wenn es doch ohne Leistung KEINE Gegenleistung geben darf?
Und würden Sie mir bitte erklären, was daran so schrecklich wäre, wenn es die FDP in Deutschland nicht mehr gäbe?

Dies alles fordern Sie von Griechenland! Wann beginnen Sie bei sich und Ihrer Partei selbst, diese Dinge, die Sie von anderen fordern einzuhalten und einzulösen?
Oder glauben Sie tatsächlich, dass ein BM, der zum ersten Mal in der Geschichte Deutschlands NICHT zu den – vom Volk, welches Sie ja vertreten – wichtigsten Politikern in diesem Land gehört, noch Schrecken verbreitet? Dass eine Partei, welche NACH Ihrem Antritt und Versprechen NICHT das Geringste – auch in der Wählergunst – verändert, oder gar verbessert hat glaubwürdiger ist und wird, wenn sie von anderen verlangt, was sie selber nicht im Stande ist zu erbringen?

Ihre Antwort erwartend danke ich für Ihre Mühe und verbleibe mit freundlichem Gruß

Robert Kroiß

Die Augsburger Puppenkiste... oder das Sommertheater der öffentlich rechtlichen Fernsehsender

Da wäre zum einen die Sendung mit der M. (nein, nicht mit der Maus, sondern über Frau Merkel).
Zum anderen das Sommerinterview mit Herrn Rösler.

Zum einen also die Frage, ob die „Kinder“ in einem Kasperletheater oder einem Marionettentheater den Hauptdarsteller, die Hauptdarstellerin lieben. Und selbstverständlich brandet Jubel und Beifall auf, wenn diese/r im Mittelpunkt der Bühne steht und fragt: „Seid ihr alle da?“
Wenn man schon die Eintrittskarten selbst bezahlen muss, dann hat man natürlich auch ein Interesse und Freude an dem Stück und den Darstellern. Erst recht, wenn „Kasperle“, „Gretel“ oder gar der „Polizist“ ihre „Macht“ demonstrieren und das „Krokodil“ besiegen. Jetzt glauben Kinder ja noch, dass dies, was sich da auf der Bühne abspielt tatsächlich Wirklichkeit sei und dieser entspräche, weil sie noch nicht begreifen, dass es sich um „Handpuppen“, bzw. Marionetten handelt, welche den Kindern eine Gauckelei vorspielen. Die eigentlichen „Hände“ und „Strippenzieher“ treten ja nicht in Erscheinung, sondern sind „unsichtbar“. Und wenn manche „Kinder“ dann das „Krokodil“ gar nicht so schlimm finden, entbrennt ganz schnell ein Streit unter den „Kindern“. Natürlich, ja eigentlich selbstverständlich machen die „Hauptfiguren“ in solch einem Stück ALLES richtig. Sie können eigentlich auch gar nicht anders, denn es handelt sich dabei um „leblose“ Puppen und die „Strippenzieher“ und die Hände der Puppenspieler sind für die entsprechenden Bewegungen und Freiheiten der Puppen zuständig.

Nein, ich habe jetzt nicht über den Besuch eines „Kasperletheaters“ oder einer „Marionettenbühne“ geschrieben. Es handelt sich hierbei um die gestrige Sendung von Günther Jauch und den dazugehörigen Blog! Da wird auch kräftig ausgeteilt, weil die „einen“ eben die „Gretel“ und das, was sie macht so richtig gut finden. Während andere davon gar nicht so begeistert sind.
Und Jauch gibt den „Puppen“ eine entsprechende Bühne und kassiert dafür eben das in Theatern übliche Eintrittsgeld. Und manches mal würde er, bzw. spielt er auch noch selber mit.


Zum anderen war das gestern ein interessantes Sommerinterview mit Herrn Rösler. Man musste dabei nur genau hinhören, dann konnte man daraus hören, wie „glaubwürdig“ doch so ein Parteivorsitzender ist!

