Ihr Einverständnis voraussetzend, sehr
geehrter Walter Neumann,
will ich gerne nochmals Ihre
neuerlichen Gedanken aufgreifen und meine Gedanken dazu in meinem
Blog – nicht in der Kommentarfunktion – öffentlich äußern.
Da wäre zunächst der „Gedanke, dass
es ein Leben nach dem Tode, eine Auferstehung oder Wiedergeburt“
gäbe. Dieser „Gedanke“ kam m. E, erst im „Nachhinein“ dazu
und ist m. E. nicht der „Auslöser“ eines Götter-/Gottesglaubens.
Der „erste“ Gedanke und Impuls „des Menschen“ an „eine
höhere Macht, Götter oder den einen Gott“ zu glauben (also Glaube
– auch aus, oder trotz realer Erfahrung und Wirklichkeit - als
Grundvoraussetzung für ALLES Nachfolgende) war nicht der „Gedanke“
an das „danach“, sondern aus ganz „aktuellen Anlässen“ das
„hier und jetzt“ des Daseins. Und zwar deshalb, weil das „Dasein“
in seiner existierenden Form (zu welchen Zeiten auch immer) nicht das
hielt, was „man“ sich davon „versprach“. Missernten,
Wetterkapriolen, Misserfolge bei der Jagd, nicht gelingen bei dem,
was „man“ tat. Also Misserfolge und „Leid“ in jeglicher Form.
Der „gute Wille“ und dessen Umsetzung, hinzu kommendes „Bildung,
Wissen, technisches Know how, Erfahrungen jeglicher Art und
verschiedenster – auch politischer - Systeme“, verschiedenste
religiöse, wie auch weltliche „Führer“ und „Leiter“ alleine
konnten es scheinbar auch nicht richten. Also musste es „etwas“
geben, was daran „schuld“ war, dass „menschliches Wollen und
Tun, Wissen und Erkenntnisse“ zunächst nicht den Erfolg –
nämlich die Verringerung der eigentlichen und immer wiederkehrenden
„Probleme“ , trotz „Sinneswandel“ durch „menschliche
Lösungen“ - brachte, obwohl es jedoch scheinbar „logisch und gut
gedacht (heute z. T. angeblich wissenschaftlich beleg- und
beweisbar)“ war. So ist der „Gottesgedanke“ m. E. ein aus „den
Leidenserfahrungen des Menschen“ resultierendes „Geheimnis“.
Und zwar vmtl. ein bereits „ewiger“, also immer wieder kehrender.
Womit ich bei Ihrem Gedanken, dass „Der
Sinn ist dann die unendliche ständige Erneuerung!“ wäre, dem ich
durchaus zustimme. Und welcher sich auch „im Wort Gottes, wie in
diversen Göttersagen und -werken“ wiederfindet. Wobei m. E. sehr
wichtig ist, dass es einer „Erneuerung“ im „SINN“ bedarf.
Dem aber widerspräche ein
„allwissender, allmächtiger Gott“ als „Schöpfer“ allen
Lebens. Alleine schon deshalb, weil einem „solchen Gott“
Vollkommenheit, natürlich auch bei seiner Schöpfung unterstellt
werden darf, ja eigentlich muss. Was aber sollte an „Vollkommenem“
einer ständigen Erneuerung bedürfen?
Dazu im Anhang einfach noch ein paar
Ausschnitte aus meinem Buch:
Gott
in der geschichtslosen Zeit
Einen
Begriff wie den der „geschichtslosen Zeit“ halten wir für nicht
ganz richtig, weil sicher auch dann etwas geschah, als der Mensch es
noch nicht verstand, das Geschehen um sich herum zu beschreiben. Und
im gewissen Sinne besitzen wir doch auch Schriften der Schriftlosen =
geschichtslosen Völker mit den Höhlenzeichnungen und Funden, welche
die Archäologie nachweisbar immer noch findet – wie gerade
derzeitig neue Funde ( Tempelanlagen in der Türkei, welche bereits
ca. 10.000 Jahre alt sein sollen ) „beweisen“ - und bereits
gefunden hat und woran gemeinsame Gottesvorstellungen eines Ewigen,
bei den Menschen unerreichbar fernen Gottes abzulesen sind. (wobei es
letztendlich zunächst belanglos ist, was und ob es bewiesen ist).