Vor mehr als einem Jahr (genauer gesagt am 13.5.2011) wurde Hr. Rösler zum neuen Vorsitzenden der FDP gewählt und ist mit einem Versprechen angetreten, an welchem er sich messen lassen wollte: „ab heute wird die FDP liefern!“
Was genau er und die FDP aber ab nun liefern würde, dies sagte er allerdings nicht.
Am 26.8.2012 sagte derselbe Hr. Rösler in dem Sommerinterview sinngemäß (genauer Wortlaut ist hier: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1716718/Roesler-im-ZDF-Sommerinterview-#/beitrag/video/1716718/Kanzlerin-und-ihr-Vize-zur-Euro-Krise zu hören) , dass seine Priorität „Wachstum und Beschäftigung“ sei! Dass das, was in einem (Koalitions)Vertrag beschlossen und niedergeschrieben wurde, auch einzuhalten sei.Wir wollen uns nicht gegenseitig erpressen. Da hilft eine sehr nüchterne Betrachtung. Er verlangt von Griechenland, dass die Reformpläne (Verträge) eingehalten werden. Wenn die Zusagen nicht eingehalten werden, dann kann Stabilität nicht funktionieren. Zeit bedeutet auch immer Geld. Keine Leistung ohne Gegenleistung. Das Fehlen (der Austritt) Griechenlands in Europa bereitet ihm keinen Schrecken mehr.

Würde man nun einfach an die Stelle, an welchen Rösler von Griechenland sprach die FDP und dessen Vorsitzenden einfügen, dann stellt sich mir die Frage, ob Herr Rösler dies ALLES genau nochmals so sagen würde?!

Also für mich hat sich der Schrecken, dass die FDP in Deutschland fehlen würde schon längst verloren.

Donnerstag, 23. August 2012

Weitere öffentliche Antwort auf die Diskussion "Religion, Gott und die Welt" mit Walter Neumann

Ihr Einverständnis voraussetzend, sehr geehrter Walter Neumann,

will ich gerne nochmals Ihre neuerlichen Gedanken aufgreifen und meine Gedanken dazu in meinem Blog – nicht in der Kommentarfunktion – öffentlich äußern.

Da wäre zunächst der „Gedanke, dass es ein Leben nach dem Tode, eine Auferstehung oder Wiedergeburt“ gäbe. Dieser „Gedanke“ kam m. E, erst im „Nachhinein“ dazu und ist m. E. nicht der „Auslöser“ eines Götter-/Gottesglaubens. Der „erste“ Gedanke und Impuls „des Menschen“ an „eine höhere Macht, Götter oder den einen Gott“ zu glauben (also Glaube – auch aus, oder trotz realer Erfahrung und Wirklichkeit - als Grundvoraussetzung für ALLES Nachfolgende) war nicht der „Gedanke“ an das „danach“, sondern aus ganz „aktuellen Anlässen“ das „hier und jetzt“ des Daseins. Und zwar deshalb, weil das „Dasein“ in seiner existierenden Form (zu welchen Zeiten auch immer) nicht das hielt, was „man“ sich davon „versprach“. Missernten, Wetterkapriolen, Misserfolge bei der Jagd, nicht gelingen bei dem, was „man“ tat. Also Misserfolge und „Leid“ in jeglicher Form. Der „gute Wille“ und dessen Umsetzung, hinzu kommendes „Bildung, Wissen, technisches Know how, Erfahrungen jeglicher Art und verschiedenster – auch politischer - Systeme“, verschiedenste religiöse, wie auch weltliche „Führer“ und „Leiter“ alleine konnten es scheinbar auch nicht richten. Also musste es „etwas“ geben, was daran „schuld“ war, dass „menschliches Wollen und Tun, Wissen und Erkenntnisse“ zunächst nicht den Erfolg – nämlich die Verringerung der eigentlichen und immer wiederkehrenden „Probleme“ , trotz „Sinneswandel“ durch „menschliche Lösungen“ - brachte, obwohl es jedoch scheinbar „logisch und gut gedacht (heute z. T. angeblich wissenschaftlich beleg- und beweisbar)“ war. So ist der „Gottesgedanke“ m. E. ein aus „den Leidenserfahrungen des Menschen“ resultierendes „Geheimnis“. Und zwar vmtl. ein bereits „ewiger“, also immer wieder kehrender.
Womit ich bei Ihrem Gedanken, dass „Der Sinn ist dann die unendliche ständige Erneuerung!“ wäre, dem ich durchaus zustimme. Und welcher sich auch „im Wort Gottes, wie in diversen Göttersagen und -werken“ wiederfindet. Wobei m. E. sehr wichtig ist, dass es einer „Erneuerung“ im „SINN“ bedarf.
Dem aber widerspräche ein „allwissender, allmächtiger Gott“ als „Schöpfer“ allen Lebens. Alleine schon deshalb, weil einem „solchen Gott“ Vollkommenheit, natürlich auch bei seiner Schöpfung unterstellt werden darf, ja eigentlich muss. Was aber sollte an „Vollkommenem“ einer ständigen Erneuerung bedürfen?

Dazu im Anhang einfach noch ein paar Ausschnitte aus meinem Buch:

Gott in der geschichtslosen Zeit
Einen Begriff wie den der „geschichtslosen Zeit“ halten wir für nicht ganz richtig, weil sicher auch dann etwas geschah, als der Mensch es noch nicht verstand, das Geschehen um sich herum zu beschreiben. Und im gewissen Sinne besitzen wir doch auch Schriften der Schriftlosen = geschichtslosen Völker mit den Höhlenzeichnungen und Funden, welche die Archäologie nachweisbar immer noch findet – wie gerade derzeitig neue Funde ( Tempelanlagen in der Türkei, welche bereits ca. 10.000 Jahre alt sein sollen ) „beweisen“ - und bereits gefunden hat und woran gemeinsame Gottesvorstellungen eines Ewigen, bei den Menschen unerreichbar fernen Gottes abzulesen sind. (wobei es letztendlich zunächst belanglos ist, was und ob es bewiesen ist). Auch die so genannten „Außerirdischen“ sind am Ende eine Glaubenssache.
Solange „die Götter“ für den Menschen unerreichbar sind und bleiben, solange ist der einzelne Mensch abhängig von entsprechenden Deutungen und Auslegungen, welche er glauben, oder auch nicht glauben kann. Und damit schließt sich der Kreis wieder: alles, aber absolut alles ist eine Glaubenssache und erst in der Tat stellt sich „der Beweis“ für den Einzelnen ein.
Hier stellt sich nun die Frage, ob geschichtslose Zeit gleichbedeutend ist mit schriftloser und entwicklungsloser Zeit; dem Zustand im Garten Eden? Oder dürfen wir annehmen, dass es sich dabei um eine Zeit handelt, zwischen dem Sündenfall und dem Aufkommen der ersten Schriftzeichen?
Ist Geschichte nicht als Entwicklung und Weg zu einem unbekannten Ziel zu verstehen und läuft dieser Weg eindimensional – von Eden zum Weltuntergang -, oder zweidimensional, wobei die zweite Linie aus dem Untergehenden in eine neue Schöpfung, hin zu einem neuen Paradies führt?
Eigentlich ist Geschichte der „Freigang“, sprich eine kontrollierte ( nicht die absolut wahre ) Freiheit und der Lernprozess eines Strafvollzuges, dessen absolute und wahrhafte Freiheit erst am Ende ( nach dem „Verbüßen“ der Strafe ) des „Strafvollzuges“ steht; denn nach dem Sündenfall wurde der Mensch mit der Vertreibung aus dem Paradies ( dem Garten Eden ) bestraft. Der Mensch hatte seine Unschuld verloren und die vorläufig „letzten“ Worte Gottes an „den Menschen“ war die ausgesprochene Strafe. Der Wegweiser zu einer Wirklichkeit, welche der Unterscheidung dienend, mit den nachfolgenden Offenbarungen Gottes den Weg zurück = die „Resozialisierung“ ( Rückkehr in die menschliche Gesellschaft ) in den Garten Eden ( und erst dann wieder geworden sein, wer und was man in Wahrheit ist ) ebnet. Von daher ist es auch nicht verwunderlich, dass dieser Weg so schmerzhaft und voller negativer Erfahrungen ist.
Die Zeugnisse der schriftlosen Völkerstämme, die wir als Ergebnis vieler Forschungsarbeiten haben, widersprechen der von Forschern oft gehegten Hoffnung, eine Uroffenbarung Gottes bei den Völkern zu finden, die von der Entwicklung der übrigen Menschheit auf unserer Erde ausgeschlossen und abgesondert geblieben sind, weil die Vorstellung eines unerreichbar Ewigen den Schluss zulässt, dass Gott sich (noch) nicht in der Weise geoffenbart hat, dass man ihm näher kommen könne.
Denn je weniger man Gott näher kommen kann, desto weniger kann man daraus eine Uroffenbarung Gottes konstruieren.
Auch zeigt die Entwicklungsgeschichte der Religionen, die untrennbar mit dem Wachstum der Menschheit verbunden ist, dass die Gott greifbarer bezeichnenden Offenbarungen auch eine entsprechend höhere Religions- und Kulturstufe bewirkt haben, während die archäologischen Funde vergangener Völker Gott nur als einen fernen und unbekannten Weltenherrscher erkennen lassen.