Auch die so genannten „Außerirdischen“ sind am Ende eine
Glaubenssache.
Solange
„die Götter“ für den Menschen unerreichbar sind und bleiben,
solange ist der einzelne Mensch abhängig von entsprechenden
Deutungen und Auslegungen, welche er glauben, oder auch nicht glauben
kann. Und damit schließt sich der Kreis wieder: alles, aber absolut
alles ist eine Glaubenssache und erst in der Tat stellt sich „der
Beweis“ für den Einzelnen ein.
Hier
stellt sich nun die Frage, ob geschichtslose Zeit gleichbedeutend ist
mit schriftloser und entwicklungsloser Zeit; dem Zustand im Garten
Eden? Oder dürfen wir annehmen, dass es sich dabei um eine Zeit
handelt, zwischen dem Sündenfall und dem Aufkommen der ersten
Schriftzeichen?
Ist
Geschichte nicht als Entwicklung und Weg zu einem unbekannten Ziel zu
verstehen und läuft dieser Weg eindimensional – von Eden zum
Weltuntergang -, oder zweidimensional, wobei die zweite Linie aus dem
Untergehenden in eine neue Schöpfung, hin zu einem neuen Paradies
führt?
Eigentlich
ist Geschichte der „Freigang“, sprich eine kontrollierte (
nicht die absolut wahre ) Freiheit und der Lernprozess eines
Strafvollzuges, dessen absolute und wahrhafte Freiheit erst am Ende (
nach dem „Verbüßen“ der Strafe ) des „Strafvollzuges“
steht; denn nach dem Sündenfall wurde der Mensch mit der Vertreibung
aus dem Paradies ( dem Garten Eden ) bestraft. Der Mensch hatte seine
Unschuld verloren und die vorläufig „letzten“ Worte Gottes an
„den Menschen“ war die ausgesprochene Strafe. Der Wegweiser zu
einer Wirklichkeit, welche der Unterscheidung dienend, mit den
nachfolgenden Offenbarungen Gottes den Weg zurück = die
„Resozialisierung“ ( Rückkehr in die menschliche Gesellschaft )
in den Garten Eden ( und erst dann wieder geworden sein, wer und was
man in Wahrheit ist ) ebnet. Von daher ist es auch nicht
verwunderlich, dass dieser Weg so schmerzhaft und voller negativer
Erfahrungen ist.
Die
Zeugnisse der schriftlosen Völkerstämme, die wir als Ergebnis
vieler Forschungsarbeiten haben, widersprechen der von Forschern oft
gehegten Hoffnung, eine Uroffenbarung Gottes bei den Völkern zu
finden, die von der Entwicklung der übrigen Menschheit auf unserer
Erde ausgeschlossen und abgesondert geblieben sind, weil die
Vorstellung eines unerreichbar Ewigen den Schluss zulässt, dass Gott
sich (noch) nicht in der Weise geoffenbart hat, dass man ihm näher
kommen könne.
Denn
je weniger man Gott näher kommen kann, desto weniger kann man daraus
eine Uroffenbarung Gottes konstruieren.
Auch
zeigt die Entwicklungsgeschichte der Religionen, die untrennbar mit
dem Wachstum der Menschheit verbunden ist, dass die Gott greifbarer
bezeichnenden Offenbarungen auch eine entsprechend höhere Religions-
und Kulturstufe bewirkt haben, während die archäologischen Funde
vergangener Völker Gott nur als einen fernen und unbekannten
Weltenherrscher erkennen lassen.
Alles
opfern setzt eine Gottheit voraus. „Hätte ich nicht selbst“, so
schreibt Ivar Lissner in seinem Buch: „Aber Gott war da“, „von
den Tungusen in der nordmanschurischen Taiga immer wieder gehört,
dass ihre alten Opfer, die Darbringung des Schädels und der
Lengknochen erbeuteten Wildes dem höchsten Gott galten, so würde
ich daran zweifeln. Aber die Opfer der sibirischen Völker sind
eindeutig an das eine unsichtbare Wesen gerichtet, das Himmel ist und
Licht und Weltall, eben Gott. Man muss dorthin, zu den ursprünglich
polnahen Völkern gewandert sein, um das nicht nur zu glauben,
sondern als lebendigen, als erlebten Eindruck nach Hause zu bringen“.