Alles opfern setzt eine Gottheit voraus. „Hätte ich nicht selbst“, so schreibt Ivar Lissner in seinem Buch: „Aber Gott war da“, „von den Tungusen in der nordmanschurischen Taiga immer wieder gehört, dass ihre alten Opfer, die Darbringung des Schädels und der Lengknochen erbeuteten Wildes dem höchsten Gott galten, so würde ich daran zweifeln. Aber die Opfer der sibirischen Völker sind eindeutig an das eine unsichtbare Wesen gerichtet, das Himmel ist und Licht und Weltall, eben Gott. Man muss dorthin, zu den ursprünglich polnahen Völkern gewandert sein, um das nicht nur zu glauben, sondern als lebendigen, als erlebten Eindruck nach Hause zu bringen“. (Buchtipp; vgl. hierzu „Aber Gott war da“ von Ivar Lissner)
In seiner gewaltigen ethnographischen Forschungsarbeit, welche ein Leben lang dem Ursprung der „Gottesidee“ gewidmet war, hat P.W. Schmidt für die Urkultur einen reinen Eingottglauben ermittelt. „Am Anfang stand, was ich auch bei den nördlichen Tungusen erkannte, ein Gott und ein hoher sittlicher Ernst.“ Das rätselhafte Tun des Steinzeitmenschen in den Höhlen von St. Gallen, in Franken und in der Steiermark galt Gott und seiner Anbetung allein. Ganz so wie die sibirischen Völker glaubten auch die Menschen, die den Höhlenbären erlegten und seine besten Teile opferten, an ein höchstes Wesen.
Das ist“ - so sagt der verdiente Vorgeschichtsforscher Menghin in Bezug auf die Drachenhöhle - so gewiss, wie sich derartiges archäologisch überhaupt sicherstellen lässt.“
Die Übereinstimmung oben erwähnter Funde mit den religiösen Riten heute noch lebender Völkerstämme bezieht sich nicht nur auf die Tungusen im nördlichen Asien, sondern auch auf die Samojeden und ihre verwandten Stämme im nördlichen Europa; den Eskimos und den Völkern des Feuerlandes, den Unas, Yaghans und Alacalufs. Diese Menschen scheinen ihrer Herkunft nach einmal aus einem gemeinsamen Ursprungsland gekommen zu sein, obwohl sie heute in verschiedenen Erdteilen leben. Da man nach den Ergebnissen archäologischer Arbeit mit Sicherheit annehmen kann, dass sie – über die Beringstrasse kommend – später von stärkeren Völkern an die Ränder unserer Kontinente gedrängt wurden. Ob deren Ursprungsland mit dem der großen Geschichtsvölker identisch ist, ob sie von dort ausgegangen sind, dies ist geschichtlich noch nicht sichergestellt.
Doch ist es unwahrscheinlich, dass es für die Völker und Stämme der Welt gleich mehrere Ursprungsländer gibt; wie ja auch der Same eines bestimmten Gewächses nicht zugleich an mehreren Orten erstmals in Erscheinung tritt, sondern sich auf Grund entsprechender Lebensbedingungen und äußerer Umstände nur von einem Ort her ausbreitet.
Dass die Kontinente unserer Erde schon vor Urzeiten von Menschen durchwandert wurden, mag viele Gründe haben. Einer davon ist, dass die Menschen der Frühzeit den Tieren nach zuwandern pflegten, um ihre Nahrungsbedürfnisse zu befriedigen. Weshalb die Fundorte von Bisons, Elefanten, Pferden, Wölfen, Kamel und Mammut nicht mehr allein auf die für diese Tiere heute spezifischen Erdteile verteilt sind.
Mit den Wanderbewegungen der Völker sind dann auch die Erfindungen und Kulturgüter der Menschen mit gewandert und über Kontinente und Ozeane gelangt. Ebenso ihre einst gemeinsame Gottesvorstellung.
Das Auslösungsmoment der ersten völkischen Bewegungen scheint uns die Ausweisung aus Eden zu sein, wozu sogar manche Theorie der Gelehrtenwelt beiträgt. Wie zum Beispiel die „These“, dass allen Menschen gleiche Grundveranlagungen inne wohnen (was anderes, als dies, kann, will und soll uns wohl die Gentechnik und –forschung beweisen?), durch die sie unter jeweils gleichen Voraussetzungen immer das Gleiche tun, unabhängig davon, wie weit sie unbekannt voneinander leben. Und dann jene These, wonach besonders die komplizierten Kulturgüter stets aus einem Zentrum hervorgegangen und ausgestrahlt sind. Das zu erkennen dem Menschen scheinbar nicht mehr möglich ist und dem man eben mit der Auffindung einer so genannten „Uroffenbarung“ näher kommen möchte.
Nun wir meinen, dass, wenn Gott sich einmal geoffenbart hat, es genügt haben würde, wenn nicht im Verlaufe der Geschichte die Offenbarung Gottes ständig getrübt, ausgelegt – und zwar zum eigenen Vorteil – und gedeutet worden wäre und deshalb wieder erneuert hätte werden müssen. Und da Offenbarung wegen des Sündenfalles hervorgerufen wird und diese deshalb auch dem Sünder zufällt, der sie dann verdunkelt, bringt sie keine Klarheit bis zum Ende der Tage, wo sie geöffnet wird und Erkenntnis daraus hervorgeht. Darum hat die Suche nach einer Offenbarung keinen Sinn. Sie wird aber betrieben aus der Unkenntnis über den Charakter der Offenbarung und der Wege Gottes. Die Erkenntnis darüber ist aber eine Gotteserkenntnis und diese kann nur zusammen mit ihr – widersprüchlichen Erkenntnissen wachsen, welche aber Bedingung und notwendiges Übel –, was Gott aber nicht will – zur Vollendung der Schöpfung sind. Diese widersprüchlichen Erkenntnisse bilden die Oberfläche der Religions- und Weltgeschichte und manifestieren sich in den verschiedenen Religionen, die Gott allerdings zerteilt hat. Dies ist das Gleichnis vom Babylonischen Turm und der „Sprachenverwirrung“.
Dass Völker sich nicht von sich aus und wissentlich auf Wege begeben, welche sie in den Untergang führen, braucht wohl weiter nicht erwähnt und erklärt werden. So können es nur ihre Leiter gewesen sein, die insgesamt ein Geschlecht sind, das den Menschen von vorneherein zum Untergang erkennt, mit dessen Kraft es von Stufe zu Stufe steigt um sich und ihre Welt (eigene neue Weltordnung, Aufbau von Verbindungen wirtschaftlicher und politischer Natur, Stufe um Stufe, wie in den „Bildern“ von Geheimbünden und Logen) zu verwirklichen.
Der Aufgang dieses – zum Untergang führenden – Geschlechtes bereitet aber den Boden für ein neues Geschlecht, welches während seines Kommens von ihm verfolgt und unterdrückt wird.
Zeigen uns dies nicht auch die im Volk verwurzelten Märchen, worin, wie z. B. in Schneewittchen, die schöne Königin die noch schönere Prinzessin töten lassen will? Denn auch die Schönheit ist eine Vollkommenheit! Die Stiefmutter und ihre Töchter das „Aschenputtel“ unterdrückend und „verbergend“. Hier ließen sich selbstredend noch viele Märchen und auch Sagen anführen. Auch und gerade in diesen von mir gelesenen Märchen und Sagen fand ich stets das Happyend vor. Allerdings meist erst, nachdem „man“ tun musste, was „man“ ursprünglich gar nicht tun wollte und tat, was man in Wahrheit gar nicht konnte.
Ungerechte Herrschaft erkennt man daran, dass ihr Aufgang dem Volke Untergang bereitet, aber sie selber als Ursache, wie auch als Untergang nicht zu erkennen sind. Weil sie sich im Aufgang und Fortschritt darstellen. Werden uns nicht alle Wissenschaften und technischen Errungenschaften als Fortschritt dargestellt? Und, wie weit sind wir bisher damit gekommen? Sind unsere „Probleme“ nicht noch größer, als sie jemals zuvor waren?
Man erfährt zwar den Untergang, aber die Erfahrung macht nicht klug. Wollte die Menschheit nicht immer aus der Geschichte und damit aus der Erfahrung lernen? Weshalb ist es dann bis dato nicht gelungen? Sind wir wirklich klüger geworden? Und da dieses Geschlecht im Einvernehmen ihrer von ihnen voreingenommene Völker lebt, die doch in ihrem Sinn eingenommen und verführt sind, darum redet Gott zu ihm: „Du sollst mir nicht auf Stufen zu meinem Altar hinaufsteigen, damit nicht deine Blöße an ihm aufgedeckt werde.“(2.Mose