(Buchtipp; vgl. hierzu „Aber Gott war da“ von Ivar Lissner)
In
seiner gewaltigen ethnographischen Forschungsarbeit, welche ein Leben
lang dem Ursprung der „Gottesidee“ gewidmet war, hat P.W. Schmidt
für die Urkultur einen reinen Eingottglauben ermittelt. „Am Anfang
stand, was ich auch bei den nördlichen Tungusen erkannte, ein Gott
und ein hoher sittlicher Ernst.“ Das rätselhafte Tun des
Steinzeitmenschen in den Höhlen von St. Gallen, in Franken und in
der Steiermark galt Gott und seiner Anbetung allein. Ganz so wie die
sibirischen Völker glaubten auch die Menschen, die den Höhlenbären
erlegten und seine besten Teile opferten, an ein höchstes Wesen.
„Das
ist“ - so sagt der verdiente Vorgeschichtsforscher Menghin in Bezug
auf die Drachenhöhle - so gewiss, wie sich derartiges archäologisch
überhaupt sicherstellen lässt.“
Die
Übereinstimmung oben erwähnter Funde mit den religiösen Riten
heute noch lebender Völkerstämme bezieht sich nicht nur auf die
Tungusen im nördlichen Asien, sondern auch auf die Samojeden und
ihre verwandten Stämme im nördlichen Europa; den Eskimos und den
Völkern des Feuerlandes, den Unas, Yaghans und Alacalufs. Diese
Menschen scheinen ihrer Herkunft nach einmal aus einem gemeinsamen
Ursprungsland gekommen zu sein, obwohl sie heute in verschiedenen
Erdteilen leben. Da man nach den Ergebnissen archäologischer Arbeit
mit Sicherheit annehmen kann, dass sie – über die Beringstrasse
kommend – später von stärkeren Völkern an die Ränder unserer
Kontinente gedrängt wurden. Ob deren Ursprungsland mit dem der
großen Geschichtsvölker identisch ist, ob sie von dort ausgegangen
sind, dies ist geschichtlich noch nicht sichergestellt.
Doch
ist es unwahrscheinlich, dass es für die Völker und Stämme der
Welt gleich mehrere Ursprungsländer gibt; wie ja auch der Same eines
bestimmten Gewächses nicht zugleich an mehreren Orten erstmals in
Erscheinung tritt, sondern sich auf Grund entsprechender
Lebensbedingungen und äußerer Umstände nur von einem Ort her
ausbreitet.
Dass
die Kontinente unserer Erde schon vor Urzeiten von Menschen
durchwandert wurden, mag viele Gründe haben. Einer davon ist, dass
die Menschen der Frühzeit den Tieren nach zuwandern pflegten, um
ihre Nahrungsbedürfnisse zu befriedigen. Weshalb die Fundorte von
Bisons, Elefanten, Pferden, Wölfen, Kamel und Mammut nicht mehr
allein auf die für diese Tiere heute spezifischen Erdteile verteilt
sind.
Mit
den Wanderbewegungen der Völker sind dann auch die Erfindungen und
Kulturgüter der Menschen mit gewandert und über Kontinente und
Ozeane gelangt. Ebenso ihre einst gemeinsame Gottesvorstellung.
Das
Auslösungsmoment der ersten völkischen Bewegungen scheint uns die
Ausweisung aus Eden zu sein, wozu sogar manche Theorie der
Gelehrtenwelt beiträgt. Wie zum Beispiel die „These“, dass allen
Menschen gleiche Grundveranlagungen inne wohnen (was anderes, als
dies, kann, will und soll uns wohl die Gentechnik und –forschung
beweisen?), durch die sie unter jeweils gleichen Voraussetzungen
immer das Gleiche tun, unabhängig davon, wie weit sie unbekannt
voneinander leben. Und dann jene These, wonach besonders die
komplizierten Kulturgüter stets aus einem Zentrum hervorgegangen und
ausgestrahlt sind. Das zu erkennen dem Menschen scheinbar nicht mehr
möglich ist und dem man eben mit der Auffindung einer so genannten
„Uroffenbarung“ näher kommen möchte.