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Dies beweist auch, dass von Anfang an nur ein bestimmtes Geschlecht mit Erfolg den Namen Gottes zum Objekt religiösen Wirkens macht und zu Machtideen gebraucht, Gott aber nicht mit dem Herzen naht. Darum hat Gott diesen Götternamen ein Ende gemacht. Das geschah von Abfall zu Abfall und von Offenbarung zu Offenbarung, weil die Welt noch erhalten werden muss und ihre Leiter verhüllt, bis die Fülle der Zeiten erreicht ist.Bis dahin ist es ein Problem, die Gerechtigkeit Gottes zu rechtfertigen, denn einerseits sagt Gott, er habe die Völker in ihren Sünden hingegeben (Jesaja 43/4) und andererseits wissen wir aus dem Koran und den Schriften vieler Völker, dass Gott jeder Nation und jedem Volk einen Gesandten geschickt hat, deren Verwerfung jedoch den betroffenen Nationen Bestrafung einbringt. (Sure 17/94)
Dies wäre an sich ein Widerspruch - erst die Völker der Sünde hinzugeben und dann durch einen Gesandten zu warnen und bei Nichterhörung zu bestrafen -, wenn es nur in dieser Form Bestand hätte!
Nein, wir glauben, dass die Bestrafung dazu dient, das Gedächtnis Gottes in den Nationen nicht völlig erlöschen zu lassen und sie dadurch zu stützen bis zu dem Tag, da die Kinder Israels vollkommen gemacht und zum Segen der Völker dienen können.
Wie die Kinder Israels zum Segen für die Völker gebildet werden, sehen wir an dem Werk Gottes mit Israel. Denn mit dem israelitischen Heiligtum ist ein stärkeres über die heidnischen Heiligtümer gekommen und das Heiligtum Israels dabei unrein geworden, wie auch Israel selbst, welches damit den Nationen gleich geworden zu sein scheint.
(Worin besteht der Unterschied, des im Irak Krieg führenden Amerikas zu dem, mit den Palästinensern Krieg führenden Israel?)
Doch die größere Macht des religiösen Gutes aus Israel sind die Zeichen Jahwes und Christi, die an die Zeichen der Nationen gekommen sind und wodurch diese zu fallen beginnen, wie die Götter der Philister vor der Bundeslade Israels. (1.Sam.5/1-5)
Zu Jesus:
Das Gleichnis vom Sturz der Götter vor der Bundeslade Israels hat sich realisiert im Sturz der Götter der Nationen vor dem Zeichen Christi. Denn auch der Sohn aus Israel war nur ein Zeichen: Das Zeichen der Wahrheit.
Als Zeichen der Wahrheit konnte er in die Hände der ungerechten Beherrscher der Nationen fallen und es musste so geschehen. Denn im Zeichen Christi verleiblichen sich die Ungerechten zuerst zu einem Leib und verwirklichen den Weltentod. Dies ist das Leben hier mit seinem Fortschritt und seinen Wundern, welches in einem sich ständig steigendem Aufwand [[ ewiges Wachstum ]] das Leben an sich verzehren. (Jes.57/7-13; Hiob 18/13; Römer 7/24)
Als Zeichen erschien der wahrhaftige Sohn den Göttern wie einer der ihren, aber das, was er gesagt hatte, machte ihn zu einem anderen Sohn, als die Göttersöhne der Nationen. Und darum auch so ganz anders, als ihn Israel sich vorgestellt hatte. Keine Sohnschaft des Fleisches, sondern Geist aus der Unterscheidung der Geister; kein Sohn, der Israel zu einem Volke machen würde, gleich den Völkern der Göttersöhne Babylons. Dies ist auch der Grund, warum Israel den Christus verwarf und Barabbas erhöhte.
Dieser Nationen-Christus wurde zur letzten Stufe des Babylonischen Turmes und hat – im Sinne der Abfallenden – die Völker kulturell zu Ausformungen gebracht, wie sie nie zuvor erreicht worden sind und wobei alle die zum Zuge kamen, die in ihrem Herzen sagen: „Wir sind es und keine anderen.“
Sie waren und sind allesamt Räuber und Diebe, die man daran erkennt, dass sie ihn öffentlich ehren und preisen, ihre Erkenntnisbilder und Vorstellungen mit seinem Golde überziehen, gleichzeitig aber seine Gebote verachten, ihren Erkenntnissen, Geboten und Gesetzen absolute Priorität einräumend, das Fleisch Christi zu töten suchen. (1.Joh. 4/2)