Nun
wir meinen, dass, wenn Gott sich einmal geoffenbart hat, es genügt
haben würde, wenn nicht im Verlaufe der Geschichte die Offenbarung
Gottes ständig getrübt, ausgelegt – und zwar zum eigenen Vorteil
– und gedeutet worden wäre und deshalb wieder erneuert hätte
werden müssen. Und da Offenbarung wegen des Sündenfalles
hervorgerufen wird und diese deshalb auch dem Sünder zufällt, der
sie dann verdunkelt, bringt sie keine Klarheit bis zum Ende der Tage,
wo sie geöffnet wird und Erkenntnis daraus hervorgeht. Darum hat die
Suche nach einer Offenbarung keinen Sinn. Sie wird aber betrieben aus
der Unkenntnis über den Charakter der Offenbarung und der Wege
Gottes. Die Erkenntnis darüber ist aber eine Gotteserkenntnis und
diese kann nur zusammen mit ihr – widersprüchlichen Erkenntnissen
wachsen, welche aber Bedingung und notwendiges Übel –, was Gott
aber nicht will – zur Vollendung der Schöpfung sind. Diese
widersprüchlichen Erkenntnisse bilden die Oberfläche der Religions-
und Weltgeschichte und manifestieren sich in den verschiedenen
Religionen, die Gott allerdings zerteilt hat. Dies ist das Gleichnis
vom Babylonischen Turm und der „Sprachenverwirrung“.
Dass
Völker sich nicht von sich aus und wissentlich auf Wege begeben,
welche sie in den Untergang führen, braucht wohl weiter nicht
erwähnt und erklärt werden. So können es nur ihre Leiter gewesen
sein, die insgesamt ein Geschlecht sind, das den Menschen von
vorneherein zum Untergang erkennt, mit dessen Kraft es von Stufe zu
Stufe steigt um sich und ihre Welt (eigene neue Weltordnung,
Aufbau von Verbindungen wirtschaftlicher und politischer Natur, Stufe
um Stufe, wie in den „Bildern“ von Geheimbünden und Logen) zu
verwirklichen.
Der
Aufgang dieses – zum Untergang führenden – Geschlechtes bereitet
aber den Boden für ein neues Geschlecht, welches während seines
Kommens von ihm verfolgt und unterdrückt wird.
Zeigen
uns dies nicht auch die im Volk verwurzelten Märchen, worin, wie z.
B. in Schneewittchen, die schöne Königin die noch schönere
Prinzessin töten lassen will? Denn auch die Schönheit ist eine
Vollkommenheit! Die Stiefmutter und ihre Töchter das „Aschenputtel“
unterdrückend und „verbergend“. Hier ließen sich selbstredend
noch viele Märchen und auch Sagen anführen. Auch und gerade in
diesen von mir gelesenen Märchen und Sagen fand ich stets das
Happyend vor. Allerdings meist erst, nachdem „man“ tun musste,
was „man“ ursprünglich gar nicht tun wollte und tat, was man in
Wahrheit gar nicht konnte.
Ungerechte
Herrschaft erkennt man daran, dass ihr Aufgang dem Volke Untergang
bereitet, aber sie selber als Ursache, wie auch als Untergang nicht
zu erkennen sind. Weil sie sich im Aufgang und Fortschritt
darstellen. Werden uns nicht alle Wissenschaften und technischen
Errungenschaften als Fortschritt dargestellt? Und, wie weit sind wir
bisher damit gekommen? Sind unsere „Probleme“ nicht noch größer,
als sie jemals zuvor waren?
Man
erfährt zwar den Untergang, aber die Erfahrung macht nicht klug.
Wollte die Menschheit nicht immer aus der Geschichte und damit aus
der Erfahrung lernen? Weshalb ist es dann bis dato nicht gelungen?
Sind wir wirklich klüger geworden? Und da dieses Geschlecht im
Einvernehmen ihrer von ihnen voreingenommene Völker lebt, die doch
in ihrem Sinn eingenommen und verführt sind, darum redet Gott zu
ihm: „Du sollst mir nicht auf Stufen zu meinem Altar hinaufsteigen,
damit nicht deine Blöße an ihm aufgedeckt werde.“(2.Mose
************
Dies
beweist auch, dass von Anfang an nur ein bestimmtes Geschlecht mit
Erfolg den Namen Gottes zum Objekt religiösen Wirkens macht und zu
Machtideen gebraucht, Gott aber nicht mit dem Herzen naht. Darum hat
Gott diesen Götternamen ein Ende gemacht. Das geschah von Abfall zu
Abfall und von Offenbarung zu Offenbarung, weil die Welt noch
erhalten werden muss und ihre Leiter verhüllt, bis die Fülle der
Zeiten erreicht ist.Bis dahin ist es ein Problem, die Gerechtigkeit
Gottes zu rechtfertigen, denn einerseits sagt Gott, er habe die
Völker in ihren Sünden hingegeben (Jesaja 43/4) und andererseits
wissen wir aus dem Koran und den Schriften vieler Völker, dass Gott
jeder Nation und jedem Volk einen Gesandten geschickt hat, deren
Verwerfung jedoch den betroffenen Nationen Bestrafung einbringt.