Mittwoch, 22. August 2012

Gerade in Facebook gelesen....

KRISE... eine erfreuliche Angelegenheit?!

Das Neue ist schon am Horizont zu sehen....

"Sei nicht traurig, wenn das Alte verschwindet. Freue dich darüber, dass das Alte stirbt. Das Alte ist genau wie die Nacht, wenn sie stirbt, dann steht der Morgen schon am Horizont.

Der Alte Mensch verschwindet....

Es ist gut, dass der traditionelle Mensch verschwindet, dass die alten Kirchen zu Ruinen werden und die alten Gotteshäuser verlassen sind. Ich freue mich darüber, dass die alte Moral wegfällt.

Gefahr einer großen Krise....

Wenn die Moral zusammenbricht, dann birgt das die Gefahr einer sehr großen Krise in sich. Wenn wir die Herausforderung annehmen, dann ist das jedoch auch die Gelegenheit dafür, Neues zu erschaffen. Die Zeit war niemals so reif dafür, wie jetzt. Du lebst in einem der schönsten Zeitalter, denn das Alte verschwindet oder ist schon weg und es wird ein Chaos geschaffen. Nur aus Chaos werden Sterne geboren.

Aus Chaos werden Sterne geboren....

Du hast die Gelegenheit, den Kosmos noch einmal zu erschaffen. Diese Gelegenheit kommt nur ab und zu, sie ist ganz selten. Du kannst dich glücklich schätzen, in solch kritischen Zeiten zu leben. Benutze die Gelegenheit, den Neuen Menschen zu erschaffen.

Um den Neuen Menschen zu erschaffen, musst du mit dir selbst beginnen.

Der Neue Mensch:
Mystiker, Dichter und Wissenschaftler zugleich

Der Alte Mensch war repressiv und aggressiv. Der Neue Mensch wird spontan und kreativ sein. Der Alte Mensch lebte über Ideologien, der Neue Mensch wird nicht über Moral, sondern mit Bewusstsein leben. Der Neue Mensch wird über Bewusstheit leben. Er wird verantwortlich sein, verantwortlich für sich selbst und das Leben an sich. Der Neue Mensch bringt eine neue Welt mit sich. Er wird Mystiker, Dichter und Wissenschaftler sein, alles zusammen.

Im Hier und Jetzt leben

Der Neue Mensch ist offen und ehrlich. Er ist durchsichtig, realitätsnah und authentisch und legt sich selbst offen. Er ist kein Heuchler. Er lebt nicht über Ziele, er ist im Hier und Jetzt gegenwärtig. Er kennt nur eine Zeit: jetzt. Und nur einen Raum: hier. Über diese Präsenz wird er erfahren, was Göttlichkeit ist.

Freue dich! Der Neue Mensch kommt, der Alte geht. Das Alte hängt am Kreuz und das Neue ist schon am Horizont. Freue dich!"

Osho, Zitat - Auszug aus Philosophia Perennis