(Sure 17/94)
Dies
wäre an sich ein Widerspruch - erst die Völker der Sünde
hinzugeben und dann durch einen Gesandten zu warnen und bei
Nichterhörung zu bestrafen -, wenn es nur in dieser Form Bestand
hätte!
Nein,
wir glauben, dass die Bestrafung dazu dient, das Gedächtnis Gottes
in den Nationen nicht völlig erlöschen zu lassen und sie dadurch zu
stützen bis zu dem Tag, da die Kinder Israels vollkommen gemacht und
zum Segen der Völker dienen können.
Wie
die Kinder Israels zum Segen für die Völker gebildet werden, sehen
wir an dem Werk Gottes mit Israel. Denn mit dem israelitischen
Heiligtum ist ein stärkeres über die heidnischen Heiligtümer
gekommen und das Heiligtum Israels dabei unrein geworden, wie auch
Israel selbst, welches damit den Nationen gleich geworden zu sein
scheint.
(Worin
besteht der Unterschied, des im Irak Krieg führenden Amerikas zu
dem, mit den Palästinensern Krieg führenden Israel?)
Doch
die größere Macht des religiösen Gutes aus Israel sind die Zeichen
Jahwes und Christi, die an die Zeichen der Nationen gekommen sind und
wodurch diese zu fallen beginnen, wie die Götter der Philister vor
der Bundeslade Israels. (1.Sam.5/1-5)
Zu
Jesus:
Das
Gleichnis vom Sturz der Götter vor der Bundeslade Israels hat sich
realisiert im Sturz der Götter der Nationen vor dem Zeichen Christi.
Denn auch der Sohn aus Israel war nur ein Zeichen: Das Zeichen der
Wahrheit.
Als
Zeichen der Wahrheit konnte er in die Hände der ungerechten
Beherrscher der Nationen fallen und es musste so geschehen. Denn im
Zeichen Christi verleiblichen sich die Ungerechten zuerst zu einem
Leib und verwirklichen den Weltentod. Dies ist das Leben hier mit
seinem Fortschritt und seinen Wundern, welches in einem sich ständig
steigendem Aufwand [[ ewiges Wachstum ]] das Leben an sich verzehren.
(Jes.57/7-13; Hiob 18/13; Römer 7/24)
Als
Zeichen erschien der wahrhaftige Sohn den Göttern wie einer der
ihren, aber das, was er gesagt hatte, machte ihn zu einem anderen
Sohn, als die Göttersöhne der Nationen. Und darum auch so ganz
anders, als ihn Israel sich vorgestellt hatte. Keine Sohnschaft des
Fleisches, sondern Geist aus der Unterscheidung der Geister; kein
Sohn, der Israel zu einem Volke machen würde, gleich den Völkern
der Göttersöhne Babylons. Dies ist auch der Grund, warum Israel den
Christus verwarf und Barabbas erhöhte.
Dieser
Nationen-Christus wurde zur letzten Stufe des Babylonischen Turmes
und hat – im Sinne der Abfallenden – die Völker kulturell zu
Ausformungen gebracht, wie sie nie zuvor erreicht worden sind und
wobei alle die zum Zuge kamen, die in ihrem Herzen sagen: „Wir sind
es und keine anderen.“
Sie
waren und sind allesamt Räuber und Diebe, die man daran erkennt,
dass sie ihn öffentlich ehren und preisen, ihre Erkenntnisbilder und
Vorstellungen mit seinem Golde überziehen, gleichzeitig aber seine
Gebote verachten, ihren Erkenntnissen, Geboten und Gesetzen absolute
Priorität einräumend, das Fleisch Christi zu töten suchen. (1.Joh.
4/2)